Zitat:
Zitat von xrayn Nehmen wir an, die heißgeliebte Frisoese oder die Lidl-Verkaeuferin soll nun 10 Euro die Stunde bekommen. Damit die/der ArbeitgeberIn die Stellen halten kann, muss sie/er nun die Preise fuer einen Haarschnitt bzw. die einzelnen Lebensmittelartikel erhoehen, sprich die Produkte werden teurer. Ist ja kein Problem, denn jeder hat ja auch mehr in der Tasche.
Hat sich an dieser Stelle eigentlich schon irgendein Mindestlohnverteidiger den Gedanken weiter gefuehrt, dass diese Preiserhoehung mit aller Wahrscheinlichkeit sich linear mit dem Gehalt verhalten wird? |
Rechne doch auch mal zuende. Die Preise werden möglicherweise steigen, soweit korrekt. Allerdings führt das letztendlich eher dazu, dass sie sich wieder dem tatsächlichen Wert der Arbeit annähern. Denn nicht nur der arme Schlucker, der sich nix besseres leisten kann, geht in den Aldi einkaufen oder lässt sich für 8 Euro die Haare frisieren. Da stehen auch BMWs und Porsches auf den Parkplätzen.
Und letztlich geht's ja nicht nur um Verkäufer und Friseure, mit denen die so ziemlich alle in der Bevölkerung mal zu tun haben, sondern beispielsweise auch um Wachleute und Gebäudereiniger. Die werden in der Regel nun nicht von Leuten beschäftigt, die am Hungertuch nagen und ihnen daher nicht mehr zahlen können. Nur sind das eben "niedere Tätigkeiten", und entsprechend werden sie entlohnt. Dass aber einer, der 40 Stunden die Woche welche Tätigkeit auch immer ausübt, letztendlich davon leben muss, scheint vielen nicht so einzuleuchten.