Zitat:
Zitat von Tarantoga @beavisbee:
Würde Variante 1 wirklich der "wachsenden Schere zwischen arm & reich" entgegenwirken? So wie ich das verstehe bekäme jeder Bürger einen gleich großen Geldbetrag - ohne dessen Privatbesitz zu berücksichtigen. Damit würde zwar die Tretmühle des Broterwerbs wegfallen (was ja auch schon toll wäre  ), die "Schere" aber doch zementiert werden, da jeder Bürger das gleiche "Einkommen" hat. Oder denkst Du an eine Enteignung vor der Einführung des Bürgergelds? |
Nun, die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist ja, dass zwar jeder den entsprechenden Grundbetrag bekommt, aber dennoch nach Belieben dazu verdienen kann. Wer sich also "mehr" leisten können will, muss auch arbeiten. Das ist ja so auch richtig, denn anders würden wir sehr schnell in den Analen der Geschichte verschwinden. Sehr schwierig sehe ich beim Bürgergeld einen Aspekt, der zwar so schon besteht, dann jedoch noch wesentlich offensichtlicher und zu mehr Unmut in der Bevölkerung führen wird. Wenn man nämlich den Einkommensunterschied zwischen hohen und niedrigen Bildungsabschlüssen sieht, ist dieser im Grunde genommen nicht so groß, als dass es sich eigentlich lohnen würde, zu studieren. Jeder, der es trotzdem tut, ist entweder geblendet vom scheinbaren Mehrverdienst, hat nie nachgerechnet, hat vermögende Eltern oder macht es, weil die Vorstellung des Arbeitslebens dies nun mal vorschreibt. Bevor die bösen Stimmen kommen: Ich gehe jetzt von einer durchschnittlichen Karriere aus. Zum Studieren drückt man schon mal je nach dem zwei, drei oder 4 Jahre länger die Schulbank als ein zukünftiger Facharbeiter. Dann gehts noch vier bis sechs Jahre zum Studium. Wenn der Akademiker dann fertig ist, hat er also im Mittel sieben Jahre noch keinen Cent verdient, im Gegenteil, es sollten ~12T€ Schulden angehäuft worden sein. Bei einem durchschnittlichen Verdienst von etwa 27000€ brutto im Jahr für einen Facharbeiter (in der Groß- und Autoindustrie ist es wesentlich mehr!) fehlen dem Akademiker dann schon mal 189T€ plus 12T€ Schulden...also etwa 200T€. Diese Summe muss man in den folgenden Arbeitsjahren wieder herausholen...was bei der derzeitigen Gehaltsentwicklung (
heute wurde erst eine Übersicht veröffentlicht) und der Tatsache, dass viele Uni-Absolventen erst einmal jahrelang un- oder schlechtbezahlte Traineeprogramme absolvieren dürfen und der
Generation Praktikum angehören, eine Menge Holz ist. Weiterhin ist zu beachten, dass die Steuerbelastung bei steigendem Verdienst exorbitant steigt und ein hohes Brutto keinesfalls mit einem genau so starkem Netto gleichzusetzen ist. Genau so geht es aber auch den schlecht verdienenden Fachkräften, wie z.B. im Friseurhandwerk. Bei 800€ im Monat würde wohl kaum noch einer zur Schere greifen, wenns z.B. 1200€ vom Staat gibt. Auf Gärtner, Bauhelfer, Verkäufer, Bedienungen und Putzkräfte trifft wohl ähnliches zu.
Dies betrachtet würde durch ein Grundeinkommen in gewisser Höhe die "Lust auf Arbeit" durchaus sehr schnell in den Keller gehen...und wertvolle Arbeitskraft auf dem Sofa vergammeln.
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Stimmt... das ist echt 'ne kniffelige Angelegenheit... ohne Reichen-steuer wird das mit der Umverteilung nix...
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Das ist so eigentlich Quatsch. Würde es vernünftiger angegangen, dass die Vermögensbildung nicht mehr einseitig erfolgt und es unlukrativ ist, extreme Summen praktisch ohne Gegenleistung der Gesellschaft gegenüber zu verdienen würde sich das Problem von allein klären. Es müssen eben Anreize gemacht werden, dass man entweder viel verdient und gern Abgaben tätigt oder aber wenig/nichts verdient und dafür nur vom Grundeinkommen existiert. Da fällt mir einiges ein - Leute, die nichts abgeben, weil nichts/zu wenig dazu verdienen, müssen halt eine nicht unerhebliche Zeit des Monats Dienst an der Allgemeinheit tun. Das kann Betreuung von Senioren, Kindern etc., Umweltschutz, soziale Dienste oder ähnliches sein.
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und ab sofort wirst du dank dieser Bemerkung von der CIA überwacht... gibt bestimmt einen Grund, dich als Terroristen hinzustellen.... :-P
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Damit sollten wir ihn im Club willkommen heißen!