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Diskussion: Einsteigen in den IT Markt im Forum HaBo Lounge, in der Kategorie Sonstiges; Anzeige Hi HaBo, wie viele hier habe ich ambitionen später mal in den IT markt (für mich alles von Administration ...
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| Registriert seit: 27.12.07 ![]() Likes: 39 | Anzeige Hi HaBo, wie viele hier habe ich ambitionen später mal in den IT markt (für mich alles von Administration bis Programmierung) einzusteigen. Daher richten sich meine fragen vorallem an leute die bereits dort eine stelle haben. Mir gehts vorallem darum was man als Programmierer mitbringen sollte, aber damit mehr mitreden können und andere was davon haben dachte ich mir man kann die fragestellung auf auf andere berufe ausweiten. Hier die Fragen:
Gebt daher bitte an auf welchen fachbereich ihr euch bezieht. bad_alloc
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| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 441 | Zitat:
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Fazit: Als Entwickler ist Java heutzutage sehr gefragt. Als Admin musst du halt schauen in welchen Bereich du gehen willst.
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| Themenstarter Registriert seit: 27.12.07 ![]() Likes: 39 | Zitat:
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aber danke für das bisherige
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| Moderator ![]() Registriert seit: 30.03.04 ![]() Likes: 14 | Hallo, Zitat:
Ansonsten: Berufsausbildung zum Anwendungsentwickler sofern man später Programmierer werden möchte oder ein Informatik-Studium (egal ob Uni, FH, BA) sofern man Software-Entwickler werden möchte. Es gibt auch viele Software-Entwickler die vorher z.B. Mathematik studiert haben. Bevor die Frage zu Programmierer/Software-Entwickler auftaucht: In den vergangenen Zeilen meine ich mit 'Programmierer' entsprechend programmieren nach Vorgaben. Jemand anderes, die Software-Entwickler, entwerfen und planen die Software entsprechend, der Programmierer schreibt dieses in Code, macht Tests, Dokumentation, Pflege etc. Natürlich kann man mit einem Studium auch Programmierer werden, mit einer Berufsausbildung aber Software-Entwickler/Software-Architekt zu werden ist schwerer. Bei kleineren Teams bzw. in kleinen Unternehmen gibts eigentlich keine (personelle) Trennung zwischen Entwicklung und Programmierer, da macht dann jeder beides. Dort kann man auch gut mit einer Berufsausbildung hin. Zitat:
Ansonsten sind die üblich Programmiersprachen heute (nicht unbedingt vollständig): - Java, insbesondere bei großen Business Applikationen / Enterprise Software, also Software die für größere Unternehmen (>50 Mitarbeiter) gedacht sind und intern genutzt wird. Mit JSF auch Web-Applikationen - C#/.Net, zunehmend bei Middle Ware Applikationen (ähnlich wie Java), WebServices und normale Windows Clients in Unternehmen, sonst auch auch zunehmend für normale Windows Apps. - C++, Programme für den Massenmarkt, d.h. Word, Photoshop etc., Server Software, Betriebssysteme & Treiber, sehr hardwarenahe Sachen (Eingebettete Systeme, Router, Switch), oder Programme die eine sehr gute Performance brauchen, z.B. Simulations- & Rechenprogramme, 3D-Animation, Filmbearbeitung etc. - PHP, Web-Applikationen - Ruby/Ruby on Rails, Web-Applikationen Zitat:
Ansonsten ist es für die Programmierung nicht so relevant, welche Software man genau kennen muss. Jedes Unternehmen verwendet eine andere Kombination aus IDE, Qualitäts- & Versionsmanagment, Code Testing etc. Besser die gänigen Frameworks (sofern vorhanden) für die ausgesuchte Sprache kennen. Zitat:
Wie gesagt, bei der Programmierung ist es oft nicht relevant, welche Sprache man nun wie gut bzw. schlecht kennt, viel wichtiger ist, dass man die Programmierung an sich verstanden hat, also z.B. auch objektorientes Programmieren verstanden hat (dazu reicht es nicht aus die Schlüsselwörter zu kennen). Ansonsten gibt es für fast jede Sprache noch Personen die dafür bezahlt werden, der Markt dürfte aber für Java, C#, C++, PHP, Ruby on Rails Programmierer vermutlich deutlich größer sein so dass man dort bessere Wahlmöglichkeiten hat. Man muss sich eben eine Sprache aussuchen, deren Anwendungsgebiet einem zusagt. Würde man gerne Server (d.h. Datenbankserver, Webserver etc.) oder irgendwelche 3D Animationen (z.B. Spiele) programmieren, fährt man mit C++ bestimmt ganz gut. Ist man eher auf Web-Apps. ambitioniert, ist bestimmt PHP und Ruby on R. keine schlechte Kombination. Achja, man muss nicht unbedingt der super Experte in einer Sprache sein, je nachdem welchen Job man später bekommen möchte. Nach einem durchschnittlichen Informatik Studium hat man eigentlich relativ wenig Kenntnisse in Java (verwenden viele im Studium) und noch weniger Kenntnisse (normalerweise gar keine) in den Aspekten von Java die oft nachgefragt werden, nämlich JavaEE (wird eigentlich nur für Enterprise Software benötigt). Dennoch sind Informatik-Absolventen sehr begehrt und viele machen dann im späteren Job etwas, was sie im Studium nie hatten (z.B. Java EE). Dort wird dann eben erwartet, dass man sich auch schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann. Die IT-Branche, insb. die Softwarebranche, ändert sich so schnell, dass eh vieles in z.B. 5 Jahren wieder veraltet ist und dann ganz anders gemacht wird. Deswegen sind vorallem diese sonstigen Kompetenzen wichtig (Soft-Skills?), also dass man logisch & abstrakt denken kann, wirklich programmieren kann (also nicht nur Programme schreiben kann) also vernünftige Software, recht unabhänig von der Sprache, entwerfen kann etc. Deswegen sind auch gerade Mathematiker oft in der Software Branche anzutreffen, da diese durch das Studium gute analytische Fähigkeiten, eine strukturierte Arbeitsweise, logisches und abstraktes Denken erlenen sowie oft die Fähigkeit besitzen komplexe Aufgaben auf einfachere Modell zu reduzieren. Soetwas zu erlernen ist meines Erachtens deutlich wichtiger als jeden Winkel der API von irgendeiner Sprache zu kennen. Hat man diese Fähigkeit, wird man keine Jobprobleme haben. | ||||
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| Themenstarter Registriert seit: 27.12.07 ![]() Likes: 39 | Zitat:
danke für den umfangreichen post btw.
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| Member of Honour ![]() Registriert seit: 11.09.03 ![]() Likes: 2 | sry, wenn ich dir das hier mal zerreisse, unten erklaer ich dir wieso... Zitat:
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von "speziellester Hardware und Assembler" bis "Hardware egal und ABAP" .... Zitat:
Enge die Fachbereiche ein, dann bekommst du Antworten mit denen du wirklich etwas anfangen kannst. Das was du schreibst klingt nach "ich hab keine Ahnung was ich will, aber mal hoeren vielleicht ist das perfekte dabei!". Du solltest dir schon ueberlegen WAS du Programmieren willst? vielleicht Echtzeitprogrammierung im CAN-BUS? oder eher Webservices in Jscript , PHP Ajax? "irgendwas programmieren", dafuer wird dich niemand bezahlen. | ||||
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| Themenstarter Registriert seit: 27.12.07 ![]() Likes: 39 | Zitat:
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außerdem habe ich mich schon belesen, ich wollte nur mal sehen was die am habo so meinen.
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| | #8 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 441 | Also gut... rein auf den Bereich der Systemadministration bezogen. In diesem Bereich gibt es verschiedene Tätigkeitsfelder, die unterschiedliche Ansprüche stellen. Allgemein hat man aber in den meisten als Quereinsteiger recht gute Chancen, Zertifikate vereinfachen aber die Jobsuche. Oft erwartete/verlangte Zertifikate/Abschlüsse: Rechenzentrum Infrastruktur - zumeist wollen die Arbeitgeber wenigstens eine Cisco-Zertifizierung sehen Rechenzentrum Server Linux - LPIC-3 ist fast schon ein Muss, ansonsten einige Jahre Berufserfahrung im Linux-Server-Umfeld Rechenzentrum Windows - MCSE und MCSA werden meist minimal erwartet, gibt aber auch Arbeitgeber, die solche Zertifizierungen bezahlen und nur ausreichend Erfahrung erwarten Rechenzentrum Unix - Sun-, Cisco- und IBM-Zertifikate sind definitiv von Vorteil In allen sonstigen Bereichen kommt man meist auch ohne Zertifikate gut zurecht, wenn man z.B. als Freiberufler arbeitet oder als solcher etwas Erfahrung gesammelt hat. In sehr grossen Office-Netzwerken ist MCSA allerdings oft gefragt. Programmiersprachen: Kein Admin kommt drum herum mindestens eine Skriptsprache für Automatisierungen zu lernen. Im Linux-Bereich wäre das z.B. Perl und Bash, bei Unix zumeist TCSH/KSH und bei Windows selbstverständlich VBScript. Grundlegendes Verständnis für Programm-Sources ist aber bei der Fehleranalyse zumeist hilfreich. Software: Je weiter deine Kenntnisse im Software-Umfeld sind, umso eher wirst du als Admin zurecht kommen. Gerade wenn man auch noch den Mitarbeiter-Support macht, sollte man die von der Firma eingesetzten Programme im Schlaf beherrschen um Mitarbeiter bei Fehleranalysen durch die Programme führen zu können. Ansonsten sind natürlich tief gehende Kenntnisse für die eingesetzten Betriebssysteme absolut unabdingbar. Hardware: Im Optimalfall ist man als Admin über alle für die Firma relevante Hardware auf dem Laufenden. Im Server-Umfeld sollte man also immer wissen was gerade aktuell ist, wie die Preise sind, in welchen Bereichen bestimmte Server-Modelle eingesetzt werden usw. Im Office-Umfeld sollte man nicht nur die neuesten Gaming-PCs kennen, sondern vor allem wissen was die eingesetzte Software an Hardware voraussetzt um flüssig damit arbeiten zu können und für welche Preise man diese erwerben kann. Ausserdem ist es natürlich notwendig, dass man die eingesetzte Hardware auch auseinandernehmen und fehlerfrei wiederr zusammensetzen kann. Weiterhin sollte man, wenn man in Rechenzentren arbeitet, mit Klimatisierung, Löschanlagen, USVs usw. vertraut sein. Kenntnisse über managed Switches, Hardware-Router und ähnliche Netzwerk-Hardware sind in fast jedem Bereich für Admins unabdingbar. Weitere Skills: Weiterhin ist es brauchbar, wenn man als Admin in der Lage ist schnell und effektiv Fehlerquellen zu identifizieren und zu beheben. Ein natürlicher Hang zur Optimierung und System/Datensicherheit ist zumeist auch recht hilfreich. Ausserdem sollte man in der Lage sein strukturiert zu arbeiten und die durchgeführten Arbeiten ordentlich zu protokollieren und dokumentieren. Theoretisches Wissen über das Aufstellen und Lesen von Netzwerkplänen u.ä. ist natürlich hilfreich. Ein Admin sollte auch nie vergessen, dass er in einer Firma zumeist Ansprechpartner bei jeglicher Art von Computerproblemen ist. Man sollte daher in der Lage sein technische Probleme für Otto-Normaluser verständlich auszudrücken. Einzelgänger finden ihren Platz eher in Server-Netzwerken, wo sie nichts mit den Usern zu tun haben. In Softwareschmieden jeglicher Art ist zumeist eine enge Zusammenarbeit mit den Entwicklern angesagt und entsprechend werden dort auch oft grundlegende Programmierkenntnisse in den eingesetzten Sprachen erwartet. Erfahrungsgemäss ist der optimale Admin ein Allrounder mit Schwerpunkt auf System- und Software-Konfiguration.
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| | #9 (permalink) |
| Auf die Gefahr hin das ich hier einen auf den Deckel bekomme, weil ich einen etwas älteren Thread wieder ausgrabe, hab ich doch auch nochmal ein paar Fragen. Ich Besuche zur Zeit eine Fachoberschule in Fachrichtung Informationstechnik und bin in der 12. Klasse. Da ich ja dann im Juni nächsten Jahres mein Fachabi hoffentlich in der Tasche haben werde, stellt sich natürlich für mich die Frage was ich danach tun werde. Ich hab im Rahmen der schulischen Ausbildung ein Praktikum bei einem großen Auto-Konzern gemacht und musste dort viel First-Level und Second-Level Support leisten. Naja, das war nicht ganz so mein Ding, so etwas würde ich in Zukunft nicht mehr ganz so viel machen wollen (Das meiste war halt defekte Hardware austauschen - also nicht sehr kreativ). Ich hab grundsätzlich nichts gegen Support, aber man muss es ja nicht übertreiben. Im Laufe des Praktikums bekam ich aber dann die Aufgabe eine "Wake-On-LAN Netzwerk" aufzubauen. Ich weiß es klingt etwas komsich, aber durch ein Switch-Update (Irgendein Sicherheitsgrund), war es dann nicht mehr möglich Rechner in einem anderen Subnetz, als des eigenen, zu wecken (Magic-Paket wurde nicht mehr weitergeleitet). Jedenfalls hab ich dann in jedes Subnetz einen ThinClient mit Linux drauf installiert und mir eine Lösung zusammengebastelt, welche sogar dem örtlichen Unix und Linux-Admin gefallen hat. Und genau so etwas ist es was ich gerne machen möchte (Stichwort Serveradministration/Netzwerkadministration). Jetzt stellt sich für mich die Frage ob sich ein Studium lohnen würde, oder ob ich mir doch lieber einen Ausbildungsplatz suche (Ist ja eigentlich auch schon etwas spät). Wenn ich studieren würde, wie wären dann meine Berufaussichten nach dem Studium? Ich hab jetzt in dem Thread schon vermehrt gelesen, dass so eine Zertifizierung von Vorteil wäre, aber so etwas ist doch mit Sicherheit ziemlich teuer, oder? Des weitern stelle ich mir die Frage, wie ich die Anforderungen an so einen Adminjob erfüllen könnte, Man braucht ja schließlich viel Wissen in den oben genannten Bereichen (z.B. Rechenzentrum-Infrastruktur usw.). Nur hab ich leider kein eigenes Rechenzentrum, mit Klima und Löschanlage, zuhause zum testen und üben ![]() Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen bei meinem Weg! PS: @bitmuncher: So etwas was du im Moment machst, wäre was für mich (Auch wenn ich nicht mal halb so gut bin wie du im Moment, aber man kann ja lernen) Wie hast du eigentlich angefangen? Auch studiert, oder eine Ausbildung gemacht? | |
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| | #10 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 441 | @bitbender: Mit einem Studium wärst du als Admin vermutlich überqualifiziert. Da wäre eine Ausbildung als Fachinformatiker angebrachter und aus meiner Perspektive auch brauchbarer, da man mehr Praxis lernt. Zusätzlich noch die LPICs absolvieren und man hat recht gute Chancen auf dem Markt. Bedarf ist jedenfalls enorm, wie man auf geschäftlichen Kontaktseiten wie www.xing.com u.ä. sehen kann, wo ständig neue Jobangebote für Linux- und Unix-Admins auftauchen und Headhunter gezielt nach Leuten suchen. Ich selbst bin als Quereinsteiger in den Job gekommen. Dürfte aber heutzutage wesentlich schwieriger sein als vor 10-11 Jahren und ich würde auch nicht wirklich dazu raten es ohne Ausbildung zu versuchen. Dieser Weg ist sehr steinig und sicherlich zum Teil auch von Glück abhängig ist. Bevor man nicht ein paar gute Referenzen gesammelt hat, ist es schwierig an Aufträge zu kommen und eine Festanstellung eher unwahrscheinlich.
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| | #11 (permalink) |
| Danke für deine Antwort. Ich hab schon mal vor ein paar Monaten geguckt wie die Chanchen für einen Ausbildungsplatz so stehen (in der Region Kassel). Zumindest wenn man eine Ausbildung als Fachinformatiker machen möchte, hat man hier leider schlechte Karten. Viele Unternehmen bilden auch schon gar nicht mehr aus in Richtung Fachinformatiker (Oft gibts dann noch Informatik kaufmann, aber das sagt mir nicht so sehr zu). Für mich wirds wohl oder übel auf ein Studium hinauslaufen, was danach kommt weiß ich allerdings nicht wirklich. Ich würde schon gerne als Admin tätig sein, aber wenn man sich dann unter Wert verkauft, hat man evtl. später schlechtere Karten, wenn man evtl. mal etwas anderes als Admin-Kram machen möchte. Das das mal so schwer werden kann hätte ich echt nicht gedacht ![]() Es soll aber auch Leute geben die direkt einsteigen nach der Schulischen Ausbildung, aber dazu muss man wahrscheinlich irgendeine neue Software/Web-2.0-Plattform programmiert habe... | |
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| | #12 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.03.04 ![]() Likes: 14 | Hallo, ich sag mal so: Ein Informatik Studium, sofern man es schafft, ist nie falsch. Momentan hat ein Diplom/Master-Informatiker echte Probleme keinen Job zu finden. Die Nachfrage ist wirklich groß. Jetzt kommt das große aber: (Ich bezieh mich nur auf ein Informatik Studium an einer Universität, an einer FH mag das ganz ganz anders aussehen). Das normale Berufsbild eines Diplom/Master-Informatikers geht eher nicht in den Bereich Systemadministrator. Natürlich gibts auch studierte Admins, normal ist das aber nicht unbedingt. Dies hängt einfach damit zusammen, dass ein Informatik Studium (Uni) nicht unbedingt die Qualifikation vermittelt, die ein Administrator benötigt. Man kann zwar auch viele Vorlesungen hören die für den Admin Job hilfreich sind, z.B. Betriebssysteme (hier gehts nicht um Windows oder Linux, sondern um grundlegende Konzepte, wie virtueller Speicher, Multi Threading, Dateisystem, Systemcalls etc.), Rechnernetze oder Informationssysteme (Datenbanken, primär viel SQL, etwas wie DBMS intern arbeiten). Nur ein wirklich einsatzfähiger Admin ist man nach dem Studium nicht, da man kaum konkretes Wissen hat (wie setz ich einen Server auf, Absicherung, Wartung etc.) Aber: Während eines Informatik Studiums (Uni) bekommt man oft nur recht wenig Praxiswissen vermittelt, je nach späteren Berufsziel und gewählten Schwerpunkt oft zuwenig um gleich durchzustarten. Deswegen eignen sich fast alle neben dem Studium noch eigenes Wissen an, z.B. vertiefte Programmiererfahrung oder ähnliches (auch weil es ihnen das Spaß macht). Und viele durchlaufen nach dem Einstieg in die Firma noch oft so ne Art Training/Schulung, da sowieso jede Firma sich irgendwie unterscheidet und die Abläufe und Methoden ganz andere sind. Oft sind die verwendeten Technologien ganz neue, kaum ein Student wird mit z.B. EJB/JavaEE während des Studiums in kontakt kommen, während dies bei vielen Firmen oft das Standardmittel für Software Systeme ist. Während des Studiums (Uni) lernt man eben sehr viele Grundlagen und grundlegenden Methoden, bzw. Sachen die im wissenschaftlichen Umfeld von interesse sind (z.B. formale Methoden) und weniger häufig in der Wirtschaft verwendet werden. Solche Sachen helfen aber einen sich herblich schneller in andere Themen einzuarbeiten bzw. schult oft auch die analytischen Fähigkeiten. Wie das Studium an einer FH aussieht, kann ich nicht sagen. Ich denke mal, dass die schon stärker auf Praxis ausgelegt ist und man auch mit einem FH Studium ganz gut für den Admin Job gewappnet ist, insbesondere wenn man sein Praxissemester bei irgendeinem Hoster o.ä. absolviert hat. Nur, wenn man ein Studium beginnt, sollte man sich vorher nicht schon auf eine spezielle Sparte festlegen. Oft ist es so, dass der Berufswunsch sich während des Studiums noch fundamental ändert und man überhaupt keine Lust mehr hätte in der alten Sparte zu arbeiten. Man lernt einfach viele Sachen kennen, mit denen man vorher überhaupt noch keinen Kontakt hatte, z.B. in der technischen Informatik den Entwurf von Mikroprozessoren oder den Entwurf einer Steuerung eines Roboters. Gut möglich, dass einen soetwas erheblich mehr fesselt als ein Gebiet welches man sich zuvor ausgesucht hatte. Also: Wenn du das Zeug und die Lust auf ein Informatik Studium hast, nur zu! Hinterher wird sich bestimmt etwas ergeben, an dem man Spaß hat. Statt Administrator könnte man doch ebenso Netzwerk-, Datenbank- oder Systemdesigner werden. Oder man geht in die Beratung und analysiert und optimiert dort bestehende Server-Systeme. Interessante Möglichkeiten gibt es sehr viele und es ist doch auch gut, sich einige Optionen offen zu halten? Ob man studiert oder nicht sollte eher von anderen Faktoren abhängen. Möchte man sich mit Theorie auseinandersetzen oder doch lieber gleich konkrete Projekte haben? Wie sieht das Finanziell aus? Und nicht zu unterschätzen: Ein Studium, zumindest an der Uni, ist schon sehr anspruchsvoll. Man hat nicht seinen nine-to-five Arbeitstag sondern kommt während des Semester nur selten zur Ruhe, ständig irgendwelche Aufgabenzettel die man bearbeiten muss, Vorlesungen aufbereiten, Klausuren und hoffentlich den Stoff schnell genug verstehen und anwenden können. Achja: Den Quereinstieg in den Administrattion halte ich für sehr schwer, da man mit Serversystemen zuhause kaum zu tun hat. Web 2.0 Projekte kann jeder mit dem Editor schreiben und das machen auch viele. Hinzu kommt noch: Man hat keine Berufsausbildung! Sollte man nach der Schule einen Job finden, ist die Frage, wie lange man dort bleibt und was passiert, wenn die Firma pleite geht bzw. man den Job verliert. Man hat immer überhaupt gar keinen Abschluss! Auch wenn die Aussichten momentan sehr gut aussehen, wie ist das evt. in 5 oder 10 Jahren? Denn in der Not trennt sich eine Firma oft zuerst von den zuschlecht qualifiziertesten Mitarbeitern, was eben die ohne formale Ausbildung wären. Und einen Job ohne Ausbildung/Studium zu finden ist nicht unbedingt leicht. Wenn ich das Studium oder eine Ausbildung abgeschlossen habe, kann ich ein entsprechendes Zeugnis vorlegen welchen Vorlesungen ich gehört habe und welche Note ich darin habe (bzw. welche Fächer/Themengebiete meine Ausbildung umfassten). So kann der Arbeitgeber sicher sein, dass der Bewerber ein bestimmtes Grundlevel an Know How hat und evt. auch ein etwas weiteren Horizont hat als nur das Know How in einer ganz speziellen Sparte (z.B. nur HTML, CSS, PHP). Ohne Ausbildung soetwas nachzuweisen ist schwer. Woher soll der Arbeitgeber wissen, dass du bestimmte Grundlagen kennst und anwenden kannst? |
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| | #13 (permalink) | |||||
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 441 | Zitat:
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Trotzdem würde ich natürlich zu einer richtigen Ausbildung raten. Ich habe meine in anderen Berufen auch gemacht, in die ich damit zur Not jederzeit zurückkehren könnte. Hat man den Quereinstieg aber erstmal geschafft und einige gute Referenzen gesammelt, ist es meiner Erfahrung nach zumeist problemlos möglich einen neuen Job zu finden.
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| | #14 (permalink) |
| @Elderan: Danke für den Einblick! Ich kann mich aber im Moment echt nicht entscheiden was ich machen soll. Es sind bei mir in der Region doch noch ein paar Ausbildungsplätze frei, als Fachinformatiker in Richtung Systemintegration. Aber ich weiß nicht ob ich nicht vielleicht doch lieber Studieren sollte. Was mich dann nur tierisch nerven würde, wäre eine Ausbildung die nur auf Windows-Systeme setzt und ich die ganze Zeit sinnfreien Windows-Support leisten darf. Die Bundeswehr macht im Moment auch bei mir auf sich aufmerksam, muss am 19. zur Musterung. Ehrlich gesagt wäre es mir sogar ganz recht, wenn ich erstmal dort hin muss, dann hätte ich nochmal 9 Monate Bedenkzeit. Werde aber Höchstwahrscheinlich ausgemustert weil ich im Moment ein paar Probleme mit meinem Knie hab. Oh man, schnell entscheiden konnte ich mich noch nie ![]() EDIT: Ich lese immer wieder, in Stellenanzeigen zu Admin Jobs, dass viele Firmen von einem verlangen Informatik studiert zu haben (Inkl. Bachelor oder Master). Wie seht ihr sowas? Findet man besonders häufig in Zeitschriften wie der c't. | |
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| | #15 (permalink) | |||
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.03.04 ![]() Likes: 14 | Hallo, Zitat:
Auch wenn die Prognosen immoment stabiler und besser sind, ausschließen kann man soetwas nie. Und bei einer hohen Arbeitslosenquote haben es normalerweise die Quereinsteiger am schwersten,ihren Job zu halten bzw. einen neuen Job zu bekommen. Natürlich alles nur statistisch gesehen, wie das dann konkret ist, hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und vorallem vernünftigen und glaubwürdigen Referenzen. Steigt man also nach der Schule irgendwo direkt fest ein, und sagen wir mal diese Firma geht nach 2 oder 3 Jahren pleite (oder muss dich entlassen, warum auch immer), dann ist das nicht unbedingt leicht, einen Anschlussjob zu finden, besonders nicht in einen anderem Umfeld. Was kann man vorweisen: Bischen Hobby mäßig mit Informatik beschäftigt und evt. 2 Jahre lang das System der Firma X gewartet. Ganz so überzeugend ist das nicht, besonders nicht wenn komplett das Umfeld gewechselt wird (z.B. von der Administration in die Programmierung, von Windows System Admin (oder Nutzerbetreuer) zu Unix Administrator). Gut, nach einer gewissen Berufserfahrung und guten Referenzen spielt der formale Abschluss nicht mehr so die Rolle, darauf verweisen zu können ist aber bestimmt nicht schlecht. Aber solch gute Referenzen muss man erstmal sammeln. Als Quereinsteiger von der Schule bekommt man kaum die Verantwortung von wichtigen (Kunden)-Projekten sondern darf sich oft am Anfang mit den weniger spannenden Arbeiten beschäftigen, z.B. die Nutzerbetreuung übernehmen und den Mitarbeitern bei ihren Word Problemen helfen. Dort voranzukommen, und auch Referenzen zu sammeln die man vorzeigen kann, ist unter Umständen sehr schwierig. Man muss aufpassen, dass man nicht ewig den Telefon-Support für Word- und Drucker-Probleme übernehmen muss. Den Chef zu überzeugen das man mehr kann, ist mit einem Hochschulabschluss oder eine fachlichen Ausbildung erheblich leichter. Mal davon abgesehen, dass man bei der Ausbildung auch aus anderen, einem fremden Bereich, die aber ebenso hilfreich sind, sehr viel lernt. Es werden heute verstärkt spezialisierte Generalisten gesucht, die zwar eine sehr bereits generelles IT-Wissen haben, sich aber auf ein paar Bereiche (zwei oder drei) spezialisiert haben und dort fundiertes Expertenwissen. Als Quereinsteiger kennt man sich evt. in einem Bereich gut aus (wenn überhaupt), aber es mangelt oft an dem generellen Verständnis (und dies sieht man dann meist erst während des Studiums/Ausbildung ein, dass man doch kein so generelles IT Wissen hatte wie man zuvor geglaubt hat). PS: Als Tipp zur Musterung: Wenn du wirklich willst, dann ist das normalerweise kein Problem zu bestehen (d.h. nicht ausgemustert zu werden). Musst deine Probleme nur etwas runterspielen. Alternativ könnte man das Jahr natürlich auch als Orientierung nutzen, z.B. einfach anfangen zu studieren, schauen ob es einem gefällt und wenn nicht evt. Studium abbrechen und eine Ausbildung anfangen. Wichtig wäre noch: Schau dir gut an, was die Ausbildungsplätze bzw. ein Studium thematisch enthält. Kennt man den Lehrplan eines Fachinformatikers, dann lässt sich besser abschätzen, ob man dazu Lust hat oder ob man sagt: Hmm, den Großteil kann ich davon schon und der Rest scheint nicht so ansprechend zu sein. Den Inhalt zu vergleichen ist ganz wichtig. Schau dir an, was die IHK (?) vorgibt, was ein Fachinformatiker für Systemintegration können muss und damit lernt, wie ein Beispielstudienplan an einer Uni oder FH deiner Wahl aussieht (hier mehrere vergleichen) oder evt. ist auch ein duales Studium für dich das richtige, aber auch da muss man wieder schauen, wie der Lehrplan aussieht. Zitat:
"Studium der Informatik oder vergleichbare/gleichwertige Ausbildung" Oder einfach mal bei Stepstone.de o.ä. nach Administrator suchen und schauen was so gefordert wird. | |||
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