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Schalldämmung durch Phasenverschiebung

Diskussion: Schalldämmung durch Phasenverschiebung im Forum Off topic-Zone, in der Kategorie Sonstiges; Anzeige Bei mir in der Nähe wird gebaut. Mit entsprechendem Lärmpegel. Nun habe ich mir folgendes überlegt: Aus der Physik ...

Antwort
Alt 25.10.09, 17:19   #1 (permalink)
 
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torsten Leistung: Facit NTK
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Standard Schalldämmung durch Phasenverschiebung

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Bei mir in der Nähe wird gebaut. Mit entsprechendem Lärmpegel.
Nun habe ich mir folgendes überlegt:

Aus der Physik ist bekannt, dass sich überlagernde Wellen z.B. verstärken oder auslöschen können.
Da der Schall nun relativ langsam ist, die Elektronen in meinem Rechner aber flott unterwegs sind, stelle ich mir die Frage, ob ich den Lärm nicht in Echtzeit "wegrechnen" kann.
Den ganzen Krach mit dem Mikro aufnehmen, durch den Rechner schicken und über die Boxen die ganze Sache zeitverschoben- also überlagert- wieder ausgeben. Dann müsste Ruhe sein.
Soweit der der Ansatz. Aber die Ausführung- keine Ahnung.
Vielleicht ein DJ-Programm oder so?
Wenn jemand eine Idee hat -her damit. So ca. 2m Ruhe um den PC herum würden reichen.

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Alt 25.10.09, 18:14   #2 (permalink)
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Weiterhelfen kann ich dir nicht, aber wenn du sowas implementiert und erprobt hast, dann werden sich Millionen Besitzer von TFTs, die bei kontrastreichen Bildern pfeifen, freuen.
Bis dahin empfehle ich Ohrstöpsel oder Kopfhörer.
t3rr0r.bYt3 ist offline   Mit Zitat antworten
   
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Alt 25.10.09, 18:19   #3 (permalink)
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Nützt nichts. Lärm kommt durch.
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Alt 25.10.09, 18:32   #4 (permalink)
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie funktionieren kann.
Vermutlich dauert alleine das Aufnehmen schon viel zu lange ...
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Alt 25.10.09, 18:51   #5 (permalink)
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Kannst dir auch einfach noise-cancellation Kopfhörer kaufen.
Am PC wirst du da nicht wirklich Erfolg haben weil einfach die Aufnahme nie genau dem entspricht was du hörst und du somit immer noch "lärm" hörst. Bei Kopfhörern wird halt das als Quelle genommen was du auch hören würdest und kann somit viel leichter bearbeitet werden.
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Alt 25.10.09, 19:00   #6 (permalink)
 
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du darfst nicht vergessen das hierbei eine doppelte analog<=>digital umwandlung geschieht.

Nämlich da wo dein Mikro das aufnimmt und da wo deine Boxen das wieder ausgeben.
Nun, ich nehme erstens an das dein Mikro sowie deine Umgebung keine Tonstudioqualität hat. Desweiteren würde die kleinste unkorrektheit in der zeitlichen Ebene bedeuten das du nur noch mehr Krach kriegst. Außerdem sind deine Boxen sicherlich nciht in der Lage das in eiiner solch hohen Auflösung wiederzugeben wie sie erforderlich wäre.

Außerdem, wie gesagt, durch 2 analog/digital umwandlungen geht eine menge der für dieses Vorhaben sehr empfindlichen Audioinformationen flöten.

Ich frage mich ohnehin wie das genau funktionieren soll.
Ja, sicher, wenn man zwei antisymetrische Schallwellen überlagert ergibt die Interferenz bei entsprechend richtigerer Amplitudenmodulation keinen Ton.

Aber, erstmal müsste dafür das System perfekt funktionieren, solche Zustände lassen sich sicher allerhöchstens in einem Tonstudio oder einer audioellen Forschungseinrichtung erreichen. Desweiteren müssten die Lautsprecher es perfekt schaffen ihre eigenen Schallwellen entsprechend der Quellwelle perfekt auszurichten. Mal ganz davon abgesehen das das ganze bestenfalls mit nullzeit verzögerung arbeiten müsste.

Du müsstest also z.B. das Fenster gleichzeitig als Lautsprecher nutzen und schon im Fensterglas die Inteferenz erzeugen um die Schallwellen zu "anullieren" ... nun, ja, in der Theorie ist das toll, in der Praxis quasi unmöglich.



.... lange rede kurzer sinn ...

Hol dir ausm Baumarkt Lärmschützer, kauf dir inEar Ohrstecker, steck die rein und deinen Lärmschützer rüber und du dürftest rein gar nichts von außerhalb mitbekommen.
Orniflyer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 19:26   #7 (permalink)
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Zitat:
Ich frage mich ohnehin wie das genau funktionieren soll. Ja, sicher, wenn man zwei antisymetrische Schallwellen überlagert ergibt die Interferenz bei entsprechend richtigerer Amplitudenmodulation keinen Ton.
Aber nur an einem Punkt. Ein Stück weiter gibt es nur mehr Lärm, dass mit der
Überlagerung funktioniert nur mit symetrischen Signalen (z.B. reine Sinuskurve) relativ effektiv.
Doch schon in einem Raum, in dem die Wände den Schall reflektieren,
ist es mit der Stille vorbei.

Gruss
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end4win ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 19:27   #8 (permalink)
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Zitat:
Hol dir ausm Baumarkt Lärmschützer, kauf dir inEar Ohrstecker, steck die rein und deinen Lärmschützer rüber und du dürftest rein gar nichts von außerhalb mitbekommen.
Ist sicherlich auch recht bequem .
Im Ernst, ich hab mal die Noice-Cancellation-Variante der Sennheiser PX 200 ausprobiert, und man merkt beim Ein/Ausschalten der Noise Cancellation, dass die Umgebungsgeräusche tatsächlich leiser werden - ganz kriegt man sie aber nicht weg. Ansonsten dämpft ein Kopfhörer an sich auch schon etwas - zaubert aber auch keine Stille her, wenn man gerade neben einem Bohrhammer steht.
Zitat:
Überlagerung funktioniert nur mit symetrischen Signalen (z.B. reine Sinuskurve) relativ effektiv.
Ich habe mir vom lokalen Militärflughafen erzählen lassen, dass sie genau das auf der Start/Landebahn einsetzen - wieviel davon wirklich wahr ist, kann ich nicht beurteilen.
t3rr0r.bYt3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 20:08   #9 (permalink)
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@Orniflyer
Meine Überlegung war, ca. 3 Micros zu nehmen.

Mich interessieren die unteren Frequenzen. So bis 100 kHz. Die Richtung dürfte sich dann schwer orten lassen.
Also das neue Signall über eine starke Bassbox zurückgeben. Die Schallwellen dürften in diesem Fall ziemlich lang sein. Wenn ich da um ein paar cm verschiebe, müsste ich was erreichen.

Nullzeit?- Kann meines erachtens nicht sein.
Die Phase muss ich ja bloss um ein paar Nanosekunden verschieben, um die gewünschte Interferenz zu erhalten.
Es gibt die Formeln, schnelle Rechentechnik usw.
Es will mir nicht einleuchten, dass man aus diesem Mix nichts machen kann.

Und Lärmschützer, Ohrstöpsel und dergleichen- ich kann nicht auf dem Rücken schlafen...

Welche Technik setzt denn Sennheiser ein? Boose hat die Dinger auch. Mit entsprechendem Preis natürlich.
Es geht also.
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Alt 25.10.09, 21:07   #10 (permalink)
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theoretisch ist es möglich und beim Millitär-Flughaven auch gut vorstellbar.

ich meine, auch mal gehört zu haben, dass es in Großbritanien (glaub ich) irgend ein Industrie-Gebiet / eine Firma /... gibt, wo die Schall-Dämpfung genau so funktioniert.

jedoch wird es mit simpler Heim-Anwender-Technik definitiv schwer werden...

ein erster Schritt wäre ein Betriebssystem mit Echtzeit-Kernel. Es bleiben jedoch immernoch Laufzeiten auf Kabel, in der Elektronik, Rechenzeiten sowie die schon genannten Fehler durch A/D und D/A-Wandlungen, welche die letztendliche spektrale Zusammensetzung des Signals beeinflussen und Reflexionen/Echos im Raum, welche wiederum das eigentliche Lärm-Signal überlagern...

Und auch wenn niedrige Frequenzen für den Menschen nicht ort-bar sind, so ist doch die Richtung entscheidend, damit der Effekt der Auslöschung überhaupt eintreten kann...
also ein weiterer Punkt, der es schwer macht...

Wenn der Lärm jedoch durch die Reflexionen aus allen Ecken kommt, kannst du ihn schwer überlagern...

einzige wirklich erfolgs-versprechende Möglichkeit, wie ornyflyer schon sagte, wäre das abgreifen ab Fensterscheibe und gleichzeitig das in-schwingung-setzen der Scheibe...

mit Bass-Boxen in 'nem Zimmer und an 'nem normalen Heimanwender-PC dagegen, wirst du absolut nichts ausrichten können...

bräuchtest also wenigstens Körperschallwandler, Berechnung über ein kleines kompaktes Gerät (z.B. embedded System mit Real-Time-Kernel / DSP (digitalen Signal-Prozessor)) und Kabel-Längen gegen Null, damit wenigstens eine kleine Möglichkeit besteht, dass das geht...
beavisbee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 21:32   #11 (permalink)
 
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alles in allem wären schallschutzfenster sicher die bessere lösung ...
Die kosten sicherlich ihren Teil sind aber halt ihr Geld in der Hinsicht wert. Da kommt nichts durch. Gut, die Wände müssten auch dementsprechend geschützt sein damit auch der ganze Raum schalldicht würde. Aber i.d.R. sollte das Fenster für den Großteil der eindringenden Störgeräusche verantwortlich sein. Hausübliche Wände schlucken eigentlich schon ne gute Menge Schall. Sollten die Wände jedoch eine hohe Schalldurchlässigkeit haben ... nun, irgendwann ist halt der Kosten/Nutzen Faktor überschritten. Und eine gesamte Hausrenovierung ist sicher nicht der Sinn der Sache.

Ne wirklich ... so wie du gesagt hast störts dich beim schlafen. Ich glaube das es sicherlich gesetze gibt die Lärm zu Nachtzeiten verbieten (der nicht durch jegliche Art von Verkehr verursacht wird) Ruf mal bei der Stadtverwaltung an und reiche eine Beschwerde ein wenn dem so ist.

Ob das was bringt sei mal dahingestellt ... man kann ja sich ja auch bei einem entsprechend spezialisierten Anwalt erkundigen und wenn da wirklich Rechte eingeschnitten werden (wie z.B. die Nachtruhe) dann gibts sicher mögliche Schritte

Ich kenne einen solchen Fall. Da wurden irgendwelche Bauarbeiten vorgenommen und eines Tages stand ein Staatsanwalt vor der Baustelle und hat da mit irgendwem geredet und plötzlich war jeden abend Ruhe.
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Alt 25.10.09, 21:33   #12 (permalink)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Antischall

Dein Nachbar wäre von deiner Anlage nicht begeistert.

Gruss
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end4win ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 22:22   #13 (permalink)
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Bei mir geht der Krach über die Fundamente, Trennwände, Decken usw. Und ich arbeite im Schichtdienst. Das ist das Problem.

Na ja, das Frequenzspektrum wird wohl wirklich zu gross sein, um es einfach auslöschen zu können.
Hatte Vibrationen und solche Sachen schon mit einbezogen. Aber die hier genannten zusätzlichen Komponenten... Mist.

Aber Dank an alle für die Tipps und Überlegungen. Werde trotzdem mal weitergrübeln.

Wenn ich den Nobelpreis in Physik habe, gebe ich Bescheid
Oder jemand kommt mir zuvor...
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Alt 25.10.09, 22:55   #14 (permalink)
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Registriert seit: 29.10.01
Golgotha Leistung: Z3
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Thorsten meinte:

Zitat:
Wenn ich den Nobelpreis in Physik habe,
gebe ich Bescheid
Oder jemand kommt mir zuvor...
Dein Projekt wäre sogar machbar.

Nur --
Hast Du Lust mit einem Motorradhelmähnlichen
Gebilde ins Bett zu gehen?
Mit Lautsprechern im Raum geht's nähmlich nicht,
da Du beim Schlafen dauernd Deine Lage im Raum
veränderst und der steuernde Signalprozessor ja nichts davon "weiss".
Das geht nur, wenn Du nen Kopfhörer mit "angeflanschten" Mikrofonen
auf dem Kopf hast.

Oder ein entsprechendes "Tracking System"

golgy.
__________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Wirklich relevante informationren sind für's Auge unsichtbar!
Golgotha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.09, 23:22   #15 (permalink)
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Das "Gebilde" will ich halt eben nicht. Das ist es ja.

Dann nehme ich zu den drei Micros, die den Krach orten, nocheinmal drei von den Dingern.
Die können dann mein Schnarchen triangulieren und die Stellmotoren für die Lautsprecher ansteuern. Könnten sogar langsame Servos sein. Bewege mich ja nicht mit Schallgeschwindigkeit.

Und da kommt der Schlips ins Rad. Unüberschaubare Frequenzen, Resonanzen, Eigenschwingungen, Echos usw. Jeder Frequenzgang muss zeitnah analysiert, verschoben und ausgegeben werden.

Das es schwierig ist, war mir klar. Aber mit solchen Dingen habe ich nicht gerechnet.
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