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Zitat von xrayn Die Preise sind so billig, weil es Menschen gibt, die fuer diese Preise arbeiten, wenn keiner fuer den Preis arbeiten wuerde, wuerden die Preise auch nicht so billig sein (Angebot vs Nachfrage). |
Und die Ein-Euro-Jobber machen das bestimmt auch alle freiwillig.
Solange es den staatlich verordneten Zwang gibt, sog. "zumutbare Tätigkeiten" auch anzunehmen, kannst du diese Argumentation vergessen. Unter dem Deckmantel der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt werden nicht wenige mit Löhnen abgespeist, die mit dem HartzIV-Satz vergleichbar sind. Und das liegt nicht etwa daran, dass die Bezüge zu hoch sind, sondern schlicht darin begründet, dass viele Arbeitgeber auch wissen, wie weit runter sie mit dem Lohn gehen können. Es verbietet ihnen ja schließlich keiner, und das Amt ist froh einen Fall in der Statistik weniger führen zu müssen.
Von einem ausgeglichenen Markt, in dem sich Angebot und Nachfrage gegenseitig regulieren, bist du da meilenweit entfernt.
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Weil die Arbeitgeber die Preise so an den Kunden weitergeben werden, dass sie plusminus Null aus der Sache kommen.
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Da ist ja nix schlimmes dran. Ich finde es jedenfalls besser, einen realistischen Preis für eine Ware zu bezahlen als mit einem Minimalpreis die Ausbeutung der Arbeitnehmer und damit den Teufelskreis von "billiger geht's immer" zu unterstützen. Wie ich bereits sagte: Es gibt freilich diejenigen, die momentan aus welchen Gründen auch immer nicht mehr Geld für eine Sache berappen können, aber es gibt beileibe genug Leute, die es aus Prinzip nicht tun, weil's eben auch noch billiger geht.
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Und das war eine positive Schaetzung, es kann natuerlich auch sein, dass manche die Sache nutzen um die Preise so zu erhoehen, dass sie nicht mehr im Verhaeltnis mit den gesteigerten Ausgaben stehen.
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Genauso kann es aber auch passieren, dass sich der Markt mal konsolidiert. Wenn der Konkurrent die gleiche Grenze nach unten hat wie du, kannst du allein durch einen Kampfpreis der darauf beruht, dass du Löhne drückst, keinen Blumentopf mehr gewinnen. Dann muss eben tatsächlich Effizienz oder eben Qualität als Alleinstellungsmerkmal herhalten. Und vielleicht muss man ja sogar überlegen, ob man die bisherige Gewinnmarge so halten kann. Es gibt ja ganze Ketten von Unternehmen, die nicht gerade für hohe Löhne bekannt sind, die aber auch nicht gerade kurz vorm Bankrott stehen. Hair Factory, Schlecker, PIN... die Reihe ließe sich fortsetzen. "Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben", soweit Franklin D. Roosevelt, der ja nicht unbedingt im Verdacht stehen dürfte, eine rote Socke gewesen zu sein
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Mit dem Erwachsenwerden sollte man lernen fuer sein Handeln auch die Konsequenzen zu tragen und nicht immer darauf hoffen, dass irgendwer es wieder fuer ein richtet, wenn man Mist gebaut hat.
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Dann erkläre mal, welche Verantwortung du den "betriebsbedingten Kündigungen" zuschreibst. Das Geblubber der "Chancengleichheit" ist zwar schön und gut, aber es hat nunmal nicht jeder sein eigenes Schicksal in der Hand. Die durchschnittliche FDP-Wählerschaft (zwischen 25 und 40, mittlere bis gute Ausbildung) mag gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben... aber was danach kommt oder mit denen passiert, die eben nicht mit den entsprechenden Voraussetzungen gesegnet sind (soziales Netzwerk, Intelligenz, Eltern die die Bildung finanzieren können), scheint sie ebenso wie dich nicht sonderlich zu kümmern.