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Beschädigtes Netzwerkkabel - Verbindung trotzdem möglich?

Diskussion: Beschädigtes Netzwerkkabel - Verbindung trotzdem möglich? im Forum Network · LAN, WAN, Firewalls, in der Kategorie Web, Network & Multimedia Palace; Ich bin heute auf eine Frage gestoßen, die ich selber nicht sicher beantworten konnte, daher frage ich hier nochmal nach. ...

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Alt 24.12.09, 12:55   #1 (permalink)
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Standard Beschädigtes Netzwerkkabel - Verbindung trotzdem möglich?


Ich bin heute auf eine Frage gestoßen, die ich selber nicht sicher beantworten konnte, daher frage ich hier nochmal nach.

Problem:
Ich habe eingebaute Netzwerkkabel mit einem Kabeltester überprüft, um herauszufinden, welche Dose in den einzelnen Räumen zu welcher im "Hauptraum" passt (Serverraum kann man das echt nicht nennen )
Dabei habe ich bei der Verkabelung für einen Raum leider feststellen müssen, dass auf der Ader 4 (laut meinem Testgerät) kein Signal durchgeht, vermutlich also ein Kabelbruch auf dieser einen Ader.
Da die Kabel unterputz verbaut sind, kann es aber nicht einfach mal getauscht werden, daher stellt sich nun die Frage, ob es als Fast Ethernet noch funktioniert.
Nach meinen Recherchen benutzt Fast Ethernet die Ader 4 nicht und sollte somit problemlos möglich sein, allerdings konnte ich das vor Ort nicht mal schnell testen.

Kann jemand meine Vermutung bestätigen oder widerlegen? Bitte aber nur antworten, wenn ihr euch mit eurer Antwort sicher seid, raten hilft mir hier nicht und auch testen kann ich das derzeit leider nicht.

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Alt 24.12.09, 13:05   #2 (permalink)
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die höchsten Chancen gebe ich dir, wenn auch an beiden Seiten nur FastEthernet-Geräte dran hängen...
(ein Bekannter von mir hat wohl sogar schonmal FastEthernet und DSL über 1 LAN-Kabel geschickt, indem er die unbenutzten Leitungen einfach für DSL verwendet hat oder so... dementsprechend seh ich auch kein Problem, wenn die Leitung einfach offen liegt...)

Wenn irgendwo ein Gigabit-Gerät dran hängt und versucht, die Leitung zu nutzen, weiß ich nicht, in wie weit dann die entstehenden stehenden Wellen irgendwie z.B. HF-technisch böse Effekte mit sich bringen... ebenso ist die Frage, wie genau die Erkennung läuft, ob am anderen Ende Gigabit dran hängt.
(gab ja schon beim normalen FastEthernet die dollsten Dinge, wenn AutoNegotiation nur auf einer Seite aktiviert war --> Stichwort "DuplexMissmatch" - also keine Ahnung, wie genau dann durch solch einen Kabelbruch eben auch Fehl-Entscheidungen bei der automatischen Gbit-Erkennung auftreten...)
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Alt 24.12.09, 15:06   #3 (permalink)
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Das würde sich a mit meiner Vermutung decken. Weißt du zufällig auch, ob die Ader 4 wirklich nicht belegt ist? Nach meiner Suche werden wohl nur die Adern 1, 2, 3, 6 genutzt, ich finde halt nur die Aufteilung etwas merkwürdig, daher frage ich halt lieber nochmal.
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Alt 25.12.09, 02:08   #4 (permalink)
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der Sinn in dieser auf den ersten Blick merkwürdigen Belegung steckt in der Paar-Bildung der Adern:

Paar 1 Pins 4, 5
Paar 2 Pins 1, 2
Paar 3 Pins 3, 6
Paar 4 Pins 7, 8
Quelle: http://www.gepanet.com/kategorie_5_verkabelung.htm

Falls du dich mal damit beschäftigt hast, wie das Verdrillen auf die Stör-Unempfindlichkeit Einfluss hat (müsste ich jetzt irgendwie mal in ne Grafik packen, da sich das mit 2-3 Worten schlecht erklären lässt - aber da bin ich jetzt zu faul ), dann wird auch die Notwendigkeit der Einhaltung dieser Paare klar...

Dementsprechend müsstest du Pin 4 und 5 unbenutzt lassen und könntest sogar die Pins 7 und 8 in dieser Leitung noch für Telefon nutzen
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Alt 25.12.09, 11:59   #5 (permalink)
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Die beiden Adern eines "Paares" sind verdrillt, um das Magnetfeld der
Leitung gering zu halten.
Jeder Leiter erzeugt bein Stromdurchfluss ein Magnetfeld. Wenn ich jetzt die
Hin und Rückleitung des Stromes verdrille, heben sich die beiden enstehenden
Magnetfelder auf, und die Beeinflussung der anderen Paare durch Induktion
ist geinger.

@lightsaver:
So ein Kabel bricht selten in der Mitte sondern fast immer direkt an den Enden,
entweder direkt wo's aus der Wand kommt, oder am Stecker / Dosenanschluss.
Schliesse das eine Ende kurz, schliess' ans andere Ende einen Durchgangsprüfer
an und "wackle" an beiden Enden! Dann findest Du die Unterbrechung!

Es geht nichts über Gigabit - Ethernet in den eigenen vier Wänden!
__________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Wirklich relevante informationren sind für's Auge unsichtbar!
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Alt 25.12.09, 12:09   #6 (permalink)
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@beavisbee:
Hehe, das war unter anderem auch eine meiner Quellen

Ich gehe dann erstmal davon aus, dass es funktioniert.

@Golgotha:
Ja, man könnte auf die Suche gehen, aber es lohnt in diesem Fall einfach nicht, da entsprechende Datenmengen nicht zu erwarten sind (das Größte wird wohl mal ein Druckauftrag an den Netzwerkdrucker werden) und die verbaute Hardware ist ebenfalls nur Fast Ethernet. Da fange ich nicht an, die Arbeit vom Elektriker zu machen
Danke trotzdem für den Tip, werde den bestimmt irgendwann bei mir Zuhause nochmal brauchen können.
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Alt 25.12.09, 19:31   #7 (permalink)
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Das mit DSL und FE über eine Leitung geht übrigens deshalb, weil die Highpassgefilterte ab-Schnittstelle über die beiden äußersten Pins am RJ-46 Stecker übertragen werden (Adern 1+8)
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