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Diskussion: Industrie zieht sich zurück im Forum News & Ankündigungen, in der Kategorie Allgemeines; Anzeige Hi, http://www.ccc.de/ http://www.phenoelit.de/202/202.html http://kismac.de/ http://thc.org/ Wer kommt als nächstes? Und vor allem: Wo soll das enden? Warum sehen die ...
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| | #1 (permalink) |
| Guest Likes: | Anzeige Hi, http://www.ccc.de/ http://www.phenoelit.de/202/202.html http://kismac.de/ http://thc.org/ Wer kommt als nächstes? Und vor allem: Wo soll das enden? Warum sehen die Politiker nicht, dass sich eine ganze "Szene" gegen sie und ihre Entscheidungen richtet? Haben die sich schon so weit von der Bevölkerung entfernt? So langsam reicht es auf jeden Fall. "Wer keine Ahnung hat soll einfach mal die Fresse halten" heisst es immer so schön. Das trifft es hier wohl voll auf den Punkt. Eigentlich wollte ich hier in Deutschland studieren, jetzt muss ich mir überlegen, ob das letztendlich noch rechtlich legal ist, wenn ich mir zu Übungszwecken ein kleines Sicherheitstool programmier und es auch an andere weitergeben will. |
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| | #2 (permalink) |
| Registriert seit: 11.07.07 ![]() Likes: 0 | Hiho, so schlimm ist es in Deutschland sicherlich noch nicht. Ich gehe mal davon aus das du dich nicht ausreichend mit dem Thema "Hackerparagraph" beschäftigt hast, denn dann wüsstest du, dass Sicherheitswerkzeuge noch eingesetzt werden dürfen. Sie dürfen nur NICHT IN VERBINDUNG MIT EINER STRAFTAT EINGESETZT WERDEN. (ACHTUNG BEISPIEL! KEINE FLAMES GEGEN MEIN BEISPIEL! es ist mir auf die schnelle nix besseres eingefallen )Wenn jemand nmap einsetzt um zu schaun, welche Ports auf seinem Server offen sind ist dies legal! Wenn jemand aber nmap einsetzt um zu wissen welche Ports auf einem fremden Server offen sind und das dann auch ausnutzt, sprich eine Straftat begeht, ist nmap illegal. Ich will dich mit dem Post nicht "angammeln" oder so, ich will nur darauf hinweisen, das man sich mit dem Thema tatsächlich mehr beschäftigen muss, als nur das schöne Bildchen auf "ccc.de" zu lesen. |
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| | #3 (permalink) | |||
| Guest Likes: | Zitat:
ich zitiere dir gerne nochmal den Absatz aus §202c: Zitat:
Zitat:
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| | #4 (permalink) | |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
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| | #5 (permalink) | |
| Registriert seit: 11.07.07 ![]() Likes: 0 | Natürlich überwacht kein Entwickler das. ABER der Hauptpunkt ist, wie gesagt, das es nur illegal ist wenn tatsächlich jemand damit was illegales macht. Als Entwickler kannst du dafür nicht belangt werden. Ich zitiere hier mal bitmuncher, der sich mit dem zuständigen Politiker in seinem Wahlbezirk in Verbindung gesetzt hatte: Zitat:
edit: hervorhebungen hinzugefügt | |
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| | #6 (permalink) | |
| Registriert seit: 18.07.05 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Hier ist ein rechtliches Wirrwarr. Und jetzt überlegen wir mal: Was würde sich ändern, wenn man §202c nicht eingeführt hätte? Niemand würde einen Aufstand machen, niemand müsste fürchten, einen juristische Schwierigkeiten (die meist mit viel Geld verbunden sind - Anwälte sind teuer!) und alles wär in Butter. 100%ig nachweisen kann man einem Entwickler wahrscheinlich in den aller, aller seltensten Fällen, dass eine illegale Absicht geplant war. Aber die rechtliche Unklarheit bedeutet auch, dass ein Richter das Gesetz anders deutet als es vielleicht der eine oder andere Politiker tat, der das Gesetz durchgewunken hat. Es ist einfach nicht absolut sicher, dass beispielsweise nmap vor Gericht x oder vor Gericht y als legal deklariert wird - und diese rechtliche Unklarheit ist das Problem. Dass Politiker es "nur gut meinten" reicht hier nicht. Ein Gericht wird die Sache im Zweifel deuten müssen... | |
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| | #7 (permalink) |
| Registriert seit: 11.07.07 ![]() Likes: 0 | Ich denke wir sind in Deutschland noch nicht da angekommen, dass man Menschen verklagen würde nur weil sie etwas wie einen Portscanner entwickelt haben. Um nochmal ein Beispiel zu bringen: Wenn man jmd. deswegen verklagen würde, wäre es ja quasi so, als wenn man einen Messerschmied oder Jagdgewehrhersteller verklagen würde, weil sie Geräte herstellten, welche zu Straftaten missbraucht werden KÖNNTEN. Ich traue unseren Gerichten in Deutschland eigentlich noch soviel Verstand zu, soetwas richtig zu entscheiden. Sicherlich ist das meine Subjektive Meinung, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen das auch nur einer dafür verklagt werden könnte. |
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| | #8 (permalink) |
| Registriert seit: 18.07.05 ![]() Likes: 0 | Ganz aktuell: http://www.heise.de/newsticker/meldung/94357/ Dort hatte ein Hacker PHP-Exploits veröffentlicht. Das passierte mit dem Ziel, andere User zu warnen und darauf hinzuweisen, damit diese entspr. beachtet werden. Was aber nun, wenn ihn jemand dafür verklagt hätte? Das ist einfach eine rechtliche Grauzone - und die ist gefährlich. Und das ist das große Problem an der Sache. |
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| | #9 (permalink) | |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.09.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 442 | Zitat:
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| | #10 (permalink) |
| Registriert seit: 11.07.07 ![]() Likes: 0 | @ bitmuncher: sehe ich genauso Bei vielen Gesetzen kommt es erst auf die Gerichte an, denn da wird das Gesetz erst interprätiert und auf den vorliegen Sachverhalt angewendet. Denn man kann sogut wie nie, schon im vornherein Gesetze erstellen die auf ALLE Sachverhalte passen. Es gibt Richtlinien und diese werden interprätiert und bei der Anwendung wird alles mögliche mit einbezogen, denn jede Straftat ist individuell und etwas für sich, jeder Täter hat eine andere Intention. Soziales Umfeld usw. zählt ja auch noch alles mit rein. |
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| | #11 (permalink) |
| Registriert seit: 18.07.05 ![]() Likes: 0 | Ihr wurdet sicherlich noch nie von der Polizei unschuldig einer Straftat bezichtigt, oder? Denn wer das schonmal war weiß i.d.R., was das für nen Stress bedeutet. Man macht sich Gedanken darüber, wie man den Anwalt finanzieren soll, welche Beweise gegen einen vorliegen, wie man mit Gegenbeweisen dagegenhalten kann. Die Leute um einen herum fangen auch leicht an zu reden, wenn die Polizei plötzlich vor der Tür steht - und wer nen Ruf zu verlieren hat (z.B. weil er eine politische Karriere macht oder weil er selbstständig ist) muss fürchten, einiges von seinem Ansehen einbußen zu müssen. Ein großer Teil Angst schwirrt auch dabei mit. Und Angst ist auch der Grund, wieso Softwareentwickler oder Hacker aufhören, die jew. Software herzustellen oder zu verbreiten. Man kann sich eben nicht sicher sein. |
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| | #12 (permalink) | |
| Senior Member Registriert seit: 07.01.03 ![]() Likes: 19 | man sollte vielleicht auch die veröffentlichung von exploits ansprechen. ich denke mal, diese dürften recht gut unter den paragraphen fallen, oder? schließlich ist ihr sinn ja kein anderer, als sicherheitslücken auszunutzen. (bitte hierüber diskutieren, ich hab d anicht allzulange überlegt). Zitat:
die frage ist, ob ein exploit nicht unter diesen paragraphen fällt, weil ein entwickler ihn selbst programmiert (als proof-of-concept. gut, das wird keiner machen, aber da stellt sich für mich die frage), oder weil ihn ein anderer programmiert, mit der absicht, das material dem entwickler (und meinetwegen NUR dem entwickler) zu verfügung zu stellen. | |
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| | #13 (permalink) | |
| Registriert seit: 18.07.05 ![]() Likes: 0 | Zitat:
Man sollte lieber dankbar sein, dass es solche Leute gibt - denn diejenigen, die Exploits veröffentlichen machen das System sicherer. | |
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| | #14 (permalink) |
| Moderator ![]() | Hmm, ob es ein System nun sicherer macht, wenn man einen Exploit veröffentlicht statt ihn nur dem Hersteller zu melden, ist mal arg fragwürdig. Das einzige, worüber man da diskutieren könnte, ist dass ein öffentlicher Exploit eine Art Druckmittel gegen Hersteller darstellt, die's mit der Fehlerbehebung in ihrer Software nicht so eilig haben... |
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| | #15 (permalink) | ||
| Senior Member Registriert seit: 07.01.03 ![]() Likes: 19 | @Malo ich glaube, du hast meinen post nicht verstanden - ich bin da genau deiner meinung. @LX ich sags mal so: eine theoretisch ausnutzbare lücke wird von vielen noch lange nicht als gefahr angesehen, eine proof-of-concept-implementierung schon. also ja, bestenfalls als druckmittel. allerdings: Zitat:
ich habe das gefühl, das man da sehr leicht in einen fall gerät, in dem jemandem eine absicht zur straftat nicht nachweisen kann und er deswegen freigesprochen wird. inwiefern das gesetz dann überhaupt vernünftig angewendet werden kann, ist dann auch ein wichtiges thema. und eine anderes beispiel, ich hab das mal im chat gebracht: ich hatte mal ein kleines programm zusammengehackt, das für ein forum statistiken erstellt und gepostet hat. irgendwann hat sich die forensoftware gändert, und damit kam mein programm nicht klar: es postete andauernd, sprich spam und eine art DoS-attacke. absicht war das natürlich nicht, zeugen dafür gäbe es wohl genug in besagtem forum ![]() allerdings, wie sieht das hier aus? das programm in seiner derzeitigen form dient genau dazu, das forum vollzuspammen und den server zu stressen. es hat auch rein garnichts mit sicherheitsanalyse oder soetwas zutun. und eins noch: Zitat:
das ganze erscheint mir wieder als purer aktionismus seitens der politik, um mithilfe von restriktiven gesetzen das allgemeine sicherheitsgefühl zu steigern, ohne wirklich sicherheit zu schaffen. /edit: zumal in deutschland die strafverfolgung bei einem konkreten angriff ganze arbeit leistet, verbindungsdaten weren ja mitgeloggt. das ausland bleibt dann von deutschen gesetzen natürlich unbetroffen, "nur" die EU muss diese EU-richtlinie innerhalb der frisst umsetzen. | ||
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