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Diskussion: IP: Das Rezept des Kommissars im Forum News & Ankündigungen, in der Kategorie Allgemeines; Anzeige Die Welt des EU-Kommissars ist einfach: Patente müssen her, Verwertungsgesellschaften müssen weg. Dann wird alles gut. In seiner Rede ...
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| Guest Likes: | Anzeige Die Welt des EU-Kommissars ist einfach: Patente müssen her, Verwertungsgesellschaften müssen weg. Dann wird alles gut. In seiner Rede am 29. 11 stellte McGreevy klar, dass seine Gesetzgebung sich als Diener der Industrieinteressen sieht. -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- Die Auseinandersetzungen um Softwarepatente haben zwar deutliche Spuren hinterlassen, in seiner Rede vermag der geübte Leser hie und an ein Körnchen gebremster Euphorie entdecken. Diese Saat wird jedoch ohne Hilfe kaum zum Heilkraut gesunden Selbstzweifels erwachsen. Und so träumt der Herr Kommissar von der wundersamen Selbstheilung der europäischen Wirtschaft durch Patente und Geistige Eigentum. Umso mehr Patent- und Musterschutzanmeldungen umso besser geht es der Wirtschaft. Das ist schnell zu messen und einfach zu erfassen, nimmt die unsägliche Komplexität aus dem Thema Wirtschaftspolitik und ist deshalb schon mal eines: Ein Patentrezept. Welch geistes Gut dahinter steckt wird schnell deutlich. Bei Softwarepatenten spricht McGreevy immer noch von den Irrtümern. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, soll nun eine erneute Studie den Wert von Patenten betrachten. Mal sehen wie weit die "künstlerische Kreativität" der Kommission noch geht. Und damit illegal klingeltontauschende Fratzen am Schulhof schneller der Garaus gemacht werden kann, soll die Polizei beim Ermittlungsverfahren durch die Konzerne ergänzt werden. Ein Detailproblem. Da befindet sich McGravys Gesetzgebung ja bereits in der Hand der Konzernzentralen. Kommt da noch die Verfolgung dazu, dann verstößt das doch gegen die Gewaltenteilung im Rechtsstaat? Quelle: q/depesche 2005-12-01T12:29:29 subscribe/unsubscribe/digest http://www.quintessenz.at/cgi-bin/in...tion=subscribe comments to depesche@quintessenz.org |
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| | #2 (permalink) |
| Ich hab mich auch schonmal mit diesem Thema etwas auseinandergesetzt gesetzt und mir gefallen Softwarepatente gar nicht. Denn Sie würden den kleineren Firmen das Leben sehr schwer machen, wenn z.B. das Patent für die Scrollleiste an einen großen Konzern gehen würde. Müsste jeder der sie verwendet dafür Gebühren zahlen. Das wäre noch nicht einmal das größte Problem. Es wäre ein großer Aufwand für kleinere Firmen als auch für die etwas größeren bei einem Programm darauf zu achten, ob der/die Algorithmus/Algorithmen den/die sie verwendet haben patentiert ist/sind oder nicht. Und das müsste bei vielen Teilen der Software überprüft werden (nicht nur bei Algorithmen) und wäre ein riesen Aufwand. Bei dem die Firma dann im schlimmsten Fall feststellt, dass es sich gar nicht lohnen würde die Software auf den Markt zu bringen, da sie zuviel Geld für die Patente ausgeben müssten. Gruss 5trux | |
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| | #3 (permalink) |
| Guest Likes: | ein paar der big player (u.a. novell, sun, ibm und redhat) wollen ja - im ernstfall - einen "patentpool" anlegen, aus dem GPL-entwickler dann frei verfügen können. ich hoffe natürlich nicht, dass es soweit kommen muss, aber wenn, dann hoffe ich, dass sie da schneller sind als "die anderen". |
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