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Diskussion: Songtexte anbieten in Deutschland illegal im Forum Music- & Filmbox, in der Kategorie Sonstiges; Das Anbieten von songtexten auf der eigenen Website ist in Deutschland illegal, sofern man nicht Autor oder (Mit-)Urheber der Lyrics ...
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Das Anbieten von songtexten auf der eigenen Website ist in Deutschland illegal, sofern man nicht Autor oder (Mit-)Urheber der Lyrics ist. Wer auf einem sich in Deutschland befindenden Server solch eine Website hostet, kann schnell eine teure Abmahnung im Briefkasten wiederfinden. Der einfache Grund ist, dass allein schon der songtext ein Werk ist und unter die Rubrik "Geistiger Eigentum" fällt. Doch wie sinnvoll ist es, bei songtexten keine Ausnahme zu machen? Immerhin wird hierbei der song, ob zusammen mit Instrumental oder rein Acapella, verkauft und nicht der Songtext. Ein Songtext ist nur nützlich, solange er gesungen wird. Sollte jemand einen Künstler kopieren und als eigene Musik veröffentlichen, ist es ein eindeutig klarer Fall von Vermarktung fremder Werke. Aber wie soll der Staat einem bitte das Mitsingen verbieten? Sollten Sie ihr Lieblingslied nachsingen können wollen, werden Sie es einfach als Diktat nehmen, aufschreiben und auswendig lernen, ... oder Sie suchen einfach bei Google nach dem Songtext. Aber nein, halt! Der zur Verfügung Steller solcher Songtexte könnte ja mit Sponsoreneinblendungen neben dem jeweiligen Songtext etwas Taschengeld verdienen! Mit den Werken der Sänger! Wie schrecklich! So können Sie es natürlich auch sehen, lieber Leser, doch... Welches Label verkauft Songtexte seiner Künstler!? Stellen Sie sich Mal einen Lyrics-Shop vor, wo Sie sich für 50-Cent ein Blatt Papier mit gewünschtem Songtext kaufen können. Ja, sie lachen gerade. Dieses Taschengeld könnte man auch als Verdienst für die Arbeit, Diktate zu schreiben und einen nach dem anderen auf die Homepage zu platzieren, sehen. Aber nein! Die Künstler werden ja bestohlen! Fragen Sie Mal einen meiner vielen Musiker-Kollegen, was sie davon halten würden, wenn jemand Songtexte seiner songs auf der Website anbietet: "Ja, klar, gerne doch. Etwas mehr Promo für meinen Künstlernamen kann nicht schaden. Ist ja nur der Songtext. Und solange es mir keiner nachsingt, um die Aufnahme dann als eigenes rauszubringen bzw. mich mit meinen Texten zu beklauen, stört's erst Recht nicht." Aber neeein. Sie werden ja ach so ihres geistigen Eigentums bestohlen! Das ist genau so schwachsinnig wie sinnlos. Denn wer eine Songtexte anbietende Website betreiben will, sei es, um damit nebenbei Sponsorengelder zu kassieren, oder einfach so, hostet sie einfach auf den server eines x-beliebigen anderen Landes als Deutschland. Alles, was dieses Gesetz sozusagen bewirkt, ist, dass in unserer Wirtschaftskriese bloß noch mehr Geld ins Ausland fließt, und wieder Mal für etwas, das Deutschland auch selbst leisten kann, würde es sich nicht in seinem juristischen Schwachsinn jedem Trottel im Weltmarkt unterwerfen! In Deutschland ist es nur deshalb so, obwohl es sowohl den Künstlern als auch den label-Bossen herzlichst egal sein dürfte, weil sie gewaltig davon profitieren können und gerade die machtmissbrauchenden an sich selbst denkenden Affen, die uns regieren, sich besser schmieren lassen als sonst wer. Sollte ein Künstler/label-Boss Mal neue vergoldete Autofelgen benötigen, googlet er einfach Mal nach <KÜNSTLERNAME> <SONGTITEL> +lyrics|songtext +inurl:de und hat schon die nötigen Schlachtschweine. Und da spricht man bei diesen Regeln auch für Lyrics noch von Gerechtigkeit. Wahrscheinlich haben Sie diesen Text nicht bis hierhin gelesen, und ins Leere Frage ich: WARUM FRESST IHR DEUTSCHE IN EUREM DESINTERESSE UND EURER IGNORANZ AN ALLEM NUR DAUERND EURE EIGENE SCHEIßE!? Ihr seid wie Sklaven, die alles daran setzen, dass alle Sklaven Sklaven bleiben, wenn ihr als Sklaven einen höheren Stellenwert habt als die Mehrheit aller Sklaven. Es geht natürlich nicht wirklich um Songtexte. Songtexte sind nur ein Beispiel für das, was ich eigentlich meine. Denken Sie nach, Damen und Herren... Doch wenn Sie etwas ändern wollen, beginnen Sie damit, weiter als an sich selbst zu denken. Denn nur so denken Sie richtig an sich. Bitte verstreut diese Information möglichst weit, wenn ihr meiner Meinung seid. http://nopaste.info/ebeaa8e3b9.html |
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#2 (permalink) | |
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Moderator
![]() Registriert seit: 30.09.06
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Zitat:
Was wuerde wohl ein Dichter davon halten, wenn seine Gedichte frei im Internet stuenden und er damit nichts mehr verdienen koennte? "Solange die niemand vortraegt oder als seine verkauft, kann mir das ja egal sein.", oder wie? Was wuerde ein Architekt wohl sagen, wenn seine Bauplaene frei im Internet verfuegbar waeren? "Solange das niemand nachbaut, kann mir das ja egal sein", korrekt? Und warum sollten Kuenstler nicht auf ihre Rechte beharren duerfen? Sie haben sich den Text ausgedacht und sollten frei entscheiden duerfen, ob sie diesen im Internet veroeffentlichen wollen und damit fuer Promo sorgen oder lieber Kohle mit Song-Buechern und den Verkauf der Texte an Bravo & Co. scheffeln. Jeder Kuenstler in Deutschland hat das Recht seine Texte frei im Internet zu veroeffentlichen oder deren Veroeffentlichung zuzustimmen. _Niemand_ hat das Recht das Werk eines anderen ohne dessen Zustimmung zu veraeussern oder zur Verfuegung zu stellen. Aber Werte wie "Respekt vor dem geistigen Eigentum anderer" sind Leuten wie dir offenbar nicht bekannt, sonst wuerdest du etwas weiter denken als in dem von dir dargestellten beschraenkten Rahmen. Aber du hast immerhin gut bewiesen, dass Propaganda-Muell immernoch gut bei Menschen ankommt, ohne dass er mal ueber die Propaganda hinaus reflektiert wird. Kurze und praegnante Saetze, Fragen ohne Antworten und moeglichst einfacher Wortlaut und schon rennen die Schaefchen los und verteilen "das Wissen" weiter. Und um zumindest mal eine der offenen Fragen nicht im Raum stehen zu lassen... viele Label verdienen auch Geld damit, dass sie Texte an die Presse verkaufen, dass CDs wegen ihrer Inlays verkauft werden, in denen die Texte abgedruckt sind und die ganz grossen Bands verkaufen sogar Songbuecher mit ihren Lyrics, Notensaetzen usw. Warum sollten sie das deiner Meinung nach nicht mehr duerfen? Wer oder was gibt _dir_ das Recht ueber das Eigentum anderer zu bestimmen?
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#3 (permalink) | |
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Banned
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Zitat:
Erinnert mich bishen an Youtube Video |
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#4 (permalink) | |
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Zitat:
Bin auf weiter Meinungen gespannt. gruß chris |
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#5 (permalink) | |
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Member of Honour
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Zitat:
Sie treten sämtliche Rechte an ihren Werken ab, nur um überhaupt noch einen Plattenvertrag zu bekommen oder ein Buch verlegt zu bekommen und haben ihr eigenes Werk nicht mehr selbst in der Hand... |
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#6 (permalink) |
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Zwischen den beiden Meinungen von bitmuncher und Friedrich sehe ich ein eklatantes Problem, welches sich entwickelt hat mit der Möglichkeit der praktisch unbegrenzten Verteilung von Informationen über das Internet.
Auf der einen Seite steht der einzelene Nutzer, Fan, Wissbegierige oder was auch immer, der sich gerne zusätzliche Informationen zu seinem Computer/Sänger/Traumberuf beschaffen möchte. Früher wäre das nur sehr zeitaufwändig (und kostenaufwändig) gegangen, indem man zu dem nächsten Fachmann fährt und ihn um Auskunft fragt oder ein Ticket kauft um den Star nah zu sein. Heutzutage guckt man auf der Homepage des Stars wann er das nächste mal in der Stadt ist oder twittert seinen letzen Toiletten gang. Man findet weitere Informationen bei Wikipedia oder auf einer Homepage des Fachbereichs. Ohne einen Cent für Zeitschriften, Benzin, Tickets oder Sonstiges auszugeben. Hinzukommen Musik- und Videoportale. Kurzum man findet alles im Internet was man will, nur kann man den Star noch nicht anpacken. Naheliegend ist dann doch der Schluss, dass User sehr verwirrt reagieren, wenn plötzlich Dienste verboten werden, die vorher kostenfrei (vielleicht sogar auf der Homepage des Idols) angeboten wurden. Ob dieses Verbot urheberrechtlich gerechtfertig ist oder nicht sei dahingestellt, das Problem liegt vielmehr, dass Künstler einen (potentiellen) Fan vor den Kopf stoßen und ihn verlieren, was ein größeren Verlust darstellt, weil er keine Tickets mehr kauft etc.. Da ist der Songtext, den man sich zur Not einfach aus dem Lied, was kostenlos im Internet veröffentlich wurde, rausschreiben kann der geringere Verlust. Wie man in meinem gerade geschriebenen Satz sieht: es gibt zuviele Widersprüche in der Veröffentlichungspolitik der Sterne, als dass man solche Verbote ernst nehmen oder gar als sinnvoll erachten könnte. Der aufmerksame Leser fragt sich aber nun, WIE soll denn ein Künstler dann überleben ? Über seine Produkte, aber nicht in jeder Form, sondern das klassiche Produkt des Spielens auf der Straße (Konzerthalle), Meet&Greets und durch Fannähe. Das erspart jede Menge Stress wegen Urheberrechtsprobleme, aber auch jede Menge Geld aus den Erlösen, der anderen, für den Fan teilweise fragwürdigen Produkte. So jetzt will ich jede Menge Kritik hören. 0wnZ PS: Was spricht dagegen, das ein Architekt seine Pläne veröffentlicht ? Es wäre eine Ehre, wenn mein Stil kopiert werden würde. Und für die großen Projekte würde trotzdem ich auserwählt werden, da die Architektenhackergemeinde mich als den besten kennt und sich der findige Projektgeber auch etwas schlau machen wird. |
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#7 (permalink) | |
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Was kann bitte der einzelne "Deutsche" dafür dass das illegal ist? Hm?
Abgesehen davon dass dieser Text höchstwahrscheinlich von einem maximal 16-jährigen stammt oder jemanden der die geistig-emotionale Reife eines 16-jährigen hat, muss man sich diese Phrase mal auf der Zunge zergehen lassen: Zitat:
Ich hab generell nichts gegen Hirnwichserei, aber ab ner gewissen Lebenserfahrung weiß man halt dass derartige Meinungen die sich aus verschiedenen Gedanken zusammenbauen nichts endgültiges sind. Ich persönlich sehe keinen Negativ-Effekt für Künstler oder Labels wenn die Lyrics von den Liedern im Internet stehen. Da müsste ich schon eine Menge hinein interpretieren. Der Vergleich mit einem Dichter, einem Architekten oder einem Buch ist insofern nicht gültig, weil diese mit dem aufgezeichneten Geld machen. Bei nem Lied... soll ich das jetzt weiter erläutern? Andererseits sehe ich auch nicht ein, und da gebe ich der Musikbranche recht, dass ein Trittbrettfahrer damit Geld macht dass er Lyrics schaltet und mit Werbungseinnahmen sich ein gemütliches Leben macht. Kommt immer darauf an wie das Gesetz umgesetzt wird, problematisch ists wenn z.B. kleine Fanseiten verklagt werden. Dennoch hat jeder das Recht auf geistiges Eigentum, Punkt. Ob er darauf verzichtet bleibt ihm überlassen. Punkt. Wäre er dazu gezwungen darauf zu verzichten wäre das geistige Vergewaltigung. UND BITTE! Ich sehe hier 2 Vollidioten die das Wort Sklaverei verwenden. Sklaverei ist was gänzlich anderes als ein abgeschlossener Plattenvertrag. |
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#8 (permalink) |
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Guest
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Ich stelle hier einfach mal ganz plump die Gegenthese auf: Warum dürfen andere auf ihrer Website mit meinen, in harter Arbeit erdachten, erdichteten, mit Gefühlen gespickten Texten Geld verdienen? Warum soll ich für die Arbeit, die ich mir damit gemacht habe, um andere zu erfreuen, keinen Gegenwert bekommen, als ein läppisches "ach halt doch die Schnauze, ich will doch nur deinen Text lesen"? Muss ich mich dann auch noch von Schmarotzern der Gesellschaft, die in der scheinbaren Rechtslosigkeit des Internets groß geworden sind, auch noch entschuldigen, dass ich für meine Werke auch noch Geld verlange, das ich, ebenso wie ihr, zum Leben benötige?
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#9 (permalink) | ||
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Registriert seit: 25.07.06
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#10 (permalink) | |
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Guest
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Zitat:
Das ändert auch nichts daran, dass sie mit dem Eigentum anderer Geld verdienen, selbst wenn sie es für die Finanzierung der Bereitstellung investieren. Man könnte auch sagen, sie bezahlen mit "meinem Geld" die unrechtmäßige Verbreitung. |
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#11 (permalink) | |||||||
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Registriert seit: 30.06.08
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Zitat:
Die Zeiten sind fuer aktive Musiker prinzipiell heute sogar besser. Das Problem bei den Kuenstlern ist aber auch dasz die Leute einfach viel weniger gute Musik hoeren. Nimm 1000 Leute. Du brauchst nur 100 Bands um jeden seinen "ganz individuellen" Hoerstil zu backen. Zitat:
Ausserdem ist das Argumentationsdreck einer Lobby. JEDER Kuenstler (ich rede nicht von Prostituierten wie Die Aerzte und co.) WILL seine Texte verstreuen. Er will Leute erreichen und will das die Leute die Texte kennen, verstehen, sich selbst finden, whatever. Solche Verbote und reglementierungen sind nichts weiter als Bemuehungen von den Leuten die ihren Hals nicht vollkriegen. Musiker machen Musik. Und wer gerne Musik eines Musikers hoert- soll das Stueck gefaelligst kaufen. Aber solche Regeln bei Songtexten sind einfach nur laecherlich. Zitat:
Musik besitzt viele Komponenten und manchmal eben auch Songtexte. Im Text steht nicht der Song, keine Arrangements und keine Noten. Ein solcher Vergleich hinkt. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Da kann ich mal Bob Marleys Redemption Song zitieren: Zitat:
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Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz! |
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#12 (permalink) |
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Guest
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@Chromatin:
Man könnte deinen Text auch mit wenigen Worten zusammenfassen: Künstler dürfen für ihre Arbeiten keinen Gegenwert oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung verlangen. Die gleiche Laier könntest du auch in Bezug auf das Gesungene und Gespielte schreiben und es würden immernoch viele Menschen glauben: Musiker machen Musik aus ihrem Herzen, deswegen sollten man die kostenlose Verbreitung unterstützen. Dass viele Menschen von ihrer Musik und ihren Texten leben (und da muss man sich letztendlich nur Straßenkünstler anschauen) lässt du völlig ausser Acht. Die wahren Künstler machen das. (Jaja, Kommerzialisierung Bla Bla Ärzte Bla Bla - und wer hat Deutschrock geprägt? Sicherlich nur die Unbekannten im Hintergrund. Ganz sicher nur die.) Ich sehe jedoch keinen Grund, warum ich als Künstler nicht sagen sollte, dass ich meine Texte nicht auf irgendeiner Seite stehen haben will? Wenn ich sie anbieten wöllte hätte ich zig 1000 andere Möglichkeiten, von der eigenen Darbietung auf meiner Website, bis hin zur vertraglichen Freigabe zwischen Website-Betreiber und mir als Künstler. Wo bleibt diese Freiheit seitens der Musikindustrie, seitens den viel gepriesenen, eigentlich total unabhängigen Künstlern? Und wenn ich das nicht will, sondern z.b. die Texte in einem Booklet veröffentliche, werde ich gleich als geldgeiler Hansel beschimpft, womöglich noch als Nicht-Künstler, weil ich stolz darauf bin, dass meine Musik von vielen Menschen gehört wird, ich aber trotzdem nicht will, dass meine Arbeit ungeachtet meiner künstlerischen Fähigkeit auf werbeverseuchten Seiten, oft sogar noch gebührenpflichtig angeboten wird. Ist das die Meinung der Lobby, von der du redest? Wenn sie das ist: Ja, ich stimme ihr zu. Und nun? Bin ich nun auch einer der bösen Kapitalisten? Wie heissts so schön: Come to the dark side - we have cookies. |
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#13 (permalink) |
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Wow Chromatin du musst ja der Mega-Musiker sein um derartige Aussagen zu treffen, dürfte man mal um eine Kostprobe bitten deiner musikalischen Meisterwerke nachdem du ja schon darüber urteilen kannst was gute Musik ist, und scheinbar alles über die Machenschaften der Ärzte und Co. weißt.
Würde mich wirklich interessieren wie sich jemand herausnehmen kann zum einen solche Urteile zu fällen, zum anderen gegen die Rechte anderer zu rebellieren. |
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#14 (permalink) |
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Registriert seit: 07.12.04
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Da stellt sich mir die Frage was war zuerst da, dass Huhn oder das Ei?
Den Dichtern rufe ich zu: "Nehmt euch in acht vor den Musikern! Ihr verliert die Rechte an eurem Werk, wenn es mit Hintergrundgeklampfe dargeboten wurde." ![]() Ansonsten möchte ich als Texter schon bestimmen können Wo, Wer und Wie meine Gedichte dargeboten werden. Schon weil ich keine Lust habe korrekturzulesen, weil dieser Sänger so furchtbar nuschelt oder der Veröffentlicher einfach nicht fähig ist einen Text in ordentlicher Form niederzuschreiben oder erst gar nicht die Sprache beherrscht die ich für meinen Text verwendet habe. Ansonsten erlaube ich euch Niederzuschreiben was ihr hört und in euren privaten Räumen dürft ihr es auch aufhängen, doch öffentlich möchte ich die Kontrolle über WO, WER und WIE nicht aufgeben. Gruss
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Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, daher darf man sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, dies bedeutet man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen. |
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#15 (permalink) |
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Member of Honour
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im Prinzip ist die Tatsache, dass der Künstler zu entscheiden hat, wie er Text und Musik verbreitet, ja schon richtig...
Aber es war doch auch schon immer so, dass sich äußere Einflüsse geändert haben und sich Tiere/Menschen/Gesellschaften dementsprechend angepasst haben. Das Internet mit seiner Eigendynamik ist nichts weiter als eben so eine Veränderung, welche sowohl für Fortschritt sorgt, als auch gleichzeitig eine Gefahr für alte "Werte" wird... Es gibt nur 2 Möglichkeiten: entweder, man nimmt die neuen Möglichkeiten der Veränderung wahr und passt sich ihr an oder man stellt sich vehement dagegen und versucht die Zeit mit aller Kraft zurück zu drehen und seine "alten Werte" zu sichern... Zweiteres geht immer nur über eine begrenzte Zeit gut, außer man würde den kompletten Fortschritt stoppen... Und der Kampf der Musikindustrie gegen die eigenen Kunden ist doch echt das beste Beispiel... die versuchen mit Kopierschutz-Maßnahmen, Massen-Abmahnungen und in Zukunft am liebsten auch noch mit Sperren des Internet-Zugangs durch den Provider mit aller Kraft, gegen die Innovation "Internet" anzukämpfen. Warum? Sie haben einfach den rechtzeitigen Sprung ins Netz verpasst und andere haben diese Lücke ausgenutzt und P2P hat sich zu dem entwickelt, was es jetzt ist.... Wenn die Musikindustrie nur rechtzeitig auf die Idee gekommen wäre, das neue Format 'MP3' für sich zu nutzen, statt es zu verteufeln, wäre das Unrechtsbewusstsein der Kostenlos-Kultur im Netz vielleicht gar nicht so stark ausgebrochen, wie es jetzt ist... Ein kleiner Fehler eines Markt-Analysten... vielleicht der Untergang der Musik-Industrie, wenn sie nicht bald lernen, auf den Kunden zuzugehen, statt ihm ständig auf's neue vor's Schienbein zu treten? Das Geschäftsmodell CD ist aus dem letzten Jahrtausend und es wird der Tag kommen, wo wirklich nur noch Liebhaber sich CDs kaufen - so wie es heutzutage mit Vinyl ist... es gibt noch immer Leute, die Schallplatten kaufen, der Markt ist definitiv nicht tot - aber es ist eben nicht mehr das Massen-Medium. Und wenn ich heute mal CD und MP3 vergleiche: für eine CD mit 18 Titeln bezahle ich meinetwegen 15 Euro - da hab ich dann materiell vor mir einen Datenträger, vielleicht ein Booklet mit Zusatzinformationen und eine Verpackung... die gleichen Titel als MP3 kosten dann meist 0.99 Euro pro Titel - also, wenn ich das gesamte Album will, knapp 18 Euro - und da habe ich nur ein paar Dateien, womöglich sogar mit Kopierschutz (was glücklicherweise nachlässt), keinerlei Cover, nichts materielles in der Hand... und da soll ich mehr bezahlen, als für die gute alte CD... Da ist es kein Wunder, dass viele Leute noch immer die kostenlosen, wenn auch illegalen, Quellen bevorzugen... Mit den Liedtexten ist es nichts anderes: entweder, man geht auf seine Fans zu, die gerne die Texte ihrer Idole nachlesen wollen, oder man wehrt sich gegen die Fans und macht sie sich zu Feinden... Welches ist wohl auf lange Sicht der klügere Weg? Das dumme ist nur, wie schon oben erwähnt, dass im Entscheidungsprozess, ob die Fans die Texte nutzen können, oft auch die Verwerter noch ein mächtiges Wort mitzureden haben; auf Grund von Verträgen, die aus der Zeit stammen, als Internet noch rein für Freaks war... Selbst wenn der Künstler sagt "lass doch meine Fans die Texte kopieren" gibt es irgendwo einen Verleger, der dagegen sagt "du hast mir damals unterschrieben, dass nur ICH deine Texte verbreiten darf!" Dann schickt der Verleger Abmahnungen raus und der leidtragende ist der Künstler, dessen Fans sich missverstanden fühlen... |
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