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| Bastard Operator ![]() Registriert seit: 02.10.01 ![]() Likes: 16 | Anzeige Einstieg in die Welt der Netzwerke Im Allgemeinen versteht man unter einem Netzwerk eine Gruppe verbundener Systeme, welche in der Lage sind, untereinander zu kommunizieren bzw. Daten auszutauschen. Sobald zwei Rechner per Kabel oder Funk miteinander verbunden sind und Daten austauschen können, spricht man beispielsweise schon von einem Netzwerk. Es existieren hierzu zwei Grundkonzepte der Vernetzung, welche sich allerdings nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich eher miteinander kombinieren lassen (Peer-to-Peer und Client-Server). In einem Peer-to-Peer Netzwerk, welches man z.B. auf kleineren Lan-Partys oder auch zu Hause antrifft, sind prinzipiell alle Rechner gleichberechtigt. Die Ressourcen in solchen Netzwerken sind auf die einzelnen Rechner verteilt, bei denen jeder User lokale Eigenverantwortung für die Sicherheit und die Freigabe dieser Ressourcen übernimmt. Da es in einem Peer-to-Peer-Netzwerk meist keine zentrale Verwaltung der Benutzer bzw. der Ressourcen gibt, ist der Koordinationsaufwand ab einer bestimmten Größe enorm. Bei einer Client-Server-Konzeption findet eine Aufgabenverteilung statt, bei der ein oder mehrere Rechner als zentrale Server Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung stellen, auf die alle anderen an das Netzwerk angeschlossene Rechner als Clients zugreifen können. Je nach Größe des Netzwerkes ist es zu entscheiden, ob man die Dienste nun von einem einzigen Server anbieten läßt (kleinere Netzwerke) , oder ob man die Dienst auf mehrere spezialisierte Server verteilt (größere Netzwerke). Typische Serverdienste sind z.B.: File-Server, bei dem ein Rechner mit einer oder mehreren schnellen und großen Festplatten zum Speichern aller Daten dient (kann man z.B. mit einem Streamer zur Datensicherung kombinieren). Print-Server, welcher zentral für alle an das Netzwerk angeschlossene Rechner Drucker zur Verfügung stellt und die Druckaufträge der einzelnen Rechner koordiniert. Application-Server, die Anwendungsprogramme zentral zur Verfügung stellen, welche von allen an das Netzwerk angeschlossene Rechner verwendet bzw. gebraucht werden. Hierbei wird das vom User gewünschte Programm nicht von einer lokalen Festplatte, sondern von einer Zentrale ausgeführt. Dieses System prägt seine Vorteile hauptsächlich darin, daß Updates nur noch auf dem Server installiert werden müssen, welche dann in dieser aktuellen Form von allen Usern verwendet werden können. Weitere Serverdienste sind Mail-Server zum Verwalten der aus- bzw. eingehenden Mails, Web-Server, welche z.B. in firmeneigenen Netzwerken ähnliche Funktionen zur Verfügung stellen, wie man sie auch vom Internet her gewohnt ist und Datenbank-Server, zu dem die Client-Rechner Anfragen schicken und von dem sie die angeforderten Daten als Antwort zurückbekommen. Der große Vorteil eines Client-Server-Netzwerkes gegenüber einem Peer-to-Peer ist die Benutzerverwaltung. Jeder User kann zu gewissen Gruppen zugeordnet- und gewisse Rechte zugeteilt bzw. verweigert bekommen. Bei der Größe der verschiedenen Netzwerke unterscheidet man zwischen: einem LAN (Local Area Network), welches durch die begrenzte geographische Ausdehnung auf beispielsweise einer "Lan"-Party begrenzt ist; einem MAN (Metropolitan Area Network), das sich durch die regionale Ausdehnung auf das Gebiet einer Stadt ausdehnt (der Kommunikationsbedarf reicht hier in einem Radius bis zu 100 KM aus); einem WAN (Wide Area Network), mit dem man ein sogenanntes Weitverkehrsnetz bezeichnet, welches sich durch eine unbegrenzte geographische Ausdehnung auszeichnet (werden oft als Verbindung zwischen mehreren LAN´s benutzt); und einem GAN (Global Area Network). Dieser beschreibt im Grunde nur die Ausdehnung eines WAN´s auf eine weltweite und damit "globale" Dimension. In dem Aufbau eines Netzwerkes für z.B. ein kleineres LAN (Es dürfte eher unwahrscheinlich sein, daß "normale" User größere Netzwerke in Erwägung ziehen würden ;O) unterscheidet man in der Art, wie die einzelnen Netzwerkkomponenten miteinander verbunden sein sollen (wie die Kabel verlegt werden...auch Topologie genannt) -> Bus, Stern und Ring. BUS: Die Bus-Topologie (Einfachste Art eines Netzwerkes mit z.B. BNC-Kabeln - 10 Mbps) ist gekennzeichnet durch ein einziges, zentrales Kabel, an dem alle anderen Geräte angeschlossen werden. Vorteile: - Geringe Kosten, da geringste Mengen an Kabeln benötigt werden - Der Ausfall eines einzelnen Rechners führt zu keiner Störung des übrigen Netzes Nachteile: - Ist das Kabel an irgendeiner Stelle defekt, ist das komplette Netzwerk nicht mehr lauffähig - Alle Daten werden direkt über ein Kabel übertragen STERN: In der Stern-Topologie geht man von einem zentralen Mittelpunkt, einem Hub, aus. Dieser Hub stellt, wie schon erwähnt, eine Zentrale zur Verfügung, an der mehrere Anschlußmöglichkeiten für andere Rechner existieren (wird auf jeder Lan-Party mit z.B. Twisted-Pair-Kabeln verwendet - bis zu 100 Mbps). Vorteile: - Der Ausfall eines einzelnen Rechners führt ebenfalls zu keiner Störung des übrigen Netzes - Die Verteiler wirken gleichzeitig als Signalverstärker - Weitere Rechner und/oder Verteiler können relativ problemlos hinzugefügt werden Nachteile: - Große Kabelmengen - Beim Ausfall des Hubs geht das komplette Netzwerk über'n Jordan RING: Bei einer Ring-Topologie bilden die Kabel eine geschlossene Form (z.B. ein Kreis). Es gibt kein Kabelanfang und kein Kabelende. Auch hier handelt es sich um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen den nebeneinander liegenden Rechnern. Vorteile bietet diese Art von Netzwerken eigentlich keine außer, daß durch das vorhandene Teilstreckennetz die Signale, die auf dem Kabel ankommen, verstärkt werden. Die Nachteile sind eindeutig die zu benutzende Kabelmende, und der Ausfall des kompletten Netzwerkes, wenn das Kabel an irgendeiner Stelle defekt ist. Natürlich ist es auch möglich, diese Topologien miteinander zu kombinieren. Wenden wir uns jetzt den verschiedenen Protokollen zu (Protokoll-Stacks). Bei der Installation eines Netzwerks bzw. der Konfiguration der Netzwerkkarten müssen Netzwerkprotokolle konfiguriert werden. Hierbei unterscheidet man zwischen: NetBIOS: NetBIOS (Network Basic Input/Output System) dient zur Identifikation von Rechnernamen und Arbeitsgruppen im Netzwerk und kann logische Verbindungen zu diesen Ressourcen aufbauen. TCP/IP: Das TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) hat sich heute als Standard durchgesetzt. Es ist DAS Internet-Protokoll schlechthin und wird von jeder gängigen Rechnerplattform unterstützt. Da TCP/IP nicht, wie viele andere LAN-Protokolle, für ein spezielles System konzipiert wurde, lassen sich damit sehr heterogene Systeme vernetzen. Allerdings ist die Pflege von TCP/IP-Netzen aufwendiger als mit anderen Protokollfamilien. Verwendung von TCP/IP: Bei der Verwendung von TCP/IP muß jeder Netzwerkkarte eine eindeutige IP-Adresse zugeordnet werden. Beispiel einer IP-Adresse: 193.95.2.170 Der vordere Teil der IP-Adresse gibt an, in welchem Netz sich der Rechner befindet (Netzwerk-ID), der hintere Teil, um welchen Rechner es sich in diesem Netz handelt (Host-ID). Diese Unterscheidungen werden durch sogenannte Subnet Masks ermöglicht. Sie müssen bei der Konfiguration von TCP/IP immer mitangegeben werden. Eine Subnet Mask ist ein Bitmuster, welches Teile einer IP-Adresse maskiert. Beispiel einer Subnet Mask: 255.255.255.0 0-Bits in der Subnetz-Maske geben an, daß das IP-Adreß-Bit an der entsprechenden Stelle ignoriert werden soll, da es sich um eine Host-ID handelt. Maskenbits mit dem Wert 1 bedeuten, daß es sich um eine Netzwerkadresse eines anderen, entfernteren Netzwerks handelt. Rechner mit einem Anschluß ans Internet werden durch ihre IP-Adresse weltweit eindeutig identifiziert. Diese werden bei jeder Einwahl ins Netz neu vergeben (Dynamische IP-Vergabe - Ausnahme Standleitungen). Für die Erstellung privater IP-Netze (in Netzwerken) wurden drei Bereiche aus den üblichen Netzklassen ausgeschlossen, welche niemals als Internet-Adresse vergeben werden. Es handelt sich hierbei um die Bereiche: 10.0.0.0 - 10.255.255.255 172.16.0.0 - 172.32.255.255 192.168.0.0 - 192.168.255.255 Der Domain Name Service (DNS) erlaubt es, statt einer normalen IP-Adresse einen normalen Klartext-Namen anzusprechen. Hierbei wird einer IP ein Name zugeordnet (z.B. 212.227.109.200 = www.Hackerboard.de ;O) Die Namensauflösung erfolgt über sogenannte DNS-Server. Das Transmission Protocol (TCP) dient dazu, logische Verbindungen zwischen Applikationen aufzubauen. Als "Unteradressierung" müssen bei einem per TCP erreichbaren Rechner die Ports angesprochen werden, welche unterschiedliche Dienste eines Rechners unter derselben IP-Adresse ermöglichen (z.B. einen FTP-Server-Dienst (File Transfer Protocol)). IPX/SPX: IPX/SPX (Internetwork Packet Exchange/Sequenced Packet Exchange) ist die Standardprotokollfamilie von Novell Netware. Allerdings wird dies nur noch in LAN's Verwendungen finden; Novell empfielt bei z.B. WAN-Verkehr ebenfalls die Verwendung von TCP/IP. Begriffserklärungen: PCMCIA - Personal Computer Memory Card EISA - Extended Industry Standard Architecture IRQ - Interrupt Request NetBIOS - Network Basic Input/Output System NetBEUI - NetBIOS Extended User Interface TCP/IP - Transmission Control Protocol/Internet Protocol DNS - Domain Name Service FTP - File Transfer Protocol Telnet - Teletype Network SMTP - Simple Mail Transport Protocol IPX/SPX - Internetwork Packet Exchange/Sequenced Packet Exchange XNS - Xerox Network System SNA - System Network Architekture FTAM - File Transfer Acces and Management HTTP - Hypertext Transfer Protocol SMB - Server Message Block NCP - Netware Core Protocol DAP - Directory Acces Protocol SMDS - Switched Multimegabit Data Service DQDB - Distributed Queue Dual Bus SDH - Synchronous Digital Hierarchy ISDN - Integrated Services Digital Network SONET - Synchronous Optical Network LAN - Local Area Network MAN - Metropolitan Area Network WAN - Wide Area Network GAN - Global Area Network bye TheEvilOne |
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