Zwischen den beiden Meinungen von bitmuncher und Friedrich sehe ich ein eklatantes Problem, welches sich entwickelt hat mit der Möglichkeit der praktisch unbegrenzten Verteilung von Informationen über das Internet.
Auf der einen Seite steht der einzelene Nutzer, Fan, Wissbegierige oder was auch immer, der sich gerne zusätzliche Informationen zu seinem Computer/Sänger/Traumberuf beschaffen möchte.
Früher wäre das nur sehr zeitaufwändig (und kostenaufwändig) gegangen, indem man zu dem nächsten Fachmann fährt und ihn um Auskunft fragt oder ein Ticket kauft um den Star nah zu sein.
Heutzutage guckt man auf der Homepage des Stars wann er das nächste mal in der Stadt ist oder twittert seinen letzen Toiletten gang. Man findet weitere Informationen bei Wikipedia oder auf einer Homepage des Fachbereichs. Ohne einen Cent für Zeitschriften, Benzin, Tickets oder Sonstiges auszugeben. Hinzukommen Musik- und Videoportale.
Kurzum man findet alles im Internet was man will, nur kann man den Star noch nicht anpacken.
Naheliegend ist dann doch der Schluss, dass User sehr verwirrt reagieren, wenn plötzlich Dienste verboten werden, die vorher kostenfrei (vielleicht sogar auf der Homepage des Idols) angeboten wurden.
Ob dieses Verbot urheberrechtlich gerechtfertig ist oder nicht sei dahingestellt, das Problem liegt vielmehr, dass Künstler einen (potentiellen) Fan vor den Kopf stoßen und ihn verlieren, was ein größeren Verlust darstellt, weil er keine Tickets mehr kauft etc.. Da ist der Songtext, den man sich zur Not einfach aus dem Lied, was kostenlos im Internet veröffentlich wurde, rausschreiben kann der geringere Verlust.
Wie man in meinem gerade geschriebenen Satz sieht: es gibt zuviele Widersprüche in der Veröffentlichungspolitik der Sterne, als dass man solche Verbote ernst nehmen oder gar als sinnvoll erachten könnte.
Der aufmerksame Leser fragt sich aber nun, WIE soll denn ein Künstler dann überleben ?
Über seine Produkte, aber nicht in jeder Form, sondern das klassiche Produkt des Spielens auf der Straße (Konzerthalle), Meet&Greets und durch Fannähe. Das erspart jede Menge Stress wegen Urheberrechtsprobleme, aber auch jede Menge Geld aus den Erlösen, der anderen, für den Fan teilweise fragwürdigen Produkte.
So jetzt will ich jede Menge Kritik hören.
0wnZ
PS: Was spricht dagegen, das ein Architekt seine Pläne veröffentlicht ?
Es wäre eine Ehre, wenn mein Stil kopiert werden würde. Und für die großen Projekte würde trotzdem ich auserwählt werden, da die Architektenhackergemeinde mich als den besten kennt und sich der findige Projektgeber auch etwas schlau machen wird. |