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Diskussion: [PWF] 9 - Ist der Mensch am Ende der natürlichen Evolution angekommen? im Forum Science & Fiction, in der Kategorie Off topic-Zone; Anzeige Heute wieder eine Philosophische Frage...eingereicht von end4win . Danke dafür und ein "Entschuldigung für meine Nachlässigkeit!", aber derzeit habe ...
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| Moderator ![]() | Anzeige Heute wieder eine Philosophische Frage...eingereicht von end4win. Danke dafür und ein "Entschuldigung für meine Nachlässigkeit!", aber derzeit habe ich viel um die Ohren. Ist der Mensch am Ende der natürlichen Evolution angekommen? Sein Statement bzw. die Grundlage der Frage dazu: Zitat:
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| Moderator ![]() Registriert seit: 19.06.06 ![]() ![]() ![]() Likes: 52 | Also ich würde die Frage mit nein beantworten, auch wenn sich die Evolution vielleicht in Zukunft nicht mehr bei körperlicher Stärke oder so zeigen wird. Ich denke auch, dass wir uns keineswegs die äußeren Gegebenheiten anpassen können bzw. uns davor schützen können. Das mag für einige Punkte funktionieren, spätestens, wenn es aber z.B. aufgrund von Klimaänderungen zu vermehrten Naturkatastrophen und extremeren Wetterverhältnissen kommt, wird es für uns problematisch. Wir werden definitiv nicht gegen die Natur gewinnen können und uns die Verhältnisse so anpassen, wie wir es gerne hätten. Ich möchte sogar soweit mit meinen Behauptungen gehen, dass die Menschheit sich erstmal zurückentwickeln wird, um dann vielleicht einen anderen Evolutionsweg einzuschlagen. Zumindest an einer gewissen Rückentwicklung sehe ich so gut wie keinen Weg vorbeiführen, da wir zum Einen aufgrund von extremeren Wetterbedingungen über Kurz oder Lang Nahrungsmittelknappheiten bekommen werden, die, wenn sie nur stark genug ausgeprägt und weltweit verteilt auftreten, schnell zu Kriegen führen können, zum Anderen aber auch selbstgemachte Abhängigkeiten, wie z.B. die Abhängigkeit von Öl in unserer heutigen Gesellschaft, ähnliches auslösen kann, wenn wir denn wirklich irgendwann den Punkt erreichen, wo entsprechende Rohstoffe nur noch sehr eingeschränkt geliefert werden können. Zusätzlich wird es aber auch noch die üblichen Herausforderungen geben. Nur weil einige Krankheiten weniger gefährlich geworden sind, heißt es ja nicht, dass es für den Menschen keine Risiken mehr gibt. Es gibt noch genug Krankheiten, denen möglicherweise nur durch evolutionäre Anpassung entgegengetreten werden kann und auch hier machen wir es uns teilweise wieder selber schwierig. Man sehe sich nur mal die immer stärkere Resistenz gegen Antibiotika an. Das sind jetzt nur einige Beispiele, aber ich denke, der Mensch hat noch genug Herausforderungen, die die Evolution auch für den Menschen weiterhin notwendig machen. |
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| Member of Honour ![]() Registriert seit: 05.03.08 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 246 | @lightsaver: Was du beschreibst ist keine Evolution im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Umstellung der Lebensweise. Evolution würde bedeuten, dass im Zuge der Naturkatastrophen nur diejenigen Kinder bekommen, die aufgrund genetischer Merkmale besonders "widerstandsfähig" sind. Dank moderner Technik und Moral haben wir aber in diesem Punkt der Natur schon lange ein Schnippchen geschlagen. Und auch mit den zunehmenden Naturkatastrophen werden Menschen zurecht kommen. Natürlich nur diejenigen, die sich die Technik leisten können. Ich denke schon, dass die natürliche Evolution des Menschen am Ende angelangt ist, da ich nicht feststellen könnte, dass eine bestimmte "Sorte" von Mensch von allen anderen Menschen bei der Partnerwahl bevorzugt wird. Die einen legen Wert auf ein gutes Aussehen, andere auf besondere Intelligenz und wieder andere darauf, dass der Partner ganz anders ist. Eine künstliche Evolution könnte durch pgd herbeigeführt werden. Dabei geht es weniger darum den "super-Menschen zu züchten", sondern im Vorhinein zu überprüfen, ob zB genetisch bedingte Krankheiten vorhanden sind. Das heißt wir werden zukünftig eventuell Krankheiten komplett aus unserem Genpool ausgerottet haben, was man theoretisch als Evolution ansehen könnte. Das dieser Fall allerdings eintrifft ist eher unwahrscheinlich, da es auch hier Menschen geben wird, die so etwas ablehnen werden. Ich halte diese Selektion auch unter ethischen Gesichtspunkten für vertretbar , denn es profitiert hierbei durchaus der zukünftige Embryo aka Mensch, der dann nicht ein Leben mit einer Behinderung führen muss - Chancengleichheit von Anfang an. Mancher wird natürlich die Ansicht vertreten, dass man hier zwischen lebenswürdig und lebensunwürdig unterscheidet. Aber das tut auch jeder, der beim Sex Verhütungsmittel benutzt. Wenn man auf der Stufe argumentiert, wäre letzteres sogar noch verwerflicher, da diese Selektion auf das egoistische Bedürfnis Spaß zu haben zurückgeht und pgd auf die Gesundheit des zukünftigen Embryos. Was die geistige Degeneration betrifft, so würde ich sagen, ist dies, obwohl Intelligenz wohl z.T. vererbbar ist*, keine Folge von der Paarung von weniger intelligenten Menschen, da ein Großteil der messbaren Intelligenz auch durch das Umfeld/Erziehung geprägt wird. Schuld an dieser Degeneration ist mMn. das zu große Konsumangebot. Eine Mehrheit hält es für erstrebenswert soviel zu konsumieren wie möglich. Dadurch geht aber in keinem Fall das geistige Potential verloren, es wird nur nicht genug ausgeschöpft. *Intelligenz |
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| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
Ich baue meine Argumentation zunächst auf diesen einleitenden Satz aus dem Statement auf: Zitat:
Neben der natürlichen Selektion gibt es aber noch andere Evolutionsfaktoren, namentlich die Mutation, die Rekombination und die Gendrift. Während für die natürliche Selektion hauptsächliche äußere Einflüsse (also die Umwelt) verantwortlich sind, sind die anderen Faktoren von äußeren Einflüssen völlig unabhängig. Das bedeutet selbst wenn wir den Evolutionsfaktor Selektion völlig ausschalten könnten, würden immer noch drei weitere Evolutionsfaktoren auf unsere Population einwirken. Die natürliche Evolution geht also unbeirrt, wenn auch quälend langsam, weiter. Ich schätze die einzige Methode die natürliche Evolution anzuhalten, wäre eine aktive künstliche Evolution via Genmanipulation - aber davon sind wir noch weit entfernt. Zitat:
@sTEk: THX - ich dachte schon das interessante Projekt PWF wäre im Schlaf verschieden... ![]() Edit Hoppla - da hat xrayn meinen Einwand zu lightsavers Rückentwicklung wohl schon vorweggenommen.... Geändert von Tarantoga (18.05.11 um 14:40 Uhr) Grund: Edit | |||
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| Senior Member Registriert seit: 26.03.06 ![]() Likes: 16 | Hi, ich sehe das ähnlich wie unser Threadersteller - fast. Aus meiner Sicht spielen körperliche Gegebenheiten nahezu keine Rolle mehr - einfach zu viele Hilfsmittel, die diese ausgleichen. Was bleibt dann noch als Kriterium? Es müssen wohl geistige Gegebenheiten sein, nur leider beobachte ich keine Bevorteiligung (häufigere Fortpflanzung) der oberen Bildungsschicht sondern eher umgekehrt: Je niedriger der IQ desto mehr Kinder Klingt komisch, kann ich habe sehr häufig beobachten. Scheint der Film Idiocracy ist ein Blick in die Zukunft ciao serow |
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| | #6 (permalink) |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 07.12.04 ![]() Likes: 256 | Also Rekombination verändert den eigentlich vorhandenen Genpol nicht, die relativen Häufigkeiten der Erbanlagen bleiben bestehen. Der Gendrift wäre die von lightsaver beschriebene Katastrophentheorie, also ein Grossteil der Menschheit verliert ihr Leben und deshalb setzt wieder die natürliche Selektion ein. Allerdings sehe ich dies eher wie xrayn, dass in diesem Fall der entscheidende Vorteil Geld und Macht wären und weniger Gene. Auch hier dürfte sich der eigentliche Genpol sich nicht entscheidend ändern. Bleiben die Mutationen, aber damit diese sich ernsthaft durchsetzen könnten müssten die Träger eine entsprechende Fortpflanzungsrate erreichen, dies ist allerdings in unserer modernen Gesellschaft und angesichts der Überbevölkerung eher unwahrscheinlich. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass es zu einem Abbruch der Linie kommt oder die Mutation durch Rekombination verloren geht. Schon sind wir wieder bei der Gentechnik und ihren "Segnungen", aber steckt darin wirklich Potential oder ist mit ihr nur eine Erhaltung des Status Quo möglich. Läuft es nicht auf eine Variante von Huxley's "Schöner neuer Welt" hinaus, schliesslich ist der Mensch nicht unbedingt dafür bekannt sich an ethische Grundsätze zu halten und schon Heute kann ich mir über Spender meine Kinder "aussuchen". Gruss
__________________ Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, daher darf man sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, dies bedeutet man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen. |
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| | #7 (permalink) | ||||
| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ich denke wir sind nach wie vor Teil der natürlichen Evolution - der Gedanke das wir uns von dieser Naturgewalt befreit haben ist arrogant. Im Grunde sind wir immer noch einfach nur die gleichen cleveren Affen, die diesen Planeten seit 150.000 - 200.000 Jahren bewohnen - nur unsere Werkzeuge sind sehr viel ausgefeilter geworden... | ||||
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| | #8 (permalink) | ||
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.06.08 ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 227 | Zitat:
Ich kann mir hingegen vorstellen, das es übergangsweise leichte Machtverschiebungen geben wird. Das Netz weckt begehrlichkeiten und kultiviert auch hier und da ein neues Demokratieverständnis. Dieses wiederrum werden andere auszunutzen wissen und das Gleichgewicht wieder herstellen - natürlich zu ihren Gunsten. Insofern bleibt alles beim Alten: Die sog. gebildeten lernen genau das, von dem gesagt wird man "muesse" das wissen. Ich finde die Erkenntnis, das frisches Quellwasser das Optimum an Ausgeglichenheit natürlicher Mineralien ist, was die Ernährungsindustrie erfolgreich verschleiert und somit das essentielle Wissen mit einer riesigen Schicht an *bullshit* überlagert. Übringends ein durch unser Wirtschaftssystem bedingtes "notwendiges" Verfahren. Vorgestern habe ich das Buch "Biopunk" erhalten und darin gehts im die DIYBiotech Gemeinde. In dem Punkt sehe ich ganz klar erhebliche Änderungen. Was mir wirklich Sorgen bereitet ist allerdings neben einigen wenigen, die zu echter fachlicher Erkenntnis, ein Heer an dummen Menschen. Ich kann mir eine zukunftsträchtige Welt mit wirklich aufgeklaerten Menschen vorstellen, die Ihre eigene Existenz mal nicht so ganz weit auf den Sockel heben und bei allem was sie tun versuchen, das optimale Maß an Einklang mit der Schöpfung zu erhalten. Ich kann mir gut eine Welt vorstellen, in der die Menschen erstmal komplexe Systeme, besonders auf unserem Planeten, ergründen, bevor sie anfangen in sie hineinzugreifen und durch Gier und Dummheit zerstören. Aber so wie ich das sehe, ist das Utopie. Sehr viel wahrscheinlicher ist es das uns ein doch durchaus denkbarer Weltkrieg dahinrafft. Oder zumindest die zivilen "Errungenschaften" zerstört. Und dann bleibt es eh nur eine Frage der Zeit bis uns unsere gebunkerten Waffen in Form von Explosion oder einfach nur Verrottung um die Ohren fliegen. Schade eigentlich .... dabei haben wir hier alles was wir brauchen. Zitat:
Wir beobachten lediglich die Effekte. Die eigentlichen Anzeize sind uns nach wie vor verborgen.
__________________ Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz! Habo Blog - http://blog.hackerboard.de/ Geändert von Chromatin (19.05.11 um 10:53 Uhr) | ||
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| | #9 (permalink) | |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 07.12.04 ![]() Likes: 256 | @ Tarantoga Ich habe dies schon richtig verstanden. Du allerdings lässt einen wichtigen Aspekt bei deiner Argumentation unter den Tisch fallen. In evolutionären Massstäben existiert die Abgeschiedenheit deines Bergdorfes, in unserer modernen Welt, nicht einmal einen Wimpernschlag. Selbst wenn hätte das Gen statistisch kaum eine Chance sich in der wesentlich grösseren Population des Homo Sapiens Sapiens zu etablieren. Es wird eventuell mit aufgenommen und kann auch statistisch nachgewissen werden, so wie heute auch bestimmte Merkmale (z.B. Dunkelhäutigkeit) auf eine ethnische Herkunft hinweisen, aber sich eben nicht evolutionär durchsetzen werden. Für eine erfolgreiche Evolution ist im Endeffekt immer ein klarer Vorteil gegenüber der Stammpopulation ausschlaggebend und gerade in unserem Zeitalter müsste dieser immens sein. Dies bedeutet nicht das innerhalb des Genpools kleine Veränderungen möglich sind, aber eine neue Linie dürfte sich nicht mehr durchsetzen. Zitat:
wir uns nicht selbst vernichten. BTW. Schönheit spielt bei der Evolution überhaupt keine Rolle, es ist schon unwahrscheinlich, dass wir beide uns über diesen Begriff einig werden. Bei Intelligenz verhält es sich ähnlich, zudem ist sie nicht vererbbar, sondern beruht zu einem grossen Teil auf dem sozialen Umfeld, es gibt nur wenige Menschen, wenn überhaupt, die ihre geistigen Fähigkeiten zu 100% nutzen. Noch seltener dürfte der Fall sein, dass sie sie sinnvoll nutzen. @ Chromatin Ohne die "Dummen" hätten die "Vordenker" keine Zeit sich Gedanken über eine bessere Welt zu machen. Gruss
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| | #10 (permalink) | |||
| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
Allenfalls die Geschwindigkeit der Evolution (wenn man in diesem Kontext überhaupt von Geschwindigkeit sprechen kann Man kann in dieser Frage auch nicht pauschal von der "Menschheit" sprechen, denn es macht imho einen großen Unterschied ob man von einem Bewohner einer Großstadt in einem Industrieland, einem Indio im südamerikanischen Regenwald oder dem Bewohner eines Slums am Rand irgendeiner Megacity der 3. Welt spricht. Gerade auch bei letzterem dürfte natürliche Selektion eine nicht unerhebliche Rolle spielen, denn ohne Zugang zu sauberem Wasser und ohne medizinische Grundversorgung entscheidet vor allem die eigene Konstitution und das Immunsystem darüber, ob man alt genug wird um seine eigenen Gene weiterzugeben... Und auch in unseren Wohlstandgesellschaften gibt es unsichtbare Faktoren, die nach wie vor für natürliche Selektion sorgen - die Selektion ist eben nicht nur auf offensichtliche Merkmale beschränkt. Zitat:
Zitat:
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| | #11 (permalink) | |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 07.12.04 ![]() Likes: 256 | Also einen Versuch mach ich noch ![]() Zitat:
muss, da die von dir genannten Unterschiede von Umwelteinflüssen nur sehr temporär sind, die Bewohner eines Slums sind keine eigene Spezies, die sich nur untereinander vermehren, dort ist man zwar schneller drin wie wieder draussen, aber es ist nichts wo sich langfristig etwas manifestieren könnte. Ähnlich verhält es sich mit den Indios im Regenwald, sie müssen derzeit aktiv geschützt werden, trotzdem schrumpft ihr Lebensraum und auch dort verlassen Mitglieder ihre Gemeinschaft, um am "modernen Leben" teilzuhaben. Von den regelmässigen Besuchen von Ärzten und Forschern mal zu schweigen. Aber mir geht es ja auch nicht, um die kleinen Unterschiede zwischen dem Indio und dem Westeuropäer, den genetisch spricht nichts gegen gemeinsame Nachkommen und keiner von Beiden hat einen genetischen Vorteil gegenüber dem Anderen, der ihn in seinem Lebensraum schützt. Ergo werden sich über kurz oder lang die Genpools mischen. Selbst wenn nicht besteht für keinen von beiden die Notwendigkeit sich körperlich oder geistig weiter zu entwickeln sie haben in ihrem Lebensraum keine Feinde, die ihre Population gefährdet, gegen die sie sich nicht wehren könnten, ausser sich selbst Mir geht es mehr darum, ob wir als Menschheit noch Entwicklungspotential haben, denn es gibt ja die evolutionären "Erfolgsmodelle" die sich praktisch seit Millionen von Jahren nicht weiter entwickelt haben, z. B. der Hai, das Krokodil, der Quastenflosser. Sie haben ebenfalls den optimalen Körperbau, Vermehrungsrate und ein ausreichend grosses Gehirn um allen bisherigen Anforderungen zu trotzen und sie haben eben nicht mehr Hirnmasse zur effektiveren Jagd entwickelt. Sie sind am Ende ihrer evolutionären Entwicklung und können nur noch aussterben. Ähnlich sehe ich den Menschen, auch er hat durchaus ausreichende Ressourcen um sich zu behaupten und vorallem keinen Raum, wo er noch etwas besonderes entwickeln könnte was nicht in den allgemeinen Genpool einfliessen und dort mehr oder weniger untergehen würde. Wir sind auf einem Entwicklungsstand auf dem es keine Notwendigkeit gibt sich weitere Eigenschaften anzueignen, was wir mit unseren Fähigkeiten nicht bewerkstelligen können lagern wir in Bücher, Computer, Werkzeuge und Maschinen aus. Aus diesem Grund sehe ich eher die Gefahr, das wir Eigenschaften und Fertigkeiten verlieren werden, als das wir noch einen grösseren Entwicklungssprung machen könnten. Gruss Apropos Lem: Sterntagebücher, 21. Reise war mitverantwortlich für diesen Thread, neben Huxley
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| Moderator ![]() Registriert seit: 30.06.08 ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 227 | Zitat:
![]() Aber: Die zugrundeliegenden Mechanismen der Wechselwirkung von äusseren Einflüssen und Zellverbänden im hinblick "gezielter" Mutation bis hinaub in die Gene ist nicht beschrieben. Ich benutze absichtlich das Wort "gezielt", weil mir zB keine Lebensform einfällt, die nicht optimal auf ihr Lebensumfeld angepasst ist. Ebenso sind mir keine derartigen fossilen Funde bekannt. Nach derzeitigem Wissensstand kann man also von einer Mutation (Evolution) ausgehen, die insofern zweckdienlich gestaltet ist, als das sie auf Einflüsse der Umwelt reagiert und infolge dessen in Richtung entsprechender "Anpassung" mutiert. Mutation in der Natur erscheint dem Betrachter (also uns) als "richtig" und "sinnvoll". Die gerne gelehrten Konzepte: "trail & error", sowie "nur die strärksten überleben" sind fehlerhaft. Am ehesten kann man heute sagen "die am besten angepassten überleben". Nach Bernhard Philbert, liegt der wesentliche Schlüssel zur Mutation u.a. in der natürlichen Strahlung. Es ist, nach meinem Kenntnisstand plausibel. Denn Mutation durch Strahleneinwirkung ist hinreichend belegt und reproduzierbar. Ebenso wie das Vorkommen natürlicher Strahlung. Also salopp formuliert: Warum mutiert etwas genau so, das es den äusseren Umständen Rechnung trägt und welches sind die genauen Steuermechanismen der Wechselwirkung zwischen der Zelle (oder Gen) und der äusseren Umwelt? Jeder der seinen Biolehrer ärgern will, sollte ihn das mal fragen.
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| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
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Mein Standpunkt, dass die Evolution uns nach wie vor in ihrem eisernen Griff hat, beruht zum Großteilauf einem Interview mit einem Evolutions-Biologen das ich im Darwin-Jahr gelesen habe. Darin nötigten die Journalisten des Biologen dazu eine Prognose darüber abzugeben, wie sich die Menschheit durch die Evolution in Zukunft verändern würde. Der Typ zierte sich, da langfristge Prognosen unseriös sind, da die verschiedensten Ereignisse die Entwicklung verändern können - je länger also der Zeitraum der Prognose, desto wahrscheinlicher wird es, dass ein Faktor auftaucht der die Prämissen der Prognose über den Haufen wirft... Jedenfalls wagte er schließlich die Prognose das die Europäer, unter der Prämisse das unsere Gesellschaft relativ stabil bleibt und weiterhin viele Migranten aus anderen Ethnien zuwandern, in Zukunft wesentlich dunkelhäutiger sein werden - auch der Körperbau wird sich von den heutigen Kaukasiern deutlich unterscheiden. Auch blonde Haare und blaue Augen werden verschwinden, da es sich dabei um rezessive Merkmale handelt. Der typische Friese von heute, dürfte also dem typischen Friesen aus dieser hypothetischen Zukunft kaum als Friesen erkennen - wenn das keine Evolution ist... ![]() Ich habe schon versucht den Artikel wieder zu finden, bin bislang aber gescheitert. Allerdings bin ich dabei auf ein, zwei andere interessante Artikel gestossen, die einige der gerade geschilderten Elemente enthalten (schon mal als Beweis das ich mir das nicht einfach aus den Fingern gesogen habe Zitat:
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| | #14 (permalink) | |
| Moderator ![]() Registriert seit: 30.06.08 ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 227 | Zitat:
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| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
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