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Alt 20.02.07, 16:15   #8 (permalink)
Elderan
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Hallo,
also normale (moderne) Supermarkt-Compzter schaffen ca. 20 Mio. Keys/Sekunde. Dann einfach die Kombinationen ausrechnen und dies durch 20 Mio. Teilen.
Dann noch durch (3600*24*365) teilen für Jahre.

Da bekommst du dann meistens sehr große Zahlen raus, und selbst mit 1 Mrd. "normalen" Computern würde es immer noch ewig dauern (bei guten PWs), denn pro zusätzlichem Zeichen erhöht sich die Anzahl an Kombinationen um den Faktor 62.

Zitat:
Original von lagalopex
. aber evtl mit einem Quantencomputer, wenn er denn mal richtig funktioniert. Er würde einfach alle Möglichkeiten aufeinmal berechnen...
Diese Aussage ist leider falsch.
Ein Quantencomputer kann große Zahlen sehr leicht faktorisieren (Komplexilität wächst linear zur verwendeten Key-Länge, also 2048 Bit Zahlen zu faktorisieren wäre nur doppelt so rechenintensiv wie 1024 Bit Keys. Bei heutigen Computern wächst der Zeitaufwand exponentiell zur Key-Länge) ) , so das alle asymmetrischen Verfahren hinfällig werden.
Dies trifft aber nicht die symmetrischen Verfahren.

Zitat:
Erst recht stellt man sich 256 Bit Keys (2,3*10^77 Möglichkeiten) vor.
Angenommen wir könnten quantenmechanische Effekte ausnutzen, die ein Elektron zur Dechiffriereinheit umfunktioniert, und jedes Elektron mit einer Taktfrequenz von 10^15 Hz arbeitet (das entspricht bereits der Frequenz von harten Röntgenstrahlen!). Dann müsste der so konstruierte Wundercomputer, der diese Aufgabe innerhalb 1 Jahres löst, eine Masse von 10^28g haben, (ein Elektron wiegt etwa 10^-27g), also wäre der Computer ca. so schwer wie die Erde.
Ersetzen wir die Elektronen durch Molekühle, landen wir beim Gewicht bei ca. 10^33g und das entspricht einer Sternenmasse. Bei unseren heutigen Vorstellungen würde der Computer dagegen so schwer sein, dass er ein schwarzes Loch bilden müsste, innerhalb unsere Aufgabe vielleicht gelöst würde, doch das Resultat könnten nie mehr nach außen dringen, wie es bei schwarzen Löchern so üblich ist.

Orginal in Abenteuer Kryptologie von Reinhard Wobst
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