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Rechner der Zukunft?

Diskussion: Rechner der Zukunft? im Forum Science & Fiction, in der Kategorie Off topic-Zone; Anzeige Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, wie unsere Rechner in 10 Jahren aussehen werden. Ich lasse mal Quantencomputer ...

Antwort
Alt 15.03.08, 20:08   #1 (permalink)
 
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torsten Leistung: Facit NTK
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Standard Rechner der Zukunft?

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Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, wie unsere Rechner in 10 Jahren aussehen werden.
Ich lasse mal Quantencomputer usw. ausser betracht. Diese Frage stellt sich sicher erst in einigen Jahrzehnten.

Google beherrscht das Internet, Microsoft die Home-PCs. Auf Dauer wird jemand die Vormachtsstellung übernehmen.

Folgende zwei Szenarien kann ich mir vorstellen:

1. Microsoft: Der Chipindustrie gelingt es, die bis jetzt bekannten Probleme zu lösen (Überhitzung, Abstand und Grösse der Leiterbahnen auf dem Prozessor z.B.) Dann haben wir ultraschnelle Rechner. Bloss, wer braucht die Dinger? Damit man eine DVD vielleicht in einer Minute rippen kann (rippen=Sicherungskopie :P )? Wenn ein Prozessor dann vielleicht so viele Kerne hat, die unser jetziges Denken übersteigen, was soll ich damit, und wie soll ich das bezahlen?

2.Google:Die Internetverbindungen werden immer schneller. ADSL als Beispiel.
Google baut dann "Supercomputer" mit einigen 1000 CPUs und genügend Reserven. RAM und Speicher satt!- für jeden. Und betreibt diese Rechenmonster als Server. Dank meiner- dann sicher noch schnelleren- Internetverbindung kann ich dann ein Betriebssystem und Anwendungen installieren. Ich brauche dann keinen Home-PC. Terminal, Tastatur und Bildschirm reichen.Das Internet wird zum Intranet. Ich bin auf meinem Teil des Servers zwar Root, aber man kann mich ausspionieren. Beispiel- Google-Mail. Gezielte Werbung nebenbei.

Irgendwie behagen mir beide Vorstellungen nicht.
Mal so am Rande- Google-Aktien sind nur an US-Amerikaner verkäuflich...

Vielleicht kommt eine ernsthafte Diskussion zu stande. Besserwisser- ausser den Mods natürlich -bleiben aussen vor. :rolleyes:

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Alt 15.03.08, 20:23   #2 (permalink)
 
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Zitat:
Bloss, wer braucht die Dinger?
Zitat:
Bill Gates
640kB Speicher sind für jeden bei weitem genung
(In etwa, der Wortlaut stimmt sicher nicht)

Wenn man sich vorstellt, was ein Computer vor 10 Jahren alles erledigen konnte und was heute alles möglich ist, so ist diese Frage einfach zu beantworten: Für Dinge, für die du heute noch ein eigenes Gerät benötigst, oder Dinge, die du dir heute noch gar nicht vorstellen kannst. Oder war es vor 15 Jahren denkbar Filme in PAL Qualität in endlicher Zeit am (Home-) PC zu bearbeiten?
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Alt 15.03.08, 20:48   #3 (permalink)
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Standard RE: Rechner der Zukunft?

Zitat:
Original von torsten
Dank meiner- dann sicher noch schnelleren- Internetverbindung kann ich dann ein Betriebssystem und Anwendungen installieren. Ich brauche dann keinen Home-PC. Terminal, Tastatur und Bildschirm reichen.
Das gibt es doch jetzt schon.
OS und Anwendungen übers Internet installieren ist unter Linux seit mindestens 10 Jahren Standard.
Man kann auch eine Art Terminal-Server mieten, wo man sich (ich glaube sogar per Browser) einwählt, und eine komplette Windows- oder Linux-Umgebung zur Verfügung hat.



Die Rechner, die man heute so im Laden standardmäßig angeboten bekommt, sind meistens überdimmensioniert. Da Arbeitet Microsoft Hand in Hand mit der Hardwareindustrie zusammen. MS bringt ein neues OS raus, schon muss man seinen Rechner aufrüsten oder sogar neu kaufen, dem ahnungslosen User wird vorgegaukelt, er bräuchte das alles. Die Leute kaufen sich DualCore-CPUs und mehrere GB Ram um im Internet zu surfen, Mails abzurufen und ab und zu ein Brief zu schreiben. Das ist so, als würde man sich einen Ferrari kaufen, und dann damit maximal 30 km/h fahren.
Für Zocker, professionelle Bild- und Video-Bearbeiter mag das noch sinnvoll sein, aber für die Meisten User eben nicht. Wobei mittlerweile viele Spielehersteller an der Zukunft des PCs als Spielzeug zweifeln (und das nicht ganz zu Unrecht).


Ich hab das bei mir gemerkt. Früher, als ich noch gezockt hab, hab ich regelmäßig meinen Rechner aufgerüstet. Irgendwann hörte ich damit auf, und die Intervalle wurden länger. Mittlerweile nutze ich Linux, und meine CPU läuft gedrosselt auf ca. ? ihrer Leistung und mein RAM ist nicht mal zu 20% ausgelastet. Ich weiß nicht, wann ich mir das nächste mal neue Hardware kaufen werde, sofern nichts kaputt geht.
Aber wie gesagt, die Industrie schafft es immer noch dem User vor zumachen, dass er immer neuen Kram braucht, und daher wir das erst mal so weiter gehen.
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Alt 15.03.08, 21:10   #4 (permalink)
 
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Die Speicherriegel werden ins unermässliche wachsen. Aber eben wer braucht das noch? Jeder wird Crysis auf den höchsten Einstellungen spielen können. Doch auch die Spieleindustrie denkt zurzeit immer mehr an Konsolen. Kein Wunder, die Umsätze in der amerikanischen Konsolebranche betragen ~ ein Vierfaches der Umsätze der Computerspieleindustrie.

Alles deutet darauf hin, dass Konsole und PC zusammenwachsen werden.

Auch mag "Rechner der Zukunft?" vielleicht schon der falsche Topicname sein, manche hätten es sogar "Freund der Zukunft" getauft. Denn nicht nur die Hardware wird besser (teurer) und niemand braucht soviel. Auch die Softwareindustrie erstellt immer bessere Produkte, KI lässt grüßen.

Es wird nur mehr von Quibts statt bits gesprochen werden.
Aber wenn man sich die heutigen Super-Server anschaut, kann man sich die Ausmaße der Computer in 10 Jahren wohl kaum vorstellen. Wer weiß Terra- oder sogar Peta-Bit-Lan,...

Ich glaube das sagt es wohl am besten:
"Alles ist möglich"

So meine Meinung
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Alt 15.03.08, 21:13   #5 (permalink)
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Deine DSL-Leitung ist so schnell wie Dein IDE-Kabel zwischen Mainboard und Festplatte. Mal so angenommen- wir sind ja in der Zukunft.

Kaufst Du dir die dann die Hardware selbst, oder nimmst Du die, die Dein Server Dir bietet?
Software- "... by Google", -keine Linux-Distri- kannst Du jederzeit installieren oder nachinstallieren, wie zu hause.

Alles ist gleich schnell, der Flaschenhals ist bloss die Übertragungsgeschwindigkeit.
Entweder zwischen

-Mainboard und Festplatte oder
-Terminal und Server

Angenommen: IDE= DSL= Transferrate

Speicher hast Du bei Google und Deinem PC ausreichend. Und weiter?

PS: Qbits liefert ein Quantencomputer, die wollte ich aussen vor lassen
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Alt 15.03.08, 21:18   #6 (permalink)
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Zitat:
Original von benediktibk
Wenn man sich vorstellt, was ein Computer vor 10 Jahren alles erledigen konnte und was heute alles möglich ist, so ist diese Frage einfach zu beantworten: Für Dinge, für die du heute noch ein eigenes Gerät benötigst, oder Dinge, die du dir heute noch gar nicht vorstellen kannst. Oder war es vor 15 Jahren denkbar Filme in PAL Qualität in endlicher Zeit am (Home-) PC zu bearbeiten?
In diese Richtung habe ich auch mehr oder weniger gedacht . Wenn man sich die letzten 10 Jahre vor Augen führt - da war noch z.B die Werbung von Intel für MMX als "Multimediafeature" in Form von interaktiver Lexika - der menschliche Körper in 3D usw. - eigentlich war das aus vorgerendeten Videos zusammengestellt weil die Leistung von 200Mhz für eine anständige Echtzeitdarstellung einfach nicht ausreichte.

1998 war ich mal einer der glücklichen, die 64MB in seine Kiste gesteckt hat. Ich glaube, damals hatte Yahoo das "Suchmonopol".
1999 - hab noch paar alte CDs mit Redhat 6 und Susi 7. Windowsmonopol wurde kritisiert, Linuxdistis in einigen Zeitschriften samt kleiner Installationsanleitung verteilt (wohlgemerkt: auf einer CD "alles was ein User braucht": Office+paar Programme - Inet zum Nachladen war da noch recht rar).
Im selben Jahr kaufte sich ein Bekannter (wohl zusammen mit dem Vater) Zip Laufwerk zum sichern, da CD-Rohlinge noch teuer waren (~10 DM), von Brennern ganz zu schweigen.
2000: 3-4 Leute in meiner Klasse hatten Internet zu Hause. Und einer sogar über ISDN (ganze 6KB ). Im Folgejahr wurde der Anschluss zu einer Flat umgewandelt (ISDN Flat, versteht sich). Filme gab es IMMERNOCH auf Kasetten.

Und so weiter. Das sollte kein nostalgisches Geschwafel sein, aber ich gebe benediktibk Recht: viele Sachen waren frühre einfach unvorstellbar oder "unnötig".

Was die Rechner angeht, erwarte ich nichts Bahnbrechendes. Aber viele kleine Verbesserungen. Wenn man nur daran denkt, dass vor 10 Jahren 15' CRT (800x600) noch normal waren. Und damit ließ es sich sogar arbeiten (da die meiste Software darauf ausgelegt war).
Und DVD ist doch deutlich komfortabler und großräumiger als CD. Und Eclipse als IDE deutlich komfortabler als TurboPascal/VB IDEs. Und HD-DVD schaut ja besser aus als DVD ...

Eigentlich bezahlen wir für komfortable Software (und schnellere Softwareentwicklung) mit Rechenleistung.
Und dank gesteigerter Rechenleistung und Bandbreite können auch sehr viele sinnvolle Dienste angeboten werden - einfach mal auf dem Handy einen Fahrplan zusammenstellen, Kinoprogramm (samt Trailer) vor dem Kinobesuch anschauen, von zu Hause arbeiten/lernen/recherchieren. Egal wie unzuverlässig - wenn ich Wikipedia mit meiner Encarta 99 vergleiche, dann gewinnt Wikipedia haushoch - vor allem in technischen Dingen und als Recherchestarthilfe. Oder erinnert sich noch jemand daran, wie man auf Telefonautomaten als Kommunikationsmittel angewiesen war? Oder dass man jemanden nur erreichen konnte, wenn er zu Hause vor seinem Telefon saß? Vor 10 Jahren als Normalanwender "rote Augen" in den Fotos wegmachen (wobei das noch ging, es gab ja Scanner) oder gar Privatvideos zusammenschneiden, untertiteln oder aufhellen/Störungen beseitigen? Im Wohnzimmer die neusten News/Kinokritiken und Wetterbericht der eigenen Stadt ansehen oder mit Kollegen neue Ideen austauschen? Die eigene Film/Musiksammlung innerhalb von Sekunden durchsuchen und im Wohnzimmer ausgeben?
Ebay, soziale Netzwerke und Instant Messanger gehören genauso dazu.

Was die Suchmonopole angeht: vielleicht kommt doch noch jemand? Vor 10 Jahren konnte sich auch niemand einen Neueinsteiger vorstellen. Vor genau 10 Jahren existierte Googleseite noch nichtmal.
Visionäre Sichten sind keine einfache Angelegenheit. Ich vermute mal, dass alles noch mehr miteinander zusammenwächst und die Hardware an sich kleiner wird. Programmkomplexität wächst in Richtung Komfort und Benutzerfreundlichkeit.
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CDW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.08, 21:40   #7 (permalink)
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Zitat:
Original von CDW
Eigentlich bezahlen wir für komfortable Software (und schnellere Softwareentwicklung) mit Rechenleistung.
Das trifft nicht wirklich zu. Den hohen Ressourcenverbrauch haben wir viel Klicki-Bunti und schlechtem Code zu verdanken. Das kann man prima am Vergleich zwischen XP und Vista sehen. Welchen Nutzen bietet Vista dem Enduser mehr als XP (als OS)? Im Endeffekt machen die User mit Vista genau das Gleiche, was sie schon mit XP gemacht haben. Was rechtfertigt dann den immensen Ressourcenhunger von Vista? Es sieht vielleicht schöner aus, aber das ist fürs Arbeiten irrelevant.

Und wenn ich dann weiter vergleiche zwischen XP und Linux, ist hier wieder ein großer Graben, was Ressourcenhunger anbelangt. Wenn mein System (Debian Lenny Testing mit Gnome) geladen ist, verbraucht es nicht mal 200 MB Ram. Wenn ich xfce als GUI nehme, komme ich gerade auf 100 MB. Meine CPU (DualCore) läuft fast immer mit 1 GHz (wird nur auf 2,4 GHz hochgefahren, wenn es nötig ist). Und mit meinem System kann ich mindestens genau so gut surfen, Mails verschicken, Musik hören und Briefe schreiben.

Wenn ich mit meinem Linux genau das Gleiche machen kann, wie mit Vista (oder XP), Vista aber ein Mehrfaches an Ressourcen benötigt, nur damit es selbst läuft, kann es nicht an der Komfort liegen.
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Alt 15.03.08, 21:43   #8 (permalink)
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Ich betrachte Google nicht nur als Suchmaschine.
Sondern Google und Microsoft als Konkurrenten. Beide allerdings auf einer anderen Ebene.
Und Google greift schon mächtig auf die Home-PCs zu. Toolbar mit Suchindex, und diesen dann auf eben googleeigenen Servern zwischenspeichern.

Und will oder wollte Microsoft nicht Yahoo kaufen?

Mein erster Rechner war ein KC87.3. 1987 war das Baujahr. Integriertes Diskettenlaufwerk!!!

Hätte sich die Autoindustrie so rasant entwickelt, könnte man wahrscheinlich jetzt mit 5 Litern Hubraum und 1000 PS
mit 200ml Sprit den Erdball umrunden.

Stimmt schon, nichts ist unmöglich. Ich frage mich bloss, wo sind wir in vielleicht 15 Jahren
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Alt 15.03.08, 22:19   #9 (permalink)
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Zitat:
Original von GambaJo
Das trifft nicht wirklich zu. Den hohen Ressourcenverbrauch haben wir viel Klicki-Bunti und schlechtem Code zu verdanken
...
Und mit meinem System kann ich mindestens genau so gut surfen, Mails verschicken, Musik hören und Briefe schreiben.
Und jetzt setze ich noch meinen Win2k Rechner mit 500Mhz AMD K6-2, 160 MB Ram, der genauso flüssig surfen, Musik abspielen und Emails versenden kann
Schwierig wird es allerdings, wenn Eclipse/OpenOffice usw gestartet werden sollen. Die Software aus der damaligen Zeit läuft dagegen perfekt.

Es geht nicht nur um das OS. Es geht auch um viele Zusatzprogramme die sonst wohl eher nie fertiggestellt worden wären oder zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis (auch opensource Software). Was ist "schlechter" Code ? Was ist "guter" Code? Der schnell ist oder der sich schnell entwickeln und warten lässt? Softwarekomplexität ist in den letzen Jahren deutlich gestiegen. Und hier wird imho Zuverlässigkeit mit Rechenleistung gekauft - sprich: Frameworks und Libs und Wrapper nutzen, mehr von der Hardware abstrahieren und dafür robustere und wartungsfreundliche Software erhalten. Und das kostet wiederum Speicher sowie Rechenleistung.

Klicki-Bunti gehört nun mal zum Komfort und Benutzerfreundlichkeit. Susi 10.3 braucht auch einiges an Leistung. Genauso wie XY-buntu und viele Distis "von der Stange".So abwertend sollte man es nicht betrachten, nur weil man es nicht braucht. Schließlich nutzen hier auch viele den KDE und nicht XFCe, obwohl sie beide GUIs kennen

Erst die Masse der Anwender macht die Hardware günstig und auch Software ist meistens erst dann verfügbar, wenn eine gewisse Menge Interessierter vorhanden ist.
Ich gebe Dir Recht, dass die meiste Hardware heutzutage (wie eigentlich schonlange) für Heimandwender einfach überdimensioniert ist. Aber eine gewisse Anforderung an mehr Leistung ist nunmal da. Und ich finde es gut, dass die vorhandene Leistung wenistens dann von der Software ausgenutzt wird - sprich, dass mein Eclipse mir mal eben die Dokumenation und sinnvolle Ergänzungsvorschläge einblendet, Thunderbird die Junkmails ausfiltert und mehrere Ansichten vorhält und diese Software auch rege weiterentwickelt wird, _weil_ die Autoren nicht so sehr auf die Hardwarelimits schauen müssen (was bei 100Mhz/128 MB Begrenzung sicherlich ein Thema wäre). Aber das artet doch zu sehr ins OT aus
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Alt 15.03.08, 22:28   #10 (permalink)
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Zitat:
Wenn mein System (Debian Lenny Testing mit Gnome) geladen ist, verbraucht es nicht mal 200 MB Ram.
Dann machst du was falsch. Bei mir benutzen Ubuntu & Gentoo fast den kompletten RAM - Cache eben.

Zitat:
Den hohen Ressourcenverbrauch haben wir viel Klicki-Bunti und schlechtem Code zu verdanken
Ressourcensparender Code muss nicht zwingend "gut" sein. Mal im kommerziellen Umfeld gedacht, der Großteil der Kosten bei einem Softwareprojekt steckt in der Wartung. Da nimmt man gerne in Kauf, dass die Software evtl etwas langsamer läuft, etwas mehr RAM braucht usw, wenn der Code les- und wartbar geschrieben ist.
Viel mehr regt mich auf, dass der Großteil der Software "secure by accident" ist, und nicht "secure by design".

Zitat:
Wobei mittlerweile viele Spielehersteller an der Zukunft des PCs als Spielzeug zweifeln (und das nicht ganz zu Unrecht).
Ich warte sehnsüchtig drauf, dass man immer mehr Cores verbaut statt die Leistung einzelner Cores zu pushen, und dann endlich anfängt, Software ordentlich zu parallellisieren (Stichwort funktionale Programmierung ). Die Konsolen-Industrie erlebt gerade diesen Wandel, und am PC wird das auch kommen. Ein kleiner Vorgeschmack ist bereits da, mittlerweile setzt man auf eher mittelmäßig getaktete Dual- und Quadcores, statt übelst aufgebohrte Singlecores.
t3rr0r.bYt3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.08, 22:30   #11 (permalink)
 
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Zitat:
Ich betrachte Google nicht nur als Suchmaschine.
Das tut wohl einer des sich mit dem Google-"Monopol" auskennt, keiner mehr. Speichern der Suche verschiedener User, Auswerten,.... Privatsphäre unbekannt. Natürlich ist das nicht nur bei Google so.

Zitat:
Und will oder wollte Microsoft nicht Yahoo kaufen?
Erledigen sie wahrscheinlich gerade.


Zitat:
Wo sind wir vielleicht 15 Jahren?
Viel interessanter finde ich wo liegen endgültig die Grenzen?
Supraleiter werden heiß erforscht, wer weiß vielleicht entdeckt man etwas schnelleres als Licht (ich weiß, ich weiß Einstein behauptete was anderes, aber wer weiß was alles möglich ist (wahrscheinlich keiner, denn sonst gäbe es diesen Thread überhaupt nicht )).

Meiner Meinung kann und wird Google und Microsoft nicht das Maß der Dinge sein. Aber 15 Jahre überlebe ich voraussichtlich schon noch (man solls ja nicht verschreien), dann mal sehen was kommt.
shadowrunner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.08, 22:33   #12 (permalink)
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Ich denke, dass die Anzahl der Kerne pro CPU steigen wird. Wenn ich daran denke, dass vor noch nicht allzulanger Zeit das Hyperthreading von Intel eine absolute Sensation war und heute ein DualCore schon normal ist.

Meiner Meinung nach wird Microsoft das "Monopol", welches sie zur Zeit bei den Betriebssystemen haben nicht mehr sehr lange haben, wenn sie so weiter machen, wie zur Zeit. Microsoft ist oder war einfach zu stark mit sich selbst beschäftigt, und hat Opensource nicht als wirkliche Alternative zu ihren Systemen angesehen. Aber wenn man sich die Linuxdistris heute ansieht, die GUI ist sehr ähnlich zu der von Microsoft, zumindest bei einigen Distris. Immer mehr Menschen sehen, dass es noch andere, komfortable Alternativen zu Windows gibt.

Gruß,
justj
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"Und die See wird allen neue Hoffnung bringen,
so wie der Schlaf die Träume bringt daheim."
- Christoph Kolumbus
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Alt 15.03.08, 23:05   #13 (permalink)
 
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Zitat:
Ich denke, dass die Anzahl der Kerne pro CPU steigen wird.
Intels Roadmap sieht momentan nicht danach aus. Wobei ich aber glaube gelesen zu haben, dass sie bereits mit experimentellen CPU's arbeiten, die bedeutend mehr Kerne besitzen (Dementsprechend auch größer sind).
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Alt 15.03.08, 23:35   #14 (permalink)
 
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Zitat:
Intels Roadmap sieht momentan nicht danach aus.
Für den Desktopbereich nicht aber einen entsprechenden Xeon wird es mit 8 Cores geben.
Dafür wird aber Hyperthreading wiederkommen.

Über die Zukunft von Computern hab ich vor kurzem was bei Golem gelesen.

Im Serverbereich wird alles mehr auf Virtualisierung hinauslaufen unzwar aus dem Grund der Hardwareunabhängigkeit.

Wie die Zukunft des PC's ausssieht? Ich denke Verkleinerung spielt da eine große Rolle und SSD's werden sich durchsetzen.

Datenträger wie Diskette, CD/DVD, Usb Sticks, Blu-Ray usw. werden im laufe der Zeit mit immer besserer Netzanbindung mehr und mehr verschwinden.

Naja ansonsten kann sich da halt nur überrachen lassen.

mfg
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Alt 16.03.08, 16:29   #15 (permalink)
 
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OK, zwischendurch mal ein bißchen philosophieren...

Ich hatte zwischen den 1980 und heute die Rechnerentwicklung miterlebt und empfinde die letzten Jahre davon etwa so:

1. Die exponentielle Hardware-Entwicklung ist etwa kurz nach 2000 abgeknickt. Die allerneuesten Rechner heute laufen vom Takt her nicht mehr als doppelt so schnell wie mein 2000er Rechner, der noch immer mein täglich genutzter Hauptrechner ist.
Die Vergrößerung der Leistung geht seitdem zu einem guten Teil einher mit einer Vergrößerung der Verlustleistung. Und DIE KANN aus Umweltgründen nicht mehr wesentlich gesteigert werden. Es wird - da bin ich SICHER - nicht mehr dazu kommen, daß jeder Bürger einen Kilowatt-PC zu Hause zu stehen hat. Auch wenn die Dinger schon zwei Jahre lang keine Zukunftsmusik mehr sind. Es ist einfach nicht mehr tragbar. Und wenn der Verstand von Egoismus und Geltungsgier dabei noch zugemüllt wird, wird er spätestens von den Haushaltsfinanzen (wenn die Energiekosten im Laufe der Abschreibungsfrist die Herstellungskosten mehrfach überschreiten) auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Natürlich wird es weiter Verbesserungen geben, die aber immer mehr ins marginale abdriften statt exponentiell zu klotzen. Materialänderungen, Änderungen der Technologie zur Materialberarbeitung und eventuell auch irgendwann mal einsetzender "richtiger" Erfahrungsaustausch (statt nur Industriespionage) zwischen den großen Halbleiterschmieden werden immer wieder das Setzen neuer Rekordmarken ermöglichen. Aber nichts einschneidend sensationelles mehr.

2. Quantenrechner sind immer noch auf absehbare Zeit akademische Spielereien. Die Aufwände, die notwendig sind, um extrem wenige, einzelne Quantenzellen zu erzeugen und zu betreiben, ist gleich Milliardenfach so viel an Volumen und an Energie, wie gängige Halbleitertechnik für dasselbe Ergebnis benötigt. Also absolut indiskutabel.

3. Die Geschwindigkeit zwischen LOKALEN und NETZ-Datenleitungen wird IMMER unterschiedlich sein, weil sich deren Länge und Aufwand immer um viele Zehnerpotenzen unterscheidet. WENN es einen Fortschritt in der Technologie zur Datenübertragung auf LANGEN Leitungen gibt, DANN läßt sich dieser Fortschritt AUCH nahezu IMMER für kurze Datenleitungen anwenden (und umgelehrt) und führt bei denen genauso zu einer Erhöhung der Übertragungskapazität. Zusätzlich wirkt, daß man im lokalen Bereich IMMER Datenleitungen trivial bündeln kann und damit ganz von allein ein bis zwei Zehnerpotenzen Geschwindigkeitsvorteil erhält.

Die Erfahrung bisher zeigt: WANN IMMER in der gesamten Computergeschichte es eine Beschleunigung der Geschwindigkeit im Netz gegeben hatte, gab es genauso Beschleunigungen in den lokalen Bussystemen und erst recht Beschleunigungen innerhalb der Chips. Das Verhältnis ist derzeit in etwa (für Otto Normalverbraucher):

10 MB/s global vernetzt
1-10 GB/s PCI- und RAM-Bus
100-1000 GB/s Chip-Bus

Sicherlich wird es die eine oder andere Verschiebung in den Größenordnungen geben. Aber es werden IMMER um Größenordnungen unterschiedliche Geschwindigkeitsklassen bleiben. Das ist physikalisch durch die einfache Tatsache unterschiedlicher Größenordnungen von Signalleitungslängen und -kosten bedingt.
Wer also argumentiert, irgendwann würden mal Internet-Laufwerke die lokalen Festplatten ablösen, liegt vom Grundverständnis der Physik und Ökonomie her daneben.

4. Die Softwareentwicklung erwartet noch eine genauso brachiale Revolution wie es die industrielle Revolution und die Entwicklung der Computer jeweils für sich mit sich brachten. Wenn sie aus dem Zustand der Manufaktur zu tatsächlicher künstlicher Intelligenz übergeht. Ich für meinen Teil erwarte diesen Durchbruch genau dann, wenn das mathematische Thema "Optimierung" Eingang in die Gestaltung von Programmiersprachen findet. Momentan ist die Situation bei denen immer noch so, daß gezielt Wert auf strengen Formalismus gelegt wird und gar nicht erst in eine flexiblere Richtung GEDACHT wird, wenn es um die Weiterentwicklung von Programmiersprachen und Compilern geht.
Harry Boeck ist offline   Mit Zitat antworten
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