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(In)security allgemein Sicherheit, Anonymität im Netz. Schutz und Maßnahmen. Prävention und Konzepte. Sicherheitsarchitekturen allgemein und auf der Netzwerkebene.

Dateien löschen

Diskussion: Dateien löschen im Forum (In)security allgemein, in der Kategorie Security Area; Anzeige hallo. ich möchte demnächt meinen rechner günstig abgeben und ich will das bestimmte , nicht wieder herstellbar. kennt jemand ...

Antwort
Alt 23.05.04, 18:49   #1 (permalink)
 
Registriert seit: 30.11.01
MrSwissi Leistung: Facit NTK
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Standard Dateien löschen

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hallo. ich möchte demnächt meinen rechner günstig abgeben und ich will das bestimmte , nicht wieder herstellbar. kennt jemand ein gutes erase-programm?
gruss

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Alt 23.05.04, 18:55   #2 (permalink)
Ray
 
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http://hackerboard.de/thread.php?threadid=10238

...
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Alt 23.05.04, 23:35   #3 (permalink)
Senior Member
 
Registriert seit: 02.10.01
Flou Leistung: Facit NTK
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@MrSwissi: hast mich auf eine Gute Idee gebraucht.
Darum hab ich auf Habosoft.de.vu einen neues Programm veröffentlicht, look:
http://www.team-bountyhunters.de/habosoft/?cate=syst
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Alt 24.05.04, 03:04   #4 (permalink)
gee
 
Registriert seit: 23.12.03
gee Leistung: Facit NTK
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Nun, zum Thema Dateien löschen gibt es viele Meinungen.
Hier ist meine.


Bevor man anfängt Dateien zu löschen, sollte man sich zwei Fragen stellen

1. Sind es sensible Daten?
2. Welchen Zeit- und Kapitalaufwand traue ich einem möglichen Käufer der Festplatte/Polizei/Spion etc. zu?

zu 1. Ich unterscheide in diesem speziellen Fall nur zwischen sensiblen Daten und nicht sensiblen Daten. Der Sensibilitätsgrad ist bei Menschen so unterschiedlich, dass diese Einteilung für den Leser am sichersten ist.
z.B. Ist die Anschrift der Großmutter in einem Word Dokument für Person A schon sensibel und soll auf keinen Fall wiederhergestellt werden, für Person B fangen sensible Daten erst bei Bankdaten an, bei Person C ist es das geckrackte Spiel usw.


Am einfachsten ist es sicherlich, wenn es um keine sensiblen Daten geht. In so einem Fall reicht ein einfaches löschen bzw. formatieren vollkommen aus. Selbst wenn der potentielle Angreifer, die Daten mit jedem allgemein erhältlichen Recovery-Tool (teilweise) wiederherstellen kann, besteht keine große Gefahr.


Was aber, wenn es sich um sensible Daten handelt?
In diesem Fall gibt der Markt verschiedene Tools her.
Eines der bekanntesten und zusätzlich Freeware ist zweifelsohne ERASER http://www.heidi.ie/eraser/

Es besitzt die allgemein bekannten Algorithmen und kann einzelne Daten löschen oder bringt ein Programm mit, mit dem man ganze Platten "sicher" löschen kann

Weitere Infos zu verschiedenen Logarithmen und zum Threadhema sind hier zu finden:
http://www.cipherbox.de/sicherheit-wipe.html


Doch alle diese Programme gaukeln dem Menschen nur abolute Sicherheit vor. Selbst die Daten, die mit den bekannten Logarithmen gelöscht wurden lassen sich wiederherstellen.
Nicht umsonst werden die Topsecret-Festplatten der Regierung eingeschmolzen.

Auf http://www.sicher-loeschen.de.vu/ [DOWN!] gab es hochinteresante (englische) Artikel die selbst den Gutmann Algorithmus in einem sehr schwachen Licht erscheinen lassen.

Was also tun?
Um fast absolute Sicherheit zu gewährleisten sollte man die Kryptographie in Betracht ziehen.
Man verschlüsselt die sensiblen Daten mit einem aus heutiger Sicht sicheren Algorithmus und überschreibt die verschlüsselte
Datei mit einem der bekannten Löschlogarithmen.
Selbst, wenn die gelöschten Daten wiederhergestellt werden können, steht der Angreifer immer noch vor dem Problem der Entschlüsselung.
Diese Methode der Verschlüsselung und des Überschreibens ist selbstredend sehr zeitaufwendig.

Um einzele Daten zu verschlüsseln sollte man AXCRYPT
http://www.axondata.se/

näher betrachten [Opensource+Umsonst]

oder eine der bekannten Programm
Bestcrypt, Drivecrypt etc. ansehen (Kostenpflichtig+nicht Opensource)
die sich vielleicht besser eignen größere Mengen Daten/ Festplatten zu verschlüsseln.

Gruß

gee
gee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.04, 16:47   #5 (permalink)
Moderator
 
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Hallo,
also ich würde sagen:
Alle festplatten sind sensibel.


Ich denke mal:
-Du hast ein paar Passwörter auf deinem PC gespeichert (Cookies, von Outlook, vom FTP Prog), wenn die in falsche Hände geraten
-Du hast bestimmt private Daten auf deinem PC, z.B. E-Mails (Outlook) oder ICQ Logs

Deswegen würde ich meine Festplatte immer vorsichtshalber 1 fach "Schreddern ", besser als dann später geklaute accs haben. Und das Schredder geht eigentlich recht schnell
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Alt 24.05.04, 18:12   #6 (permalink)
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ja es sind sehr sensible daten. bankunterlagen und arbeitsinterne mittel die an keinen dritten gelangen dürfen. deswegen sollen die dateien nicht wiederherzustellen sein.
betriebssystem: Win 98 Se

nachtrag: ich habe einige dieser daten die ich selber nicht mehr brauchte "gelöscht". auch aus dem papierkorb. aber ich will sicher gehen. also die "gelöschten" dateien wiederherstellen und dann sicher löschen.
gruss
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Alt 24.05.04, 22:01   #7 (permalink)
Moderator
 
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Hallo,
musst du gar nicht.
Normalerweise überschreiben diese Schredder die ganze Festplatte, egal ob dort noch Platz frei ist.

Sonst lad dir mal den Schredder (www.steganos) von Steganos runter, der unter anderem in der Secruity Suite, Safe, Internet Anonym etc. drin ist (testversionen sind vorhanden)

Dann starte den Schredder (also Hauptmenü vom Prog., Schredder)

Dort gibt es dann die Option: Free-Space-Schredder.

Dieser Schredder löcht sicher den freien Space auf deiner Platte (nur den freien space, kein Dateien die man noch sieht ). Danach kannst du mit anderen Schreddern die noch vorhandenen Dateien löschen

Edit: Unter Einstellungen kannst du einstellen, wie oft er die Daten überschreibt.

Einfaches Löschen: 1 mal überschreiben
DoM: 3 mal überschreiben
Gutman: 35 fach
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Alt 25.05.04, 19:55   #8 (permalink)
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ja es gibt da ein problem. ich habe so einige programme auf dem pc die der kaäufer haben will. also nix mit der festplatte löschen. sprich: nur die privaten dateien sicher löschen und die bereits "gelöschten" wiederherstellen und engültig löschen bzw. überschreiben.
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Alt 25.05.04, 20:18   #9 (permalink)
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Hallo,
lösch doch einen Freien Space, dann sind die bereits gelöschten Daten sicher überschrieben worden.

Den rest musst du dann Manuell mit dem Schredder löschen.
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Alt 26.05.04, 17:36   #10 (permalink)
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Zitat:
Original von Elderan
ja es gibt da ein problem. ich habe so einige programme auf dem pc die der kaäufer haben will. also nix mit der festplatte löschen. sprich: nur die privaten dateien sicher löschen und die bereits "gelöschten" wiederherstellen und engültig löschen bzw. überschreiben.
.
Also ich kann dir mit nahezu 100%iger sicherheit sagen, dass du Dateien, welche mit meinem Programm gelöscht werden nicht wiederherzustellen sind.

Bzw. die Dateien können wiederhergestellt werden, dann ist aber der Inhalt nicht mehr lesbar.

mfg. Flou

P.S. Falls mir einer das Gegenteil beweisen will, immer zu!
Flou ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.04, 17:44   #11 (permalink)
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@ Flou: 1. das war nicht mein Beitrag den du dort Zitiert hast

Also es kommt drauf an, wie oft "dein" Programm die Daten überschreibt.

Wenn die einfach überschrieben wird, dann kann man die mit normalen Programmen nur noch schwer herstellen, allerdings mit speziellen Geräten geht das.

Aber wenn die öfters überschrieben werden, ist es wirklich so ziehmlich unmöglich daraus noch Daten zu gewinnen, je nachdem wie oft die Daten überschrieben werden.

Zitat:
Orginal von LordCyrix
Da eine Festplatte zum einen aus der Platte selbst besteht (Hartmagnet) und zum anderen aus dem Lesekopf (Weichmagnet), muss man erst einmal verstehen was dort eigentlich passiert beim Speichervorgang auf der Festplatte.

Zunächst hat man einen Lesekopf der aus einem winzigen Weichmagneten besteht und von einem elektrisch leitenden Draht umwickelt ist (Spulenprinzip mit Eisenkern). Der Weichmagnet ist wie eine Art Hufeisenmagnet aufgebaut. An dem einen Ende liegt der Nordpol und am anderen Ende der Südpol. Je nachdem wie der Strom nun durch den Leiter geführt wird; also von plus nach minus oder von minus nach plus; entsteht ein elektromagnetisches Feld, das die Pole des Weichmagneten ändert.

An jeder Stelle auf der Platte (Hartmagnet) über der sich der Lesekopf befindet, wird die genau entgegengesetzte Polung angenommen zu der die am Leskopf vorzufinden ist.

Hat der Lesekopf also die Polung <Nord> - <Sued> dann ändert sich die Polung auf der Festplatte darunter in <Sued> - <Nord>.

Die einzelnen Bits (also 0 und 1) werden durch die bestimmte Ausrichtung der Pole und deren Aufeinanderfolge erzeugt.

<N><S> - <S><N> - <N><S> - <N><S> entspricht dann:

------| 1 Bit |---|Übergang|-| 0 Bit |-----

Der Übergang von einem zum nächsten Bit muss immer gleich polig sein. Also entweder <N><N> oder <S><S>. Der Bitwert 1 wird dargestellt durch gleiche Pole, also durch <S><S> oder durch <N><N> und der Bitwert 0 wird dargestellt durch ungleiche Pole, also <S><N> oder <N><S>.

Wenn nun die Bitwerte wieder gelesen werden sollen, dann fährt der Lesekopf mit seiner vorhandenen Polung über die Platte hinweg und jedesmal wenn sich unter ihm das Magnetfeld ändert, wird eine Induktionsspannung erzeugt die einen Induktionsstrom erzeugt. Ändert sich das Magnetfeld also infolge von einem 0-Wert (also <N><S>), so fliesst ein Strom im Lesekopf und der Rechner weiss es handelt sich um 0 Bit. Ändert sich das Magnetfeld infolge eines 1-Wertes (also <N><N>) nicht, so fliesst auch kein Strom und der Rechner erkennt das es sich um 1 Bit handelt.

Das Problematische hieran ist nun folgendes.
Magnetische Felder kann man nicht direkt abgrenzen. Sie verschwimmen ineinander und werden lediglich durch die Stärke ihrer Feldlinien räumlich unterschieden.

Da der Lesekopf jedoch nicht sehr genau schreiben kann (verhältnismäßig zur Genauigkeit eines Magnetfeldes), kann es zu Überschneidungen verschiedener Polungen kommen. Wenn man also eine Reihe von Bitwerten, z.B. 1-1-0-0-1-0-1 mit Bitwerten aus lauter Nullen 0-0-0-0-0-0-0 überschreiben will, kann folgendes geschehen. Alle Bitwerte werden zwar im Kernteil des einzelnen magnetischen Feldes auf 0 gesetzt, am äußersten Rand des einzelnen magnetischen Feldes kann jedoch eine Restpolung vom vorherigen Wert zurückbleiben. Das liegt daran, dass es sich bei der Festplatte um einen Hartmagneten handelt, der sich folglich schwerer Umpolen lässt als ein Weichmagnet.

Wenn man nun also alte, "gelöschte" Datenbestände auf der Festplatte wieder herstellen möchte, so muss man nur zu einem Unternehmen gehen, die sehr feine Leseköpfe haben, die dann genau diese Randbereiche der magnetischen Felder abtasten und man kann die alten Daten wieder ans Tageslicht holen.

Ein Programm, was den Festplatteninhalt komplett löscht, macht daher nichts anderes, als in mehreren Durchläufen immer wieder dieselben Bereiche des Hartmagneten mit 0-Werten zu beschreiben. Und zwar solange, bis selbst die Randbereiche des magnetischen Feldes den Wert 0 übernommen haben. Das klappt wiederum deshalb, weil der Lesekopf eben ungenau ist und nicht bei jedem Durchlauf auf der entsprechenden Spur auf genaus dem Fleck schreibt den er vorher beschrieben hat.

Lässt man das Programm also 20 Mal durchlaufen, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon recht groß, dass keine magnetischen Randbereiche mehr vorhanden sind, in denen eine andere Polung vorherrscht als im Kernfeld.
Elderan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.04, 20:43   #12 (permalink)
 
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Also wer seinen Rechner nur verschrotten möchte und sicher gehen will dass die Daten seiner Festplatte nicht mehr wiederherstellbar sind, der kann auch folgendes tun, was im Übrigen auch für CDs und DVDs praktizierbar ist:

Man lege die Festplatte, CD oder DVD einfach in eine Mikrowelle, schalte auf die höchste Stufe und lasse die Mikrowelle ca. ein bis 2 Minuten arbeiten.

Sobald die Mikrowellenstrahlung auf die Metallschicht der Festplatte oder CD/DVD trifft entsteht ein sogenannter Wirbelstrom. Da aber die metallene Fläche nur einen Pol hat kommt es praktisch zum Kurzschluß auf der Metallschicht. Und wie jeder wissen sollte entsteht bei einem Kurzschluß Wärme. Je nachdem wie stark der entstehende Wirbelstrom ist, wird es auch unterschiedlich warm. Und wenn es eben richtig warm wird dann verschmilzt eben so eine dünne Metallschicht wie bei einer CD oder DVD eben ruck zuck. Bei einer Festplatte könnte das etwas länger dauern aber auch dort tritt der selbe Effekt auf. Ich rate aber einen alten Teller unterzulegen, da es sonst evtl. zu unschönen Klebeeffekten in der Mikrowelle kommen könnte.

Und laßt Euch nicht dabei von Eurer Mutter erwischen. Das gibt sonst Ärger.
LordCyrix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.04, 07:50   #13 (permalink)
 
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tja und anschließend braucht man dann eine neue microwelle
FaktorPi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.04, 16:32   #14 (permalink)
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Hallo,
würde es eigentlich nicht schon reichen, mit einem starken Magneten über die Festplatte zu gehen? Denn dadruch würde sich doch die Polung ändern, und wenn man was herstellt, dann nur noch Datenschrott.

Oder geht das nicht? Bzw. ist die Festplatte danach noch Einsatzfähig?
Elderan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.04, 16:48   #15 (permalink)
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gut, nun habe ich mit dem "DataSchredder" einige Dateien gelöscht. Wie kann ich die bereits normal "gelöschten" Dateien wiederherstellen und dann mit dem DataSchredder diese dann engültig löschen?
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