Also nachdem die meisten hier auf unserem Planeten sowieso ständig versuchen ihre Umgebung zu zerstören, wird sich das meiner Meinung nach wie folgt ereignen: Zuerstmal werden wir in den nächsten Jahren schön brav unsere Ozonschicht zerstören, so dass aus dem jetzigen gelöcherten Emmentaler nur noch wenige Krümmel übrig bleiben. Die Sonnenstrahlen werden ungefiltert auf die Erdoberfläche treffen, worauf hin das ganze Eis auf unserem Planeten schmelzen wird. Und das ist eine unvorstellbar große Menge an Eis. Das sind nicht bloß ein paar kleine Hügeln am Nordpol, nein, also wenn das alles abschmilzt, was wir nicht wirklich verhindern können, werden mal einige Gebiete der Erde ziemlich schnell weg sein. Unsere lieben Nebelkinder Europas werden's wohl schon ziemlich früh ganz schön abkriegen.

Nagut, nachdem nur noch Teile Asiens und ein Teil der Rocky Mountains sowie ein paar andere Überreste gewaltiger Bergketten aus dem Wasser ragen werden, ist der Ozean selbst vermutlich schon ziemlich ausgestorben (abgesehn von ein paar Algen-ähnlichen Pflanzen am Meeresboden in einer Tiefe von ca. 6 km, die sowieso schon seit ein paar Millionen Jahren existieren und da unten friedlich vor sich hinvegetieren). Da die zuvor erwähnten Überbleibsel an Landmasse durch die Strahlen des Weltalls ohnehin unbewohnbar sind, wird man die letzten Überlebenden der Spezies "Mensch" unter Wasser bzw. auf dem Mars finden. Während auf unserem heutigen Planeten in 300 Jahren eine Anarchie herrschen wird, entfaltet sich auf dem roten Wüstenplanet eine neue Gattung der Menschen, die "Marsianer".

) Dort haben sie jetzt zwar nur sehr wenig Platz, da sich durch das Terraforming zwischen 2050 und 2300 einzelne Ozeane gebildet haben, die jedoch genau geplant waren, auf der anderen Seite ist es jedoch eine so gut strukturierte Zivilisation, die sich vom heutigen Menschen so unterscheidet, wie wir heutzutage vom Affen. Zwischen den beiden Welten wird es aber kaum irgendwelche Handelsbeziehungen geben. Die Erdbewohner sind ihrem Elend, der Umweltverschmutung, der Arbeitslosigkeit, der fehlenden Infrastruktur und der ständig anhaltenden Dunkelheit in den Tiefen des Wassers ausgeliefert. Abgesehen von gut entwickelter Technologie, die uns das Leben dort unten überhaupt ermöglicht, fällt das soziale System auf Status "Mittelalter" zurück. Es gibt einige regierende Clans die sich gegenseitig die Hölle heiß machen, weil sie um die wenig verbliebenen Rohstoffe kämpfen. Das Söldnertum erreicht seine Glanzzeit wie noch nie zuvor in der Geschichte und unter dem Rest, also der untersten Schicht, findet man Bergleute, Verbrecher und alle anderen Ungeziefer, die es geschafft haben einen Platz zum Überleben zu finden. Die schon weiter oben angesprochene Gesellschaft auf dem Mars wird sich in sozialen Punkten nicht sehr viel von früheren Hochkulturen wie zb. den Ägyptern unterscheiden. Allerdings war es nur der Elite vorbehalten mit auf die große Reise zu gehen. Was sich 200 Jahre später als großes Problem herausstellte, als man die Auswirkungen dieses gewaltigen Flashbacks zu Gesicht bekam. Denn im Jahre 2150 als man begann den Mars tatsächlich aus Angst des Aussterbens zu besiedeln, ahnte keiner der lebenden Wissenschaftler die Auswirkungen der damaligen Gen-Euphorie. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und was schließen wir daraus? Ich hab in den Jahren meiner Pupertät eindeutig zu oft Schleichfahrt gezockt.
