Bei Antennen gibt es eine Menge Sachen, die der Laie ganz gewiss nicht abschätzen kann.
Ich hab in der Vergangenheit in einem Normierungsgremium gesessen und mitgearbeitet, in dem wir uns mit industriellen Funknetzwerken beschäftigt haben. Die Untersuchungen der Unis zu den Funkausbreitungen waren sehr aufschlussreich und haben im Ausmaß selbst uns "Funkfüchse" etwas verblüfft, da die Abdeckung und Versorgung zum einen sehr "merkwürdig" verläuft und dazu noch permanent schwankt.
Wenn ich mir dann überlege, dass Leute mit selbstgebauten Antennen rumspielen ohne auch nur eine Ahnung der Sendecharakteristik ihres Werkes zu haben wird mir ein bisschen übel. Von den Störungen anderer Frequenzbereiche durch Fehlanpassung an den Transceiver und damit Erzeugung von störenden Harmonischen im gesamten Frequenzspektrum oder resultierenden lokalen Leistungsmaxima mal ganz zu schweigen...
Die pädagogische Komponente eines Antennebaus ist nur gegeben, wenn man die Antenne auch ausmessen kann...doch wer hat schon ein HF-Labor oder die mit etwa 90k€ günstigere Alternative Realtime-Spektrum-Analyzer zu hause - und kann damit auch noch umgehen?