| Linux/UNIX Linuxverfechter finden hier Weggefährten. |
Diskussion: Firewall ? im Forum Linux/UNIX, in der Kategorie Operating Systems; Anzeige Hat man auf Linux (Ubuntu) auch eine Firewall ? so wie bei z.b.. Vista und falls nein brauche ich ...
![]() |
| | #1 (permalink) |
| Banned Registriert seit: 02.04.11 ![]() Likes: 0 | Anzeige Hat man auf Linux (Ubuntu) auch eine Firewall ? so wie bei z.b.. Vista und falls nein brauche ich das ? Gruss Pedro |
| | |
| | #2 (permalink) |
| Registriert seit: 01.06.09 ![]() Likes: 7 | moing , ich habe guarddog als firewall tool unter linux installiert. ist in meinen augen sehr einfach zu konfiguieren, es gibt natürlich andere firewall für linux. gruss whoopy84 hier link Guarddog |
| | |
| HaBOT | - Anzeige - |
| |
| | #3 (permalink) |
| Senior Member Registriert seit: 26.03.06 ![]() Likes: 16 | Hi, letzten Endes benutzen die doch eh alle nur iptables / netfilter. Kannst dir auch das mal anschauen. ciao serow |
| | |
| | #5 (permalink) |
| Registriert seit: 03.06.11 ![]() Likes: 0 | Hallo zusammen, die Frage ist, inwiefern einfache Paketfilter Sinn machen (oder nicht). Ich persönlich nutze sowohl auf meinen Desktop- als auch Serversystemen keine Paketfilter, eine "Firewall" steht in Form einer Astaro-Box vorm Netz ![]() Gruß barnim @p3i)20: Vielleicht ist auch Shoreline Firewall für dich interessant. |
| | |
| | #6 (permalink) |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Ein Paketfilter macht bei Servern immer Sinn. Auf Desktops eher weniger, da dort üblicherweise keine Programme laufen, die von aussen erreichbar sind bzw. diese einfach an localhost gebunden werden können, so dass man auch nur über den gleichen Rechner drauf zugreifen kann. Aber... und nun kommt das grosse ABER... auch Linux-Desktops werden immer mal wieder Opfer von Angriffen, wobei Bots eingeschleust werden. Will man verhindern, dass der Owner direkt Kontakt mit seinem Bot/Trojaner aufnehmen kann, sollte man dennoch einen Paketfilter einsetzen. Damit kann man sicherstellen, dass ein vom Bot geöffneter Port nicht von aussen erreichbar ist. Das hilft natürlich nur bedingt, da viele Bots via IRC gesteuert werden. Wenn man allerdings einen Router mit Firewall vor der Kiste hat, reicht im Normalfall auch dessen Firewall aus, die in den meisten Fällen eh ein Paketfilter ist. Man sollte dann halt darauf achten, dass keine Portforwardings aktiv sind und das ggf. auch monitoren oder regelmässig überprüfen, denn häufig genug werden auch Router gehackt. Dabei wird dann auf dem Desktop-Rechner ein Bot eingeschleust, der sich selbst im Router ein Port-Forwarding einrichtet. Ein simple Linux-Desktop-Firewall, die man einfach über das Init-System starten kann, könnte z.B. so aussehen: Code: #!/bin/bash
echo "Starting firewall"
LOGLIMIT=20
IPTABLES=/sbin/iptables
case "$1" in
start)
# alle alten Regeln entfernen
echo "Loesche alte Regeln"
$IPTABLES -F
$IPTABLES -X
$IPTABLES -t nat -F
### ERSTELLE NEUE KETTE ZUM LOGGEN ###
# die Kette loggt den Zugriff und sendet ein ICMP Destination host unreachable
$IPTABLES -N LOGREJECT
$IPTABLES -A LOGREJECT -m limit --limit $LOGLIMIT/minute -j LOG \
--log-prefix "FIREWALL REJECT " --log-level notice --log-ip-options --log-tcp-options
$IPTABLES -A LOGREJECT -j REJECT --reject-with icmp-port-unreachable
### PROC MANIPULATION ###
# auf Broadcast-Pings nicht antworten
echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/icmp_echo_ignore_broadcasts
# halt die Klappe bei komischen ICMP Nachrichten
echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/icmp_ignore_bogus_error_responses
# Kicke den ganzen IP Spoofing Shit
# (Source-Validierung anschalten)
echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/conf/all/rp_filter
# Setze Default-TTL auf 61 (Default fuer Linux ist 64)
echo 61 > /proc/sys/net/ipv4/ip_default_ttl
# sende RST-Pakete wenn der Buffer voll ist
echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_abort_on_overflow
# warte max. 30 secs auf ein FIN/ACK
echo 30 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_fin_timeout
# unterbreche Verbindungsaufbau nach 3 SYN-Paketen
# Default ist 6
echo 3 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_syn_retries
# unterbreche Verbindungsaufbau nach 3 SYN/ACK-Paketen
# Default ist 6
echo 3 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_synack_retries
### MAIN PART ###
# wir erlauben nichts auf der INPUT-Kette
$IPTABLES -P INPUT DROP
# da die Kiste nicht routet, braucht sie auch keine Forwardings
$IPTABLES -P FORWARD DROP
# ausgehende Verbindungen werden akzeptiert
$IPTABLES -P OUTPUT ACCEPT
# zugehörige und bestehende Verbindungen werden akzeptiert, so
# dass zum OUTPUT gehörende Conns durchgehen
$IPTABLES -A INPUT -m state --state ESTABLISHED,RELATED -j ACCEPT
# unnötig, aber manchmal will man auch mal ein Forwarding machen, das
# durch eine ausgehende Verbindung initiiert wurde, daher ACCEPT für
# bestehende und zugehörige Conns
$IPTABLES -A FORWARD -m state --state ESTABLISHED,RELATED -j ACCEPT
# im Loopback koennen wir jedem trauen
$IPTABLES -A INPUT -i lo -j ACCEPT
# erlaube Pings
$IPTABLES -A INPUT -p icmp --icmp-type echo-request -j ACCEPT
# Alle TCP Packete, die bis hier hin kommen, werden
# geloggt und rejected
# Der Rest wird eh per Default Policy gedroppt...
$IPTABLES -A INPUT -p tcp -j LOGREJECT
$IPTABLES -A FORWARD -p tcp -j LOGREJECT
;;
*)
echo "Usage: `basename $0` {start}" >&2
exit 64
;;
esac
exit 0
__________________ Mein Blog - Mein Job - Diaspora Der Ring uns zu knechten besteht aus 12 Sternen auf blauem Grund. Neue Beiträge im Habo via Twitter - Das HaBo auf FB - Das HaBo bei G+ |
| | |
| | #7 (permalink) |
| Registriert seit: 12.08.10 ![]() ![]() Likes: 30 | Ich habe einen Server, der hat 'nen sshd einen MTA und einen Apache laufen. Da gibt es in der Regel nichts zu filtern. Wozu bräuchte ich da einen Paketfilter? Schlussendlich würde ich damit nur ein weiteres potenzielles Risiko schaffen. Mir ist deine Aussage also zu pauschal. Micha
__________________ http://www.openvas.org |
| | |
| | #8 (permalink) | |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
Nehmen wir an, jemand schleust über eine Sicherheitslücke in einer Websoftware, die auf deinem Apache läuft, ein Skript ein. Dieses lädt sich Komponenten nach (Punkt 1 wo der Paketfilter helfen würde) und baut eine Remote-Shell auf (Punkt 2 wo der Paketfilter greift), über die der Angreifer direkt auf deinen Server kommt. Spätestens dann wirst du dich ärgern, dass du keinen Paketfilter hattest. Nehmen wir weiterhin an im SSH-Server wird eine Sicherheitslücke entdeckt, die z.B. durch falsch interpretierte TCP-Flags ausgelöst wird. Auch hier könnte ein Paketfilter das schlimmste verhindern. Die Aussage ist also zwar pauschal, aber das soll sie auch sein, denn pauschal sollte man einen Paketfilter auf Servern einsetzen um beim Auftreten von bestimmten Sicherheitslücken noch ein Fangnetz zu haben.
__________________ Mein Blog - Mein Job - Diaspora Der Ring uns zu knechten besteht aus 12 Sternen auf blauem Grund. Neue Beiträge im Habo via Twitter - Das HaBo auf FB - Das HaBo bei G+ | |
| | |
| | #9 (permalink) | ||||
| Registriert seit: 12.08.10 ![]() ![]() Likes: 30 | Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Micha
__________________ http://www.openvas.org Geändert von mime (03.06.11 um 18:42 Uhr) | ||||
| | |
| | #10 (permalink) | |||
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
Zitat:
Zitat:
Er kann aber oft das Schlimmste bei 0-Day-Exploits verhindern.
__________________ Mein Blog - Mein Job - Diaspora Der Ring uns zu knechten besteht aus 12 Sternen auf blauem Grund. Neue Beiträge im Habo via Twitter - Das HaBo auf FB - Das HaBo bei G+ | |||
| | |
| | #11 (permalink) | |
| Registriert seit: 12.08.10 ![]() ![]() Likes: 30 | Zitat:
Micha
__________________ http://www.openvas.org | |
| | |
| | #12 (permalink) |
| Registriert seit: 03.06.11 ![]() Likes: 0 | Moin zusammen, Letztendlich muss das jeder selbst wissen, ich sehs ähnlich wie mime. Wenn ein Angreifer seinen Schadcode durch meinen offenen Port 80 reinjagt, hilft mir ein Paketfilter nicht viel, imho macht z.B. ein IDS/IPS da mehr Sinn. Im Heimbereich wirkt sich sowas eher nicht aus, aber wenn ich überlege, dass ich auf jedem meiner Server einen Paketfilter pflegen müsste, wird mir schon ganz anders zumute. Da habe ich lieber eine zentrale Lösung im Netz stehen. Gruß barnim |
| | |
| | #13 (permalink) | ||
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
Und ich sage ja auch nicht, dass man alle Angriffe mit einem Paketfilter verhindern kann, sondern dass sie 1. in vielen Fällen helfen kann schlimmeres zu verhindern und 2. gegen bestimmte Angriffsformen hilft. Bei einem Webserver kommt z.B. auch noch der DDoS-Schutz hinzu, der ohne Paketfilter kaum umsetzbar ist. Spätestens wenn du mal ein grösseres Webcluster zu verwalten hast, das häufig unter DDoS-Angriffen steht, wirst du dir ganz sicher überlegen, ob du wirklich ohne Paketfilter auskommst. Zitat:
__________________ Mein Blog - Mein Job - Diaspora Der Ring uns zu knechten besteht aus 12 Sternen auf blauem Grund. Neue Beiträge im Habo via Twitter - Das HaBo auf FB - Das HaBo bei G+ | ||
| | |
| | #14 (permalink) | |||
| Registriert seit: 12.08.10 ![]() ![]() Likes: 30 | Zitat:
Du magst dadurch, dass du ein paar Ports für outgoing traffic sperrst, Kinderattacken erschweren, einen echten Schutz bietet das nicht. Wenn du dich darauf verlässt, dass dein Paketfilter das schon irgendwie macht, hast du schon verloren. Ein Paketfilter ist kein Fallback für kaputte Software/Konfigurationen. Zitat:
Zitat:
Micha
__________________ http://www.openvas.org | |||
| | |
| | #15 (permalink) | |
| Registriert seit: 03.06.11 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Der Paketfilter ist ein Grundbaustein, da hast du Recht, aber solch eine Lösung ist eben ein Zusammenspiel verschiedener, komplexer Software-Teile. Sowas selbst zu bauen, ginge wahrscheinlich auch, da auch bei Astaro viel Open Source Software eingesetzt wird, aber das würde ich mir nicht zutrauen. Rootserver, ok, da weiß man nicht, was der Betreiber für den Schutz tut oder nicht, aber bei meinem privaten Root habe ich bisher auch nie einen Paketfilter genutzt und bin stets gut gefahren (wobei ich wahrscheinlich auch kein potenzielles Opfer für Attacken wäre ).Wenn man sich ein wenig Mühe bei der Config der Dienste gibt, die das Teil bereitstellen soll, reicht das völlig aus. Gruß barnim | |
| | |
![]() |
| - Anzeige - | |
| |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |