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Schlaflose Nächte

Diskussion: Schlaflose Nächte im Forum Social engineering, in der Kategorie Sonstiges; Schlaflose Nächte Wenn man einem bestimmten Mann zuhört, könnten einem folgende Gedanken schlaflos machen: Hatten wir das nicht schon einmal? ...

Antwort
Alt 18.02.10, 16:42   #1 (permalink)
 
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Schlaflose Nächte

Wenn man einem bestimmten Mann zuhört, könnten einem folgende Gedanken schlaflos machen:

Hatten wir das nicht schon einmal?
Zuerst wurden sie beschimpft, dann wurden sie boykottiert.
Und sie wurden weiter beschimpft, bis (fast) alle das Glaubten, was ihnen tagtäglich eingeredet wurde.
Als nächstes wurde ihr Vermögen eingezogen; dann kamen sie in Lager und dann?!
Viele bereicherten sich an ihrer Not, vor allem die, die oben saßen.
Und (fast) alle schauten weg!
Es gab da noch die Handlanger, die alle Befehle widerstandslos und ohne nachzudenken, ausführten, die in die Hände klatschten (aufstanden und ...), wenn er sprach.

Arbeitslose Hartz 4 Empfänger sind faule Sch..., die anderen nur auf der Tasche liegen.
Braucht man wirklich so viel Geld für eine Grundsicherung?
356 € für alleinstehende und 323 € für verheiratete?

-Gebt das lieber den Leuten, die ihr Geld in die Schweiz schaffen, oder sich noch größere Kisten
kaufen können, damit die Umwelt noch schneller in den A... geht!

(Weitergedacht: sie saugen uns nur aus und Leben auf die Kosten anderer)
Ob es in den Köpfen dieser Leute schon Lager gibt?
Und was kommt dann, die Endl.....?
Böse Gedanken - nicht? Oder gar Ziel?
Wie weit darf dieser Mann mit seinen Ausführungen noch gehen bevor vernünftige Menschen einschreiten und sagen: bis hierher und nicht weiter!
Sind das die Anfänge ?

Sicher, jeder kann in Deutschland seine Meinung sagen (ich ja auch) doch man sollte doch sehr genau hinhören, was da rauskommt.
Muss man permanent versuchen, die einen gegen die anderen aufzuhetzen (jung gegen alt, arbeitende Bevölkerung gegen Hartz 4 Empfänger usw.)? Oder steckt da ein perfider Plan dahinter?

Fragen über Fragen. Kann die jemand sinnvoll beantworten?

Wisst ihr, wie ich darauf komme? Ich habe am Aschermittwoch (17.02) in die Röhre geschaut - wo die sich alle gegenseitig beharken - und habe auf 'nen anderen Sender umgeschalten, wo es gerade um deutsche Geschichte ging und ... diese Gesten, diese Äußerungen, dieses Gehabe; sieht sich doch alles so ähnlich.

Ich weiß, ich bewege mich auf verdammt dünnem Eis, aber in Deutschland gibt es doch die Meinungsfreiheit, oder?
Auf der einen Seite Steuergeschenke (vielleicht nur als eine Art Danksagung für Spenden), auf der anderen Seite gehen die Gemeinden finanziell auf den Brustwarzen.

Wer ist an allem Schuld? Natürlich die Hartz 4 Empfänger, dieses arbeitsscheue Ges....

Mit "Eintritt" in Hartz 4 müssen als erstes alle Ersparnisse aufgebraucht werden, bevor es die Grundsicherung gibt. Dazu gehören auch evl. abgeschlossene Lebensversicherungen - und weg
ist die Altersvorsorge!
Ab einem gewissen Alter ist man auf dem "Arbeitsmarkt" nur noch Ballast; zu alt, zu anfällig für Krankheiten, nicht mehr Leistungsfähig, nicht flexibel genug usw..
Etwas überspitzt: Körperlich kranke (ältere) sind doch nur zu faul zum Umfallen.
Und -machen wir uns doch nichts vor:die Paar eingestellten "Alten" oder Behinderten haben doch nur eine Alibifunktion, damit die Unternehmen sagen können: schaut her, sie sind auch zu was nütze und bei uns finden sie ein Auskommen.
Rentner in Minijobs sind darauf angewiesen, sonst würden sich ab dem 20. des Monats die Mäuse im Kühlschrank Blutblasen laufen!

Jugendliche, die gleich in Hartz 4 "starten", haben keine Chance, sich einen gewissen privaten Standart aufzubauen.Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sie nach einer gewissen Zeit einfach resignieren. Keiner kann erwarten, das ein 18 jähriger gleich die Fahrerlaubnis machen kann u.ein Auto besitzt, damit er "flexibel" auf dem Arbeitsmarkt ist.
Vielleicht wäre es besser, mit Führerschein und Auto geboren zu werden (das ist doch mal eine Herausforderung an die Wissenschaft-oder?)

Ein Beruf ist heutzutage nicht genug (wird gesagt), doch wie viele Berufe braucht der Mensch?
4 Berufe mit IHK - Abschluss; oh Schied, Sie sind ja überqualifiziert! Kein Auto? -dann können wir Sie nicht gebrauchen!
Nach 8 h in einem unterbezahltem Job noch mal 8 h dranhängen, damit man nicht auf’s Amt muss?
Wäre es da nicht besser, wenn ein Tag 48 h hätte, damit man noch Schlafen kann; ach so, braucht man ja nicht- das Beste: auf der Arbeit gleich in die Kiste fallen erspart man dem Staat die Rente (können sich die Anderen auch noch untern Nagel reißen)

Fragen über Fragen. Wer weiß die alles entscheidende Antwort?

MfG

Teddy07 ist offline  
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Alt 18.02.10, 17:43   #2 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von Teddy07 Beitrag anzeigen
Jugendliche, die gleich in Hartz 4 "starten", haben keine Chance, sich einen gewissen privaten Standart aufzubauen.Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sie nach einer gewissen Zeit einfach resignieren. Keiner kann erwarten, das ein 18 jähriger gleich die Fahrerlaubnis machen kann u.ein Auto besitzt, damit er "flexibel" auf dem Arbeitsmarkt ist.
Vielleicht wäre es besser, mit Führerschein und Auto geboren zu werden (das ist doch mal eine Herausforderung an die Wissenschaft-oder?)
Gerade die Geschichte mit den Jugendlichen kann man meiner Meinung nach so nicht stehen lassen. Man muss sich doch fragen warum sie denn gleich mit Hartz 4 starten. Wenn ich mir so Sachen wie diese Ausbilungs-Dokus auf Pro7 oder Raabs Erstwählerchecks anschaue wundert mich nix mehr. Solche Leute würd ich ja im Leben nirgends einstellen. Die sind ja zum Kugelschreiber zusammenschrauben zu blöd. Ich behaupte daß jeder der will und für den Schule nicht nur uncool war auch einen Ausbildungsplatz findet. Vielleicht nicht den den man sich wünscht, aber man bekommt halt was man verdient hat (viele verdienen halt nicht allzu viel).
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Alt 18.02.10, 17:48   #3 (permalink)
 
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Eine alternative wäre Kommunismus: Alle sind gleich, alle haben dieselben Möglichkeiten, allen gehts gut, alle sind glücklich. ... Im Idealfall, wie uns die Geschichte aber lehrte ist der Mensch noch nicht reif für diese Form des Zusammenlebens.
Mein Favorit ist die Meritokratie: Alle beginnen zwar mit den gleichen Möglichkeiten, der selben Ausgangslage, werden dann aber nur aufgrund ihrer Leistungen beurteilt. Wer sich abmüht, dem gehts gut, wer faul ist, der hat nichts. Das Einzige schwierige dabei ist, dass nicht alle mit den selben Fähigkeiten geboren werden, der eine ist stark, der andere kreativ. Deswegen bräuchte man trotzdem etwas in der Form von einer Grundsicherung, aber die grundlegende Idee gefällt mir ziemlich gut. Und jetzt bitte nicht mit extrem liberalem Kapitalismus gleichsetzten!

mfg benediktibk
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Alt 18.02.10, 20:24   #4 (permalink)
 
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Abgesehen davon, dass Westerwelle nur von anderen Problemen mit dieser "Debatte" ablenken will, machen das doch andere Politiker ganz ganauso. Und zwar schon Jahre lang (SED aka PDS aka Die Linke vs "Reiche" - reich sind alle ab ~50k bruto im Jahr). SPD versucht sich seit ein paar Jahren jetzt auch daran auf die Reichen zu poebeln (nur das hier die Definition fuer Reich glaub ich etwas hoeher liegt), aber da die SED das jetzt schon sehr gut macht, traue ich denen mit der Masche eher maeßige Erfolge zu. Waehler fangen in dem man einzelne Bevoelkerungsschichten gegen einander aufhetzt ist eben einfacher als wirklich gute Ideen hervorzubringen, durchzusetzen und durch zu ziehen.
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Alt 18.02.10, 20:45   #5 (permalink)
 
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Zitat:
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Wenn ich mir so Sachen wie diese Ausbilungs-Dokus auf Pro7 oder Raabs Erstwählerchecks anschaue wundert mich nix mehr.
Als ob diese Sendungen die deutsche Jugend repräsentieren würden.

Zitat:
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Ich behaupte daß jeder der will und für den Schule nicht nur uncool war auch einen Ausbildungsplatz findet.
Und Ausbildungsplatz heist automatisch Arbeitsplatz nach der Ausbildung ?
thodt ist offline  
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Alt 18.02.10, 21:01   #6 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von thodt Beitrag anzeigen
Als ob diese Sendungen die deutsche Jugend repräsentieren würden.
Das sind natürlich Extrembeispiele. Das ist mir auch klar. Aber ich seh das auch in meinem Freundeskreis (der relativ groß ist und viele Jüngere beinhaltet). Die sind so gut wie alle unfähig mal selbst was in die Hand zu nehmen oder Verantwortung zu tragen. Es sind sogar nicht wenige darunter die es schlau fanden sich die "Arbeit" zu sparen um einen qualifizierenden Hauptschulabschluß zu machen. Sowas gabs in meiner Altersklasse einfach nicht. Von Allgemeinbildung will ich mal gar nicht reden.
Zitat:
Zitat von thodt Beitrag anzeigen
Und Ausbildungsplatz heist automatisch Arbeitsplatz nach der Ausbildung ?
Bei der richtigen Firma, dem richtigen Ausbildungsberuf und vorallem der richtigen Leistung seitens des Azubis mit relativer Sicherheit ja. An letzterem fehlts halt meistens. Und wenns trotzdem nicht klappen sollte, dann gäbe es ja immer noch die Möglichkeit sich nach einer Ausbildung schulisch weiter zu qualifizieren. Man muss halt wollen. Hartz 4 beziehen und jammern wird wohl nix helfen.
odigo ist offline  
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Alt 18.02.10, 21:07   #7 (permalink)
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Soweit ich weiß, hat Westerwelle nicht kritisiert, dass der Hartz-IV Satz zu hoch wäre, sondern nur, dass es nicht genügend Anreize gibt, sich eine Arbeit zu suchen, bzw. eine anzunehmen.
Das wird auch von dieser OECD-Studie bestätigt.

Die 'Gleichmacherei' wird nicht funktionieren und ist meiner Meinung nach auch kein bisschen zielführend. Es müsste viel eher Maßnahmen geben, die es auch älteren Arbeitslosen ermöglichen wieder eine angemessene Arbeit zu finden.
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"Und die See wird allen neue Hoffnung bringen,
so wie der Schlaf die Träume bringt daheim."
- Christoph Kolumbus

Geändert von justj (18.02.10 um 21:23 Uhr)
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Alt 18.02.10, 21:20   #8 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von justj Beitrag anzeigen
Es müsste viel Maßnahmen geben, die es auch älteren Arbeitslosen ermöglichen wieder eine angemessene Arbeit zu finden.
Ich glaube das liegt schlicht und ergreifend an der wirtschaftlichen Lage. Wären mehr Jobs da wie die "Jungen" besetzen können wären ältere Arbeitnehmer auch wieder mehr gefragt. Nur mit irgendwelchen gesetzlichen Regelungen ("Maßnahmen") oder gut zureden wird das wohl nichts werden. Sowas passiert halt wenn eine Regierung auf tote Wirtschaftszweige setzt (Kohlepfennig, Landwirtschaftssubventionen, ...), das Geld lieber ins Ausland trägt (EU, vollkommen überzogene Spenden, ...) statt auf die einzige Resource zu setzen die Deutschland hat: Wissen (Stichwort Studiengebühren).
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Alt 19.02.10, 08:30   #9 (permalink)
 
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Zitat:
Soweit ich weiß, hat Westerwelle nicht kritisiert, dass der Hartz-IV Satz zu hoch wäre, sondern nur, dass es nicht genügend Anreize gibt, sich eine Arbeit zu suchen, bzw. eine anzunehmen.
Das wird auch von dieser OECD-Studie bestätigt.
Was soll denn auch ein Anreiz sein? Ein Familienvater, der fuer 7 € die Stunde Buckeln geht?

Wir haben doch selbst Schuld. Wer unterstuetzt denn noch lokale Wirtschaft? Woran kann es denn liegen, dasz die kleinen LAeden ueberall dichtmachen?
Weil wir alle brav dort einkaufen sicher nicht.
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Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!
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Alt 19.02.10, 11:33   #10 (permalink)
 
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Zitat:
justj:
Soweit ich weiß, hat Westerwelle nicht kritisiert, dass der Hartz-IV Satz zu hoch wäre, sondern nur, dass es nicht genügend Anreize gibt, sich eine Arbeit zu suchen, bzw. eine anzunehmen.
Westerwelle echauffierte sich darüber das es Arbeitnehmer gibt die praktisch weniger verdienen als ein Hartz IV Empfänger an Leistungen bezieht & somit für Arbeitslose auch kein Anreiz besteht arbeiten zu gehen. Da Westerwelle aber, im Interesse der Wirtschaft, immer vehement gegen Mindestlöhne gewettert hat (die diesen Mißstand am besten beheben würden), fordert er also indirekt die Kürzung von Hartz IV. Und um das auch dem letzten klarzumachen, brachte er diese Arbeitslosen auch noch mit spät-römischer Dekadenz in Verbindung...

Mir persönlich gefiel Heiner Geißlers Vergleich zwischen Westerwelle und dem Esel, den Kaiser Caligula zum Consul ernannt hatte, wesentlich besser, auch wenn der Esel in Wirklichkeit ein Rennpferd war - doch diese künstlerische Freiheit sei Geißler gestattet, immerhin hat unser geifernder Aussenminister wesentlich mehr von einem Esel, als von einem Rennpferd!
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Alt 19.02.10, 12:03   #11 (permalink)
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Es wird nicht die Kürzung von Hartz-IV gefordert, das Problem besteht darin, dass man sehr schnell Steuern zahlen muss, die den Nettolohn recht stark drücken, so dass der Abstand von dem was man in der Tasche hat, zu dem was ein Hartz-IV-Empfänger bekommt schnell sehr klein wird.

Das bedeutet für mich, dass die Steuersätze für Geringverdiener so angepasst werden müssen, dass der oben beschriebene Fall nicht eintreten kann.
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Alt 19.02.10, 12:27   #12 (permalink)
 
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Zitat:
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Das bedeutet für mich, dass die Steuersätze für Geringverdiener so angepasst werden müssen, dass der oben beschriebene Fall nicht eintreten kann.
Und wer soll das deiner Meinung nach bezahlen?
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Alt 19.02.10, 12:32   #13 (permalink)
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Man könnte in dem Zuge überlegen, ob alle Ausgaben, die die Bundesrepublik derzeit hat, so nötig sind. Ich finde, dass z.B. die Agrarsubventionen vollkommen überzogen sind. Ebenso sollte überlegt werden, ob die Kohleindustrie unbedingt so stark gefördert werden muss.

Ausserdem spricht ja nichts dagegen, die Steuersätze einfach ein Stück 'nach oben' zu verschieben. Denn wenn mehr Menschen arbeiten, und weniger Leistungen des Staates beziehen, wird automatisch Geld gespart.

Das Problem bei all diesen Sachen sind wieder die Wahlen. Die Politiker haben leider immer nur das nächste Wahlergebnis vor Augen, und sperren sich deshalb sehr häufig gegen unpopuläre Entscheidungen, die aber gemacht werden müssten.
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Alt 19.02.10, 13:34   #14 (permalink)
 
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Zitat:
justj:
Das bedeutet für mich, dass die Steuersätze für Geringverdiener so angepasst werden müssen, dass der oben beschriebene Fall nicht eintreten kann.
Da Westerwelles FDP nach wie vor auf völlig unrealistische Steuersenkungspläne fixiert ist, könntest Du mit dieser Interpretation recht haben.
Allerdings bleibt da noch sein Gerede von der spät-römischen Dekadenz - diese Wortwahl war ganz sicher kein Zufall & dient einzig und allein dem Zweck das Bild von faulen Arbeitslosen, die wie die Made im Speck leben, in die Köpfe der Menschen zu pflanzen. Ich finde den Vergleich von Teddy07 zwischen Westerwelles Gepolter & dem Antisemitismus der Nazis zwar etwas weit hergehohlt (und auch unpassend) - in einem Punkt ist er aber zutreffend: Beiden geht/ging es darum von internen Problemen abzulenken & den Menschen gleichzeitig eine einfache Lösung (Sündenbock) für komplexe Probleme (Wirtschaftskrise) anzubieten. Und in der Tat hat Westerwelles scharfe Rhetorik die ständigen negativer werdende Berichterstattung über die FDP & ihre, laut diversen Umfragen als besonders unfähig empfundenen, Minister vorerst gestoppt. Jetzt können sich die Politiker & Medien in einer neuen Diskussion verbal die Schädel einschlagen und alle Kritiker konzentrieren sich nur noch auf die Person Westerwelle, anstatt auf die FDP im allgemeinen...

Ob diese, für Westerwelle persönlich riskante, Strategie vollends aufgeht werden wohl spätestens die Wahlen in NRW zeigen.
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Alt 19.02.10, 16:38   #15 (permalink)
 
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Zitat von Tarantoga Beitrag anzeigen
Ob diese, für Westerwelle persönlich riskante, Strategie vollends aufgeht werden wohl spätestens die Wahlen in NRW zeigen.
Ich mag diese Aussagen nicht, sie verbinden einzelne Aussagen einer Person auf bundespolitischer Ebene mit dem Erfolg einer gesamten Partei in regionalen Wahlen. Aber darüber wettern, dass die Politiker immer nur das nächste Wahlergebnisse vor Augen haben ist schon in Ordnung? Wenn man als Wähler so denkt, darf man sich nicht beschweren, wenn sich die zu Wählenden daran orientieren.

mfg benediktibk
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