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Diskussion: Obdachlose im Forum HaBo Lounge, in der Kategorie Sonstiges; Also ... heute ist mir wirklich der Kragen geplatzt. Das hat mich auch bischen zum Nachdenken gebracht. Ich bin heute ...
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| Also ... heute ist mir wirklich der Kragen geplatzt. Das hat mich auch bischen zum Nachdenken gebracht. Ich bin heute in der Osnabrücker Innenstadt langgegangen, an einer Stelle (nahe einem H&M) sammeln sich immer mehrere Obdachlose, meist eher Linke. Also, stellt euch jetzt nen kleinen Haufen am Boden sitzender ~30 jähriger halb-punker vor welche mit zerrissenen klamotten, mehreren flaschen alkohol und einem deutlichen Mangel an Körperhygiene auf dem Boden hocken. Ich geh da vorbei und einer ruft mir hinterher: "Gib mir mal paar Euro, ich brauch essen" Darauf ich: "Solang du Geld für Haarfärbungen und Bier hast geb ich dir sicher nichts." Direkt steht die gesamte Gruppe auf und geht auf mich zu. "Du hälst dich wohl für was besseres. [...] Wir haben keine Arbeit." Das hat mich dann so ziemlich zur weißglut gebracht ... ich hab ihnen gesagt das sie verdammt nochmal selbst schuld an ihrer lage sind und anstelle hier besoffen rumzuliegen lieber zum arbeitsamt gehen sollten. Ich würde ihnen jedenfalls ganz sicher kein Geld geben, abgesehen davon das ich als Student eh nicht wirklich viel habe. Das hat die dann halt auch stark entzürnt, aber der Rest hatte dann mit Argumenten wenig zu tun. Ich bin auch stumpf weitergegangen, allerdings sauwütend. Mal ehrlich ... korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber, wir leben in einem Sozialstaat, verhungern muss hier wirklich niemand. Das man ohne Arbeit nunmal nicht viel verlangen kann sollte klar sein. Wenn jemand "betteln" geht, dann darf er das natürlich, in vielen Fällen ist das auch nachvollziehbar. ABER, wenn jemand offensichtlich keine Arbeit hat weil er kein Bock auf Arbeit hat, offensichtlich keine besondere Qualifikationen besitzt, das Geld das er hat zum großen Teil auf Alkohol aufbraucht und dann auch noch die allgemeinheit mit seiner "notdürftigen Lage" belästigt und spenden verlangt ... dann finde ich ist das die größte Sauerrei die's gibt. | |
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| | #2 (permalink) |
| Member of Honour ![]() | hm ich würd da gar nicht soviel engergie reinstecken, wenn du das gefüh hast, dass die das aus eigenen stücken herraus gewählt haben und nix dran ändern wolln. wenn mir sone leute nachrrufen, ob ich denn geld für was zu essen hab sag ich denen meist, dass ich grad im begriff bin einzukaufen und denen nen brot mitbringen kann. ich hab bis jetzt noch nie ne reaktion drauf gehabt, dass wirklich einer das brot wollte. vondaher hatte sich das für mich immer erledigt und die leute die mich gefragt haben, habens dann auch eingesehen.
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| HaBOT | |
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| | #3 (permalink) |
| Registriert seit: 13.09.05 ![]() Likes: 5 | selbst schuld das dir sowas passiert junge. du musst ja nicht reagieren.... auch wenn du sutdent bist, verstand scheinst du ja wohl nicht zu haben, denn normalerweise sagt man so nen dummen spruch wie "solang du noch geld für haarfärbunge hast.... ect...". nicht zu leuten die eh nix sinnvolles in der birne haben. da musste ja nich unnötig provozieren, die leute sind ja nich ma wert das man mit den redet... das sind idioten (oftmals, nich immer -> aber die "korrekten" punks gibts nich mehr, schon lange keinen mehr gesehen). natürlich diese art von gammerln auch schon scheiße, aber da muss man doch auch sachverstand zeigen und wissen das man sowas nicht sagt. von mir gibts kein mitleid, sondern zeigt mir nur das du ein bisschen grün hinter den ohren bist und nichtmal ansatzweise versuchst andere leute zu verstehen/einzuschätzen. deine menschenkenntnis scheint ja dann durchaus auch nicht die beste zu sein.....du hast die welt nicht verstanden *provozier*
__________________ und? |
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| | #4 (permalink) |
| Member of Honour ![]() | ich wäre vorsichtig, grade wenns um menschen geht die unter alkohol sowas rauslassen. ich hab schon hin und wieder vermeintlich "dumme" menschen kennen gelernt, die sich aber als recht intelligent herrausgestellt haben. vondaher wäre ich vorsichtig mit solchen äußerungen...
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| | #5 (permalink) | |||
| Registriert seit: 11.09.07 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Es ist Vergangeheit, dass ein Amt die Grundrechte der Menschen wahrt, die Polizeit tut nichts dagegen, die Amts- und Sozialgerichte sind ob der Klagen gegen HarzIV überlastet. Wartezeit auf ein Verfahren ist ca. 1-2 Jahre, dass es überhaupt beginnt. Und die Fristen um das notwendige Geld zu bekommen sind kurz und viele der Menschen die vom Staat leben, aber doch ihre Grundrechte wahren wollen sind sehr einfach oder auch bereits zu demotiviert um alles korrekt zu machen, wie es die Bürokratie verlangt. Allein zu wissen, wo man sich hinwendet wenn das Amt gegen einen handelt ist oft nicht so einfach. Es braucht auch eine gewisse soziale Kompetenz, oder ein Grundwissen wie die Gesellschaft funktioniert, oder die Fähigkeit sich alles was an Sozialisation und Erziehung nie stattgefunden hat bei diesen Menschen, als sie noch Kinder waren, selbst anzueignen. Zitat:
Zitat:
__________________ Leben, eine Kunst | |||
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| | #6 (permalink) |
| Senior Member ![]() | Also reagiert hätte ich dadrauf auch nicht und wäre weiter gegangen, die Idee mit dem ich kann dir gernen nen Brot kaufen ist gut, denn darauf werden die meisten nicht eingehen und wenn doch dann würde ich es sogar machen. Selbst wenn der es dann "wegwerfen" würde. Dort würde er dann auf jeden Fall kein Geld mehr von anderen bekommen erzählt sich dann ja doch meist schnell herum ^^ selbst in einer Stadt... Bevor ich auf der Straße sitze würde ich zu sehen das ich irgendwie was lerne, mich Weiterbilde oder dergleichen wenn man es wirklich will kann man häufig schon Arbeit finden selbst wenn man Erstmal nur putzen geht. Alles ist besser als den ganzen Tag nur herum zu gammeln weil man danach es noch schwerer hat wieder in einen Berufsalltag zu kommen wo man dann jeden Morgen früh aufstehen muss. Aber mit alkoholisierten Gruppen sollte man sich nicht anlegen das kann schnell böse enden, und mit Hilfe kann man auch nicht wirklich rechnen! Also einfach ignorieren und hinnehmen, wenn man sich wirklich ändern will liegt es bei den Personen selber wenn sie es nicht wollen dann wollen sie es halt nicht. Von meinem Letzten Job bin ich auch ohne Bewerbung direkt in einen neuen Übergegangen und der hat nur zum Teil was mit meinem Eigentlichen Beruf zu tun. |
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| | #7 (permalink) | |
| Registriert seit: 13.09.05 ![]() Likes: 5 | Zitat:
achso, ja stimmt. dumm soll hier in diesem zusammenhang nicht das fehlen von intelligenz heißen... aber intelligent ist ja ungleich schlau
__________________ und? | |
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| | #8 (permalink) | |
| Guest Likes: | Zitat:
Aber auch ohne Entzug der Arbeitserlaubnis frag ich dich ganz ehrlich: Würdest du einen Obdachlosen zum Putzen, Regaleinräumen, usw. einstellen? Die Frage ist sehr schwer zu beantworten, denn auf der einen Seite hast du als Chef die Verantwortung über jegliche Güter und du wirst dir 2x überlegen, ob du einen drogensüchtigen Obdachlosen in dein Geschäft lässt oder nicht. Auf der anderen Seite möchte man sozial sein und helfen, was aber bei vielen einfach nicht funktioniert. Bei Punks und diversen anderen Gruppen kann ich dagegen nur den Kopf schütteln. Den ganzen Tag aufm Markplatz sitzen, Bier trinken, laut Musik hören, die Leute anpöbeln, usw. Das hat nichts mit Obdachlosigkeit zu tun, das ist einfach nur asozial und hier muss man weder Brot noch Geld geben. Auch kommen die meisten der jungen Punks aus funktionierenden, meist sogar wohlhabenden Familien und wollen eigentlich nur gegen das System rebellieren, oder auch einfach nur, weil es die Kumpels machen und weil es cool ist - mit gegenteiligem Erfolg für die, die wirklich auf der Straße leben. Das ist traurig und absolut arm. Da spendier ich den Obdachlosen, die es wirklich nötig haben, eine Nacht in der JuHe, damit sie dort einmal gut schlafen und duschen können. | |
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| | #9 (permalink) |
| Ich komme aus Wien... da haben wir das zu Hauf. Ich denke du hast vollkommen recht damit dass du dir nicht irgendetwas an den Kopf werfen lassen musst von wegen "Gib uns Geld weil...", das geht sowas von gar nicht und ist ein absolut blödes Argument. Schließlich zahlt ein jeder seine Steuern, und wenn wer wirklich obdachlosen helfen will, dann schmeißt er seine Klamotten in diese Container, gibt sie der Caritas oder kauft diese Obdachlosen-Zeitungen. Meine Devise ist allerdings, erst gar nicht darauf zu reagieren, ich würde aus dem diskutieren nicht mehr heraus kommen, das gleiche mache ich mit Greenpeace & Co. Typen auf der Straße. Ich persönlich habe nichts gegen Obdachlose, was mich viel mehr nervt sind die Pseudo-Punks die Tags über schnorren und Abends dann zu Tisch bei Mami sitzen und in ihr warmes Bettchen hüpfen wenns müde sind. Ich finde auch "echte" Punks einfach nur peinlich. Wie kann ich mich bitte damit rühmen dass ich keinen Job hab und ja ach so der Rebell bin aber von denen Geld schnorren muss die ich eigentlich "verachte"? Ich meine bitte... Was für mich gar nicht geht sind "richtige Bettler" die mit irgendeiner Armutsmasche Geld schnorren gehen und am allerschlimmsten finde ich wenn die offensichtlichen Großmütter auf einmal mit nem Kind an der Hand angetanzt kommen da würd ich am liebsten mal nen Fausttanz vorführen ^^ Geld kriegt da von mir keiner eins, nur aufhalten kann ich sie auch nicht von daher besser ignorieren anstatt in die Scheisse zu tappen | |
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| | #10 (permalink) | |||
| Themenstarter | Zitat:
Zitat:
Logisch das man bei sowas nicht mal erst reagieren sollte, aber, diese Typen gammeln da halt schon nicht den ersten Tag rum. Das geht schon seit Jahren so und ich wette das auch du nicht jahrelang irgendwelche Störfaktoren in deiner Umgebung ignorieren würdest. Geduld definiert sich durch den endbaren Zeitraum in dem man Toleranz aufbringt. @ .doc & Landra: Die "echten" Obdachlosen sind ja auch ne ganz andere Geschichte, wenn jemand keine Arbeitserlaubnis hat, keinen Platz zum Wohnen und am Rande der Existenz steht dann ist das was komplett anderes. Meiner Erfahrung nach trifft das allerdings auf ncihtmal 25% der Obdachlosen zu. Gerade hier bei uns in der Stadt ist es bekannt das oftmals türkische Frauen (oder anderer muslimischer Länder) mit kleinen Kärtchen durch die Lokale gehen auf denen alles mögliche steht wie "Ich kann kein Deutsch, habe ein Kind und kein Geld für Essen. Ich will aber nicht betteln. Bitte kaufe mir dieses Feuerzeug für 3? ab" ... das ist halt der größte Schwindel überhaupt da das klar organisiert ist und irgendein Typ die Frauen alle mit nem Plastiksack voll 5cent Feuerzeüge losschickt und jede die nicht mit 30? zurückkommt verprügelt. Das das jetzt ein ganz anderes Problem ist sei erstmal dahingestellt. Fakt ist jedoch das die garantiert kein Geld zum "überleben" brauchen. Zudem hat .doc das ganz gut zusammengefasst: Zitat:
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| | #11 (permalink) | ||
| Registriert seit: 11.09.07 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Auch die ganzen ausländischen Familien, die hier sind und ihr Geld bekommen, die Kinder, die auch alle hier sind und von denen vielleicht welche auf der Straße sich herumtreiben, in Banden der Ghettos... sie alle gehören für mich nicht zu den Obdachlosen. Zitat:
Und wo soll sich ein Kind denn hinwenden, wenn es den Weg zum Gericht oder zum Amt nicht geht, aber von zuhause fort möchte. Die besetzten Häuser der Punks und deren bisschen Gemeinschaftgefühl und vtl sogar Lebensfreude an der Musik, dem Herumlungern und was sie so alles "asoziales" tun, können ein wenig Fluchtpunkt bieten. Alternativ bleiben nicht viele Organisiationen. Vtl noch die Maffia, Helerbanden, selten geht ein Kind wirklich direkt zu einem Berber und lernt das Obdachlos sein oder direkt zum Gericht. Und die echten Obdachlosen, die es in jeder Stadt gibt, nennen sich die "Berber" sie sind eine Subkultur, die zum Teil untereinander sehr stark sozial organisiert ist. Sie gibt es in jeder Stadt, aber zu sehen sind sie fast nicht. Vielleicht mal hier oder dort einer mit einem Buch sitzend und einem Hut davor. Sie haben irgendwann beschlossen bei dem "Wahnsinn der Gesellschaft" nicht mitzumachen. Sie lehnen das Kapitalsystem mit seinen Banken und skrupellosen Finanzlern, das Wirtschaftssystem das die Menschen nur melkt, den Sozialstaat der nicht mehr sozial ist, ab. Die Erwachsenen die obdachlos werden, weil sie aus dem System herausfallen haben es auch nicht so leicht. Es ist schon nicht ganz so einfach auf der Straße. Die wenigsten zeigen sich wirklich sehr offensichtlich. Die Obdachlosenunterkünfte sind aber meistens voll. Die Stockbetten mit einem Spint daneben, dem abgestandenen Geruch von Alkohol und teilweise Fäulnis. Manch einem Obdachlosen kriechen bereits die Maden aus den Beinen... man sieht sie nicht, man weiß es nicht. Der pöbelnde Haufen auf den Straßen sind nur wenige von den tatsächlich Obdachlosen, die man zu sehen bekommt. Und von denen, egal ob Punks, Moslems, einfache Deutsche, Kinder und Erwachsene, sind viele einfach nur noch innerlich zerbrochene Wracks. Wenn sie einen anmaulen, sind sie eigentlich nicht eine einzige Emotion wert, sie sind gestorben und wissen es nur noch nicht. Und wir (die Gesellschaft) hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass soetwas überhaupt existiert.
__________________ Leben, eine Kunst | ||
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| | #12 (permalink) | |||
| Themenstarter | Obwohl ich dir in deiner Grundansicht recht geben muss finde ich das du die Sache vlt. ein wenig übertrieben auffasst. Zitat:
Mir ist klar das es soziale Grenzfälle gibt, Familien aus denen eine Fluch als Kind wohlmöglich der einzig richtige Weg ist. ABER ein Kind das auf diese Weise auf der Straße landet hat mehrere Möglichkeiten, wenn es die schlechteste Möglichkeit wählt und zu einem assozialen Teil der Gesellschaft degeneriert dann ist das nichts womit man Mitleid haben sollte. Warum sollte ich Verständnis für eine Person aufbringen die sich bewusst gegen das System entschieden hat und erwartet das eben dieses System die Person unterstützt ? Ich bin mir ziemlich sicher das jegliches Kind oder jeglicher Jugendlicher es zumindest schaffen kann an einem Telefonautomaten die notrufnummer zu wählen und zu erklären das er Hilfe braucht und seine (Familien-)situation erläutert. Oder zumindest einen seriösen Erwachsenen zu fragen was er tun sollte. Zitat:
NUR Personen welche durch Schicksalsschläge oder ähnliches in eine solche missliche Lage geraten und dies NICHT gutheißen, Personen die keinen anderen Ausweg hatten und sich Mühe geben der Straße zu entgehen. Nur diese Personen haben mein Mitleid und meine mögliche Hilfsbereitschaft zu erwarten. Wenn jemand keine Arbeitserlaubnis hat und keine Familie und keinen Ausweg, dann ist das eine ganz andere Geschichte und so einer Person würde ich auch in einem Rahmen meiner Möglichkeiten behilflich sein sofern sich das vereinbaren lässt. Personen die es wirklich nicht schaffen können, obwohl sie wollen, diesen Personen. Zitat:
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| | #13 (permalink) | |
| Registriert seit: 11.09.07 ![]() Likes: 0 | Zitat:
- Es muss wissen, wie man telefoniert in so einer Situation - es muss seine Rechte kennen, um überhaupt zu wissen, dass es im Unrecht ist (es gibt vergewaltigte Mädchen, die denken sie seien selbst schuld an dem was geschehen ist und schämen sich in Grund und Boden, es gibt Kinder die denken sie seien an all dem Übel ihrer schizzophrenen Mutter schuld und wollen sich umbringen, etc.) - es muss wissen, dass es in der Gesellschaft Hilfsorganisationen gibt, die es überhaupt anrufen kann. - Des Weiteren bist Du der absurden Meinung, dass so ein Kind, das diese drei Dinge nicht kennt, sich auch noch in Kreisen bewegt, die man als seriös bezeichnen kann. Wenn man nicht einmal mit solchen Gesellschaftsschichten zu tun hatte, kann man sich glaube ich das gar nicht vorstellen, was alles existiert, so wie Du vermutlich. Aber ich kann Deine Sicht glaube ich schon verstehen. Sie geht nur zum Teil ein wenig an der Realität dieser Bevölkerungsschichten vorbei. An sich es es aus dieser weit verbreiteten Sicht aber natürlich schon so, dass das Kind Selbst schuld ist und degeneriert. Auch der Obdachlose der sein Hirn bereits versoffen hat, ist aus dieser Sicht des Systems völlig selbst schuld. Natürlich jeder ist für sich Selbst verantwortlich, ich weiß. Die Gesellschaft ist so geprägt und Du hast aus ihrer Sicht völlig recht. Nur denke ich, dass nicht zuletzt diese Sicht zu einem gewissen Kreislauf beiträgt, der genau das, was Du so verabscheust, in seiner Existenz fördert.
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| | #14 (permalink) | ||
| Themenstarter | Ich wusste das du auf den absatz meines posts antworten würdest. Nun, ja, mir ist klar das ein solches Kind das nicht direkt, sofort, könnte. Aber ich gehe fest davon aus das es nicht lange bräuchte bis es eben diese von dir genannten 3 Dinge erfährt und/oder jemanden finden könnte der dem Kind dabei hilft. Nach einer Woche auf der Straße denke ich will jedes Kind da weg, wenn nicht schon von Anfang an, und ebenso denke ich das nach einer Woche auf der Straße das Kind auch schon erfahren hätte das es eben diese Hilfsorganisationen gibt die es betreuen könnten oder, noch viel viel wahrscheinlicher, das diesem Kind schon geholfen worden wäre. Zu sehen auch daran das es nunmal nur sehr wenige echte obdachlose Kinder gibt. Wenn ein Kind wirklich in einer Bahnhofsecke liegen sollte, dann ist die heutige Gesellschaft denke ich noch verantwortungsvoll genug diesem zu helfen oder zumindest es zu melden sodass dem Kind geholfen werden kann. Zitat:
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| | #15 (permalink) | ||
| Registriert seit: 11.09.07 ![]() Likes: 0 | Zitat:
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Die Gesellschaft in ihrer Form ist nicht wirklich liebenswert. Ich als Teil von ihr fasse mir da durchaus selbst an die eigene Nase. Was tun wir, um Leistung wirklich anzuerkenne, auch Soziales? Was tun wir, um nicht nur noch wie ein Esel hinter einer Möhre herzulaufen und zwar dem Geld, das uns an einer Angel bereitgehalten wird? Was tun wir um die Effizienz der Gesellschaft zu fördern? Was tun wir um ein effektives Volk zu werden und auch gegenseitig füreinander da zu sein, was uns viel effektiver machen würde? Nicht viel... also ich kann jede Kritik an uns sehr gut verstehen. Und noch viel besser, wenn Kinder diesen Wahnsinn nicht wollen, und die Obdachlosen pöbeln und zu hirnlosen Wesen degradieren. Wir fördern das gerade, du auch. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob dieses System überhaupt für manche Personen Platz findet außer in einer Nische, die dann eine Grauzone ist. Wenn diese überhaupt gefunden wird. Ich denke, dass manch einem nach all den Bemühungen auch irgendwann einmal die Ablehnung der Gesellschaft aufgekeimt ist und man gar keinen Platz mehr sucht. Und manch einer ist wirklich nur ein armer Irrer und weckt nur Abscheu, das will ich ja gar nicht abstreiten. Ich möchte nur, dass Du begreifst, dass das nicht alles so toll ist in unserer ach so ehrbaren herrlichen Gesellschaft.
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