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Diskussion: Was zählt in Deutschland mehr? im Forum Umfragen, in der Kategorie Sonstiges; Anzeige Ich habe das Gefühl, dass in Deutschland das Thema Freiheit und die daraus resultierende Eigenverantwortung eine immer kleinere Rolle ...
| Umfrageergebnis anzeigen: Was zählt in Deutschland mehr? | |||
| Gleichheit | | 12 | 60,00% |
| Freiheit | | 8 | 40,00% |
| Teilnehmer: 20. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen | |||
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| Member of Honour ![]() Registriert seit: 05.03.08 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 246 | Anzeige Ich habe das Gefühl, dass in Deutschland das Thema Freiheit und die daraus resultierende Eigenverantwortung eine immer kleinere Rolle spielt. Sobald jemand etwas benachteiligt ist, kommt Papa Staat und nimmt denjenigen in die Hand und versucht durch Geld oder Gesetze dem entgegen zu wirken, selbst wenn dieser jemand einfach unfähig ist. Beispiele wären die immer weiter steigenden und ohne Wirkung bleibenden Sozialausgaben, die immer wieder angedachte "Frauenquote" oder das der Staat das Kindererziehen abnimmt. Dabei ist immer wieder zu beobachten, dass aus diesen benachteiligten vermeintlichen "Randgruppen"* es einige schaffen in die höhere Liga aufzusteigen und zwar durch Leistung und Durchsetzungsfähigkeit, nicht durch Gesetze und Geld. Ich möchte nicht für eine reine Ellenbogengesellschaft plädieren, mir fällt nur auf, dass Menschen, die an Motivationsproblemen leiden, nicht durch die kuschlige soziale Hängematte motiviert werden. Praktisches Beispiel aus der Uni: Ein Dozent fährt eher einen Schmusekurs: Akzeptiert jede Entschuldigung, übt keine Kritik und setzt viel auf eigenverantwortliche Arbeit, kommt dabei nichts vernünftiges heraus, denkt man sich eine Entschuldigung aus und gut ist. Ergebnis: In der ersten Veranstaltung waren 5/19 anwesend, davon kamen 3 zu spät (10-20 Minuten). Im Leben kommt es immer wieder vor, dass man auf Aufgaben trifft, für die man sich nicht motivieren kann oder wo es einem sehr schwer fällt. Es nervt, dass sobald eine Aufgabe zu schwer erscheint, ständig darauf verwiesen wird, dass andere mit besseren Voraussetzungen gestartet sind. Herzlichen Glückwunsch. Ich bin auch mit deutlich schlechteren Voraussetzungen in mein Studium gestartet als viele meiner Kommilitonen, na und? Ich hab mich auf meinen Hintern gesetzt und war fleißig; heute bin ich um einiges besser. Letztendlich kommt es auf das eigene Potenzial an und was man SELBST daraus macht. * Es handelt sich meist NICHT um Randgruppen, durch Gesetze werden sie meist darauf reduziert. |
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| | #2 (permalink) | ||
| Registriert seit: 23.03.05 ![]() Likes: 22 | Vielleicht sollte man die Begriffe erstmal etwas definieren. Subjektive Definitionen von mir: Gleicheit - Jeder Mensch erhält in seinem Leben die gleichen Chanchen. Das heißt, dass der Staat dafür sorgen muss bestimmte Faktoren (bspw. familiärer/finanzieller Hintergrund, gesundheitliche Einschränkungen ...) auszugleichen. - Allgemeine Menschenrechte, Würde des Menschen. - Gleicheit vor dem Gesetz. - Gleiche Pflichten gemäß den eigenen Möglichkeiten. Was ich NICHT unter Gleicheit verstehe ist: - Jeder Mensch hat die gleichen Fähigkeiten. Freiheit - Grundrechte wie Meinungsfreiheit - absolute Freiheit wird eingeschränkt durch Gesetze - Gesellschaftsvertrag als Grundlage zur Einschränkung der Freiheit Zitat:
Eine allgemeine Frauenquote ist natürlich Schwachsinn, da Männer und Frauen von Natur aus unterschliedliche Fähigkeiten haben. Allerdings sollte der Staat versuchen, Frauen bei objektiv gleicher Qualifikation und Eignung die gleichen Chanchen einzuräumen. Dass die Kindererziehung mehr und mehr Aufgabe des Staates wird ist meiner Meinung ein Gesellschaftlicher Trend, denn viele möchten sich scheinbar mit dieser Aufgabe nicht selbst befassen. Natürlich erreich man eine "höhere Liga" in welcher Form auch immer durch eigene Leistung. Allerdings ist es totaler Schwachsinn davon auszugehen, dass dies durch die staatlichen Hilfen, eben ohne Leistung, auch möglich ist. Staatliche Hilfen stellen nur gleiche Voraussetzungen sicher. Natürlich könnte man es auch ohne schaffen aber eben nur wesentlich schwieriger oder im Endeffekt gar nicht. Zitat:
, die Schuld ist aber nicht bei den Leuten zu Suchen, die nicht zur Vorlesung kommen)Manchmal sollte man es auch respektieren, dass eben nicht alle Menschen so viel Glück haben wie man selber in einer bestimmten Situation. Natürlich benutzen das auch manche als Ausrede aber eine klare Entscheidung ist da in der Regel schwierig. Man darf nicht nur weil man selber eine bestimmte Sache geschafft hat, davon ausgehen, dass dies alle so schaffen können. Das ist ein bischen, wie wenn ein Lottogewinner behauptet, die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen wäre hoch, schließlich hat er ja auch beim ersten Versuch gewonnen Der Schluss vom Speziellen auf das Allgemeine ist in der Regel einfach falsch. | ||
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| | #3 (permalink) | ||
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 07.12.04 ![]() Likes: 256 | Zitat:
jetzt nicht behaupten. Zum einen haben sich die Familienstrukturen grundlegend geändert angefangen bei der Scheidungsrate, den gewollten und ungewollten Doppelverdienerhaushalten bis zu den Grosseltern, die häufig gar nicht mehr in der nähernen Umgebung Leben. Hausfrau/mann wird doch nicht als Tätigkeit gesehen geschweigeden honoriert. War es früher selbstverständlich, bis minimum zum 3. Lebensjahr der Kinder, diese selbst Vollzeit zu betreuen, wird Heute doch mehr und mehr darauf gedrängt so schnell wie möglich wieder eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen. Kindererziehung wird in unserer Gesellschaft immer mehr zum Kostenfaktor und Kinder sind schon fast ein Luxusartikel, den man sich leisten können muss. Auch eine Erziehung durch den Staat findet meiner Meinung nach nicht statt, dies ist doch mehr oder weniger nur Grundversorgung und Verwaltung. Zitat:
wieder bereit sein zu übernehmen, damit sich unsere Gesellschaft nicht in Einzelkämpfer auflöst. Diese Mitverantwortung geht uns momentan verloren und dies in allen Bereichen, ob bei betrunkenen, pöbelnden Jugendlichen, bei den solidarischen Sozialsystemen, bei fairen Peisen für Dienstleistungen und Produkte oder bei der Steuerehrlichkeit, es wird immer nach dem Staat gerufen und selbst geht man den Weg des geringsten Wiederstandes und der geringsten Kosten. Doch der Staat kann nur allgemeine Regeln für das Zusammenleben aufstellen und dies sind eben Mindestanforderungen, für die Feinheiten muss die Gesellschaft bereit sein sich zu engagieren und eben auch zu bezahlen. Gruss
__________________ Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, daher darf man sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, dies bedeutet man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen. | ||
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| | #4 (permalink) | |||||||
| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Mir fehlt bei der Umfrage der Punkt Beides kommt in DE zu kurz, daher konnte ich mich nicht an der Abstimmung beteiligen... ![]() Das die Begriffe einer Definition bedürfen, hat xblax ja bereits angeführt - es macht zum Beispiel einen großen Unterschied ob man sich auf die Gleichheit im Sinne des Liberalismus oder des Sozialismus bezieht. Der Liberalismus definiert Gleichheit vor allem als Chancengleichheit - also das jeder, unabhängig von seiner Herkunft und damit unabhängig von dem sozialen Stand und dem Bildungsgrad der Eltern, die gleichen Aufstiegschancen hat. Die Wikipedia defniert Chancengleichheit so: Zitat:
Zitat:
Im Spiegel gab es dazu mal einen interessanten Artikel mit dem passenden Namen Mythos Chancengleichheit - Soziale Herkunft schlägt Leistung. Der Artikel hat zwar schon ein paar jahre auf dem Buckel (ist von 2004), beschreibt die Situation aber - leider - immer noch sehr gut. Sehr aufschlußreich ist z. B. dieser Absatz: Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
![]() Und wie es um die Gleichheit bestellt ist, zeigt die Tatsache, dass Frauen - ganz unabhängig von der Frauenquote - grundsätzlich für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, als Männer. Auch da versäumt es der Staat seit Jahrzehnten die im Grundgesetz verbriefte Gleichheit durchzusetzen. Zitat:
@xrayn: Hast Du Frauen wirklich als Beispiel für benachteiligte, unfähige Randgruppen angeführt? Oo.... | |||||||
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| | #5 (permalink) | ||||||
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 05.03.08 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 246 | Zitat:
Zitat:
Zitat:
Nehmen wir unsere Elite-Familie: Vater und/oder Mutter ist sehr ehrgeizig und daher erfolgreich im Beruf. Es ist doch selbstverständlich, dass das Kind sich den Lebensstil der Eltern abguckt. Gleiches gilt für die auf RTL2 gezeigte HartzIV-Familie. Warum ist es also ein Skandal, wenn aus erfolgreichen Elternhäusern (nur beruflich gesehen), wiederum erfolgreiche Kinder hervorgehen. Zitat:
Zitat:
), für eine solche Quote. | ||||||
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| | #6 (permalink) | |||
| Moderator ![]() Registriert seit: 11.02.06 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 229 | Zitat:
Wenn der Junge aus dem anderen Beispiel eine Schwäche hat, dann wird eben Geld für einen fähigen Nachhilfelehrer ausgegeben... Aus der ehemaligen Grundschulklasse meiner Nichte kenne ich praktische Beispiele: In der Klasse gab es einige Kinder mit Dyslexie, bzw. Dyskalkulie - beides kann durch speziellen Förderunterricht kompensiert werden. Lediglich die Kinder der Eltern die es sich leisten konnten diese Förderung privat zu bezahlen, haben es auf Realschulen oder Gymnasien geschafft - die anderen sind auf der Hauptschule gelandet... Zitat:
Wir geben viel Geld für unser Sozialsystem aus, doch vieles davon wird scheinbar völlig falsch verwendet - internationale Vergleiche zeigen z. B. das andere Länder viel mehr Geld für Förderprogramme (Kindertagesstätten, geförderter Nachhilfeunterricht, etc) ausgeben. Solange wir daraus nicht lernen, ist es im Grunde (bis auf ganz wenige glückliche Ausnahmen, die dann als Gegenbeweis herhalten müssen) völlig egal wie intelligent oder begabt Du bist - solange Du aus der falschen Familie kommst. Zitat:
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| | #7 (permalink) | |
| Registriert seit: 12.10.10 ![]() Likes: 19 | Zitat:
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| | #8 (permalink) | |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 05.03.08 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 246 | Zitat:
@Tara, Apfelmampfi ( ): Es geht in der Umfrage auch nicht darum, was besser klappt, sondern, was in Relation zueinander stärker gefördert wird. Wenn eurer Meinung nach beides schlecht gefördert wird, dann klickt dass an, was weniger schlecht gefördert wird - absolut gleich schlecht ists bestimmt nicht | |
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| | #9 (permalink) |
| Senior Member Registriert seit: 13.07.08 ![]() ![]() ![]() Likes: 85 | Kapitalismus & Wirtschaftsförderung.
__________________ "It is the human race! The deterioration of the spirit of man. Man undermining himself, causing a self-willed, self-imposed, self-evident self-destruction."+++ BREAKING +++ Troll ertrinkt im Planschbecken +++ |
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| | #10 (permalink) |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 28.05.10 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Likes: 210 | was mehr zählt? ... vermutlich freiheit ... warum ich das dann nicht auswähle? ... weil beide themengebiete "nicht erwünscht" sind, und quasi nur alibi funktion haben ... freiheit? ja, natürlich (solange es um die freiheit geht sich pollitisch korrekt zu verhalten ... dass diese freiheit sich nicht auf das gegenteil bezieht ist obligatorisch ... S21, heiligendamm, ...) gleicheit? ja, natürlich auch ... (gibt und gab halt leute immer leute, die sind halt ein bischen gleicher als andere ... siehe K. T. zu Googleberg) die für mich interessantere frage ist: "warum ist das so?" ... (man mag die frage auch gerne als rethorisch betrachten) es gibt ein zitat, das stalin oder lenin zugeschrieben wird: "In Deutschland wird es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste." was man auch immer von den beiden halten mag, in diesem spruch steck auch heute eine wahre aussage ...
__________________ Code: :(){ :|:& };: |
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| | #11 (permalink) | |
| Moderator ![]() | Zitat:
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| | #12 (permalink) |
| Member of Honour ![]() Registriert seit: 07.12.04 ![]() Likes: 256 | Also die Frauenquote halte ich auch für wenig sinnvoll. Das Problem sollte man lieber von der Seite angehen, dass für gleiche Arbeit auch das gleiche Geld bezahlt werden muss. Solange Frauen in der Regel weniger verdienen wie ihre männlichen Kollegen, wird die Geschäftsleitung sich eher für den Mann als Abteilungsleiter entscheiden, dem muss sie nämlich das Gehalt geringer erhöhen, als der ähnlich qualifizierten Frau. Der nächste Effekt wäre dann, dass bei der Entscheidung wer in Erziehungsurlaub geht die finanzielle Seite nicht mehr so oft für die Frau sprechen würde, was vermutlich dazu führen würde, dass mehr Männer überhaupt die Möglichkeit bekommen den ganzen oder einen Teil des Erziehungsurlaubs in Anspruch zu nehmen. Womit wieder ein Argument gegen die Beförderung einer Frau wegfallen würde. Also wenn man wirklich Fauen in Führungspositionen will, muss man erst mal dafür Sorgen, dass auch genügend qualivizierte und nicht quotierte Frauen überhaupt in die Nähe solcher Jobs kommen. Den gleichen Effekt haben wir übrigens in der Leiharbeit, solange mich der Leiharbeiter nicht deutlich mehr kostet, als der eigene Mitarbeiter ist die Motivation eine Festanstellung zu erwägen aus kaufmännischer Sicht gleich Null. Gruss
__________________ Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, daher darf man sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, dies bedeutet man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen. |
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