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Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)?

Diskussion: Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)? im Forum Internet Allgemein, in der Kategorie Web, Network & Multimedia Palace; Anzeige Hallo, Eben habe ich mir eine Dokumentation über illegales Filesharing angesehen. Hauptsächlich wurde hier über eine Firma berichtet, die ...

Antwort
Alt 12.04.08, 21:42   #1 (permalink)
 
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Standard Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)?

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Hallo,

Eben habe ich mir eine Dokumentation über illegales Filesharing angesehen. Hauptsächlich wurde hier über eine Firma berichtet, die sich auschließlich mit der Aufspürung von illegalen Fileshareren beschäftigt (sowohl P2P wie auch 1-Click-Hoster): Die proMedia GmbH. Dort saßen ein Team von ca. 10 Mitarbeitern und durchsuchten dubiose Webseiten nach illegalen Downloadlinks, die sie dann...

1. Zur Beweissicherung herunterluden.
2. Auf Illigalität überprüften.
3. Löschten.

All das geschieht manuell (!!!)

Ein Programm, welches sämtliche Downloadlinks einer Seite nach einem bestimmten Schema erkennt und herunterlädt, wäre selbst für mich mit etwas Zeit kein Problem.

Gut, die Überprüfung der Inhallte dürfte (zumindest bei Musik und Filmen) etwas schwerer werden, sollte aber auch kein unlösbares Problem darstellen (z.B. Abgleichung mit vorhandenen Originalen).

Bei P2P wäre die automatisierung sämtlicher Prozesse meiner Meinung nach auch kein Problem (z.B. Nach einer bestimmten Keywordlist Inhalte scannen, downloaden, überprüfen und IP speichern).

Das auf diese Idee noch keiner gekommen ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Was meint ihr dazu?

MfG Lük

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Alt 12.04.08, 21:46   #2 (permalink)
 
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machbar wär's, aber mir persönlich würde das nicht gefallen weshalb ich auch nicht so viel davon halte. allerdings muss ich dir recht geben, schließlich gibts ja auch genug spambots die ihre nervigen nachrichten in shoutboxen, gästebüchern und foren hinterlassen.
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Alt 12.04.08, 21:52   #3 (permalink)
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Zitat:
Original von 0mega
[...]...aber mir persönlich würde das nicht gefallen weshalb ich auch nicht so viel davon halte.
Wenn die sich dannach richten würden, könnten die ja gleich zumachen
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Alt 12.04.08, 21:56   #4 (permalink)
 
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jaah, das wär schön aber deshalb isses jah auch als persönliche meinung beschrieben
dass da nur 10 leutchens dran sitzen und das internet durchstöbern is irgendwie lächerlich. ich mein, es gibt tausende (oder vlt mehr?) dieser DDL-seiten und tausender leute die dort auch sachen uppen. im endeffekt sind das 10 leute die gegen eine übermacht ankämpfen wollen - und das auch noch manuell, irgendwie absurd o_o

mfg.
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Alt 12.04.08, 22:18   #5 (permalink)
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Standard RE: Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)?

Hallo,
Zitat:
Original von :::Lük:::
Ein Programm, welches sämtliche Downloadlinks einer Seite nach einem bestimmten Schema erkennt und herunterlädt, wäre selbst für mich mit etwas Zeit kein Problem.
Halte ich für ein Gerücht, denn die meisten (alle) 1-Klick-Hoster haben einen Captcha drin, den du eingeben musst. Diesen per Bot zu umgehen ist nicht unbedingt leicht.

Dann hast du noch das Problem, dass du unglaublich viel Traffic produzieren würdest, viel entscheidener ist aber, dass diese proMedia GmbH sich selber strafbar macht, sofern sie nicht die Erlaubnis der Rechteinhaber hat.
Sprich, darf sie nur den Konzern X vertreten, lädt aber einen Film vom Konzern Y runter, so wäre dies rechtswiedrig. Hier müsste der Bot also auch noch entscheiden können, welche Dateien er saugen darf und welche nicht.


Zitat:
Gut, die Überprüfung der Inhallte dürfte (zumindest bei Musik und Filmen) etwas schwerer werden, sollte aber auch kein unlösbares Problem darstellen (z.B. Abgleichung mit vorhandenen Originalen).
Naja sooo einfach ist dies auch wieder nicht, besonders nicht wenn die Dateien per Passwort verschlüsselt sind. Solch ein Bot müsste dann die Site durchkämmen und das PW suchen.



Aber ich weiß gar nicht wie dies unbedingt rechtlich geregelt ist. Man muss der Person schließlich nachweisen, dass diese gesaugt hat, und kann nicht einfach irgendwelche IPs anklagen.
Ein Bot der in einer P2P Börse automatisch IPs sammelt wäre schon etwas schwammig und hätte so keinen Bestand (ohne näheren Beweis). Evt. ist soetwas auch gar nicht erlaubt?


_Aber_, solche Firmen lassen sich nicht unbedingt in die Karten gucken, kann mir schon gut vorstellen, dass diese spezielle Progs hat, um P2P Netzwerke schnell zu durchsuchen.


Zitat:
dass da nur 10 leutchens dran sitzen und das internet durchstöbern is irgendwie lächerlich. ich mein, es gibt tausende (oder vlt mehr?) dieser DDL-seiten und tausender leute die dort auch sachen uppen. im endeffekt sind das 10 leute die gegen eine übermacht ankämpfen wollen - und das auch noch manuell, irgendwie absurd o_o
Naja, sehe ich anders. Mit 10 Leuten kannst du an einem Tag schon sehr sehr viele IPs sammeln, ist doch kein großer Aufwand.
Datei saugen + überprüfen, IP sichern und ab in die Post zum Staatsanwalt.

Da fallen am Tag bestimmt sehr viele IPs an die abgemahnt werde. Und man bedenke, dies ist nur eine Firma von vielen.
Elderan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.08, 22:24   #6 (permalink)
 
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Standard RE: Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)?

Zitat:
Original von Elderan

Zitat:
dass da nur 10 leutchens dran sitzen und das internet durchstöbern is irgendwie lächerlich. ich mein, es gibt tausende (oder vlt mehr?) dieser DDL-seiten und tausender leute die dort auch sachen uppen. im endeffekt sind das 10 leute die gegen eine übermacht ankämpfen wollen - und das auch noch manuell, irgendwie absurd o_o
Naja, sehe ich anders. Mit 10 Leuten kannst du an einem Tag schon sehr sehr viele IPs sammeln, ist doch kein großer Aufwand.
Datei saugen + überprüfen, IP sichern und ab in die Post zum Staatsanwalt.

Da fallen am Tag bestimmt sehr viele IPs an die abgemahnt werde. Und man bedenke, dies ist nur eine Firma von vielen.
okay, letzteres hab ich nich berücksichtigt. aber es gibt wie gesagt auch haufenweise ddl seiten, wo ständig irgendwelche rapidshare-links auftauchen. klar, viele davon sind kurzlebig (wurden gelöscht, dank einer der angesprochenen firmen) aber wenig später schon wieder verfügbar. ein praktisch nicht enden wollender kreislauf.
Zitat:
Original von Elderan

Halte ich für ein Gerücht, denn die meisten (alle) 1-Klick-Hoster haben einen Captcha drin, den du eingeben musst. Diesen per Bot zu umgehen ist nicht unbedingt leicht.
-> www.cryptload.info

mfg.
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Alt 12.04.08, 23:43   #7 (permalink)
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Standard RE: Sinn von www.antipiracy.de (proMedia)?

Zitat:
Original von Elderan
Halte ich für ein Gerücht, denn die meisten (alle) 1-Klick-Hoster haben einen Captcha drin, den du eingeben musst. Diesen per Bot zu umgehen ist nicht unbedingt leicht.
Sich einen Premium-Account zuzulegen wäre wohl das kleinste Problem.

Zitat:
Dann hast du noch das Problem, dass du unglaublich viel Traffic produzieren würdest,
Klar, die nötigen Resourcen müssten schon zur Verfügung stehen, aber es wäre immerhin schneller als von Hand. Und die Geschädigten (Musik-, Filmindustrie) leiden offensichtlich nicht an Geldmangel.

Zitat:
viel entscheidener ist aber, dass diese proMedia GmbH sich selber strafbar macht, sofern sie nicht die Erlaubnis der Rechteinhaber hat.
Sprich, darf sie nur den Konzern X vertreten, lädt aber einen Film vom Konzern Y runter, so wäre dies rechtswiedrig. Hier müsste der Bot als auch noch entscheiden können, welche Dateien er saugen darf und welche nicht.
1. Denke ich, dass das mit der Rechtsabteilung, die dahinter steht kein Problem ist und
2. Könnte man das z.B. mittels einer Whitelist gut realisieren.

Zitat:
Naja sooo einfach ist dies auch wieder nicht, besonders nicht wenn die Dateien per Passwort verschlüsselt sind. Solch ein Bot müsste dann die Site durchkämmen und das PW suchen.
Die Passwörter müssten doch meistens auf der Seite stehen, auf der der Downloadlink zur Verfügung gestellt wird. Da ran zu kommen ist wohl keine Schwirigkeit.

Zitat:
Aber ich weiß gar nicht wie dies unbedingt rechtlich geregelt ist. Man muss der Person schließlich nachweisen, dass diese gesaugt hat, und kann nicht einfach irgendwelche IPs anklagen.
Ein Bot der in einer P2P Börse automatisch IPs sammelt wäre schon etwas schwammig und hätte so keinen Bestand (ohne näheren Beweis). Evt. ist soetwas auch gar nicht erlaubt?
Wenn man bei einer Tauschbörse downloadet, läd man die Datei ja von anderen Clienten herunter, also muss die Datei bereits bei der Client-Ip verhanden sein.

Für mich ist die proMedia GmbH eine komplett unnötige Institution, die ihren Unterhalt höchstwarscheinlich von den Geschädigten selber bezieht.
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Alt 13.04.08, 14:22   #8 (permalink)
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Ich denke, dass diese Firmen bereits diverse Tools nutzen, um die Downloadlinks aufzuspüren oder P2P netzwerke nach inhalten zu durchsuchen...


Was ich mich viel mehr frage ist, wenn die einen Link zu einem File bei einem gängigen OneClick Hoster finden, es downloaden und dann feststellen, dass es illigal ist...

Wie gehen die dann weiter vor? Wie will man ermitteln, wer die datei alles heruntergeladen hat? Der Besuch der Seite, die den Link anbietet beweißt ja rein gar nix.

Bei OneClickHostern stell ich mir das doch sehr schwierig vor, solange diese keine IPs von usern loggen in Verbindung zu dem File, welches heruntergeladen wurde.

Und diese 1 click hoster wären ja schön blöd das zu tun, da Sie ja grade von den Premium Usern ihr geld beziehen... Zumal es technisch aufgrund der Menge an daten und erfolgten Downloads wohl auch leicht aufwändig wäre alles zu loggen;

Also was ist der Sinn des ganzen? Die Seiten abzumahnen, die die Links zu den Files bereitstellen?
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Major Fault, General Error and Colonel Panic came together to celebrate timeout.


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http://www.shick.de/
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Alt 13.04.08, 15:10   #9 (permalink)
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Ich denke, dass die Firma sich für das Löschen der Links evtl. rechtfertigen muss und desswegen die Datei als Beweismaterial braucht.
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Alt 13.04.08, 19:26   #10 (permalink)
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zu der ganzen Geschichte fällt mir sofort ein sehr schöner Film ein.
http://www.no-copy.org/abspielen.html

Denis Moschitto spricht mir da aus der Seele.... :-)
Zitat:
[...]
Doch geblendet von der Idee, Informationen vor dem Kopieren schützen zu müssen, begeht die Industrie einen fatalen Fehler: Sie entwickelt den Kopierschutz.
[...]
Schon bald begeht die Industrie ihren nächsten, gewaltigen Fehler.
Nachdem Scheitern der Ermittlungen gegen die Szene sehen sie ihre Chance nun darin, den Abnehmer zu bekämpfen. Sie erklären Millionen Gelegenheitskopierern, und somit ihren eigenen Kunden, den Krieg.
2004 startet die deutsche Filmindustrie eine Kampagne, die tausende Kinobesucher zu Verbrechern erklärt.
[...]
Die Unterhaltungsindustrie begann einen Zweifrontenkrieg.
Sie begannen einen Kampf gegen eine seit über 25 Jahren organisierte Subkultur, die sie selbst erschuf, und der sie nichts entgegensetzen konnte.
Doch die allergrößte Selbstüberschätzung war es zu glauben, sich gegen die gesamte Netzkultur stellen zu können.
Als Protest gegen die Sanktionen der Industrie, programmieren, kopieren und tauschen Millionen Menschen kostenlose Daten, Informationen und Wissen ... nicht nur in einer Subkultur.... nicht im Untergrund ... sondern überall und für jedermann.
Solange die Musikindustrie blind gegenüber der Realität ist, wird sich die ganze Sache nie entspannen...
Es wird immer neue Wege zur Dateiverbreitung geben und die Unterhaltungsindustrie wird immer weiter mit Kanonen auf Spatzen schießen und so noch mehr Hass auf sich ziehen...

Ich warte auf den Tag, an dem bei denen mal irgend ein wichtiges Gebäude in die Luft fliegt...


Ich hab gestern eine Dokumentation über West-Berlin 1968 gesehen...
Der Springer-Verlag hat unter den demonstrierenden Studenten so viel Hass geschürt, dass der Verlag dies in Form von brennenden Auslieferungsfahrzeugen und dem Versuch, das Springer-Hochhaus zu stürmen, zu spüren bekam...
(hab gerade mal was zum nachlesen ergoogelt: http://www.welt.de/politik/article17...skalierte.html )

Die meiner Meinung nach von der Musik-Lobby leicht korrupierte Politik, die gesamte Unterhaltungsindustrie und Schäuble's Überwachungs-Wahn sorgen zur Zeit dafür, ein neues Feindbild in der Öffentlichkeit zu schaffen. Ständig wird Öl ins Feuer gegossen...
und irgendwann ist das Fass am Überlaufen!
beavisbee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.08, 22:16   #11 (permalink)
 
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beavis, besser kann man's nicht ausdrücken x]
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0mega ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.08, 23:16   #12 (permalink)
 
Registriert seit: 24.02.08
Gentfloo Leistung: Facit NTK
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Na ja, das einzigste was die Industrie versuchte, war ein wenig Gesetz in die Netz-Anarchie zu bringen, jene Gesetze die von findigen Hackern und sonst welchen von der proMedia GmbH beschriebenen "physikalischen"-Raubkopierern gebrochen wurden, aber nach dem Sinn der Methoden war nicht gefragt.

Also stellen wir uns einmal vor wir gehen auf ***.org und saugen und 'ne Datei von Rapidshare rufen den Hoster an und wollen die Daten wie IP-Adressen des Uploaders und gehen bester Weise mit einem Anwalt vor.

Die Daten bekommen', da Rapidshare keine illegalen Sachen auf ihren Server will (absurderweise, denn jenes ist Rapidshares einzigstes Geschaeft), mit den IP-Adressen zur Staatsanwaltschaft und dann zum Provider bzw. gleich auf die geloggten Daten des Providers... muehevoll und die Erfolgsquote liegt schon bei den ersten Punkten gleich Null, sonst waeren ja alle Downloadseitenbetreiber abgeschrieben...

Es ist meistens immer wieder schoen zu sehen wie manche Uploader ihre Uploads benennen wie "cracked_windows_uncut_part1425431.rar" und noch dazu nicht mit einem Passwort schuetzen, es wird nach illegalitaet nur geschriehen, na gut, die Tatsache dass sich manch unauffaellig benannte Dateien auf Downloadseiten befinden, macht das ganze auch nicht unauffaelliger.

P2P-Netze sind glasig, aber aufgrund der Geschwindigkeit kann man gleich ein Proxie vorschalten.

Womit derzeit auch wenigstens schnell Geld gemacht wird, ist die Suche nach Bildern die Urheberverletzt praesentiert werden.
Gentfloo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.08, 00:09   #13 (permalink)
 
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Zitat:
Original von Gentfloo
Na ja, das einzigste was die Industrie versuchte, war ein wenig Gesetz in die Netz-Anarchie zu bringen,
Genau das ist der Fehler. Ich finde - auch wenn das eine sehr gewagte Aussage ist - die "Macher" des Internets also all jene, die es aufgebaut, gepflegt, standardisiert haben usw. sind Menschen, die zum allergrößten Teil schlau und erhaben genug sind, um mit einer gesellschaftlichen Form wie der Anarchie sehr gut klar zu kommen.
Denn auch wenn Anarchie oder Kommunismus und ähnliche Formen sehr verschrien sind, haben sie doch einige sehr große Vorteile, die momentan durch viel "bösen Kommerz" und der Legislative zerstört werden.

Zitat:
Die Daten bekommen', da Rapidshare keine illegalen Sachen auf ihren Server will (absurderweise, denn jenes ist Rapidshares einzigstes Geschaeft)
Naja, die verdienen schon auch mit anderen Sachen und "normalen" Uploads Geld. Aber "Warez" macht schon einen sehr großen Teil aus, das stimmt. Will jemand mal schätzen wieviel Prozent?

Zitat:
Es ist meistens immer wieder schoen zu sehen wie manche Uploader ihre Uploads benennen wie "cracked_windows_uncut_part1425431.rar" und noch dazu nicht mit einem Passwort schuetzen, es wird nach illegalitaet nur geschriehen, na gut, die Tatsache dass sich manch unauffaellig benannte Dateien auf Downloadseiten befinden, macht das ganze auch nicht unauffaelliger.
Das ist aber egal. Die Datei kann sonst einen Namen haben, ihr Inhalt ist dadurch unberührt. Den richtigen Inhalt überprüfen darf eigentlich nur ein Staatsanwalt/Richter, weil auch in einem "cracked_windows.7z" private Fotos u.ä. sein können. Falls es einen konkreten Verdacht gibt, bringt auch ein Passwort nichts, das wird ja meistens im entsprechenden Forum dabei stehen.
Aber wie gesagt, alle diese Probleme, die sich in einem anarchischen Netz nicht lösen lassen, werden fälschlicherweise auf Gesetzesebene verschoben. Das liegt einerseits daran, dass viele Leute zu blöde sind, um mit so einem System umgehen zu können (z.B. solche, die illegal Musik herunterladen ohne jemals eine CD zu kaufen oder zu einem Konzert zu gehen) und auch daran, dass viele Leute aus Profitgeilheit gewisse Macht ausüben möchten. Nicht zuletzt auch die Politik, die oft an Zensur interessiert ist. Leider sind diese (blöden) Menschen in der Überzahl und man schlecht etwas dagegen ausrichten, gegen Dummheit ist eben kein Kraut gewachsen.
valenterry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.08, 09:39   #14 (permalink)
Boardfotograf
 
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@beavisbee:
Ich halte das für Quatsch.

Zitat:
Original von beavisbee
Ich warte auf den Tag, an dem bei denen mal irgend ein wichtiges Gebäude in die Luft fliegt...
Weswegen? Weil Unternehmen ihre Produkte vor Piraterie schützen?

Zitat:
Original von beavisbee
Doch die allergrößte Selbstüberschätzung war es zu glauben, sich gegen die gesamte Netzkultur stellen zu können.
Darum geht es der Industrie nicht. Du hast doch auch eine Haustür, die Du abschließt, damit keiner in deine Wohnung kommt, und sich nach belieben bedient.
Die Industrie will doch nur ihre Produkte schützen, um auf dem Markt bestehen zu können. Die Firma macht etwas Profit, Künstler haben ein Auskommen, Menschen haben Arbeit.

Zitat:
Original von beavisbee
Als Protest gegen die Sanktionen der Industrie, programmieren, kopieren und tauschen Millionen Menschen kostenlose Daten, Informationen und Wissen ... nicht nur in einer Subkultur.... nicht im Untergrund ... sondern überall und für jedermann.
Glaubst Du wirklich, dass die Menschen das als Protest ansehen, wenn sie kopieren und tauschen? Ein Protest bedarf aber einer Publikation seiner Taten, sonst weiß ja keiner, dass und wogegen man protestiert.
Nein, kopiert du getauscht wird, weil es geht. Die meisten sehen nicht ein für etwas Geld auszugeben, was sie mit wenigen Klicks um sonst haben können. Sicher spielt der Nervenkitzel und Sammelleidenschaft eine Rolle, aber der wichtigste Grund ist sicherlich das Geld.

Ich bin der Meinung, dass die Musikindustrie anfangs den Trend zum Internet verschlafen hat. Als sie endlich so weit war, fand ich die Preise viel zu hoch. Mittlerweile gibt es aber Anbieter mit einer Art Musikflatrate, die eigentlich für jeden erschwinglich ist (10 ?/Monat). Aber da man es komplett kostenlos haben kann, wird trotzdem kopiert und getauscht.

Dieses Verhalten hat für mich zwei wichtige Folgen:

1. Kleine Labels, die unbekannte Künstler supporten, können so nicht überleben. Das hat zur Folge, dass auch die kleinen Künstler damit ihr Auskommen verlieren.
2. Auch Majorlabels können es sich nicht mehr leisten ihr Geld nur noch über Tonträger zu erwirtschaften, und verlegen ihr Augenmerk auf Auftritte, Werbung und Merchandise. So entstehen Formate wie DSDS & Co. Ein paar Leute werden gehypet, machen ein paar Monate großen Wind, und werden dann abgeschoben und durch neue willenlose Marionetten ersetzt. Das Geld kommt dabei nicht mehr durch Tonträger, sondern TV-Werbung, Poster und anderem unnützen Kram. Man braucht sich nur die deutschen Charts anschauen, 95% davon ist geistiger Dünnschiss, an den sich in einem Jahr eh keiner mehr erinnert.

Das ist doch eine ganz logische Folge der Entwicklung. Wird mein Produkt geklaut und ich verdiene kein Geld mehr damit, dann mache ich etwas, was man nicht so einfach klauen kann.

Hinter der Musik, den Filmen, den Programmen, die getauscht werden, stehen viele Menschen, die dafür hart gearbeitet haben, und davon leben müssen.
Ich persönlich unterstütze Künstler, die ich gut finde, mit dem Kauf ihrer Produkte, damit sie auch weiterhin gute Produkte machen können, an denen ich Spaß habe.
GambaJo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.08, 13:50   #15 (permalink)
 
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kleine künstler, geringe überlebenschance? ich kenne zwei kleine bands persönlich. die mitglieder sind sogar froh, wenn ihre musik kostenlos herumgeschickt wird, weil sie dadurch einen höheren bekanntheitsgrad erzielen können. das hab ich mir auch nich ausgedacht sondern is deren eigene meinung.

vor piraterie schützen? indem kinder vor´s gericht gezerrt werden, weil sie sich musik heruntergeladen haben? und raubkopierer ähnlich wie schwerverbrecher behandelt werden? gut. die beispiele stammen nicht aus unserem rechtssystem, aber ich hab' schon von fällen gehört, wo in einem weit entfernten größeren staatenbund (ich glaube ihr wisst welchen ich meine) soetwas durchaus praktiziert wird.

die "majorlabels" haben btw. garantiert genug reserven, um einbüßen durch raubkopien verkraften zu können. ich hab nich gehört dass virgin oder nuclearblast bankrott gegangen ist. und wer verdient eigentlich an den ganzen abmahnungen? das label wohl kaum. die künstler noch weniger.

mfg.
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