IP Adressen Vergabe

ich hätte eine konkrete Frage was die Verteilung von IP Adressen angeht, denn ich bin mir mit meiner Info-Professorin nicht ganz einig - und maturiere in 1 Woche in Informatik

Meine Meinung:
Der Normalsterbliche hat einen Internetzugang über einen Provider. Dieser Provider vergibt mir jedes mal wenn ich mich einwähle eine andere IP - ich habe eine dynamische IP Adresse. Die IP Adressen bezieht der Provider aus einem Pool von bestimmten IP Adressen die ihm zustehen, damit meine IP für den Zeitraum den ich online bin einzigartig bleibt.
Über meine IP bin ich direkt ansprechbar.

Firmenrechner, Schulserver oder Websiten Server brauchen eine statische IP, damit sie immer ansprechbar sind. Die ändert sich nie, und die gibts nirgednwo ein zweites mal.
Hinter so einem Server kann sich ein Subnet befinden, dass über den Server ins Inet geht. Die Rechner können vom Server entweder per DHCP auch dynamische IPs bekommen oder fixe erhalten - so oder so, sie sind nach außen hin nicht sichtbar und übver diese IPs nicht über das Internet ansprechbar.
Stellt ein Rechner in diesem Subnet eine Verbindung zu einem anderen Rechner im Inet her, so geht er über den Server, der Server zeichnet das auf und kann eventuelle Antworten aus dem Inet wieder zu diesem Rechner zurück führen; so ist dieser Rechner aus dem Internet ansprechbar. Der Server fungiert hier als Router.

Mein Informatik Prof meint:
Ich bei meinem Inode Provider bin gleich arm dran wie bei unserem Schulnetzwerk, ich bekomme von Server nur eine IP und hänge "hinter ihm", und gehe über ihn ins Internet.

So, wenn ich von hause öfter (auswählen, neu einwählen) unter Whatismyip.com meine IP checke, so seh ich da jedes mal eine andere. Gehe ich von unserem Schulnetzwerl öfters auf diese Seite, ist da immer die gleiche - die von unserem Server.

Habe ich Recht/Unrecht, könnte mich wer aufklären? Bitte keine Links zu Seiten, außer sie sprechen dieses Thema explizit an.

Danke

PS: an wen zahl ich, wenn ich eine Domain auf eine IP machen lasse? an die Firma die das bewerkstelligt oder an weltweite Domainvergabe (falls es sowas gibt)?
 
Original von jami
PS: an wen zahl ich, wenn ich eine Domain auf eine IP machen lasse? an die Firma die das bewerkstelligt oder an weltweite Domainvergabe (falls es sowas gibt)?

Du bezahlst einerseits die Domain bei der entsprechenden NIC und du bezahlst die Nutzung eines DNS-Servers bei der Firma, die die Adresse auf deine IP legt, sofern du keinen eigenen DNS betreibst.

Ansonsten hat deine Professorin Recht. Im Endeffekt spielt es kaum eine Rolle, ob du eine dynamische oder statische IP hast. Der Bottleneck ist der Router, wenn "nach außen" nur eine IP existiert (gibt ja Provider, die auch mehrere IPs anbieten), so daß ein Port für diese IP nur an einen Rechner im LAN geforwardet werden kann.
 
Sry, aber das check ich jetzt nicht ganz.

Ich hab mich jetzt drei mal neu eingewählt:

85.127.207.34
85.127.206.92
85.127.229.20

Waren die jeweiligen IP Adressen die ich bekam. Waren das nun meine IP Adressen oder die des Servers (Provider) hinter dem ich hänge? Weil der wird ja wohl kaum so schnell die Adresse wechseln?!
 
Der Knackpunkt eurer Meinungsverschiedenheit liegt soweit ich das sehe also darin, dass du meinst, die IP, die du vom Provider bekommst, ist im Internet eindeutig und führt von überall anders direkt zu dir, wohingegen die Professorin meint, bei deinem ISP bist du auch nur hinter einem Router und die IP gehört mehreren Leuten?

Wenn dem so ist, dann habt ihr gewissermaßen beide recht, denn es hängt vom Provider ab. Die meisten Provider, die ich kenne, verfügen über ein gewisses Kontingent an IP-Adressen, die sie dynamisch dann einem eingewählten Kunden zuweisen. Für die Zeit, die dieser Kunde online ist, ist diese Adresse nur für ihn allein. Es gibt allerdings auch Provider, deren IP-Pool nicht groß genug ist, um die Menge der gleichzeitig eingewählten Benutzer bedienen zu können. Hier kommt dann NAT zum Einsatz wie auch vermutlich beim Zugang aus der Schule. In diesem Falle kann die öffentliche IP-Adresse gleichzeitig mehreren Kunden zugewiesen sein und der NAT-Router entscheidet, welche Anfrage an welchen Kunden geht.

Der Zugang selbst erfolgt aber in beiden Fällen über Router deines ISPs.
 
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