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SCO mit seinem "ersten Kunden"

Diskussion: SCO mit seinem "ersten Kunden" im Forum News & Ankündigungen, in der Kategorie Allgemeines; Anzeige Wie gestern zuerst News.com.com und später dann auch heise.de berichtete, hat SCO gestern nun endlich den ersten Kunden seines ...

Antwort
Alt 03.03.04, 12:33   #1 (permalink)
Rushjo
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Standard SCO mit seinem "ersten Kunden"

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Wie gestern zuerst News.com.com und später dann auch heise.de
berichtete, hat SCO gestern nun endlich den ersten Kunden seines zukünftigen
"Geschäftsmodell" präsentiert. Dabei handelt es sich um den amerikanischen
Hoster "ev1 Servers", hier. Dieser hat mit SCO einen Vertrag in unbekannter
Höhe abgeschlossen. Wieviele seiner ca. 18.000 Server nun durch SCO licenziert
sind, konnte man nicht erfahren. Dabei setzt "ev1 Servers" eigentlich als Haupt-OS
Microsoft Windows ein und ist doch auch einer der Vorzeige-Kunden. Nebenbei
wird noch "RedHat" verwandt und genau deren Einsatz wollte der Firmenchef laut
eigenem Bekunden "rechtlich" absichern. Aus Marketing-Sicht recht interessant
wurde diese Entscheidung am Tag vor der Eröffnung des "neuen Server Center"
bekannt gegeben(Kapazität bis 30.000 Server). Pikanterweise erfuhren die Kunden selber von
"ev1 Servers" erst durch einen Bericht auf "slashdot.com" und "news.com.com" von
dieser Entscheidung. Danach äusserte sich auch der Firmenchef ( alias HeadSurfer)
in offiziellen Board der Firma, hier. Hier argumentierte er, wer hätte dies ja alles nur zum "Wohl"
seiner Kunden gemacht, um Sie vor "rechtlicher Verfolgung" durch SCO zu beschützen.
Auch äussert er seine Anerkennung und Bewunderung für die OpenSource-Gemeinde,
der er nichts "schlechtes" will. Nur es sei nun mal eine "rein geschäftliche" Entschei-
dung. Wie die nachfolgenden Postings von User (bis jetzt schon über 7 Seiten) sehen
das die meisten Kunder anders. Bei den User geht die Diskussion mehr in die Richtung,
"ev1 Servers" hätte mit Ihrem Vertrag SCO "hoffährig" gemacht und die Entscheidung
hätte "Signalwirkung" für andere Firmen. Desweiteren würde SCO ja das Geld nutzen,
um andere "kleine" Firmen zu verklagen. Es taucht auch die Frage auf, warum denn
"ev1 Server" nicht einfach die Zusatz-Police von RedHat zum Schutz vor Klagen durch
SCO abgeschlossen hat? Und was bitte der "Nutzen" dieses Vertrages sein soll, das
SCO keinerlei Support oder Software oder Hardware liefert?!

Insgesamt gesehen, macht das so den Eindruck, als wenn sich "ev1 Servers" damit
selber ins Bein geschossen hat und nebenbei noch der OpenSource-Gemeinde in
den Rücken fällt. Und das alles unter dem Mantel "ich will ja nur das Beste für meine
Kunden".

[1] Quelle, news.com.com (english)
[2] Quelle, heise.de (deutsch)
[3] Offener Brief des Firmenchef mit anschliessender Diskussion, board.ev1servers.com (english)
[4] WebSite von "ev1 Servers", ev1servers.net (english)
http://news.com.com/2100-7344-5167825.html?tag=nl][5] Original Quell, slashdot.org (english)[/URL]

[NACHTRAGT]

Wie man nachlesen kann, verlangt SCO im Rahmen Ihres "Licenz IP" Programm
pro Linux Server mit einem Prozessor 699$. Dann würden Sie auch von einer weiteren
Strafverfolgun absehen. Weiterhin hat laut news.com.com SCO heute den
nächsten Kanditaten genannt, den Sie verklagen wollen. Dies sei der grösste
amerikanische Autoteile-Einzelhändler "AutoZone" mit über 3.000 Läden in den
gesamten USA. Ihnen wird von SCO vorgeworgen:

Zitat:
Zitat von news.com.com
"violated SCO's Unix copyrights by running versions of the Linux operating system
that contain code, structure, sequence and/or organization from SCO's proprietary
Unix System V code in violation of SCO's copyrights,"
Soll heissen, eine Urheberrechtsverletzung des Copyrights der Unix SCO's durch
den Einsatz eines Linux Betriebsystems, welches Code, Strukturen, Sequenzen
und/oder Organisation von Quellcode des SCO's Unix System V enthält. Sprich, die
verklagen mit dem Argument, sie würden überhaupt Linux nutzen. Nach dem Dafür-
halten amerikanischer Rechtsanwälte wird einer solchen Klage aber bis zum Ende des
grundliegenden Prozessen/Streits von IBM mit SCO eine Aufschubfrist eingeräumt.

[6] Quelle, news.com.com (english)

[/NACHTRAG]
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Alt 04.03.04, 10:21   #2 (permalink)
Rushjo
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Wie heise.de schon gestern berichtete, hat SCO nun auch Daimler-Chrysler
verklagt. Dies geschah aber nicht in Deutschland, wo SCO gerichtlich die Behaup-
tung, Linux habe Code von SCO geklaut, verboten wurde, sondern am Zweitsitz
des Autoherstellers in den USA (Michigan). In der Klageschrift wird "Linux" mit keinem
Wort erwähnt, aber der Vorwurf erhoben, Daimler-Chrysler hätte nicht pflichtgerecht
eine geforderte Selbstauskunft an SCO geschickt, inder es garantieren würde, das
keiner seiner Mitarbeiter illegaler Weise Code von SCO zu Linux transferieren würde.
Daimler-Chrysler hatte eine Zeitlang SCO Unix Cluster in der Autoentwicklung im Ein-
satz, ist dort nun aber auf Linux-Cluster umgestiegen. Weiterhin präzesiert heise.de
die Anschuldigungen SCO's gegen den US-Autoteile-Händler "AutoZone". Es wird
im vorgeworfen, nur mit Hilfe von Copyright-Verletzungen einen so "glatten" Umstieg
von SCO Unix auf Linux geschafft zu haben. Hierbei soll er sogenannte "shared library"
von SCO eingesetzt haben, um alte Programme auch unter Linux am Laufen zu halten.
Dieser Vorwurf wird von "AutoZone" zurück gewiesen mit dem Verweis:

Zitat:
Zitat des Chefentwicklers von AutoZone
...Seiner Darstellung nach wurde beim Wechseln des Betriebssystems mit
Bibliotheken gearbeitet, die von Autozone selbst entwickelt worden waren.
Autozone habe sich nicht auf kompliziertere Funktionen des zu Grunde liegenden
Systems verlassen, sondern selbst entwickelt. Das sei auch der Grund, warum der
Übergang so nahtlos vonstatten ging, so Greer.....
Zur Begründung der Klage heisst es in der Schrift von SCO:

Zitat:
Zitat aus der Anklageschrift
"Die Basis für diese Annahme von SCO ist die Präzision und Effizienz, mit der der
Wechsel auf Linux durchgeführt wurde, welche nahelegt, das Shared Libraries
benutzt wurden, damit alte Anwendungen unter Linux laufen konnten."
Diese Vermutung wird als "Begründung" der Klage genannt. Mehr nicht!

[1] Quelle, heise.de (deutsch)
[2] Quelle, heise.de (deutsch)

MfG Rushjo
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Alt 04.03.04, 11:18   #3 (permalink)
Moe
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Dem ersten Lizenznehmer laufen derweil die Kunden weg. Nach einem Thread im Forum der Firma EV1Servers zu urteilen, ist selbst die Microsoft Kundschaft verärgert über die Schritte von Ev1Servers.

Der 'Headsurfer', wie sich der Chef von EV1Servers selbst nennt, hatte zwar zuerst verzweifelt versucht, mit einem offenen Brief an die Kunden die Gemüter abzukühlen, doch dieser Brief ist so stümperhaft formuliert, das selbst einem Kleinkind die Zusammenhanglosigkeit und offentsichlich fehlende Argumente auffallen sollten. So sagt er zwar, das EV1Servers nur seine Kunden so gut wie möglich schützen möchte, im gleichen Atemzug spricht er aber davon, fest an die GPL zu glauben und sie zu unterstützen. Warum er dann aber mit dem Kauf der Lizenz von SCO ein Unternehmen bei der sinnlosen Klage gegen eben diese GPL unterstützt, das bleibt sein kleines Geheimnis.
Die Kunden jedenfalls warten auf keine weitere Antwort, bereits jetzt sollen nach unbestätigten Berichten 8% der Kundschaft von EV1Servers ihre Verträge gekündigt haben, um sich einen anderen Provider zu suchen. Sie wollen weder bei einer Firma, die SCO direkt unterstützt Kunde sein, noch möchten sie indirekt durch ihre Zahlungen selbst SCO unterstützen.

Andere Firmen sollten sich gut überlegen, was sie machen. Es könnte sie teuerer zu stehen kommen, als wenn sie die Lizenz nicht gekauft hätten.

Moe
__________________
In personal conversations with technical people, I call myself a hacker.
But when I'm talking to journalists I just say "programmer" or something like that.
Linus Torvalds

Lunar Linux
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Alt 03.04.04, 16:00   #4 (permalink)
Rushjo
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[Update SCO vs. Linux/IBM]

Okay, will ich mal einen kurzen Überblick für die Ereignisse des letzten Wochen im
Fall "SCO vs. Linux/IBM" als Zusammenfassung geben.

Nachdem "ev1" als erster grosser Kunde von SCO's "licensed IP program" bekannt
wurde, gab es von Zeiten vieler Linux-Anhänger starke Kritik über die Signal-
Wirkung dieser Maßnahme und den Schwachsinn dieser Maßnahme. Auch fanden
das wie weiter oben zu lesen, auch die wenigsten User/Kunden von "ev1" gut.
Die Mehrheit der Kunden versteht den Schritt nicht und erst Recht nicht, warum
"ev1" sich auch noch als Aushängeschild von SCO benutzen läßt. Die zum Teil ange-
kündigten Wechsel von Kunden zu anderen Provider traten laut "ev1" aber nicht
ein, sondern hielten sich im "normalen" Mass. Aber mittlerweile gibt selbst der Chef
von "ev1" Robert Marsh zu, das er diesen Schritt nicht noch einmal machen würde
und das es ein Fehler gewesen sei. Denn seiner Meinung nach sei damit "ev1" für
viele Linux-Anhänger zum "Feind Nr. 1" geworden. Die von SCO erhoffte Signal-
wirkung für "licensed IP program" bliebt nicht zuletzt aufgrund dieses Statements
von Robert Marsh aus. Momentan verdient SCO nicht mal annährend die erhofften
Gelder mit dem "licensed IP program". Als eine Reaktion des Linux-Lagers sei das
Posting von Fyodor an bugtraq zu nennen, hier, indem er nach Bekanntgabe des neusten
"nmap Releases" SCO ausdrücklich jegliches Recht an der Weiterverbreitung des
Produktes "nmap" im Zusammenhang mit SCO's Produkten verbietet.

Zitat:
Original Posting
SCO Corporation of Lindon, Utah (formerly Caldera) has lately taken
to an extortion campaign of demanding license fees from Linux users
for code that they themselves knowingly distributed under the terms
of the GNU GPL. They have also refused to accept the GPL, claiming
that some preposterous theory of theirs makes it invalid (and even
unconstitutional)! Meanwhile they have distributed GPL-licensed Nmap
in (at least) their "Supplemental Open Source CD". In response to
these blatant violations, and in accordance with section 4 of the
GPL, we terminated SCO's rights to redistribute any versions of Nmap
in any of their products, including (without limitation) OpenLinux,
Skunkware, OpenServer, and UNIXWare. We have also stopped supporting
the OpenServer and UNIXWare platforms.
Dies bezieht sich aber ausdrücklich nur auf die kommerzielle Verbreitung und verbietet
keinem SCO Kunden, sich nicht einfach "nmap" direkt von insecure.org down-
zuloaden. Die Reaktion von "Fyodor" ist die Einzige in dieser Art bisher und wurde innerhalb
des Linux-Lagers auch mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. Dabei wurden Meinungen
vertreten von "genau, man solle SCO den Vertrieb aller Produkte unter GPL verbieten,
wenn Sie die GPL nicht anerkennen" bis "ein solches Vorgehen würde nur die Anerkennung
von Linux als stabiles und konstantes Geschäftsmodell schädigen". Zum 1. April ver-
öffentlichte dann die holländische Firma "CristoN" eine Meldung,
wonach auch Sie eine "IP License" bei SCO erworben hätte. Die prompte Reaktion
von SCO auf diesen April-Scherz war ein Fax (nach schon 2 Stunden), worin SCO
"CristoN" aufforderte die Meldung zu entfernen, da sie nicht wahr sei und es SCO
aufgrund laufender Verfahren in den USA verboten sei, in Europa "IP License" zu treiben. Dann überraschte SCO am 30.April mit der Idee, das Gerichtsverfahren gegen
IBM teilen zu wollen. Laut SCO wurde damit die Fragen von übernommenen Code aus
IBM's AIX/Dynix-Distributionen in Linux und des gestohlenen Code von SCO's Unix V
Systems in den Kernel von Linux von der durch IBM aufgeworfenen Frage nach
"generellen Patentstreitigkeiten" getrennt werden. Diese "generellen Patentstreitig-
keiten" würden nur den Fortgang des Gerichtsverfahren "behindern". Als Ursache
für diesen doch relativ unerwartenen Schritt wird wiederum das nur schleppende
Geschäft mit den "IP Lizenzen" vermutet und die neue Ansichten des "ev1" Chefs
Robert Marsh. IBM antwortete darauf in viel ausführlicherer Form als erwartet
und bestätigte die "Copyright Verletzungen". Ausserdem führten Sie parallel dazu
neue neue Copyright Verletzungen von SCO in Gegenklage auf. Diese Gegenklage
basiert darauf, das SCO als "Caldera" zuerst die "GPL" anerkannte und damit auch
IBM's Produkte, die unter Schutz der GPL stehen, vertrieb und später einfach die
Anerkennung des GPL wiederabschaffte. Weiterhin stellte IBM in seinen Ausführungen
sehr "bildhaft" den Werdegang von SCO dar und warf abermal die Frage auf, ob
SCO überhaupt irgendwelche Unix-Rechte besitzen würde. SCO sieht sich ja als
ein mittlerweiles 25 Jahre altes Unternehmen und feiert daher dies Jahr auch "explizit"
25-jähriges Firmenjubiläum. Dies stellt IBM Alles in Frage. Am 1.April antwortete
IBM dann noch auf vor Gericht sehr direkt und unerwartet aggressiv mit einem
Antrag auf "Einstellung des Gerichtsverfahren von SCO vs. IBM" aufgrund von
"Nichtigkeit der Anschuldigungen" und dem Verweis, das SCO die Kosten für das
Gerichtsverfahren zu tragen habe. Auf diesen Antrag gibt es von Seiten von SCO
bisher noch keine Antwort. Am 2.April nun wandten sich die Chefs Darl McBride und
Chris Sontag in einem Interview mit der eWeek an die Öffentlichkeit und erklärten,
Ihrer Meinung nach sei der Fall "SCO vs. IBM" mit einer nicht-wörtlichen Abschrift
von Harry-Potter und/oder mit dem Fall "Vanilla Ice vs. David Bowie und Queen"
vergleichbar. "Yahoo! Buisness" veröffentlichte denn noch eine Zusammenfassung und ab-
schließende Geschäftsprognose für die Vorgänge von SCO der letzten Wochen,
dabei wurden. Darin faßt "Yahoo! Buisness" die Kursentwicklung von SCO zusammen,
sehr schön in dieser Grafik hier zu sehen. Beschreibt auch, das SCO ingesamt
ca. 3,4 Mio. Dollar ausgeben hat, um 20.000 Dollar an Einnahmen aus den "IP
Lizenz Programm" zu erhalten. Weiterhin wird noch kurz die Verbindung von Micro-
soft zu SCO beleuchtet. Microsoft hat über Umwege SCO ca. 50 Mio. Dollar für den
Kampf gegen Linux/IBM zu kommen lassen. Insgesamt ist es so, das SCO einen
Kurs von 3 Dollar pro Aktie vor dem Gerichtsverfahren hatte, im Herbst 2003 dann
einen Höchstand von 20 Dollar pro Aktie und mittlerweile immer mehr sinkt und bei
einen Kurs von unter 10 Dollar pro Aktie gelandet ist. Die Kursveränderungen werden
sehr unterschiedlich betrachtet. Pro-SCO-Gruppen sehen den fallenden Kurs als Reaktion
auf die viel zu späte Klage von SCO gegen IBM, wohingegen Contra-SCO-Gruppen
den fallenden Kurs als Zeichen sehen, das auch die meisten Investoren anfangen, die
Sinnlosigkeit und Aussichtlosigkeit des Gerichtsverfahrens "SCO vs. IBM" zu sehen.

[1] Quelle "SCO möchte Gerichtsverfahren teilen", heise.de (deutsch)
[2] Quelle "IBM erkennt CopyRight Verletzungen von SCO", heise.de (deutsch)
[3] Quelle "April-Scherze und Antrag IBM's auf Einstellung des Verfahrens", heise.de (deutsch)
[4] Quelle "ev1-Chef Robert Marsh bezeichnet IP-Lizenz-Kauf als Fehler", computerworld.com (english)
[5] Quelle "nmap Releases und Erklärung der Nicht-Nutzung-Erlaubnis für SCO", securityfocus.com (english)
[6] Quelle "CistroN April-Scherz mit SCO - Image", criston.nl (english)
[7] Quelle "Geschäftsprognose und Zusammenfassung von SCO", biz.yahoo.com (english)
[8] Quelle "Linux ist nur eine nicht-wörtliche Abschrift von SCO", slashdot.org (english)
[9] Quelle "Interview mit SCO Chefs über Gerichtsverfahren gegen IBM", eweek.com (english)

Na, dann schauen wir mal, was so noch weiter hier passieren wird.

MfG Rushjo
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Alt 24.07.04, 14:24   #5 (permalink)
Rushjo
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Wie heise.de mitteilt, hat die gerichtliche Entscheidung im Verfahren "SCO vs. Daimler-Chrysler" und die gleichzeitige Vertagung des Verfahrens von "SCO vs. AutoZone" das Geschäft von SCO mit sogenannten Antidot-Lizenzen entgültig zum Erliegen gebracht. Damit steigt der Wert der gerichtlichen Ausgänge des Verfahren "SCO vs. IBM" und "SCO vs. Novell". Dies ist momentan die einzige Möglichkeit für SCO doch noch wieder ins Geschäft mit Ihren Antidot-Lizenzen zu kommen, da Sie ja dem Großinvestor BayStar zugesichert hatten, nicht das "Klagen" als einzige Einnahmequelle zu betrachten. Hier hat nun SCO mit neuem Antwalt "ELF" (= Execute and Linking Format) als möglichen Beweis entdeckt. Dies wurde 1993 als Industriestandard von einem Gremiun mit IBM, Lotus, Microsoft, Watchom und auch SCO etabliert und unter "freier Lizenz" vertrieben. Dabei sieht sich SCO als Rechtsnachfolger von der damaligen Firma SCO, was zum Einem bis heute nicht gerichtlich bestätigt ist und zum Anderen beruht die Argumentation des Verstoss gegen Lizenzbestimmungen auf der schwammigen Aussage: "... die Lizenzbedingungen seien über Gebühr überstrapaziert wurden ...". Inwiefern sich ein amerikanisches Gericht auf eine solche Arguemtation einläßt, ist mehr als zweifelhaft. Hinzu kommt noch, das SCO selber bis mindestens zum Februar 2001 aktiv an der Implementierung von "ELF" in Linux mitarbeitete.

Und interessant geht es mit SCO weiter.

Wie heise.de heute berichtet, droht die "grosse" 25 Jahresfeier von SCO ein bisschen unterzugehen. Der Großinvestor BayStar hat von der amerikanischen Börsenaufsicht die Erlaubnis erhalten, seine Aktien in freihandelbare Aktien umzuwandeln und diese dann nach und nach auf dem freien Markt veräußern zu dürfen. Damit wäre die Kooperation zwischen BayStar und SCO beendet. Aber so einfach will sich dann BayStar, welches grosse finanzielle Verluste durch dieses SCO-Geschäft erlitten hat, nicht geschlagen geben und hat eine sogenannte Festellungsklage eingereicht, in der festgestellt werden soll, das SCO die Öffentlichkeit und insbesondere die Analysten von BayStar mit falschen Aussagen hinters Licht geführt hat, was dann erst zum Einstieg von BayStar bei SCO führte. Falls dies durch ein Gericht festgestellt werden würde, könnten BayStar SCO auf Schadensersatz verklagen, was unter Umständen das finanzielle Ende von SCO bedeuten könnte.

Jup, "SCO vs. Rest of The World" -- an never ending story....

MfG Rushjo

[1] Quelle "SCO vs Daimler-Chrysler", heise.de (deutsch)
[2] Quelle "BayStar will Klage gegen SCO einreichen", heise.de (deutsch)
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