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Diskussion: Was mache ich nach dem Studium? im Forum HaBo Lounge, in der Kategorie Sonstiges; Anzeige Hi Leute, ich hätte gerne eure Gedanken zu einem Thema, das mich im Moment sehr beschäftigt. Ich studiere Informatik ...
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| Registriert seit: 20.06.09 ![]() Likes: 0 | Anzeige Hi Leute, ich hätte gerne eure Gedanken zu einem Thema, das mich im Moment sehr beschäftigt. Ich studiere Informatik (mittlerweile schon im Master), bisher fand ich das Studium meistens interessant, aber in letzter Zeit fühle ich mich immer unzufriedener mit dem Stoff (größere Softwareprojekte, modellgetriebene Softwareentwicklung)... Ich kann mir nicht vorstellen, 8 Stunden am Tag bis zur Rente zu programmieren. Was kann ich jetzt am besten machen? Noch ein weiteres Studium anhängen (das würde ich schon aus Kostengründen eher vermeiden wollen) oder mir innerhalb der Informatik eine interessantere Richtung suchen? Ich komme gern viel in der Welt herum und habe auch Auslandspraktika gemacht, ich schreibe für unser Studentenmagazin und leite ein kleines Informatik-Seminar. All das macht mir sehr viel Spaß - aber wie mache ich daraus einen Beruf? |
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| | #2 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.03.04 ![]() Likes: 14 | Hallo, wenn man nach einem Informatik Studium täglich 8 Stunden programmieren muss, dann hat man sehr wahrscheinlich etwas falsch gemacht. Denn man sollte nicht als Programmierer ausgebildet worden sein, sondern viel eher als Software Entwickler. Software Entwicklung ist ein unheimlich weites Feld und umfasst nicht nur Programmierung. Irgendjemand muss zum Kunden, mit diesem die Anforderungen durchsprechen und diese festhalten (es gibt kaum was schlimmeres als eine fehlerhafte Anforderungsanalyse), dann muss die Software entworfen werden, natürlich auch programmiert werden, getestet werden und beim Kunden implementiert werden. Dieser ganze Prozess muss auch geplant und betreut werden, so dass am Ende das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt entsteht, ohne dass man das Budget überschreitet. Ebenso muss während der ganzen Phase ständig praktisch alles evaluiert werden. Möchte der Kunde überhaupt noch die Software haben, die er vor 1, 2 oder 3 Monaten bestellt hat? Haben die Anwendungsentwickler das entworfen, was die Anforderungsanalyse ergeben hat? Programmieren die Programmierer das, was der Entwurf vorgibt? Reine Programmierung ist in der Tat für viele eher eine langweilige Angelegenheit. Aber die Programmierung nimmt bei vielen Softwareprojekten nur einen kleinen Teil der Arbeit in Anspruch. Deswegen, wenn du nicht als Programmierer arbeitet möchtes, kannst du immer noch den Softwareentwurf machen. Oder fürs Qualitätsmanagment zuständig sein. Oder dich um die Anforderungsanalyse kümmern und ermitteln was der Kunde überhaupt möchte. Oder das ganze Projekt leiten und die Leute entsprechend einteilen. Oder Oder Oder... Es gibt sehr viele Personen die in der Software Entwicklung tätig sind, aber lange Zeit keine größeren Code mehr geschrieben haben. Deswegen, schau was dir Spaß macht. Mach evt. noch ein (Auslands-)praktikum um zu ermitteln, was dir liegt und was du dir vorstellen kannst. Zum reinen Programmieren wird man aber in der Softwareentwicklung als studierter Informatiker für gewöhnlich nicht gezwungen. |
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| | #3 (permalink) | |
| Registriert seit: 17.04.06 ![]() Likes: 3 | Zitat:
Vielleicht hat man dann aber auch vieles verdammt richtig gemacht. Ein hoher Prozentsatz der Softwareentwickler wäre wohl froh wenn sie mit 8 Stunden davon kommen würden. Die meisten Aufgaben, die man heute bekommt, sollten ja bereits gestern fertig sein.
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| | #4 (permalink) |
| Themenstarter Registriert seit: 20.06.09 ![]() Likes: 0 | Danke für die ausführliche Antwort! Ich hab nur irgendwie das Gefühl, dass ich mit dem ganzen Prozess der Softwareentwicklung nicht glücklich werde. Ich könnte mir noch eher vorstellen, in den Vertrieb als in die Entwicklung zu gehen, aber das ist wahrscheinlich auch nicht das Wahre. Es wäre sicher interessant, als IT-Journalist zu arbeiten, aber wie kommt man in diesen Bereich rein? Oder Schulungen zu halten, aber die nehmen sicher niemanden ohne jahrlange Berufserfahrung. Ich meine - welche Alternativen gibt es zu den "klassischen" Informatiker-Jobs? |
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| | #5 (permalink) | ||||
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 11.09.03 ![]() Likes: 2 | @Elderan: darf ich Anmerken, dass dein Text extrem hochnaesig klingt? ein paar Anmerkungen: Ein Softwareentwickler IST ein Programmierer. Alle anderen Stellen nennen sich anders: Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
wie gesagt, ich finde deinen Text leicht hochnaesig. Der klingt die ganze Zeit nach 'Programmieren ist eine niedere Taetigkeit,und mit solchen Kinkerlitzchen gibt sich ein wahrer studierter nicht ab' ... | ||||
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| | #6 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.06.08 ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 227 | Brich dein Studium ab und mach Platz fuer jemanden anderen. An der VHS gibts prima Selbstfindungskurse.
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| | #7 (permalink) | |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
@helene: IT-Journalist ohne Praxis-Erfahrungen? Was willst du denn da schreiben? Das was du im Studium gelernt hast? Das wird wohl nur die wenigsten interessieren, da es schon X Mal irgendwo nachzulesen ist. Abgesehen davon ist es nicht gerade leicht davon zu leben. Kannst dich ja mal mit ein paar IT-Journalisten in Verbindung setzen und dann wirst du feststellen, dass du 1. mit deinem Studium in den meisten Bereichen total überqualifiziert wärst und 2. dass die alle praktische Erfahrungen haben, die sie in ihrem neuen Beruf einsetzen können. Einen Lehrer in einer Schule ohne Erfahrung in der Praxis würde ich selbst vermutlich null akzeptieren. Was will der mir aus seiner realitätsfernen Sicht beibringen? Theoretische Grundlagen? Die kann ich auch in einem Buch nachlesen. Ohne Beispiele aus der Praxis wäre der Unterricht vermutlich auch ziemlich öde. Daher wäre deine Alternative vermutlich nur auf Lehramt zu studieren oder gleich in den journalistischen Bereich zu gehen.
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| | #8 (permalink) |
| Themenstarter Registriert seit: 20.06.09 ![]() Likes: 0 | Genau diese Gedanken kreisen ja auch in meinem Kopf herum, aber ein zweites Studium ist auch keine wirkliche Option, deswegen wollte ich hier "externen Sachverstand" heranbringen. Sind hier denn nur Softwareentwickler, und niemand, der mir einen anderen Bereich schmackhaft machen könnte? Edit: Es muss ja nicht gleich die iX sein - ich könnte mir gut vorstellen, DAU-Artikel für die Computerbild &co zu schreiben. Danke jedenfalls für den Rat, Leute aus dieser Branche anzuschreiben um mehr Infos zu bekommen, das ist eine gute Idee |
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| | #9 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Ich bin kein Software-Entwickler, aber in die Systemadministration mit 'nem Master zu gehen, wäre ziemlich unsinnig.
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| | #10 (permalink) |
| ... jetzt macht das arme Mädchen doch nicht so fertig ... @helene eigentlich kannst du mit deinem fertigen Informatikstudium sehr viel machen ... auch das was du gerne machen würdest da du gerne Seminare hällst kannst du problemlos in die Lehre gehen. Berufsschulen würden sich um dich schlagen (ok Berufslehrer zu sein ist jetzt nicht so berauschend ... aber immerhin) oder du könntest selbst an der Uni bleiben und als Dozentin arbeiten. wie jeder weis muss Software oder Diensleistung auch verkauft werden und dazu gehört auch ein gewisses Marketing. Und ich denke das Softwarefirmen eher jemanden als Vertreter schicken der zumindest etwas von der Materie versteht als ein "BWLer" :-) und wie bereits beschrieben wurde gehört zu einer erfolgreichen Softwarefirma viel mehr als nur gute Probgrammierer. und von so einer Position ist der Sprung zum IT-Journalismus auch nicht mehr weit. P.S. du hast als Frau ja auch noch einen zusätzlichen Bonus ... :-) | |
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| | #11 (permalink) |
| Guest Likes: | Hier wird doch schon sehr einseitig geschrieben. Informatik hat in erster Linie nichts mit Computern zu tun. Informatik bedeutet in erster Linie Umgang mit Informationen. Teilgebiete wären dabei z.b. Planung, Entwicklung, Verarbeitung oder Deutung dieser Informationen. Wenn ich dich richtig verstanden habe wäre dein Gebiet wohl er die Deutung von Informationen. Da gibt es Berufsfelder in er Markt- und Gesellschaftsforschung (Informatik in Bezug auf unsere Gesellschaft ist ein aufsteigender Ast, denn Informatik wird im täglichen Leben immer wichtiger Ansonsten gibt es auch so viele Interessante Gebiete in der Forschung. Robotik, Künstliche Intelligenz, Masch-Maschine-Interaktion, Embedded Systems, Kryptographie, Sprachentheorie, graphische Datenverarbeitung usw usf. Hier kannst du dir beispielsweise mal die Institute versch. Universitäten und deren Projekte anschauen. Oder auch die Forschungsgebiete der Träger div. Auszeichnungen in der Informatik, z.b. dem Turing-Award. Ein neues Studium würde ich dir nicht empfehlen. Mit deinem Bachelor (of Sience?) hast du eine solide Grundlage für mehere Masterstudiengänge auch aus anderen Gebieten, wie eben Biologie, Physik, Geowissenschaften, Linguistik, Mathematik, Rechtswissenschaften..... Ein weiteres Master-Studium hinten dran hängen ist hier wieder eine andere Sache, denn es erweitert zumindest deinen Horizont. Und bitte: Mit einem Master in der Informatik wirst du keine Artikel für Computerbild und Co. schreiben (wollen). |
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| | #12 (permalink) | |
| Moderator ![]() | OT: Zitat:
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| | #13 (permalink) |
| Registriert seit: 17.04.06 ![]() Likes: 3 | Viele leiden am Ende ihrer Ausbildung am Gefühl zu glauben nichts für die Praxis zu können. Oft zu recht, teilweise aber sicher zu unrecht.
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| | #14 (permalink) | |
| Guest Likes: | Zitat:
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| | #15 (permalink) | |||
| Registriert seit: 03.05.07 ![]() ![]() Likes: 50 | Zitat:
mfg benediktibk
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