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Alt 22.02.10, 21:04   #24 (permalink)
xblax
 
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Zitat:
Zitat von xrayn Beitrag anzeigen
Kleines Rechenbeispiel:
Nehmen wir an, die heißgeliebte Frisoese oder die Lidl-Verkaeuferin soll nun 10 Euro die Stunde bekommen. Damit die/der ArbeitgeberIn die Stellen halten kann, muss sie/er nun die Preise fuer einen Haarschnitt bzw. die einzelnen Lebensmittelartikel erhoehen, sprich die Produkte werden teurer. Ist ja kein Problem, denn jeder hat ja auch mehr in der Tasche.
Hat sich an dieser Stelle eigentlich schon irgendein Mindestlohnverteidiger den Gedanken weiter gefuehrt, dass diese Preiserhoehung mit aller Wahrscheinlichkeit sich linear mit dem Gehalt verhalten wird?
Ich gehe davon aus, dass zum Beispiel Lidl so viel Gewinn macht, dass sie locker die Löhne anheben könnten ohne an den Preisen groß was zu ändern. Das wollen sie vielleicht nicht machen, aber wenn alle Discounter beispielsweise ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn zahlen müssen, werden die Leute trotzdem da einkaufen, wo es am billigsten ist und die Preise würden sich auf einem realen Niveau einpendeln. Im Zweifelsfall überlegt man sich vielleicht doch mal ob man nicht auch in den oberen Etagen etwas einsparen soll.
Das gleiche beim Friseur, die Löhne werden überall erhöht. Wenn man dann die Preise erhöhen muss, dann ist das so, weil Haareschneiden momentan zu billig ist.

Außerdem wie kommst du darauf, dass sich dieser Preisanstieg linear verhält?


Zitat:
Wenn das kein Anreiz ist sich Arbeit zu suchen und sei es solche die vom Staat bezuschusst werden muss, am Ende hat man selbst nicht mehr in der Tasche, bekommt aber die 8 Euro Kindergeld fuer die Schule oder sonst was. Alternativ kann man auch viele raten, statt im Monat 150 euro fuer Kippen auszugeben, dass in die Kinder zu investieren.. gl && hf
Die Jobs, die für viele Hartz IV Empänger zunächst in Frage kommen, sind nur eben leider die Jobs bei denen man so wenig verdient, dass man wieder Zuschüsse vom Staat braucht. Also auch nicht mehr Geld durch Kindergeld ... ist ja ein suuuuper (!!!) Anreiz.
Das mit den Kippen ist doch einfach eine Blöde Pauschalisierung ...
Außerdem möchte ich nicht wissen, wie du leben würdest, wenn du aufgrund deiner Situation aus der Gesellschaft im Prinzip ausgegrenzst wärst.
Und sollte es bei manchen der Fall sein, dass sie ihr Geld vielleicht falsch ausgeben, dann sollte man trotzdem nicht sagen, sind ja selber Schuld für ihre Situation, also helfen wir nicht. Denn wenn die Kinder nicht ordentlich versorgt werden dann ist das nunmal ein PROBLEM, dass es zu lösen gilt, sicher nicht durch noch weniger Geld, denn Alkohol und Kippen würden sicher einfach weiter gekauft werden.

Zitat:
GG Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
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Zitat:
Zitat von Tenchuu Beitrag anzeigen
Und, ob einer eine dickere Kiste fährt ist seine Sache. Ich denke mir auch oft dass das ein Wahnsinn ist was manche verdienen, nur deren Jobs will ich auch nicht haben. Alles hat seinen Preis und darüber schimpfen dass andere Leute mehr haben und deswegen schlecht sind ist doch lächerlich.
Im Prinzip hast du da recht, wer viel Verantwortung trägt soll auch mehr verdienen. Wichtig ist allerdings, dass die Relationen gewahrt werden und die Leute auch ihre Verantwortung wirklich wahrnehmen.
Boni und hohe Abfindungen finde ich falsch.
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