@Chromatin:
Man könnte deinen Text auch mit wenigen Worten zusammenfassen: Künstler dürfen für ihre Arbeiten keinen Gegenwert oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung verlangen.
Die gleiche Laier könntest du auch in Bezug auf das Gesungene und Gespielte schreiben und es würden immernoch viele Menschen glauben: Musiker machen Musik aus ihrem Herzen, deswegen sollten man die kostenlose Verbreitung unterstützen. Dass viele Menschen von ihrer Musik und ihren Texten leben (und da muss man sich letztendlich nur Straßenkünstler anschauen) lässt du völlig ausser Acht.
Die wahren Künstler machen das. (Jaja, Kommerzialisierung Bla Bla Ärzte Bla Bla - und wer hat Deutschrock geprägt? Sicherlich nur die Unbekannten im Hintergrund. Ganz sicher nur die.) Ich sehe jedoch keinen Grund, warum ich als Künstler nicht sagen sollte, dass ich meine Texte nicht auf irgendeiner Seite stehen haben will? Wenn ich sie anbieten wöllte hätte ich zig 1000 andere Möglichkeiten, von der eigenen Darbietung auf meiner Website, bis hin zur vertraglichen Freigabe zwischen Website-Betreiber und mir als Künstler. Wo bleibt diese Freiheit seitens der Musikindustrie, seitens den viel gepriesenen, eigentlich total unabhängigen Künstlern? Und wenn ich das nicht will, sondern z.b. die Texte in einem Booklet veröffentliche, werde ich gleich als geldgeiler Hansel beschimpft, womöglich noch als Nicht-Künstler, weil ich stolz darauf bin, dass meine Musik von vielen Menschen gehört wird, ich aber trotzdem nicht will, dass meine Arbeit ungeachtet meiner künstlerischen Fähigkeit auf werbeverseuchten Seiten, oft sogar noch gebührenpflichtig angeboten wird.
Ist das die Meinung der Lobby, von der du redest? Wenn sie das ist: Ja, ich stimme ihr zu. Und nun? Bin ich nun auch einer der bösen Kapitalisten? Wie heissts so schön: Come to the dark side - we have cookies. |