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Richtiger Umgang mit Lithium Ionen Akkus

Diskussion: Richtiger Umgang mit Lithium Ionen Akkus im Forum Hardware Probleme, in der Kategorie PC Foren; Anzeige In nahezu jedem tragbaren Gerät steckt einer drin, bei den etwas kleineren isses auch gelegentlich ein Lithium Polymer Akku ...

Antwort
Alt 27.12.09, 18:31   #1 (permalink)
 
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Standard Richtiger Umgang mit Lithium Ionen Akkus

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In nahezu jedem tragbaren Gerät steckt einer drin, bei den etwas kleineren isses auch gelegentlich ein Lithium Polymer Akku (weil frei formbar), aber die Geräte bei denen es auf die Leistung und Langlebigkeit ankommt nutzen in nahezu allen Fällen einen Lithium Ionen Akku.

Doch die Auffassungen über den Umgang mit ihnen könnten kaum unterschiedlicher sein.

Ich selbst plane einen neuen 9-Zellen Akku für mein Notebook zu kaufen, Weihnachten hat ein bischen Geld in meine Kasse gespühlt und daher würde mich doch gerne interessieren wie man mit denen nun umzugehen hat.

Mein aktueller Akku steht vor seinem 3 Jährigen Geburtstag und schafft es nur noch mit größter Mühe eine dreiviertelstunde Strom zu spenden. Dies liegt neben dem Alter auch sicherlich an meinem nicht alzu idealen Umgang mit ihm.

Aber egal was man liest, auf der einen Seite raten "Experten" zu häufigen Ladezyklen wie bei den alten Akkus vor 10 Jahren, gleich beim nächsten Google Treffer rät dann ein weiterer "Fachmann" das die keinesfalls unnötig geladen/entladen werden sollten, und so gehts weiter ... die Rede ist von flachen Zyklen, dauerhaften Entfernen aus dem Gerät, ständigem Halten an 100%, ...

Das wiederspricht sich alles zutiefst und es scheint so als würde eigentlich niemand genau wissen wie die Dinger am besten erhalten bleiben.

Nun, ich hoffe unter den HaBo-Usern gibt es erleuchtete Personen die "wirklich" wissen was nun wahr ist.


Geändert von Orniflyer (27.12.09 um 18:33 Uhr)
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Alt 27.12.09, 19:18   #2 (permalink)
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Aus meinen Erfahrungen und Versuchen kann
ich nur eines raten:

Benutzen, benutzen, benutzen!

Denn nach etwa 3 Jahren Nichtbenutzung sind die Akku's
hochohmig, sie lassen sich kaum noch laden, haben dann zwar
noch Spannung, können aber keinen hohen Strom mehr liefern.

Lithiumakkus müssen, ähnlich die alten Bleiakkus immer "in Bewegung" bleiben.
Und -- Edith meint:
Nach etwa 4 Jahren ist "Ende im Gelände", die Akkus sind dann erledigt.
__________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Wirklich relevante informationren sind für's Auge unsichtbar!
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Alt 27.12.09, 19:36   #3 (permalink)
 
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meine empfehlung: Immer schön leer machen. Meinen akku hab ich ein jahr auf 5% abnutzung gehalten und dann 2 wochen ständig aufgeladen aber nicht völlig entladen und schon war ich bei 9% abnutzung!
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Alt 27.12.09, 21:52   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von detrexer Beitrag anzeigen
meine empfehlung: Immer schön leer machen. Meinen akku hab ich ein jahr auf 5% abnutzung gehalten und dann 2 wochen ständig aufgeladen aber nicht völlig entladen und schon war ich bei 9% abnutzung!
Dem kann ich irgenwie nicht folgen... *grübel*

Wichtig ist vor allem die Ladeart. Ich denke mal, dass der Ladevorgang bei den meisten Geräten nicht wirklich optimiert ist und der Akku dort viel mehr leidet als durch "falsche Haltung". Gute Ladegeräte kosten 250€ aufwärts - schon daher kann ich mir nicht vorstellen dass in einem Lappi für ~800€ auch nur annähernd gleiches zu erwarten sein kann.

Man müsste sich mal mit dem chemischen Aufbau der Akkus beschäftigen, um dann Rückschlüsse auf die korrekte Lagerung treffen zu können. Das wär doch ein Fall für ein schönes Tutorial, was?
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Alt 28.12.09, 00:57   #5 (permalink)
 
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@sTEk: Kein Problem:
Mein Tipp: Akku immer ganz entladen und wieder voll aufladen. Ich habe das etwa ein Jahr lang immer ordentlich gemacht und mein Akku ging nie über 5% verschleiss. Jetzt habe ich 2 Wochen das akku immer nur halb leer geladen (oder weniger) und wieder aufgeladen und innerhalb dieser Zeit ging der Akkuverschleiss gleich auf 9%.
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Alt 28.12.09, 08:18   #6 (permalink)
 
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Ganz einfach 100% aufladen und bis 5-8 % entladen

Lagern bei 15°C oder weniger bei einem Ladestand von 40%. Der Ladestand sollte jedoch nicht niedriger sein, damit es nicht zur Zerstörung durch
Tiefentladung kommt.

Akkus lagert man am besten im Kühlschrank
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg batterie_kuehlschrank.jpg (65,6 KB, 30x aufgerufen)

Geändert von -Leon- (28.12.09 um 08:30 Uhr)
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Alt 28.12.09, 10:34   #7 (permalink)
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Im Kühlschrank und gut entladen solltest du einen Akku aber nur lagern, wenn du vor hast ihn längere Zeit nicht zu benutzen.
Im Akku gibt es nun einmal chemische Prozesse die sich nicht stoppen lassen so wie wir das gerne hätten, ohne dass der Akku nicht mehr funktioniert. Deshalb werden wir damit leben müssen, dass ein Akku nur ein paar Jahre hält und nicht ewig, zumindest nach aktuellem Stand der Technik.
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Alt 28.12.09, 12:42   #8 (permalink)
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Schonmal ein dickes Danke, ihr habt meinem zukünftigen Akku Schmerzen erspart
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Alt 28.12.09, 16:53   #9 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Sven Beitrag anzeigen
Im Kühlschrank und gut entladen solltest du einen Akku aber nur lagern, wenn du vor hast ihn längere Zeit nicht zu benutzen.
Hast du mein Beitrag nicht gelesen
Darf man nicht lange entladen lagern

Zitat:
Zitat von -Leon- Beitrag anzeigen

Lagern bei 15°C oder weniger bei einem Ladestand von 40%. Der Ladestand sollte jedoch nicht niedriger sein, damit es nicht zur Zerstörung durch Tiefentladung kommt.

Geändert von -Leon- (28.12.09 um 17:01 Uhr)
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Alt 09.02.10, 00:11   #10 (permalink)
 
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Ok ein Nachtrag:

Wie ich gerade gemessen habe, hat ein sehr langsames entladen (z.B. der StandbyMode meines Notebooks) den effekt den akkuverschleiss zurückzusetzen.

z.B. gestern von 5,9% verschleiss (was knapp über Lieferzustand liegt) auf 3,2% was heisst: mein Akku war noch nie so gut! Ich kann das momentan nicht durch genauere Messungen bestätigen, aber es hat bei mir immer geklappt bisher!

grüße detrexer
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Alt 27.03.10, 19:23   #11 (permalink)
 
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Ich muss meinen Senf auch noch dazu geben...

Hab mich lange Zeit mit Akkus beschäftigt, hab Flug-Modellbau betrieben, da müssen Akkus sicher funktionieren. Hier also MEIN Wissens-Stand, alles ohne Gewähr...

Also bei NiCd- u. NiMh-Akkus verhält es sich so, dass die Kapazität des Akkus abhängig ist von der Oberfläche der in ihm enthaltenen Kristalle und der Menge des Elektrolytes.

Bedeutet in der Praxis, dass Akkus, die nicht benutzt werden an Kapazität verlieren. Das wird dadurch verursacht dass aus den winzigen Kristallen bei Ruhe grössere Kristalle wachsen, die eine geringere Gesamtoberfläche darstellen.

Das gleiche passiert, wenn der Akku nicht tief genug entladen wird, da dabei wiederum einige Kristalle nicht aktiviert werden und deshalb wachsen können. Das nennt man dann den sog. " Memory-Effekt ". Der lässt sich teilweise durch schonendes Laden/Entladen wieder beheben, falls noch nicht zu weit fortgeschritten. Siehe oben, da war der Akku schon bei der Auslieferung leicht geschädigt, so dass er bei guter Behandlung sogar ne Kapazitäts-Steigerung erfuhr.

Schädlich für nen Akku ist es ebenfalls ihn mit einem zu hohen Strom zu laden oder entladen, da er sich dabei zu stark erhitzt und über das Sicherheitsventil Elektrolyt ausgast. Der dadurch fehlende Elektrolyt schmälert dann so die Kapazität.

Anhängig vom Ladestrom sind die Ladezeiten, jedoch ist es von Akkutyp zu Akkutyp verschieden, welchen Strom er gerade noch verträgt, ohne dabei zu heiss zu werden. Auch sprechen bei unterschiedlichen Akkus die Sicherheitsventile auch unterschiedlich an.

Um nen Akku OPTIMAL zu behandeln, müsste man die jeweiligen Datenblätter des Herstellers haben, so dass man ein Lade-/Entlade-Gerät darauf abstimmen kann. Teure Geräte versuche die Daten des Akkus zu ermitteln, indem sie Spannung und Temperatur des Akkus überwachen und mit einer internen Datenbank abgleichen.

In der Regel ist es auch so, dass Geräte schon abschalten bevor ein Akku den Tiefentladepunkt erreicht hat. Dadurch entsteht wieder der Memory-Effekt, was sich von Seiten der Gerätehersteller aber nicht anders machen lässt, da die Akkus unterschiedliche Tiefentladespannungen besitzen ( so zw. 0,95V - 1,24V pro Zelle )

Kurz und gut, wer viele, vor allem teure Akkus ( NiCd, NiMh ) hat, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden ein teures Ladegerät anzuschaffen. Bei Lithium-Akkus sieht es dagegen derzeit ziemlich verworren aus, da sich die Technologien teiweise stark unterscheiden, mit denen die unterschiedlichen Typen behandelt werden müssen ( Li-Ion , Li-Po , Hochstrom oder nicht etc. ).

Da kann einem passieren dass man nen neuen Akku der etwas anders aufgebaut ist nach kurzer Zeit schon wieder abschreiben kann. Meist ist in Laptops ne Schaltung verbaut die auf nen ganz bestimmten Akkutyp eingestellt ist und das Netzteil nur diese Schaltung versorgt, aber nicht direkt den Akku lädt. Also besser nen Akku vom Hersteller des Laptops beziehen als zu riskieren dass die Ladeschaltung nen Fremd-Akku hochgehen lässt. Ist ja nicht nur bei Laptops sondern auch bei Handys schon vorgekommen.

Für weitere Fragen bitte ne PN.

Gruß , eumel01
eumel01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.10, 16:17   #12 (permalink)
 
Registriert seit: 29.04.07
pi() Leistung: Facit NTK
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Find ich lustig, aber ich vertrete scheinbar als einziger eine ganz andere Meinung:

Das mit den NiMH und NiCd Akkus, sowie Pb usw. ist ja eigtl offtopic, daher lass ich das mal aus.

Jedenfalls ist es so, dass Li-Ion Akkus schnell an Kapazität verlieren, wenn man sie viel über einen gewissen Punkt entlädt.Dieser Punkt ist etwa bei 50% erreicht.
Wer also will, dass sein Akku möglichst langehält, darf ihn ruhig benutzen, aber, sofern nicht notwendig, sollte er ihn nicht über 50% entladen.

Grüße!
pi() ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.10, 16:38   #13 (permalink)
 
Benutzerbild von eumel01
 
Registriert seit: 26.03.10
eumel01 Leistung: Facit NTK
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Hallo pi() !

Kann es sein , dass Du meinen Beitrag nicht vollständig oder nur oberflächlich gelesen hast ?

Zitat aus meinem Beitrag :

Zitat:
"... Bei Lithium-Akkus sieht es dagegen derzeit ziemlich verworren aus, da sich die Technologien teiweise stark unterscheiden, mit denen die unterschiedlichen Typen behandelt werden müssen ( Li-Ion , Li-Po , Hochstrom oder nicht etc. ).... "
Deine Aussage bezüglich Li-Ion Akkus trifft leider nur auf einen ungewissen Teil zu, da es je nach verwendeter Technologie auch genau umgekehrt sein kann, d.h. man den Li-Ion-Akku jedesmal leerfahren sollte.

Leider geben sowohl die Hersteller die ihre Geräte mit Akkus ausliefern ( wissen es wohl selbst auch nicht ), als auch die Akku-Hersteller selbst irgendwelche Infos über die Technologie der Akkus heraus.

Vllt. sollte man ne User-Datenbank einrichten, wo dann entsprechende Infos aus den Erfahrungen der Akku-User gesammelt werden ?!

Gruß , eumel01
__________________
Wer andern in der Nase bohrt hat selbst nix drin....
eumel01 ist offline   Mit Zitat antworten
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