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Wie Computer & Internet unser Denken beeinflussen

Diskussion: Wie Computer & Internet unser Denken beeinflussen im Forum News & Ankündigungen, in der Kategorie Allgemeines; Anzeige Bei SpiegelOnline gibt es einen interessanten und recht ausführlichen Beitrag über die die Frage ob und wie moderne Medien ...

Antwort
Alt 12.04.10, 15:47   #1 (permalink)
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Bei SpiegelOnline gibt es einen interessanten und recht ausführlichen Beitrag über die die Frage ob und wie moderne Medien wie Internet & Computerspiele unser Denken beeinflussen. Und wie immer gibt es sowohl positive, als auch negative Folgen. Spiele wie Tetris trainieren z. B. das räumliche Vorstellungsvermögen und Ego-Shooter verbessern die Multitasking Fähigkeiten der Probanden immens...
Nachteilig ist vorallem die sinkende Aufmerksamkeitsspanne, die möglicherweise eine Folge von TV-Konsum und Videospielen ist, sowie der Niedergang der Lesekultur, der für Defizite bei Sprachlogik und Wortschatz verantwortlich gemacht wird...

Ich bin schon sehr gespannt was die Forschung uns da noch alles enthüllen wird und wann diese Erkenntnisse endlich Eingang in Lehrplan, bzw. in den beruflichen Alltag finden - z. B. Tetris spielen vor Geometrie-Klausuren oder vor der Schicht eine Pflicht-Stunde Quake für Fluglotsen!

Hier der Link zum Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...684217,00.html

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Alt 12.04.10, 16:25   #2 (permalink)
 
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Ja, bitte Tetris in Schulen... als Abwechslung vom Schulunterricht auch mal zwischendurch
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Alt 12.04.10, 20:53   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von sogra Beitrag anzeigen
Ja, bitte Tetris in Schulen... als Abwechslung vom Schulunterricht auch mal zwischendurch
noch mehr tetris? o0 ^^
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Alt 13.04.10, 00:30   #4 (permalink)
 
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Viel interessanter als den Einfluss der Computerspiele, finde ich eher, was wir durch Computerspiele über uns lernen könnten.

Ich bin überzeugt, dass man anhand des Spielverhaltens psychologische Profile erstellen kann.
Ich fände Studien und Forschungen in die Richtung wesentlich spannender, als das ewige Anti- und Pro-Computerspielebashing bei dem eh dann wieder mal rauskommt, dass es die Dosis ist, die das Gift macht.
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Alt 13.04.10, 01:28   #5 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von zero-9 Beitrag anzeigen
Viel interessanter als den Einfluss der Computerspiele, finde ich eher, was wir durch Computerspiele über uns lernen könnten.

Ich bin überzeugt, dass man anhand des Spielverhaltens psychologische Profile erstellen kann.
Na, davon bin ich aber garnicht überzeugt. Welches Spiel jemand zum Zeitpunkt einer Erhebung gerade spielt ist von so vielen Zufällen bedingt, dass man daraus wohl keinerlei Schlüsse ziehen kann. Schon gar nicht ein psychologisches Profil erstellen.

Es gibt eigentlich kein Spiel-Genre, das ich noch nicht gespielt habe und ich kenne ne Unmenge Leute bei denen das genauso ist.

Ob jemand spielt, ist von vielen Faktoren abhängig, das kann an ner geplatzten Verabredung oder auch nur am Wetter liegen.

Genauso zufällig ist es, welche Spiele jemand überhaupt kennt, das liegt am persönlichen Umfeld genauso wie dem zufälligen Kauf einer Fachzeitschrift.

Auch welches Spiel jemand kauft ist oft vom Zufall anhängig, z.B. das Angebot in den Geschäften seiner Umgebung oder auch der ( wiederum zufälligen ) Werbung oder Bewertung in Zeitschriften.

Bei so vielen Zufalls-Faktoren kann man wohl schlecht ein wirklich gutes psychologisches Profil erstellen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber man könnte hier ja z.B. mal nen Thread mit ner Umfrage starten, wer welche Art von Spielen spielt oder spielte und in welchem zeitlichen Umfang. Wäre der Diskussion um Spiele vllt. dienlich.
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Alt 13.04.10, 01:35   #6 (permalink)
 
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Achtung, Wortlaut: Es geht nicht darum, wann und was jemand spielt, sondern WIE jemand spielt bzw. wie er sich in konkreten Spielsituationen verhält. Es würde sich dabei dann nur um Gelegenheitsspieler drehen, da Profispieler ja von anderen Motiven geleitet werden und Taktiken nach gewünschtem Spielverlauf und -ergebnis richtne.

Alles andere ist - wie du bereits sagtest - nicht verwertbar.
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Alt 13.04.10, 01:42   #7 (permalink)
 
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Klar, wie sich jemand während eines Spiels verhält, lässt schon Rückschlüsse zu. Gibt ja Leute, die sich so in ein Spiel vertiefen, dass sie ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen oder gar agressiv reagieren wenn sie während eines Spiels gestört werden. Solche Beobachtungen lassen schon Rückschlüsse auf die Psyche zu.
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Alt 13.04.10, 09:59   #8 (permalink)
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Sehr seltsam. Die Leute die ich kenne und mehr oder weniger Zocker sind, haben alle ziemlich einen an der Waffel und leisten nicht so wirklich viel.
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Alt 13.04.10, 19:36   #9 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von zero-9 Beitrag anzeigen
Achtung, Wortlaut: Es geht nicht darum, wann und was jemand spielt, sondern WIE jemand spielt bzw. wie er sich in konkreten Spielsituationen verhält. Es würde sich dabei dann nur um Gelegenheitsspieler drehen, da Profispieler ja von anderen Motiven geleitet werden und Taktiken nach gewünschtem Spielverlauf und -ergebnis richtne.

Alles andere ist - wie du bereits sagtest - nicht verwertbar.
Da musst du aber längere Testreihen durchlaufen lassen, denn wer gerade ein Knöllchen bekommen hat wird in Spielen wie z.B. Black&White eher mal amoklaufen, als ein fröhlicher Mensch.

Zitat:
Wer viel Zeit online verbringe, sei auch im "echten" Leben nur noch auf der Jagd nach schnellen, leicht verdaulichen Informationshäppchen.
Wenn das stimmt, ist das durchaus zu verstehen. Der Computer ist ja für viele kein Werkzeug mehr sondern gewissermaßen eine Gehirnerweiterung. In Extremfällen wie bei Steven Hawking sogar ist er sogar das einzige Kommunikationsmittel. Computerspiele können als fremde Tagträume, das Internet als Gehirn und die Festplatte als unverzerrtes, aber kleines Langzeitgedächtnis angesehen werden. Mit diesen Teilen "verwachsen" wir je nach Nutzung mehr oder weniger: Vielschreiber tippen fast ohne über ihre Finger nachzudenken, Spieler versetzten sich in ihre Rolle und Surfer passen ihr denken der Netzstuktur an.
Da dieser neue "Teil unserer Selbst" eben sehr schnell viele Informationen liefert, die permanent speicherbar sind, brauchen wir das Kurzzeitgedächtnis mehr, um die Informationen sofort zu verarbeiten. Das Langzeitgedächtnis wird, wie kritisiert, outgesourced auf die Platte (ist ein Headcrash wie ein Hirtrauma?).
Auch Fähigkeiten wie das Kopfrechnen werden überflüssig, da wir vor unglaublich potenten Rechenmaschinen sitzen. Das heiße ich auch gut, denn wer Zeit auf diese Kleinigkeiten verwendet und dort Fehler macht, behindert sich bei größeren Aufgaben.
Daher: Warum ist eine Veränderung des Denkens/Seins hier als schlecht anzusehen? Wenn der Mensch, wie er sich rühmt, sich wirklich aus der Evolution ausgeklinkt hat, so macht er doch hier mit einem massiven Hirnausbau da weiter, wo die Natur aufgehört hat. <pathos>Dies ist gewissermaßen der Beginn des Cyborgzeitalters.</pathos>
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You shoot yourself in somebody else's foot.|Dann gabs da noch den Mathematiker der P?=NP in O(1) erklärte.
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Alt 13.04.10, 20:54   #10 (permalink)
 
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Zitat:
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Da musst du aber längere Testreihen durchlaufen lassen, denn wer gerade ein Knöllchen bekommen hat wird in Spielen wie z.B. Black&White eher mal amoklaufen, als ein fröhlicher Mensch.
Ich habe das Gefühl, du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das Knöllchen ist ein äußerer Einfluss, der "fröhliche Mensch" eine Charakterbeschreibung. Und auch fröhliche Menschen können Knöllchen bekommen. Ich würde es eher so formulieren:

Da musst du aber längere Testreihen durchlaufen lassen, denn wer gerade ein Knöllchen bekommen hat wird in Spielen wie z.B. Black&White eher mal amoklaufen, als einer, der gerade im Lotto gewonnen hat.
*korinthenkackermodus wieder aus*
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rami ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.10, 09:27   #11 (permalink)
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Hi,

Zitat:
Bei SpiegelOnline gibt es einen interessanten und recht ausführlichen Beitrag über die die Frage ob und wie moderne Medien wie Internet & Computerspiele unser Denken beeinflussen. Und wie immer gibt es sowohl positive, als auch negative Folgen. Spiele wie Tetris trainieren z. B. das räumliche Vorstellungsvermögen und Ego-Shooter verbessern die Multitasking Fähigkeiten der Probanden immens...
Nachteilig ist vorallem die sinkende Aufmerksamkeitsspanne, die möglicherweise eine Folge von TV-Konsum und Videospielen ist, sowie der Niedergang der Lesekultur, der für Defizite bei Sprachlogik und Wortschatz verantwortlich gemacht wird...
Ist das noch schon seit Jahren bekannt? Das mit den positiven und negativen Folgen hätte jeder von uns hier auch sagen können, ist schließlich ausnahmlos mit allem so. Und Beispiele hätten wir auch noch gefunden oder? Ich finds immer erstaunlich, dass die großen Wissenschaftler immer mal her kommen, das offensichtliche in einem Artikel niederschreiben und plötzlich isses wieder neu ^^ Ich hab über dieses "Problem" in den letzten Jahren soviel gehört ... irgendwie etwas ausgelutscht. (nichts gegen dich Tarantoga )

cu
serow
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Alt 14.04.10, 11:59   #12 (permalink)
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Zitat:
serow:
Und Beispiele hätten wir auch noch gefunden oder? Ich finds immer erstaunlich, dass die großen Wissenschaftler immer mal her kommen, das offensichtliche in einem Artikel niederschreiben und plötzlich isses wieder neu
Natürlich ist es nicht allzu schwer sich auszumalen das Tetris das räumliche Vorstellungsvermögen trainiert, darauf hätte vermutlich jeder kommen können der das Spiel schonmal gespielt oder zumindest gesehen hat. Im Unterschied dazu haben die Wissenschaftler nicht einfach nur Behauptungen aufgestellt, sondern Untersuchungen nach wissenschaftlichen Kriterien mit einer statistisch relevanten Anzahl an Probanden durchgeführt und ihre Thesen so belegt oder widerlegt. Das ist genau das was Wissenschaftler tun. Ausserdem müssen gerade bei diesem Thema, das die Auswirkungen moderner Medien auf unsere Denkmuster untersucht, langfristige Versuchsreihen durchgeführt werden - schliesslich ändern sich das Denken, bzw. das Bewusstsein nicht über Nacht. Ich finde es gut das die Forscher die Öffentlichkeit da mit mehr oder weniger regelmässigen Updates auf dem Laufenden halten...
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Alt 14.04.10, 12:08   #13 (permalink)
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Hi,

klar da hast du schon Recht. Die werden halt dafür bezahlt Sachen herauszufinden, die eigentlich keinen Mehrwert liefern. Naja wems Spass macht ^^

cu
serow
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Alt 14.04.10, 17:45   #14 (permalink)
 
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Zitat:
Da musst du aber längere Testreihen durchlaufen lassen, denn wer gerade ein Knöllchen bekommen hat wird in Spielen wie z.B. Black&White eher mal amoklaufen, als einer, der gerade im Lotto gewonnen hat.
*korinthenkackermodus wieder aus*
Mit "fröhlicher Mensch" meinte ich "in diesem Moment gut gelaunt". Rückblickend wars wirklich uneindeutig.
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