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Songtexte anbieten in Deutschland illegal

Diskussion: Songtexte anbieten in Deutschland illegal im Forum Music- & Filmbox, in der Kategorie Sonstiges; Oh schiebt doch nicht immer alles auf die böse Musikindustrie. Wenn ich mich als Künstler entschlossen habe die Verbreitung meines ...

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Alt 23.07.09, 20:59   #16 (permalink)
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Oh schiebt doch nicht immer alles auf die böse Musikindustrie.

Wenn ich mich als Künstler entschlossen habe die Verbreitung meines Werkes
einer Verwertungsgesellschaft zu überlassen, so ist dies meine Sache und für
die Marketingstrategie ist diese Gesellschaft verantwortlich.

Aber auch als freier Künstler möchte ich eben selbst entscheiden, ob der Text
nur in Zusammenhang mit der Musik den für mich wichtigen künstlerischen Wert
hat, um selbst als Werk veröffentlicht zu werden. Den eventuell ist er eben auch
nur in diesem Kontext zu verstehen und könnte anderst durchaus für unerwünschte
Zwecke missbraucht werden. Es ist nun einmal ein Unterschied ob Heino oder
Die toten Hosen einen Text wieder geben. Auch deshalb ist es verboten Texte
(nicht nur Liedtexte) einfach zu veröffentlichen. Wer jetzt kommt die meisten sind
doch eh banal, dem sage ich nochmal es geht darum, dass der Verfasser zu entscheiden
hat in welcher Form und in welchem Kontext sein Werk öffentlich gemacht wird, es
sind nämlich nicht alle banal.

Da möchte ich eben nicht, dass mein Text ohne Zustimmung nach meinem Tod von
Chromatin für Propagandazwecke zu einem Thema missbraucht wird zu dem ich nie
Stellung bezogen habe.


Daran ändert auch das Internet nichts.
Wer veröffentlichen will soll einfach erst Fragen.
Gruss

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Alt 23.07.09, 22:54   #17 (permalink)
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Zitat:
Original von beavisbee

Das Geschäftsmodell CD ist aus dem letzten Jahrtausend und es wird der Tag kommen, wo wirklich nur noch Liebhaber sich CDs kaufen - so wie es heutzutage mit Vinyl ist... es gibt noch immer Leute, die Schallplatten kaufen, der Markt ist definitiv nicht tot - aber es ist eben nicht mehr das Massen-Medium.
Die Musikindustrie hätte in dem Punkt aber gerne das man sowohl Online die Musik als MP3 kauft als auch auf CD. Zumindest gab es in einem Artikel auf Golem.de meine ich war es dazu Gemecker das weniger CDs verkauft wurden und die Raubkopierer Schuld sein. Das aber der Online Verkauf sich gesteigert hat wurde ignoriert.

Zitat:
Und wenn ich heute mal CD und MP3 vergleiche:
für eine CD mit 18 Titeln bezahle ich meinetwegen 15 Euro - da hab ich dann materiell vor mir einen Datenträger, vielleicht ein Booklet mit Zusatzinformationen und eine Verpackung...

die gleichen Titel als MP3 kosten dann meist 0.99 Euro pro Titel - also, wenn ich das gesamte Album will, knapp 18 Euro - und da habe ich nur ein paar Dateien, womöglich sogar mit Kopierschutz (was glücklicherweise nachlässt), keinerlei Cover, nichts materielles in der Hand... und da soll ich mehr bezahlen, als für die gute alte CD...
Da ist es kein Wunder, dass viele Leute noch immer die kostenlosen, wenn auch illegalen, Quellen bevorzugen...
Also in den meisten Fällen bekommt man Alben für 9,99? wenn man alles auf einmal kauft, einzelne Songs kosten aber 0,99? zumindest beim Angebot von Saturn bzw. Media Markt. Auch wird setzen die meisten Shops mittlerweile auf MP3 (Saturn 256-320kbit) genauso wie die meisten mittlerweile ohne DRM daher kommen.


Bei dem Thema bekomme ich irgendwie das verlangen mir nen neues Album zu kaufen...
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Alt 23.07.09, 23:24   #18 (permalink)
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Zitat:
Original von Chromatin
JEDER Kuenstler (ich rede nicht von Prostituierten wie Die Aerzte und co.) WILL seine Texte verstreuen. Er will Leute erreichen und will das die Leute die Texte kennen, verstehen, sich selbst finden, whatever. Solche Verbote und reglementierungen sind nichts weiter als Bemuehungen von den Leuten die ihren Hals nicht vollkriegen.
Jeder der das anders sieht ist also kein Künstler und hat daher kein Recht auf geistiges Eigentum oder was? Deine "wahren Künstler" können dann ja immer noch der Veröffentlichung zustimmen.

Zitat:
Musik wird fuer alle gemacht. Das ist ihr Zweck. Auch hier: kauft die Alben. Und die Tatsache dasz ich mir irgendwo Songtexte durchlesen kann (vielleicht habe ich die LP und moechte den Text/Song sehr gruendlich studieren) kratzt nicht im geringsten an der Tatsache, dass es das Werk des Kuenstlers ist und bleibt.
Wieso ist das der Zweck von Musik? Warum sind andere Zwecke, wie Musik zum eigenen Vorteil zu produzieren, nicht erlaubt? Woher sollte man das Recht nehmen, anderen vorzuschreiben zu welchem Zweck sie dieses und jenes Produkt zu produzieren haben?
Wenn es das Werk des Künstlers ist, dann ist es sein Eigentum, dazu gehört auch der Text. Was er damit tut, ist seine Sache und da hat ihm auch niemand reinzureden. Alles andere hieße das Konzept "geistiges Eigentum" komplett aus dem Fenster zu werfen.
Zitat:
Noch ein Infizierter der Lobby. KAUFT MUSIK!
Es bestreitet hier niemand, dass man Musik, die man mag, auch kaufen sollte. Es geht hier aber um die Frage, ob mir jemand vorschreiben kann, was ich mit meinem geistigem Eigentum zu tun und zu lassen habe. Meines Erachtens geht das nicht.

Zitat:
Mit "Some" sind in diesem Fall die Weicheier gemeint die jedes Argument schwanzwedelnd entgegennehmen sofern sich irgendwo dafuer ein § finden laesst.
Es geht hier nicht um Paragraphenreiterei, sondern um das Grundrecht auf Privateigentum(sei dies nun geistig oder nicht). Wenn wir das erstmal aufweichen, was hält uns dann davon ab, nicht auch mal andere Grundrechte abzuschwächen? Mir ist egal ob sich das gegen populäre Feindbilder wie "Die Lobby" oder "Die Industrie" oder "Die Reichen" richtet oder gegen sonstwen.
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Alt 24.07.09, 14:56   #19 (permalink)
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Zitat:
@Chromatin: Man könnte deinen Text auch mit wenigen Worten zusammenfassen: Künstler dürfen für ihre Arbeiten keinen Gegenwert oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung verlangen. Die gleiche Laier könntest du auch in Bezug auf das Gesungene und Gespielte schreiben und es würden immernoch viele Menschen glauben: Musiker machen Musik aus ihrem Herzen, deswegen sollten man die kostenlose Verbreitung unterstützen. Dass viele Menschen von ihrer Musik und ihren Texten leben (und da muss man sich letztendlich nur Straßenkünstler anschauen) lässt du völlig ausser Acht.
[ ] Du liest und verstehst Postings.

Die Lobby schreit nach Regeln und Gesetzen. Sie wollen weitere Geldquellen anzapfen und schraenken damit eine allgemeine Handlungsfreiheit ein. Naemlich der Leute, die sich einfach fuer Dinge anderer interessieren und beschaeftigen wollen.
Es geht nicht darum irgendwem etwas vorzuschreiben. Auch nicht darum zu enteignen. Es geht um Grenzen die auch solchen Lobbys UND den Kuenstlern gesetzt werden muessen und man nicht fuer jeden Furz bezahlen soll.
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Alt 24.07.09, 15:55   #20 (permalink)
.doc
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@chromatin:
Die Diskussion, ob die Jagt nach Reichtum gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Jeder ist in seiner Entscheidung frei (auch, ob er mit oder gegen die Lobby arbeitet!) und so finde ich persönlich es auch gut.
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Alt 24.07.09, 16:59   #21 (permalink)
 
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Zitat:
Original von chromatin
Auch wenn der Satz komisch ist. Aber es ist eine Tatsache dasz das deutsche Volk ein Selbstwergefuehl eines schimmeligen Brotes besitzt. Mehrwersteuer? Hartz4? Wir lassen alles mit uns machen. Ein weiterer Grund u.a. warum die aelteren Genereationen mit einem solch grossen Unverstaendnis die juengeren Generationen betrachten. Sie haben ein Volk von Waschlappen grossgezogen die sich rumschubsen lassen.
Dann hat Deutschland sicher auf Dich gewartet...

Zitat:
Original von OwnZ
Es wäre eine Ehre, wenn mein Stil kopiert werden würde. Und für die großen Projekte würde trotzdem ich auserwählt werden, da die Architektenhackergemeinde mich als den besten kennt und sich der findige Projektgeber auch etwas schlau machen wird.
Ich glaub dagegen spricht, dass man diesen Satz ganz gut im Konjunktiv lassen kann.

Wenn das alles so wäre und Macht und Geld keinen so prägnanten Stellenwert hätten, Politik und Wirtschaft ein konstruktives Leben als Ziel hätten... Wenn die Projekte nicht geklaut würden, es keine Patentrechte gäbe und alle friedlich vereint nur der schönen Kunst wegen diese produzierten, bezahlten und neue tolle Ideen in die Realität umsetzten... wenn...
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Alt 24.07.09, 17:11   #22 (permalink)
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Zitat:
Wenn es das Werk des Künstlers ist, dann ist es sein Eigentum, dazu gehört auch der Text. Was er damit tut, ist seine Sache und da hat ihm auch niemand reinzureden. Alles andere hieße das Konzept "geistiges Eigentum" komplett aus dem Fenster zu werfen.
Bei Musik verhaelt es sich aber nunmal ganz genau so. Wenn ein Musiker ein Album veroeffentlich MUSS er damit Rechnen dass andere Leute es hoeren, verarbeiten, samplen oder selbst nachspielen. Dafuer gibt es auch gesetztliche Regelungen und man muss entsprechend dafuer zahlen.
Man muss aber nicht unbedingt alles ueber-reglementieren.
Hier wird gerne vergessen, dass solche "Gesetze" gerne zu falschen Verallgemeinerungen fuehren.
Was ist mit meiner privaten Hobbyseite mit Songvorstellungen von Elvis? Soll ich dann irgendwann dafuer abgemahnt/bestraft werden weil ich meine Liebe fuer einen Musiker teile und anderen mal Texte vorfuehre? Da wird niemand eine Grenze machen und die Abmahnterrier wittern reichlich Beute.


Zitat:
@chromatin: Die Diskussion, ob die Jagt nach Reichtum gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Jeder ist in seiner Entscheidung frei (auch, ob er mit oder gegen die Lobby arbeitet!) und so finde ich persönlich es auch gut.
Klar. Trotzdem wird auf der anderen Seite kraeftig geheult weil von allen Seiten Gesetze gemauert werden die uns in allen moeglichen Bereichen einschraenken.


Zitat:
Jaja, Kommerzialisierung Bla Bla Ärzte Bla Bla - und wer hat Deutschrock geprägt? Sicherlich nur die Unbekannten im Hintergrund. Ganz sicher nur die.
Wenn fuer Dich "Die Ärzte" das Aushaengeschild der deutschen Rockszene sind (oder sie den Deutschrock gepraegt haben sollen?) bist Du eh nicht wirklich fuer eine Diskussion darueber qualifiziert

Zitat:
Die gleiche Laier könntest du auch in Bezug auf das Gesungene und Gespielte schreiben und es würden immernoch viele Menschen glauben: Musiker machen Musik aus ihrem Herzen, deswegen sollten man die kostenlose Verbreitung unterstützen.
Von kostenloser Verbreitung von Musikwerken hat hier niemand was gesagt.
Nur gibt es schon lange Seiten wo man sich Songtexte ansehen kann.
Jetzt ploetzlich denken sich ein paar Leute "Hey, da klinken wir uns ein und kassieren nochmal ab".
Was ist mit Musikern die schon lange tot sind? Elvis, james Brown, Cash?
Dann sinds die armen Rechteinhaber denen man noch etwas unter die Arme greifen muss?

Ihr tut hier ploetzlich so als sei die Musikindustrie die Heilsarmee oder der Robin Hood der Musiker,
mit dem heroischen Ziel, das Werk eines Kuenstlers zu schuetzen.


Zitat:
Dann hat Deutschland sicher auf Dich gewartet...
Lies Geschichte.
Aber vorsicht! Es kann Ferrero-Küsschen Welten leicht ins wanken bringen.
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Alt 24.07.09, 17:39   #23 (permalink)
 
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Zitat:
Original von Chromatin
Ihr tut hier ploetzlich so als sei die Musikindustrie die Heilsarmee oder der Robin Hood der Musiker, mit dem heroischen Ziel, das Werk eines Kuenstlers zu schuetzen.
Es ist aber doch einem jeden sein gutes Recht, auch das der Musikindustrie, sich darzustellen, als sei man die Heilsarmee, und wenn die Leut sich dann noch für Diese einsetzen, da sie ja in ihr eine Art Robin Hood sehen, selbst Schuld

Nur Schade um die schöne Musik.

Zitat:
Aber vorsicht! Es kann Ferrero-Küsschen Welten leicht ins wanken bringen.
Yea... ich will Überraschung und Spiel und gaanz viel Schokolade... viele bunte Smarties... *lol*

Zurück zum Thema. Ich denke nicht, dass man wirklich allem nur reine Boshaftigkeit unterstellen sollte.

Die Musikindustrie in ihrer Tendenz als Künstlerfördernd darzustellen ist aber als würde man glauben ein Radiosender sei an musikalischer Vielfalt interessiert, oder CropScience dafür da um Pfanzen zu schützen, Patente zum Schutz neuer Innovationen, u.s.w. Zumindest aus meiner Sicht.
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Alt 24.07.09, 18:18   #24 (permalink)
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Ich will die Musikindustrie und ihre Geldgeilheit nicht verteidigen. Aber wenn die Künstler ihre eigenen Texte nicht freigeben wollen ("Wo ein Wille ist ist auch ein Weg") ist das kein Problem der Musikindustrie, sondern das der Künstler und damit auch das ihrer Fans.

Ebenso sollten wir hier nicht über Geschmack diskutieren. Für mich sind die Ärzte Anfang der 90er ein Einstieg in den (neuen) Deutschrock, Punkrock und die Oi!-Szene gewesen und haben für mich das Genre geprägt. Der "alte Deutschrock", Rio Reiser, Kraftwerk, Udo Lindenberg oder die Puhdys, ist da sicherlicherlich etwas anderes und hier mag es so sein, dass die Ärzte eher eine kleine Rolle spielten.
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Alt 24.07.09, 18:30   #25 (permalink)
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Zitat:
Ich will die Musikindustrie und ihre Geldgeilheit nicht verteidigen. Aber wenn die Künstler ihre eigenen Texte nicht freigeben wollen ("Wo ein Wille ist ist auch ein Weg") ist das kein Problem der Musikindustrie, sondern das der Künstler und damit auch das ihrer Fans.
Ich kenne keinen Kuenstler der nicht eine freiwillige und kostenlose Werbung begruesst.
Songtexte werden i.d.R. als Text eines Interpreten XYZ vorgestellt und gelistet. Wir reden hier nicht
vom stehlen eines Textes und einem weitervermarkten, in etwa dass jemand den Text fuer eigene Stuecke nutzt.

Und "freigeben" tun sie Ihre Texte indem sie sie singen und verbreiten. Und jeder Kuenstler freut sich
ueber eine weite Verbreitung seiner Werke. Dazu gehoert eine stattliche Zahl an verkauften Songs/Alben, was nur gut und richtig ist. Und das Werk/Song in den Koepfen der Leute und einer wachsenden Fangemeinde. Und wenn sich jemand die Muehe macht eine grosse Textdatenbank aufzubauen, mein Gott, dann laesst man sie eben. Und wenn sie durch ein paar Ads auch noch etwas Geld mit ihrer Seite verdienen kommt niemand dabei zu Schaden. Auszer das Labels ein Stueck vom Kuchen abhaben wollen.
Was haette denn die Labels gehindert eigene Sites aufzubauen wo sich ihre Kuenstler praesentieren koennen? Mit Songtexten, BIldern, Biografieen und solchen Dingen? Die haetten die Kohle eingesackt und moeglicherweise Anteile an die Musiker ausgeschuettet.

Sie sind einfach nicht auf die Idee gekommen, weil sie wie immer alles verpennen.
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Alt 26.07.09, 11:48   #26 (permalink)
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Zitat:
Original von Chromatin

Ich kenne keinen Kuenstler der nicht eine freiwillige und kostenlose Werbung begruesst.
Songtexte werden i.d.R. als Text eines Interpreten XYZ vorgestellt und gelistet. Wir reden hier nicht
vom stehlen eines Textes und einem weitervermarkten, in etwa dass jemand den Text fuer eigene Stuecke nutzt.
Ich kenne viele die gerne im Restaurant sitzen würden ohne dass ein Fan kostenlose
Werbung für sie macht.

Songtexte stammen durchaus nicht immer vom Interpreten.
Interpret != Urheber
Es gibt sogar Interpreten, die weder komponieren, texten noch singen (Milli Vanilli)

Warum fällt euch, als ach so grosse Fans, es so schwer euer Idol zu fragen?

Zitat:
Was haette denn die Labels gehindert eigene Sites aufzubauen wo sich ihre Kuenstler praesentieren koennen?
Mit Songtexten, BIldern, Biografieen und solchen Dingen? Die haetten die Kohle eingesackt und moeglicherweise Anteile an die Musiker ausgeschuettet.
Vielleicht weil der Künstler es nicht wollte.
Vielleicht weil Texter, Photografen und Biografen Geld für die Nutzung ihrer Werke
wollen?
Vielleicht weil sie wollen, dass Google ihre Seite bei der Suche weiterhin auf der
ersten Seite listet, bzw. dort listet wenn sie sich entschliessen eine zu machen.

Wenn ich Ben Becker meine Gedichte lesen lasse und auf CD veröffentliche,
möchte ich trotzdem nicht, dass alle seine Fans das Recht haben meine Gedichte
ins Internet zu stellen.

Gruss
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Alt 27.07.09, 10:05   #27 (permalink)
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Zitat:
Songtexte stammen durchaus nicht immer vom Interpreten. Interpret != Urheber
Na und? Die Rechteverwertung liegt meistens beim Interpreten. Oder meinst du irgendein Songwriter hat grossen Einfluss darauf was (zb) shakira mit den Songs macht, bzw. wie sie vermarktet werden?.


Zitat:
Warum fällt euch, als ach so grosse Fans, es so schwer euer Idol zu fragen?
Elvis ist tot.
Michael jackson ist tot.
Johnny Cash..
James Brown..
......


Zitat:
Wenn ich Ben Becker meine Gedichte lesen lasse und auf CD veröffentliche, möchte ich trotzdem nicht, dass alle seine Fans das Recht haben meine Gedichte ins Internet zu stellen.
Erstens gehts um Gedichte, nicht um Songs. Zweitens ist das ein komplett anders gelagerter Zustand.
Ben Becker erhaelt wohl kaum alle verwertungsrechte und DU fest vereinbarte Tantiemen.

Du vergleichst Äpfen mit Birnen
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Alt 27.07.09, 10:13   #28 (permalink)
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Zitat:
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Zitat:
Songtexte stammen durchaus nicht immer vom Interpreten. Interpret != Urheber
Na und? Die Rechteverwertung liegt meistens beim Interpreten. Oder meinst du irgendein Songwriter hat grossen Einfluss darauf was (zb) shakira mit den Songs macht, bzw. wie sie vermarktet werden?.
Das stimmt so nicht. Die Urheber-Rechte liegen (wie der Name schon sagt) _immer_ beim Urheber. Sie sind nicht uebertragbar, womit ein Songwriter immer die Moeglichkeit hat seine Rechte durchzusetzen, wenn z.B. vertragliche Absprachen bezueglich des Nutzungsrechts, das an einen Interpreten uebertragen wurde, nicht eingehalten werden. Songwriter koennen also auch eine Nutzung nur in Verbindung mit dem musikalischen Teil erlauben, so dass nichtmal der Interpret den Text unabhaengig von seiner Musik veroeffentlichen kann. Damit kann die unerlaubte Veroeffentlichung der Texte auch dazu fuehren, dass ein Interpret einen Text garnicht mehr verwenden darf, was fuer den Fan, der den Text veroeffentlicht hat, einem Schuss in's eigene Knie gleich kommt, weil er den Titel dann mit Sicherheit nicht mehr live hoeren kann.
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Alt 27.07.09, 11:14   #29 (permalink)
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@chromatin

Zitat:
Die Rechteverwertung liegt meistens beim Interpreten.
Meistens

Aha!
Was wenn ich einen Text erwische bei dem es nicht so ist, hab ich dann die A....karte?

Zitat:
Elvis ist tot.
Michael jackson ist tot.
Johnny Cash..
James Brown.. ......
Ihre Texter auch?

70 Jahre liegen dann die Rechte bei dem oder den Erben des Urhebers
(Urheber steht auf der Platte oder CD die du sicherlich erworben hast).

(ELVIS ist nicht tot, er ist nur auf seinen Heimatplaneten zurückgeflogen )

Als Einstieg in die Materie



Zitat:
Du vergleichst Äpfen mit Birnen
Nein, es sind nur verschiedene Apfelsorten.
Das Gesetz kennt aber nur Äpfel.
Es macht auch keinen Sinn die eine Sorte anders zu behandeln, denn was machen wir
mit den ganzen Coverversionen von "The house of the rising sun" muss dann der
Fan alle Interpreten aufzählen, die dies jemals veröffentlicht haben oder darf er nur
denjenigen nennnen, der es als erstes veroffentlicht hat, muss eventuell die
Dorffestcombo vom letzten Wochenende auch genannt werden, die habens
auch gesungen.

Gruss
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Alt 27.07.09, 12:25   #30 (permalink)
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Zitat:
Das stimmt so nicht. Die Urheber-Rechte liegen (wie der Name schon sagt) _immer_ beim Urheber. Sie sind nicht uebertragbar, womit ein Songwriter immer die Moeglichkeit hat seine Rechte durchzusetzen, wenn z.B. vertragliche Absprachen bezueglich des Nutzungsrechts, das an einen Interpreten uebertragen wurde, nicht eingehalten werden. Songwriter koennen also auch eine Nutzung nur in Verbindung mit dem musikalischen Teil erlauben, so dass nichtmal der Interpret den Text unabhaengig von seiner Musik veroeffentlichen kann. Damit kann die unerlaubte Veroeffentlichung der Texte auch dazu fuehren, dass ein Interpret einen Text garnicht mehr verwenden darf, was fuer den Fan, der den Text veroeffentlicht hat, einem Schuss in's eigene Knie gleich kommt, weil er den Titel dann mit Sicherheit nicht mehr live hoeren kann.
Da bin ich mal auf die lange Liste der Fallbeispiele gespannt, wo kleine Songwriter den grossen Einkaeufern verbieten "ihre" Werke weiterzuvermarkten. Fur sowas machen Labels deals.

Es ist üblich, sich einen Song schreiben zu lassen und der Kaeufer gibt diesen Song dann als sein eigenes Werk aus. Das haben adelige Lackaffen bereits zu Zeiten des Barroks getan. Im uebrigen ist das deutsche Urherberecht sicherlich nicht global anzuwenden.


Zitat:
70 Jahre liegen dann die Rechte bei dem oder den Erben des Urhebers (Urheber steht auf der Platte oder CD die du sicherlich erworben hast).
Mhm... in den vorigen Postings ging es noch um den Kuenstler als solchen. Und seine Rechte u.s.w.u.s.f..

Ich sehe noch immer keinen Grund und Schaden Dritter, wenn irgendwo im Internet ein Songtext veroeffentlicht wird. Komisch finde ich eher dass selbst hackerboard User der Musikindustrie und den Gesetzen liberaler gegenueberstehen als einem kleinen Stueck Freiheit, das nun wirklich niemandem schadet (ausser vielleicht irgendwo ein empfindliches Ego eines Musikers. Was zu vertreten waere, da viele Musiker ein schraeges Ego haben).
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