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[PWF] 3 - Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt?

Diskussion: [PWF] 3 - Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt? im Forum Science & Fiction, in der Kategorie Off topic-Zone; Anzeige Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt? Gott als Personifizierung des Guten kann doch garnichts Böses kennen ...

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Alt 24.12.10, 13:23   #1 (permalink)
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Question [PWF] 3 - Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt?

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Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt?

Gott als Personifizierung des Guten kann doch garnichts Böses kennen oder denken, oder ?

Als Antwort würde ich mich auf einen Philosophen beziehen, dessen Name ich vergessen hab:

Da Die Seiensheit eines Wesens auch die Nichtseiensheit selbigen einschließt (, was dadurch möglich ist, dass dich die Seiensheit eines Objektes auch durch die Nennung aller Nichtseiensheitaspekten des Objektes erfassen lässt) muss Gott auch das Böse kennen und böses denken können.

[Frage & Wortlaut von 0wnZ]

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Steigerung des Luxus: eigenes Auto, eigene Villa, eigene Meinung.

Wieslaw Brudzinski

Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.
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Ich mag den Himmel blau - was will ich da mit ner Cloud?!
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Alt 24.12.10, 13:38   #2 (permalink)
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Er/Sie/Es muss das Böse kennen, und auch böse sein.
Wenn Er/Sie/Es nämlich etwas nicht kennt, dann kann es kein Gott sein. Er/Sie/Es wäre nämlich nicht omnipotent.

Und im alten Testament ist Gott schon ziemlich jähzornig und rachsüchtig.
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Alt 24.12.10, 20:47   #3 (permalink)
 
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Das Konzept des vollkommen guten und allmächtigen Gottes an sich ist schon ein Widerspruch.

Ein schönes Beispiel davon liefert Epikur:
Zitat:
Is God willing to prevent evil, but not able?
Then he is not omnipotent.
Is he able, but not willing?
Then he is malevolent.
Is he both able and willing?
Then whence cometh evil?
Is he neither able nor willing?
Then why call him God?
Demnach müsste Gott also entweder böse oder nicht allmächtig sein.
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Alt 24.12.10, 21:46   #4 (permalink)
 
Benutzerbild von bad_alloc
 
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Was ist "gut" bzw. "böse"? Kommt es nicht auf Standpunkt des Beurteilenden an? Was wäre dan "gut" und "böse" aus der Sicht eines Gottes?
(OT: Ist das absolute "Böse" was sTEk da nennt nicht nur eine Illusion unsererseits um Feindbilder aufstellen zu können?)
__________________
You shoot yourself in somebody else's foot.|Dann gabs da noch den Mathematiker der P?=NP in O(1) erklärte.
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Alt 25.12.10, 02:32   #5 (permalink)
 
Benutzerbild von MemoryMatt
 
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Zitat:
Zitat von sTEk Beitrag anzeigen
Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt?

Gott als Personifizierung des Guten kann doch garnichts Böses kennen oder denken, oder ?
Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab:
  • Von welchem Gottesbild gehst du aus? (Transdenz, etc)
  • Hast du dein einiges persönliches, auf eine "höhere Macht" projetziertes, Gottes Bild. (Feuerbach)
  • Gehst du von einer schriftlichen Überlieferung aus (Urchristentum->4 Evangelien/Briefe, Islam->Koran, Judentum->Thora)



Zitat:
Zitat von sTEk Beitrag anzeigen
Als Antwort würde ich mich auf einen Philosophen beziehen, dessen Name ich vergessen hab:

Da Die Seiensheit eines Wesens auch die Nichtseiensheit selbigen einschließt (, was dadurch möglich ist, dass dich die Seiensheit eines Objektes auch durch die Nennung aller Nichtseiensheitaspekten des Objektes erfassen lässt) muss Gott auch das Böse kennen und böses denken können.
Mir kommt das bekannt vor, allerdings entfällt mir gerade der Name. Könnte von der Art der Argumentation entweder Schmidt-Salomon oder Singer sein.

--->
So wie ich es sehe sind folgende 4 Ansätze die meist populärsten:

1. Gott existiert, und ist immanent in allem Guten.
Daraus folgt das Gott gar nicht Böse sein kann denn er ist ja die Verköperung allem Guten.

2. Gott existiert, wir nehmen als Ausgangspunkt die Thora sowie die Evangelien und die Briefe. Somit ergibt sich eine immanente Transzendenz eines Wesens, welches so gleich liebend und vergebend als auch ohne Kompromisse gerecht und streng ist. Nun ist die Frage was wir als "Ungerecht oder Böse" bezeichnen und ob wir nicht Gerechtigkeit und Strenge mit Jähzorn und Rache verwechseln, da unser heutiges Weltbild sich sehr durch die extrem übergespitze Liberalisierung verzerrt hat.

3. Gott existiert nicht und selbst wenn er existiert wäre es egal da er nicht eingreifen kann oder will. Dies wäre dann der Standpunkt des atheistischen Existentialismus.

4. Gott oder eine sonstige höhere Macht existieren nicht und ich könnte genauso gut an ein fliegendes Spagetthimonster glauben. Also warum diese beschissene Frage?
<---
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Alt 26.12.10, 14:49   #6 (permalink)
Member of Honour
 
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Die Frage ist doch eigentlich, teilt Gott auch nur annähernd die Vorstellung
des Menschen in Bezug auf das Böse.

Was der Mensch als böse ansieht hat doch meist mit Tod und Zerstörung zu tun.
Nun ist doch genau diese Vergänglichkeit die Grundlage der Schöpfung.
Betrachtet man die Nahrungskette so ist sie ein Kreislauf von Zerstörung und
Mord und trotzdem gleichzeitig ein pausenloser Akt der Schöpfung.
Alles was dem Menschen als Katastrophe erscheint ist eigentlich nur eine Chance
für etwas Neues.
Dieses Prinzip zieht sich nun vom Weltall bis in die tiefsten Regionen der Ozeane
nahtlos durch Physik, Chemie und Biologie.

Wie vermessen ist ein Mensch, wenn er glaubt der Schöpfer eines solchen perfekten
Systems könnte sich seine wechselnden Vorstellungen von Gut und Böse, welche meist
eh temporär auf seinen eigenen Vorteil ausgelegt sind, auch nur Ansatzweise zu eigen machen.

Gruss
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Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, daher darf man sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, dies bedeutet man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form
veröffentlichen.
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Alt 26.12.10, 15:26   #7 (permalink)
 
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[QUOTE=end4win;321485]Die Frage ist doch eigentlich, teilt Gott auch nur annähernd die Vorstellung
des Menschen in Bezug auf das Böse.[QUOTE]

Nehmen wir als Grundlage den Urchristlichen Glauben und schauen mal in die Briefe rein

Zitat:
Zitat von Röm 3, 1-8
Ist's aber also, daß unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, wenn er darüber zürnt? (Ich rede also auf Menschenweise.) Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten? Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als Sünder gerichtet werden und nicht vielmehr also tun, wie wir gelästert werden und wie etliche sprechen, daß wir sagen: "Lasset uns Übles tun, auf das Gutes daraus komme"? welcher Verdammnis ist ganz recht.
Zitat:
Zitat von end4win Beitrag anzeigen
Was der Mensch als böse ansieht hat doch meist mit Tod und Zerstörung zu tun.
Jain. Ich denke eher das der Mensch eine verzerrte Wahrnehmung hat.
Lügen ist im Prinzip schlecht aber hier und da eine kleine Notlüge ist ja in Ordnung ODER jemand Töten ist schlecht aber wenn ich einen Tyrann umbringe und somit eine Allgemeinheit befreie ist das gut ODER stehlen ist schlecht aber wenn ich es von den Reichen nehmen und es den Armen gebe ist es wieder in Ordnung usw...

Zitat:
Zitat von end4win Beitrag anzeigen
Nun ist doch genau diese Vergänglichkeit die Grundlage der Schöpfung.
Betrachtet man die Nahrungskette so ist sie ein Kreislauf von Zerstörung und Mord und trotzdem gleichzeitig ein pausenloser Akt der Schöpfung.
Alles was dem Menschen als Katastrophe erscheint ist eigentlich nur eine Chance für etwas Neues.
Dieses Prinzip zieht sich nun vom Weltall bis in die tiefsten Regionen der Ozeane nahtlos durch Physik, Chemie und Biologie.

Wie vermessen ist ein Mensch, wenn er glaubt der Schöpfer eines solchen perfekten Systems könnte sich seine wechselnden Vorstellungen von Gut und Böse, welche meist eh temporär auf seinen eigenen Vorteil ausgelegt sind, auch nur Ansatzweise zu eigen machen.
Dazu kann ich nur sagen:

Zitat:
Zitat von Hebr. 11,3
Durch Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort entstanden ist.
MemoryMatt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.12.10, 15:41   #8 (permalink)
 
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Sowas wie ein Gott in Person o.ä., gibt es nicht. Es gibt wohl eine höhere Macht. Allein die Vorstellung, dass jemand jederzeit da ist und alles hört und sieht was du machst, ist sogesehen auch pervers.

Solche Sachen wie Religionen haben sich durchgesetzt, weil Mentalschwache Menschen - zugelassen haben - sich beeinflussen zu lassen.

Natürlich ist es gut, dass soetwas wie die Bibel usw. existiert, weil sie Ethische Grundsätze vermitteln.

Alleine eins auf der ganzen Welt zeigt uns "indirekt", dass es etwas über uns gibt und das nicht der Menschliche Körper an sich, sondern unser Gehirn
Bspw. Einstein's(u.a) anormales Gehirn ist denk ich mal von "Gott" nicht vorgesehen worden und wieso ist denn unser Gehirn von Geburt an nicht auf 100% Leistung aufgelegt?^^ Es gibt Wege und Mittel, in den USA ist dieses Thema bestimmt richtig stark gefragt und suchen nach Mitteln für Max. Leistung, da sowieso sehr viele Anteile in den USA Atheisten sind, kratzt es denen sehr wenig was andere denken, mir übrigens auch^^.

Das Gott das böse kennt wäre sowas von unlogisch, weil sonst wären wir ja nicht aufer Welt oder?^^ Wir beschmutzen die Welt, spielen mit Atomwaffen rum wie mit Lego Bausteinen usw., es kennt die Boshaftigkeit der Menschen etc. und die Pfarrer/Päpste mit einem IQ der so hoch ist wie die derzeitige Außentemperatur meinen ja: "Gottes wege sind unergründlich"

P.S: Sorry, dass ich n bissle vom Thema abgewichen bin, aber alle Themen haben immer einen Zusammenhang, ich hätte hier noch weiter schreiben können aber das wäre dann eher n Themafail gewesen^^

MfG
Keci
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Alt 26.12.10, 16:23   #9 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Sowas wie ein Gott in Person o.ä., gibt es nicht. Es gibt wohl eine höhere Macht. Allein die Vorstellung, dass jemand jederzeit da ist und alles hört und sieht was du machst, ist sogesehen auch pervers.
Die Frage ist ja nicht unbedingt "Was ist Gott" also die Frage nach seiner Erscheinung, sondern "Wer ist Gott" also die Frage nach seiner Charakter.

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Solche Sachen wie Religionen haben sich durchgesetzt, weil Mentalschwache Menschen - zugelassen haben - sich beeinflussen zu lassen.
Hört sich sehr nach Nietzsche an und es ist absolut pauschalisiert.
Ich selbst würde mich als wiedergeborener Christ bezeichnen und ich bin nicht unbedingt Mentalschwach.

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Natürlich ist es gut, dass soetwas wie die Bibel usw. existiert, weil sie Ethische Grundsätze vermitteln.
Super, kein Anhänger von Satre

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Alleine eins auf der ganzen Welt zeigt uns "indirekt", dass es etwas über uns gibt und das nicht der Menschliche Körper an sich, sondern unser Gehirn
Was für mich persönlich ziemlich schwierig nachzuvollziehen ist, dass das Gehirn durch zufällige Mutation enstanden sein sollte, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf.

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Bspw. Einstein's(u.a) anormales Gehirn ist denk ich mal von "Gott" nicht vorgesehen worden und wieso ist denn unser Gehirn von Geburt an nicht auf 100% Leistung aufgelegt?
Die Frage ist doch was ist 100% Gehirnleistung?
Vielleicht ist ja jedes Gehirn auf 100% Leistung ausgelegt, so lange keine Schäden vorhanden sind, und auschließlich der Charakter bzw. die soziologischen Umstände beeinflussen diese Leistung?

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
^^ Es gibt Wege und Mittel, in den USA ist dieses Thema bestimmt richtig stark gefragt und suchen nach Mitteln für Max. Leistung, da sowieso sehr viele Anteile in den USA Atheisten sind, kratzt es denen sehr wenig was andere denken, mir übrigens auch^^.
Ich würde eher eine Studie starten, die sich mit Frühföderung sowie mit dem gleichzeitigen erlenen eines Musikinstrumentes wie Geige, Klavier oder Gitarre befasst.

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Das Gott das böse kennt wäre sowas von unlogisch, weil sonst wären wir ja nicht aufer Welt oder?^^ Wir beschmutzen die Welt, spielen mit Atomwaffen rum wie mit Lego Bausteinen usw., es kennt die Boshaftigkeit der Menschen etc. und die Pfarrer/Päpste mit einem IQ der so hoch ist wie die derzeitige Außentemperatur meinen ja: "Gottes wege sind unergründlich"
Das ist wiederum die Problematik mit der Verzerrten Wahrnehmung bzw. was ist für uns Böse was ist für Gott Böse?

Und wenn wir ein Wesen, nennen wir es mal Gott, haben dessen Macht und Wissen weitüber unserem liegt wie können wir als Menschen sagen wir verstehen Gottes Wege und Handeln, wenn wir teilweise uns selbst nicht verstehen?

Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
P.S: Sorry, dass ich n bissle vom Thema abgewichen bin, aber alle Themen haben immer einen Zusammenhang, ich hätte hier noch weiter schreiben können aber das wäre dann eher n Themafail gewesen^^
Jeder hat seine Meinung und muss diese ja begründen
MemoryMatt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.12.10, 16:59   #10 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Keci Beitrag anzeigen
Sowas wie ein Gott in Person o.ä., gibt es nicht. Es gibt wohl eine höhere Macht. [...]
Warum muss es denn eine höhere Macht geben? Warum können Menschen denn nicht ohne irgendeine "höhere Macht" auf ihrem kleinen Planeten leben?
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Alt 27.12.10, 01:57   #11 (permalink)
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Zitat:
Ist es möglich, das Gott überhaupt "das Böse" kennt?
Meiner Meinung nach kann Gott das "Böse" nicht kennen, denn dazu müsste er existieren.
Wenn man aber, rein theoretisch, für einen Moment von der Prämisse ausgeht das ein Gott existiert, dann hängt die Antwort hauptsächlich davon ab, wie man diese Gottheit definiert. Wenn wir den Gott der christlich-jüdischen Tradition, also einen allmächtigen Schöpfergott, als existierend annehmen, dann müsste die Antwort eindeutig Ja lauten - denn in diesem Falle wäre Gott der Ursprung von allem, logischerweise also auch des "Bösen". Ein allmächtiger Gott, der das gesamte Universum geschaffen hat, müsste also nach unseren Begriffen sowohl "gut" als auch "böse" sein - oder, um christliche Begriffe zu benutzen, Gott und Teufel in Personalunion sein. Im neuen Testament wird so etwas, meines Wissens nach, auch angedeutet - denn ich meine mich zu erinnern, dass im Buch Hiob der "Teufel" als eine Art Handlanger oder Bevollmächtigter Gottes dargestellt wird, der in Gottes Auftrag den Glauben der Menschen auf die Probe stellt...
Allerdings halte ich die Vorstellung von einem allmächtigen & allwissenden Gott für ziemlich abwegig - schon die Logik spricht gegen eine solche Wesenheit, wenn man z. B. an das berühmte Allmachtsparadoxon denkt: Wenn Gott allmächtig ist, müsste er auch einen Stein erschaffen können, der so schwer ist, dass er selbst ihn nicht hochheben kann...
Das Dilemma ist klar: Wenn er einen solchen Stein nicht erschaffen kann, ist er nicht allmächtig - wenn er ihn aber erschaffen & nicht hochheben kann, ist er ebenfalls nicht allmächtig... Quod erat demonstrandum.

Zitat:
GambaJo:
Und im alten Testament ist Gott schon ziemlich jähzornig und rachsüchtig.
Und das ist noch ziemlich diplomatisch ausgedrückt - ich würde den Gott Alten Testaments eher einen Psychopathen nennen... Man denke doch z. B. nur an die zehn Plagen: Um einen störrischen Monarchen zu bestrafen, quält er ein ganzes Volk mit grässlichen Plagen - unter anderem mit dem Massenmord aller Erstgeborenen (einschließlich erstgeborener Tiere) in ganz Ägypten... Wie krank ist das denn?

Zitat:
keci:
Es gibt wohl eine höhere Macht.
Warum?
Tarantoga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.10, 05:15   #12 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Tarantoga Beitrag anzeigen
Warum?
Weil der Mensch sich dran gewöhnt hat, seine handlungen durch eine höhere Macht zu legitimieren. Wenn ich Hexen verbrenne und mich dabei auf die Bibel, Gott und damit eine höhere Macht berufe, ist das gut. Oder etwa nicht!? Immerhin sagen die Leute der höheren Macht ja, dass das gut ist. Und wenn es nicht gut ist, habe ich keine Schuld, weil ja die von der höheren Macht gesagt haben, dass es gut ist.
Der Mensch ist einfach gesagt zu feige die Verantwortung seiner meisten Handlungen zu tragen; Deswegen gibt es ja auch Regeln, Gesetze und Normen; Der Mensch braucht immer etwas worauf er sich berufen kann; Denn sonst kann er nicht seine Verantwortung dissipieren (ein herrliches Wort!/s. heat dissipation 4 explanation).
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"It is the human race! The deterioration of the spirit of man. Man undermining himself, causing a self-willed, self-imposed, self-evident self-destruction."
+++ BREAKING +++ Troll ertrinkt im Planschbecken +++
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Alt 27.12.10, 09:54   #13 (permalink)
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Zitat:
Hört sich sehr nach Nietzsche an und es ist absolut pauschalisiert.
Wo bitte siehst Du da Nietzsche?
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Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

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Chromatin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.10, 12:07   #14 (permalink)
 
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Ich denke Gott ist ein Trugbild, geschaffen von denjenigen die das Volk unter Kontrolle halten wollen. Angefangen im Mittelater wurde im Namen so ziemlich alles mit Zerstörung gleichgesetzt. Sei es bei der Hexenverbrennung oder später bei den Kreuzzügen, wo millionen dahingerafft wurden.

Ergo, kann ich mir Gott als etwas vorstellen, dass Rachsucht, Zerstörung, Willkür der Selektion sowie alle Eigenschften des Teufels besitzt.

Nun stellt sich aber die Frage, nach wessen Definiton zwischen Gut und Böse unterschieden wird. Denn wenn ein Mensch von Gut und Böse spricht, so ist das ein Gedanke das jahrzehntelang durch die jeweiligen Machtinhaber den Menschen eingepflanzt wurde.

Gehen wir also weiter und richten unseren Fokus auf die altgriechische Welt, so sieht man, dass es durch mehrere Götter (nach Defintion) geben kann. Bei den Griechen (das immernoch heute praktiziert wird trotz des Eingottglaubens) sind die verschiedenen Götter mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet, die sich manchmal auch Gegenseitig in die Pfanne hauen. Also eher menschliche Züge.
serpent ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.10, 12:21   #15 (permalink)
 
Benutzerbild von b4ck
 
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@stek
kann es sein dass dein "zitat" von Plotin stammt?
habe vor 3 monaten ein buch über plotin gelesen und diese argumentation erinnert mich sehr stark an plotin.


Zitat:
Zitat von Chromatin Beitrag anzeigen
Wo bitte siehst Du da Nietzsche?
Der Inhalt den er Zitiert gibt in gewisser Weise schon Nietzsches Ideen wieder,
mit dem Unterschied das Nietzsche nicht Mentalschwach als Wort benutzt und auch sagt das Glaube (also im Sinne von Nietzsche eine Art vertuschen der Wahrheit) in manchen fällen Nötig / verständlich ist da die pure Wahrheit schwerer zu ertragen ist.
Daraus resultiert auch das aufgebrachte Verhalten jener Menschen die gläubig sind und denen man Ihren Glauben "zerstört" da man ihnen eine Art Schutzschild wegnimmt.

Geändert von b4ck (27.12.10 um 12:29 Uhr)
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