GEMA erwirkt einstweilige Verfügungen gegen rapidshare

throjan

Administrator
Mitarbeiter
Eine interessante Schlagzeile von Heise:

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA hat beim Landgericht Köln einstweilige Verfügungen gegen die Betreiber der Dateitauschdienste www.rapidshare.de und www.rapidshare.com erwirkt. Sie sollen Werke aus dem GEMA-Repertoire rechtswidrig genutzt haben. GEMA-Sprecher Hans-Herwig Geyer sagte gegenüber heise online, die Dienste dürften in der bisherigen Form nicht weitergeführt werden. Insbesondere verlangt die Gesellschaft von ihnen nun Auskunft darüber, wie viele Werke aus dem GEMA-Repertoire vorgehalten werden.

Insbesondere der Dienst www.rapidshare.de hat laut GEMA zeitweise damit geworben, aus seinen Speichern seien 15 Millionen Dateien abrufbar. Eine Lizenz hierfür sei aber bei der GEMA nicht erworben worden. RapidShare habe bislang behauptet, der Dienst habe keine Kenntnis von den durch Nutzer abgespeicherten Inhalten und könne diese auch nicht kontrollieren. Das Landgericht Köln habe mit den einstweiligen Verfügungen aber nun deutlich gemacht, dass die Tatsache, dass der Dienstbetreiber die Inhalte nicht selbst einstellt, sondern diese durch Nutzer hochgeladen werden, rechtlich nichts daran ändere, dass die Dienstbetreiber für die im Rahmen des Dienstes stattfindenden Urheberrechtsverletzungen haften.

GEMA-Vorstandsvorsitzender Harald Heker sieht diese Entscheidungen auch für den künftigen Umgang mit "Web-2.0-Diensten" wie YouTube und MySpace von großer Bedeutung. Sie zeigen laut Heker, "dass die bloße Abwälzung der Nutzungshandlungen auf die Nutzer und die angebliche Unkontrollierbarkeit der Inhalte den Dienstbetreiber nicht von seiner urheberrechtlichen Verantwortlichkeit für die auf seiner Webseite zum Abruf gestellten Inhalte entheben".

Quelle bei Heise online

Mich würde mal interessieren ob es überhaupt Versuche der GEMA gab, sinnvoll mit solchen Diensten zusammenzuarbeiten oder ob (mal wieder) gleich geklagt wurde.
 
ich will mal wissen wie die alle datein prüfen wollen das ist doch viel zuviel
 
tim20 schrubb:

ich will mal wissen wie die alle datein prüfen wollen das ist doch viel zuviel


ganz einfach:
Alle Downloader werden in Zukunft zu Terroristen erklärt.
Das gilt insbesondere für Nutzer des HaBo, eine der gemütlichsten Terroristen-
schmieden Europas.
Jeder, der die entsprechende Seite ansurft, wird gescannt und dann eleminiert.

Tsts ... :P


Golgy.
 
Ganz Unrecht hatten die damit aber nun nicht.
Wir hatten gerade so einen Fall auf der Arbeit: Ein User lädt ~4GB illegalen content auf einen offenen FTP Server und wir bekommen ne mail vom admin, dass der das gerade nicht löschen könnte, weil er unterwegs sei. Diese FTP Server _wollen_ doch illegalen Inhalt. Also sollten sie dafür auch bestraft werden.
 
Hi,

Die GEMA ist meiner meinung nach sowieso nur ein Geldscheffel Verein...

Allein wenn man sich schon die Grundkonventionen durchliest oder die Vertäge wenn man als Musiker seine Werke bei denen Schützen will.
"Schutz geistigen Eigentums" kann man das ja nicht mehr nennen, eher "Beschlagnahmung geistigen Eigentums"

Klar, der Schutz des Urherberrechts ist auch wichtig, aber nicht nach dem Prinzip: Verpetzte jemand und bekomme dafür Punkte und somit Geld (...)

Gruß Chris
 
Original von BlackSun1102
Die GEMA ist meiner meinung nach sowieso nur ein Geldscheffel Verein...
Jup, sowieso. Es gab mal einen Fall, da hat die GEMA von einem indischen Restaurantbesitzer eine astronomisch hohe Summe + Strafe verlangt, weil er im Hintergrund indische Musik, von indischen Künstlern gespielt hat und es sich somit um eine öffentliche Vorführung handelte. Der Witz dabei, weder waren die Künster bei der GEMA registriert, in deren Namen ja die GEMA angeblich gehandelt haben will, noch gibt es in Indien eine vergleichbare Einrichtung.... Die Gelder sind also mit ziemlicher Sicherheit in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwunden. X(
 
Warum soll eine Überprüfung der Dateien nicht stattfinden? Das ganze wird auf einen öffentlichen Server hochgeladen, kann sich also von jedem angeschaut werden und überprüft werden. Wer das eben nicht will und den Service trotzdem nutzen will, der soll seine Dateien verschlüsseln, mit Passwort schützen, usw. In meinen Augen besteht hier kein Recht auf Schutz der Privatsphäre mehr. Das ganze wäre so, wie wenn man sich mit einem Schild, auf dem ein Passwort steht, in eine Fussgängerzone einer großen Stadt stellt und behauptet, die leute dürfen das nicht lesen, weil das gegen das Grundgesetz ist.

Alle Downloader werden in Zukunft zu Terroristen erklärt.
Seien wir doch mal ehrlich: RS hostet auf seinen Server zu einem sehr großen Teil illegale Downloads. natürlich will ich damit nicht sagen, dass jeder Downloader nun ein terrorist o.ä. ist, sondern eher, dass das Anliegen der GEMA meiner Meinung nach gerechtfertigt ist, auch wenn auf illegale Downloads nun eine gebühr verlangt wird, was meiner Meinung nach unsinnig ist.

Was hier viel mehr wieder zum Schein kommt, ist das, was throjan schon gesagt hat: Die Geldgeilheit der heutigen Industrie. In Zeiten fallender umsatzzahlen muss man eben sehen, wo man bleibt. Und da sind Klagen gerade die beliebteste aller Möglichkeiten, an Geld zu kommen.
 
Und wenn sie Rapidshare habe? Dann kommt der nächste (vllt. sogar bessere) ShareUpLoader. Die GEMA hat gegen sowas eh keine chance und damit hat sichs ich find die diskusion eh sinnlos
 
Original von thaos2
Und wenn sie Rapidshare habe? Dann kommt der nächste (vllt. sogar bessere) ShareUpLoader. Die GEMA hat gegen sowas eh keine chance und damit hat sichs ich find die diskusion eh sinnlos

Wie kommst du bloß auf so eine Idee? Der nächste ShareHoster wird genauso angegangen wie RapidShare. Die GEMA hat genügend Einfluß um sich Ihrer (fragwürdigen?) Rechte zu bedienen. Wenn die GEMA keinen Einfluß hätte, wieso haben dann so viele Personen/Institutionen/Firmen bloß Probleme mit der GEMA?
 
Ich finde es lustig, dass immer mehr Organisationen hilflos gegen das Internet sind.
Genau wie die Musikindustrie, die es einfach verplant haben, ein vernümpftiges Musikangebot online zum download zur Verfügung zustellen.

!Jetzt kommen alle an und wollen vom großen Kuchen ein Stückchen ab haben. Es ist einfach lächerlich . Als hätten die sich das nicht denken können, dass per Raipshare ordentlich Mp3z etc. getauscht werden. Nein die warten erstmal bis das Unternehmen finanzkräftig ist.
 
das Anliegen der GEMA meiner Meinung nach gerechtfertigt ist, auch wenn auf illegale Downloads nun eine gebühr verlangt wird, was meiner Meinung nach unsinnig ist.
Es wurde oben schon erwähnt, dass die meisten "interessanten" Files gezippt und mit PW versehen sind. Also können sie die Files nicht einfach anschauen.

Natürlich könnten sie sog. "Honeypots" für "interessanten" Daten einrichten, und von jedem der ihnen da auf den Leim geht haben sie dann die IP.
Das ganze hat nur einen Hacken: Es ist (jedenfalls in der CH) nicht erlaubt, solche Fallen zu stellen. Genauso wenig dürfen die Blauen sich in Foren als "böse Jungs" ausgeben, nur um an Infos zu kommen.
Pech für die! :D

In der CH ist es sowieso nicht problematisch, "illegale" Files zu laden. (Ausser natürlich allgemein verbotene Sachen)
"Man können den Usern nicht zumuten, zwischen legalen und Illegalen Files zu unterscheiden." --Tja, die dummen laden am längsten :D

mfg
IsNull
 
zumindest gegen den passwortschutz könnte man noch so vorgehen, dass nur noch wenige dateiformate zugelassen sind, die z.b. im fall eines archivs automatisiert entpackt werden. das passwort müsste man dann beim upload angeben.
klappt irgendwas nicht --> file gelöscht.

dann bleibt eben immer noch die frage, wer die massen an (freigelegten) daten durchforstet. wobei sich da sicher eine garnicht so blöde erkennungsmethode basteln lässt, die dateiname, dateianfang, irgendwelche hash-werte (gleicher release, anderer name) usw. untersucht.
 
Original von IsNull
das Anliegen der GEMA meiner Meinung nach gerechtfertigt ist, auch wenn auf illegale Downloads nun eine gebühr verlangt wird, was meiner Meinung nach unsinnig ist.
Es wurde oben schon erwähnt, dass die meisten "interessanten" Files gezippt und mit PW versehen sind. Also können sie die Files nicht einfach anschauen.

Es geht auch nichtg darum, dass die Files überprüft werden. Das bei Rapidshare alle Arten von Medien getauscht werden steht aus ausser Frage, welche Medien das sind, ist für die GEMA uninteressant. Es geht einzig und allein darum, dass Rapidshare eine gebühr an die GEMA zahlen muss für die Medien, die getauscht werden und für man eigentlich zahlen müsste, was natürlich nicht der Fall ist bei den meisten Medien. Eine Möglichkeit, dem Ganzen zu "entrinnen" wäre eine Überprüfung. Gegen passwort-geschützte oder verschlüsselte dateien wird man nichts machen können, genauso wenig ist eine Kontrolle der Medien überhaupt möglich, wesshalb das ganze ein Hinrgespenst der GEMA ist. Das Anliegen ist jedoch verständlich: Wenn man schon Geld mit Medien macht, dann will man auch nicht, dass diese Medien wo anderst kostenlos bezogen werden können.
Honeypots haben nebenbei hier wohl weniger was zu suchen, da Rapidshare ja dafür da ist, um Dateien zu tauschen.
Eine Überprüfung der Dateien nach md5-hash oder Inhalten findet auch schon statt und in den Regeln steht, dass illegale Dateien nicht getauscht werden dürfen, wesshalb das Gerichtsurteil für mich fragwürdigt ist... Sollte dieses Gerichtsurteil bestehen bleiben, wird es RS bald nicht mehr geben, da es bekanntlich noch andere Firmen *hust* MPAA *hust* gibt, die ähnliche Methoden wie die GEMA auf Lager haben.

In der CH ist es sowieso nicht problematisch, "illegale" Files zu laden.
P2P heisst das Zauberwort, mit dem man sich AUCH in der Schweiz strafbar macht. Und P2P ist sehr verbreitet, selbst wenn man dauernd von Razzien hier und dort hört.
 
P2P heisst das Zauberwort, mit dem man sich AUCH in der Schweiz strafbar macht. Und P2P ist sehr verbreitet, selbst wenn man dauernd von Razzien hier und dort hört.
Und was hat das jetzt mit RS zu tun? Ich hab geschrieben:
In der CH ist es sowieso nicht problematisch, "illegale" Files zu laden.
Damit ist natürlich nur das runterladen gemeint. Wer illegales uppt und somit verbreitet, macht sich natürlich strafbar. -> Und das ist ja das Problem bei P2P. Hier uppt man ja schon(auch wenn nur Fragmente) wärend des downloads. ;)

mfg
IsNull
 
Würde das bedeuten, dass wenn Rapidshare an die GEMA eine gebühr zahlt und ich bei Rapidshare geld zahle (einen account habe) und Musik lade!
das ich diese dann bei Rapidshare "gekauft" habe?

also behalten darf?
 
Die GEMA hat anscheinend Blut geleckt:

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/84226/from/rss09

Die Musikverwertungsgesellschaft GEMA feiert einen neuen juristischen Erfolg im Kampf gegen großflächige Urheberrechtsverletzungen im Internet. Ihren Angaben zufolge hat das Landgericht Hamburg dem Betreiber des Dienstes UseNeXT.de am 18. Januar per einstweiliger Verfügung untersagt, von der Verwertungsgesellschaft lizenzierte Werke zugänglich zu machen und illegale Nutzungsoptionen zu bewerben. "Diese erfolgreiche Verfügung markiert einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Bekämpfung der illegalen Online-Nutzung der Werke des GEMA-Repertoires", freut sich der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker.
 
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