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Diskussion: Warnung: Videoüberwachung in Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln! im Forum News & Ankündigungen, in der Kategorie Allgemeines; Anzeige Seit dem neuen Sicherheitspolizeigesetz rangiert Videoüberwachung ganz oben unter den populistischen Sicherheitsmaßnahmen. Egal ob die Kriminalitätszahlen deutlich hinunterzeigen (quintessenz ...
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| Guest Likes: | Anzeige Seit dem neuen Sicherheitspolizeigesetz rangiert Videoüberwachung ganz oben unter den populistischen Sicherheitsmaßnahmen. Egal ob die Kriminalitätszahlen deutlich hinunterzeigen (quintessenz berichtete) - für die herbstlichen Wiener Landtagswahlen erhofft man sich so positive Wahleffekte. Über die Art des Effekts, entscheiden aber immer noch wir - das Wahlvolk. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Ab 6. August werden 4 Züge der Wiener Linien (1 neuer U-Bahnzug, ein alter U-Bahn-Zug "Silberpfeil" und zwei Straßenbahnbeiwägen) mit Videoüberwachung ausgestattet. Damit gibt die Wiener Stadtverwaltung einem populistischen Sicherheitsdruck nach und investiert enorme Beträge in Maßnahmen, die schon in anderen Städten keine spürbare Verbesserung von Sicherheit oder Absenkung der Gesamtkriminalität brachten. So zeigte eine schon 2002 durchgeführte Studie der "National Association for the Care and Resettlement of Offenders" (NACRO) in Großbritannien, dass bei 24 untersuchten Videoeinsatzgebieten die Kriminalitätsrate in 13 Fällen zwar gesunken ist, in vier jedoch gestiegen ist und bei 7 gleichgeblieben ist. Insgesamt betrug der Effekt der Kriminalitätssenkung gerade 5%, wobei mit wesentlich billigeren und einfacheren Maßnahmen, wie besserer Straßenbeleuchtung, Beseitigung von Sichthindernissen, desolaten Straßenlokalen und "toten Winkeln", aber auch mit einer angemessenen persönlichen Kontrolle, bessere Ergebnisse erzielt würden. Insgesamt verlieren Überwachungsmaßnahmen extrem rasch an Wirkung, so ein Resumee der Studie. Auch in London, mit seinen mehr als 500.000 Videokameras, wohl als Hauptstadt der Überwachung zu bezeichnen, kam es zu keiner Absenkung der Kriminalitätsrate. In Wien möchte man mit der Videoüberwachung die vergleichbar geringfügige Kriminalität in den öffentlichen Verkehrsmitteln reduzieren. Laut Angaben der Wiener Linien betrug der Gesamtvandalismusschaden im letzten Jahr 200.000 EUR, angesichts des Umfangs des Fuhrparks eine geradezu erstaunlich geringe Größe. Auch die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten ging in den letzten Jahren - ohne Videoüberwachung - drastisch zurück und lag bei einem Rückgang um 800 Taten (minus 37%) im letzten Jahr bei weit unter 2000 Anzeigen, dies bei etwa 700 Millionen Passagierfällen. Die Wahrscheinlichkeit auf den Straßen Wiens in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden liegt dramatisch höher. [...] Das vollständige Statement der ARGE DATEN unter http://www2.argedaten.at/php/cms_mon...earch=91411wip Wiener fühlen sich sicher - Keine Angst in U-Bahn http://oesterreich.orf.at/wien/stories/44561/ Videoaufzeichnung in U-Bahn startet http://wien.orf.at/stories/50010/ Kriminologen: Wissen nicht ob Videoüberwachung sinnvoll ist http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003290 Köln: Zivilcourage wichtiger http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003220 Kriminalität in U-Bahn sank um 37% http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?id=000100003196 Text & Quelle: q/depesche 2005-08-06T15:03:12 subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/in...tion=subscribe comments to depesche@quintessenz.org |
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| | #2 (permalink) |
| Senior Member | In vielen deutschen Städten ist die Videoüberwachung in Verkehrsmitteln schon normal. Aber warum soll sie nicht in anderen Verkehrsmitteln realisiert werden, wenn sie unserer Sicherheit dienen soll. |
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| | #3 (permalink) |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 03.10.01 ![]() Likes: 1 | Ich sehe da auch kein größeres Problem. Ist ausserdem billiger als überall Security Typen hinzustellen. |
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| | #4 (permalink) |
| Registriert seit: 25.08.04 ![]() Likes: 0 | Ich frage mich, was sich die Behörden durch sowas ernsthaft versprechen. Immerhin hat die am besten überwachteste Stadt der Welt (= London) mehrmals Anschläge trotz Kameras + extrem aggresiven Geheimdienst (da wird schon mal ein Unschuldiger aus Versehen exekutiert) nicht im Ansatz einem der Opfer das Leben rettern können. Was verspricht sich dann eine andere Stadt, wo ja lang nicht so viel überwacht wird wie in London, damit ausrichten zu können? Außer dem "Wir habens ja versucht."-Effekt auf die Wähler scheinbar nichts... Gruß |
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| | #5 (permalink) | |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 14.09.03 ![]() ![]() Likes: 34 | Zitat:
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| | #6 (permalink) | ||
| Guest Likes: | Zitat:
das du kein problem mit dem überwacht werden hast, wissen wir bereits. | ||
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| | #7 (permalink) |
| Senior Member Registriert seit: 21.01.04 ![]() Likes: 0 | Ich war schon immer gegen solche Maßnahmen, weil die Mögllichkeiten, eine solche Technik zu mißbrauchen enorm groß sind. --> George Orwell lässt grüßen. Wer sagt euch, dass die Kameras wirklich nur dazu benutzt werden, um die Sicherheit von euch zu garantieren? Ich halte solche Maßnahmen für sehr gefährlich, ob es nun Kameraüberwachung, die Speicherung von Internetverbindungsdaten oder das Abhören von Telefonen ist. Ich frage mich wirklich, womit ich eigentlich den betreffenden Institutionen das Recht gegeben habe, mich zu überwachen. Das schlimme ist ja, dass es dem Großteil der Menschen aber egal sein dürfte, was dieser Trend zur technischen Überwachung für "Potential" bietet. Und schon alleine dadurch dass sie die breite Masse akzeptiert werden Überwachungen legitimiert. Außerdem halte ich das Ganze sowieso für sinnlos (Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast). Gehen wir mal von folgendem Szenario aus: Wir befinden uns mitten in einer Kameraüberwachten Fußgängerzone, in der grade einige türkische Läden einen Basar abhalten. Einige maskierte Rechtsradikale kommen um die Ecke, schlagen die türkischen Menschen zusammen, brennen ihre Stände nieder und verschwinden direkt wieder. Welche Kamera will denn dagegen etwas unternehmen ?( |
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| | #8 (permalink) |
| Registriert seit: 20.01.03 ![]() Likes: 0 | In Leipzig gibt es die Videoüberwachung schon seit Ende der 1990er Jahre in Straßenbahnen. Und seitdem hört man ab und zu von Erfolgen dadruch, z.B. wurden bereits mehrere Randalierer überführt. Infos dazu gibts z.B. hier (wenn die Seite nicht richtig öffnet unter "Archiv" nach dem Wort "Video" suchen - gibts einiges). Und ich find das auch völlig ok so. |
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| | #9 (permalink) |
| Registriert seit: 25.08.04 ![]() Likes: 0 | Ja, Kameraüberwachung ist sicher extremst effizient, um betrunkene Jugendliche zu überführen. Aber Drogendealer, Kriminelle und "Terroristen" werden kaum mit einer Bombe unterm Arm in den Bus einsteigen und einmal in die Kamera winken -> sinnlos. Und nur um ein paar Jugendlichen eine kleine Geldstrafe aufzubrummen ist mir persönlich das Risiko der Überwachung (-> Missbrauch der Überwachungsmöglichkeiten) viel zu hoch. Immerhin ist das ein Angriff auf die fundamentalen Werte des Grundgesetzes. Ich fühle mich jedenfalls schon belästigt, wenn irgendwer dauernd sieht, wann ich wohin mit dem Bus fahre. Gruß |
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| | #10 (permalink) |
| Guest Likes: | Das Problem ist, dass Videoüberwachung keine Kriminalität bekämpft. Der jenige, der dich in einem Zug/Bus überfallen will, wird es tun und sich so verbergen, dass ihn auch eine Videoüberwachung nicht überführen wird: Cappie, Sonnenbrille, Alltagsklamotten. Max. verlagern sich dadurch kleinere Delikte wie z.B. der Zerstörungswahn manch Jugendlicher auf eben nicht überwachte Plätze; Siehe auch dem Text von Non. Man sollte eher primär die Ursache bekämpfen, eine Person macht nicht ohne Grund illegale Dinge. Bei Jugendlichen um cool zu sein, bei manchen um sich das täglich Brot zu finanzieren, ... Wir in Deutschland haben es in unseren sozialen Ungerechtsstaat noch gut, aber das wird sich noch ändern, weil den Armen Menschen immer mehr Last aufgetragen wird. Somit werden manche eben keinen anderen Ausweg mehr sehen, als z.B. Lebensmittel aus einem Laden mitgehen zu lassen. |
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| | #11 (permalink) |
| Registriert seit: 06.03.05 ![]() Likes: 0 | also ich finde das jetzt nicht so schlimm, dass auf öffentlichen plätzen oder in zügen etc. überwachungskameras sind. da ich nichts zu verbergen habe macht es mir ja nichts aus. und das einige sich dadurch sich in ihrer privatsphäre gestört fühlen, dann müssen sie ja nicht auf die strasse. aber ich frage mich sowiso was das mit privatsphäre zu tun hat wenn man auf einen öffentlichen platz von einer überwachungskamera gefilmt wird. und sowiso, in jedem kaufhaus hat es heut zu tage solche kameras. und wer stört sich an denen? eben niemand. mfg schweiz |
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| | #12 (permalink) |
| Senior Member Registriert seit: 18.05.04 ![]() Likes: 0 | Equilibrium ist ja bald gar nicht mehr so unrealistisch
__________________ Die neuen Desire Z und Desire HD Smartphones |
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| | #13 (permalink) | ||||
| Senior Member Registriert seit: 21.01.04 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Zitat:
Und von was soll man bitte leben? Von Luft und Liebe?Zitat:
Zitat:
Und nicht umsonst warnen immer mehr Experten vor solchen Zuständen wie sie bei uns immer mehr einkehren. | ||||
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| | #14 (permalink) |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 14.09.03 ![]() ![]() Likes: 34 | Man könnte ja auch Polizeibeamte anstelle der Kameras einsetzen, was is dir lieber, dass dich ne Kamera doof anschaut oder ein Polizist? |
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| | #15 (permalink) |
| Senior Member Registriert seit: 21.01.04 ![]() Likes: 0 | Ein Polizist wird mich aber nicht ohne weiteres überwachen, wenn kein Verdacht vorliegt. Bei Kameras ist dies aber sehr wohl möglich. Und wenn mir ein Polizist hinterherläuft kann ich immer noch fragen wo das Problem liegt und ob ich etwas falsch gemacht habe, bei einer elektronischen Überwachung würde ich das wahrscheinlich gar nicht mitbekommen und müsste dann wohl oder übel klein beigeben. Desweiteren habe ich bei elektronischer Überwachung überhaupt keinen Überblick, wer jetzt alles protokolliert um welche Zeit ich was gemacht habe und was mit diesen Informationen geschieht. |
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