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Thema: Krypto Währungen, Blockchain Technologie

  1. #16
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    Quelle: coin-hero.de

    Malware-Anwendung statt Ransomware – Hacker denken um
    Das Unternehmen Kaspersky Lab warnt in seiner Auswertung unter anderem, dass Antvirenprogramme Krypto-Usern vielfach keinen ausreichenden Schutz bieten können. Im Mittelpunkt standen Daten, die zu den Jahren 2016 und 2017 erhoben wurden. Auch das erste Quartal dieses Jahres wurde analysiert. Das Resultat: Krypto-Mining-Malware verbucht einen Zuwachs um sage und schreibe 44,5 Prozent, Ransomware einen Rückgang um 44,6 Prozent und damit einen identischen Wert. Die Experten erklären dies damit, dass Kryptojacking für Nutzer rentabler sei.


    Zu guter Letzt hat die BL wenigstens den Vorteil, das profane Systeme nicht mehr gehackt werden
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

  2. #17
    Moderator Avatar von bitmuncher
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    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Nicht jeder echte Vorteil muss auch direkt von jedem erkannt werden - aber den eben skizzierten bitte ich doch zur Kenntnis zu nehmen...
    Stimmt, ist ein Vorteil. Macht die Finanzierung von Terror-Organisationen und Mafia-Strukturen total simpel und nicht nachvollziehbar. Das ist bestimmt ein dickes Plus für unsere Gesellschaft.

    Davon abgesehen verschweigst du, dass es Bestätigungen in der Blockchain braucht, bevor ein Transfer tatsächlich stattfindet. Und wie lang die Transferzeiten sind und dass man da auch erstmal rumrechnen muss, bevor man die Transaktionsdauer bestimmen kann, erwähnst du auch nicht. Das können ein paar Minuten oder auch ein paar Wochen sein. Von "ich klicke und dann ist die Kohle da" kann also wohl kaum die Rede sein. Wenn da mal wieder ein halbwegs effizienter Kryptotrojaner unterwegs ist, kann allein schon die erste Bestätigung locker 1-2 Tage dauern. Beispiel: Im Dezember 2017 lag die durchschnittliche Bestätigungszeit bei >2300 Minuten, also 38h. Und das ist wohlbemerkt der Durchschnitt. Die Medianwerte will man da lieber gar nicht wissen. Denn je mehr eine Kryptowährung genutzt wird, umso länger dauern die Transaktionen. Das Bitcoin-Netzwerk schafft etwa 4-10 Transaktionen pro Sekunde. Vergleich: Visa schafft 50k. Will man solche Werte mit Kryptowährungen erreichen, muss man auf die Bestätigung verzichten, wodurch sie manipulierbar werden.

    Hinzu kommt, dass die Gebühren steigen, je kleiner der Betrag ist oder je schneller man den Transfer benötigt. Erhält man seine Coins also eher in kleinen Stücken, was gerade in Zeiten der Kurs-Höhenflüge eher die Regel ist, oder braucht man eine Transaktion möglichst schnell, zahlt man ordentlich drauf. Soweit ich weiss kostete eine Transaktion im Dezember letzten Jahres, also als die Wartezeiten so hoch waren, ca. 12 Dollar pro 100 Dollar. Ich glaube die Bankkunden würden ziemlich auf die Barrikaden gehen, wenn irgendeine Bank 12% Transaktionsgebühr verlangen würde. Niemand würde eine solche Bank noch nutzen. Umso unverständlicher ist es, dass der Hype um Bitcoin dennoch weitergeht. Zeigt aber recht deutlich, wie verblendet seine Verfechter sind.

    Auch "Kohle", die irgendwo festhängt, gab es in der Vergangenheit bereits, so dass nichtmal gewährleistet ist, dass eine Transaktion überhaupt stattfindet oder man tatsächlich noch an sein Geld kommt.

    Auch die Kursschwankungen sind weitaus größer als bei jeder klassischen Währung.

    Stellen wir uns dann auch noch vor, Unternehmen oder Staaten würden sich nur noch durch Kryptowährungen finanzieren, kommt einem das kalte Grausen. Im schlimmsten Fall ist der aufgenommene Kredit bei der Ankunft des Geldes nur noch einen Bruchteil davon Wert, weil die Kursschwankungen so massiv sind. Abgezahlt werden muss aber natürlich die versendete Summe, nicht die empfangene.

    Nicht vergessen sollte man auch, dass bei Kryptowährungen die Kunden als Tester missbraucht werden. Für ein Netzwerk mit 300 Milliarden USD Marktkapitalisierung ist das eine ziemlich schwache Leistung.

    Dass nun mittlerweile mit den ICOs auch Kleinanleger aus Startup-Finanzierungen häufig ausgeschlossen werden, sollte ggf. auch nicht unbedingt verschwiegen werden. Und man sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass ein einzelner chinesischer Chiphersteller (Bitmain) etwa 40% Prozent der weltweiten Hashleistung für Bitcoin liefert. Mit anderen Worten: Die Chinesen kontrollieren Bitcoin weitestgehend.

    Man kann also das klassische Geldsystem höchstens mit Cryptowährungen erweitern, nicht jedoch ersetzen. Die Risiken liegen dann allerdings beim (unbedarften) Anwender und nicht bei der Bank. Cryptowährungen sind keineswegs die schöne heile Welt, als die sie von ihren Verfechtern dargestellt werden. Sie bringen nicht nur massive finanzielle Risiken sondern auch gesellschaftliche Probleme mit sich und/oder verschärfen diese.

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  4. #18
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    Lass uns mal mit etwas ganz simplen anfangen. Nehmen wir, weil in aller Munde, Zahlungsverkehr.

    Bisher ist es bei einer Transaktion von A nach B immer so, daß irgendeine Dritte Partei daran mit partizipiert und diesen Vorgang kennt. D.h.: ich schulde Dir 100 Bucks, überweise das via Bank, kostet mich dann 112 US$ und die Bank weiss, dass ich Dir Knete geschickt habe. Bei CC oder Western Union usw. oder noch geiler bei einer Auslandsüberweisung, sagen wir nach Zypern für eine Softwarelizenz musst Du dir dein Kto für Auslandstransaktionen freischalten lassen, Du musst seitenweise Papier ausfüllen und die ÜW dauert min. 4 Tage, Gebühren ca. 20 Eur.

    Sodele, nun mache ich 3 Mausklicks und in 10 Minuten ist deine Kohle da, bei einem entsprechenden coin (z.B.: Monero usw.) ist die gesamte Transaktion nicht mehr nachvollziehbar, die Dritte Partei bekommt keine Provision, arbeitet nicht tagelang mit deinem Geld und niemand ausser uns beiden ist irgendwie mit dem Transfer des Geldes involviert. Das ist m.E. die Zukunft des Geldes und aus meiner Sicht ein unfassbarer Vorteil.

    Ich stimme Dir zu, das ginge auch mit ner normalen DB, aber nu ist es eben technisch die BL geworden, anyway.... who cares ?
    Tatsache ist, dass die Transaktionsgebühren MIT einer Blockchain aktuell ziemlich hoch sind. Und sie sind nicht nur hoch, sondern auch priorisiert: Kleinstbeträge können praktisch ewig im Pool hängen - außer du legst mächtig was drauf.
    Zum anderen ist es völlig unkontrolliert sodass du keinerlei Kontrolle über Gebühren hast. Setzt du auf BC als zentrales Zahlmittel, kann es mit deinem Business schnell vorbei sein, wenn zusätzliche Gebühren den Preis hochtreiben oder deine Marge fresssen.

    Du machst einen Gedankenfehler, den Technokraten immer machen: Du glaubst, dass du ein soziales und gesellschaftliches Problem mithilfe von Technologie lösen wirst. Es gibt aber keinen historischen Beweis dafür und die BC ist unterm Schnitt auch nur ein weiteres Feature von vielen im Strom der Zeit. Was den Finanzsektor angeht: Wir brauchen Standards und Transparenz - Gesetze und Regeln. Wenn wir das haben, kann eine BC durchaus ein nützliches Werkzeug sein. Aber ohne Regulierung bringt sie keinen Nutzen. Der Reiz der aktuellen BCs liegt aktuell fast ausnahmslos in der Spekulation und in der Abwicklung krummer Dinger. Der Anteil an "seriösen" Transaktionen ist unerheblich.
    Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

    Habo Blog - http://blog.hackerboard.de/

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  6. #19
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    Servus Bitmuncher,

    Zitat Zitat von bitmuncher Beitrag anzeigen
    Stimmt, ist ein Vorteil. Macht die Finanzierung von Terror-Organisationen und Mafia-Strukturen total simpel und nicht nachvollziehbar. Das ist bestimmt ein dickes Plus für unsere Gesellschaft.
    Den buchen wir mal unter Polemik ein... denn LKWs vereinfachen Terroranschläge ja auch ungemein... Und LKWs sind ein dickes Plus...

    Davon abgesehen verschweigst du, dass es Bestätigungen in der Blockchain braucht, bevor ein Transfer tatsächlich stattfindet. Und wie lang die Transferzeiten sind und dass man da auch erstmal rumrechnen muss, bevor man die Transaktionsdauer bestimmen kann, erwähnst du auch nicht. Das können ein paar Minuten oder auch ein paar Wochen sein. Von "ich klicke und dann ist die Kohle da" kann also wohl kaum die Rede sein. Wenn da mal wieder ein halbwegs effizienter Kryptotrojaner unterwegs ist, kann allein schon die erste Bestätigung locker 1-2 Tage dauern. Beispiel: Im Dezember 2017 lag die durchschnittliche Bestätigungszeit bei >2300 Minuten, also 38h. Und das ist wohlbemerkt der Durchschnitt. Die Medianwerte will man da lieber gar nicht wissen. Denn je mehr eine Kryptowährung genutzt wird, umso länger dauern die Transaktionen. Das Bitcoin-Netzwerk schafft etwa 4-10 Transaktionen pro Sekunde. Vergleich: Visa schafft 50k. Will man solche Werte mit Kryptowährungen erreichen, muss man auf die Bestätigung verzichten, wodurch sie manipulierbar werden.
    Stimmt!
    Aber das ist eben Bitcoinspezifisch. BTC ist aber auch nicht mein Favorit, da gibt es weitaus bessere Alternativen. TRX, Dash, Neo od. zcash usw. (selbst ETH) sind im Regelfall in Minuten da. Dein Bsp. von 12/17 ist zwar korrekt, aber die langen Transferzeiten wurden tagelang zuvor angekündigt und waren wohl auch dem immensen Zulauf geschuldet als der BTC binnen 4 Wochen sich verdoppelt hat und Lis-chen Müller plötzlich auch in Cryptos reinwollte. Die Transaktionen sind zwar immer noch der Flaschenhals, aber alle seriösen Coins werkeln daran und binnen 12 Monaten ist das auch kein Thema mehr.

    Hinzu kommt, dass die Gebühren steigen, je kleiner der Betrag ist oder je schneller man den Transfer benötigt. Erhält man seine Coins also eher in kleinen Stücken, was gerade in Zeiten der Kurs-Höhenflüge eher die Regel ist, oder braucht man eine Transaktion möglichst schnell, zahlt man ordentlich drauf. Soweit ich weiss kostete eine Transaktion im Dezember letzten Jahres, also als die Wartezeiten so hoch waren, ca. 12 Dollar pro 100 Dollar. Ich glaube die Bankkunden würden ziemlich auf die Barrikaden gehen, wenn irgendeine Bank 12% Transaktionsgebühr verlangen würde. Niemand würde eine solche Bank noch nutzen. Umso unverständlicher ist es, dass der Hype um Bitcoin dennoch weitergeht. Zeigt aber recht deutlich, wie verblendet seine Verfechter sind.
    Es gibt Hunderte Coins deren Gebühren gleich bleiben, für den BTC stimmt es, so wie Du es formulierst. Aber es ist m.E. etwas unfair, immer den BTC in den Vordergrund zu schieben, der Coin ist mittlerweile hochbetagt. Wenn man sich über moderne Autos unterhält, wird man auch nicht den BMW 2002tii als Basis dafür hernehmen. Ausserdem, wenn die BTC Gebühr zu hoch ist, dann switcht man das in ETH oder anderen coin, dessen Kosten gerade gering sind, und sendet es ebend so rüber, Thema erledigt. Das gleiche gilt auch für Transaktionszeiten!

    Auch "Kohle", die irgendwo festhängt, gab es in der Vergangenheit bereits, so dass nichtmal gewährleistet ist, dass eine Transaktion überhaupt stattfindet oder man tatsächlich noch an sein Geld kommt.
    Das kommt nicht vor, da sitzt das Problem immer zwischen Tastatur und Stuhllehne, ich erinnere mich an einen schrägen Fall von 2013 aber nach einem sauberen Syncen der Chain wurde das wieder begradigt. War aber auch BTC, wenn ich es richtig erinnere.
    Auch die Kursschwankungen sind weitaus größer als bei jeder klassischen Währung.
    Im Rahmen der Volabilität kann ich keinen Nachteil erkennen, ausserdem werden sich bei steigender Marktkapitalisierung Schwankungen vermindern, anteilig wieviel Kohle insgesamt in den Markt fliesst. Bisher sind Cryptos ca. 1% aller Finanztransaktionen, da sollte man zuwarten.

    Stellen wir uns dann auch noch vor, Unternehmen oder Staaten würden sich nur noch durch Kryptowährungen finanzieren, kommt einem das kalte Grausen. Im schlimmsten Fall ist der aufgenommene Kredit bei der Ankunft des Geldes nur noch einen Bruchteil davon Wert, weil die Kursschwankungen so massiv sind. Abgezahlt werden muss aber natürlich die versendete Summe, nicht die empfangene.
    Du malst hier eben immer das Horrorszenario, im schlimmsten Fall ist dein Fiatgeld auch gar nichts mehr wert, weil die Banken pleite gehen, ehe Du dein Geld abheben kannst. Singapur lässt grüßen, dort haben mal schnell 250.000 Kleinsparer bis 100 K dank Lehmann Broth. alles verloren, am Freitag wurde es bekannt, am Montag hat Singapur nicht mehr ausbezahlt. Hunderte standen erst vor der Bank und wurden nicht mehr eingelassen, jetzt stehen sie vor dem k-punkt r-punkt (kompletter Ruin)

    Nicht vergessen sollte man auch, dass bei Kryptowährungen die Kunden als Tester missbraucht werden. Für ein Netzwerk mit 300 Milliarden USD Marktkapitalisierung ist das eine ziemlich schwache Leistung.
    Auch nicht ganz fair, bei Fiatbanken wird der Kunde natürlich* nie mißbraucht und immer extrem fair behandelt. Da wird keiner angelogen, keiner über den langen Tisch gezogen, die Berater agieren immer im Sinne des Kunden usw...

    Dass nun mittlerweile mit den ICOs auch Kleinanleger aus Startup-Finanzierungen häufig ausgeschlossen werden, sollte ggf. auch nicht unbedingt verschwiegen werden.
    Der Kollege Kleinanleger kann sich jederzeit über den Kauf von Tokens am Start-up beteiligen, über welche Form ein Start-Up seine Anschubfinanzierung reinholt liegt doch ausschließlich im jeweiligen Ermessen des CEOs. Keiner zwingt den, ICO aufzulegen. Oft erspart es ihm aber das Gebettel seitens bei der Hausbank oder Förder- oder Ausgleichsbank, geht schneller, ist günstiger und effizienter.


    Und man sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass ein einzelner chinesischer Chiphersteller (Bitmain) etwa 40% Prozent der weltweiten Hashleistung für Bitcoin liefert. Mit anderen Worten: Die Chinesen kontrollieren Bitcoin weitestgehend.
    Sehe ich leider komplett anders. Man kann China zu soviel Weitblick nur gratulieren, alles richtig gemacht. So funktioniert Markt. Ich denke aber, die 40% kannst du getrost auf 65% hochschrauben, die meisten Börsen gehören auch chinesischen Investoren (oder große Teile davon). Somit verdienen die auch an 5 von 10 Transaktionen immer kräftig mit. Sei ehrlich, hätte hätte Fahrradkette, aber hätte Europa anno 2011 die Regulatorien für Börsen nicht so nach oben getrieben und wären die Strompreise akzeptabel gewesen, hätten wir heute den Markt unter Kontrolle. Ganz ehrlich, mir nötigt China in dieser Sache meinen Respekt ab. Markt erkannt, schnelle Umsetzung und Rahm abschöpfen... würden wir auch so machen, daher, nur kein Neid ;-)

    Man kann also das klassische Geldsystem höchstens mit Cryptowährungen erweitern, nicht jedoch ersetzen.
    Man MUSS es tun, sry! Das *klassische* Geldsystem schöpft Geld aus dem nichts. Zins- und Zinseszins lässt grüßen, in vielen Kulturen wurden Wucherer (zurecht) einen Kopf kürzer gemacht. Diese Politik, Wert aus nichts zu erstellen schafft ja erst die mannigfachen Probleme, mit denen sich die Welt herumschlagen muß. Da liegt die wirkliche Ursache für 2/3 der Armut in der Welt.


    Die Risiken liegen dann allerdings beim (unbedarften) Anwender und nicht bei der Bank.
    Ach... mein Lieber... JETZT(!) drehst Du es so, dass im Falle der Cryptos, der *arme unbedarfte Anwender* das Opfer wird. Wenn ich das Forum durchgehe, wie oft hast du die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, weil der Anwender unbedarft* oder zu doof ist ??? Weisst Du Bitmuncher, wenn der Anwender nicht in der Lage ist, Copy & Paste auszuführen, dann simmer uns doch bitte einig, dass ist doch nicht schuld der Cryptos...


    Cryptowährungen sind keineswegs die schöne heile Welt, als die sie von ihren Verfechtern dargestellt werden. Sie bringen nicht nur massive finanzielle Risiken sondern auch gesellschaftliche Probleme mit sich und/oder verschärfen diese.
    [/QUOTE]
    Eher das komplette Gegenteil. Sie bringen kaum finanzielle Risiken, sofern man ordentlich ausführt und haushaltet. Ein gesellschaftliches Problem kann ich beim Besten Willen nicht erkennen, das sehe ich bei Fiatbanken, Giralgeld, 0 Zinspolitik und der ungebremsten Geldmenge, welche tagtäglich in den Markt gepumpt wird weitaus höher. Von Inflation, Manipulation, versteckten Wertverlusten ganz zu schweigen, alles Domänen der FIAT-Banken.

    Cryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben und - nur meine pers. Meinung - UND DAS IST AUCH GUT SO


    In diesem Sinne,

    Beste Grüße
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

  7. #20
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    Zitat Zitat von Chromatin Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, dass die Transaktionsgebühren MIT einer Blockchain aktuell ziemlich hoch sind. Und sie sind nicht nur hoch, sondern auch priorisiert: Kleinstbeträge können praktisch ewig im Pool hängen - außer du legst mächtig was drauf. Zum anderen ist es völlig unkontrolliert sodass du keinerlei Kontrolle über Gebühren hast. Setzt du auf BC als zentrales Zahlmittel, kann es mit deinem Business schnell vorbei sein, wenn zusätzliche Gebühren den Preis hochtreiben oder deine Marge fresssen.
    Gebe ich Dir in der Risikobewertung völlig recht. Aber eben - der BTC kann und wird nicht der Coin zum schnellen Zahlungsverkehr sein, zu teuer, zu langsam, zu phflegmatisch, nicht dezentral usw.
    Du machst einen Gedankenfehler, den Technokraten immer machen:
    Ich bin kein Technokrat, ich bin eher strunzdumm aber der liebe Gott hat mir die Fähigkeit geschenkt, oft auch mal über den Suppentellerrand hinausschauen zu dürfen und etwas Querdenken muß ja erlaubt sein ;-)

    Du glaubst, dass du ein soziales und gesellschaftliches Problem mithilfe von Technologie lösen wirst.
    Röntgen, Telefon, Kanalisation, Mähdrescher, Wolframdraht, Eisenbahn... Fortschritt entsteht AUSSCHLIESSLICH durch Technik - nothing else!

    Es gibt aber keinen historischen Beweis dafür und die BC ist unterm Schnitt auch nur ein weiteres Feature von vielen im Strom der Zeit.
    Der is schön, der gefällt mir, den klaue ich dir, wenn ich darf... und ich bin ganz nah bei Dir...

    Was den Finanzsektor angeht: Wir brauchen Standards und Transparenz - Gesetze und Regeln.
    Wir beide wissen, das bekommen wir niemals! Seit Ende 2 WK versuchen kluge Leute das auf den Weg zu bringen und scheitern krachend daran. Daran hat die Hochfinanz kein Interesse und wer das Sagen hat bestimmt leider auch die Regeln. Du erinnerst dich sicher noch ans Seehofer Zitat von wer gewählt wird hat nix zu sagen und wer was zu sagen hat, wird nicht gewählt. Da hat unser modelleisenbahnspielender Bundeshorst den sinnigsten Satz seines Lebens herausgehauen.


    Wenn wir das haben, kann eine BC durchaus ein nützliches Werkzeug sein.
    Sehen wir es als Ergänzung, einverstanden.


    Aber ohne Regulierung bringt sie keinen Nutzen.
    Regulierung ist doch kacke... Dezentral, Schwarmintelligenz, peer-to-peer das bringt uns nach vorne, es geht doch gerade darum, uns soviel Freiheit als möglich zu bewahren. Da ist Regulierung extrem kontraproduktiv ähnlich wie ein 2 Zentner Klotz am Bein.

    Der Reiz der aktuellen BCs liegt aktuell fast ausnahmslos in der Spekulation und in der Abwicklung krummer Dinger. Der Anteil an "seriösen" Transaktionen ist unerheblich.
    Die krummen Dinger wurden nun x-fach widerlegt. Verteufelt irgendwer den Dollar, nur weil Idi Amin damit seine Waffen gekauft hat. Kriminelle Energien sitzen in den Menschen, nicht in Bezahlsystemen.

    Der Anteil an *seriösen* Transaktionen wurde übrigens vor ca. 1 Woche festgehalten. 9 Millionen weniger als die NASDQ, Tendenz steil steigend. Kann ich als Argument nicht geltenlassen. Wenn wir schon einen eklatanten Nachteil festhalten mögen, lass' uns das eher z.B.: am unfassbaren Stromverbrauchs für's Mining festmachen oder so... Kriminalität wird es immer geben und wenn das Zahlungsmittel dafür Ostereier wären, denkst du nicht?

    Dir auch, Beste Grüße, endlich kommt da mal Dampf rein :-D jetzt hoffe ich bloss, daß auch einige Cryptobefürworter hier mal eine Lanze für eine FAIRE Chance für alle brechen werden...

    Machs gut
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

  8. #21
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    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Den buchen wir mal unter Polemik ein... denn LKWs vereinfachen Terroranschläge ja auch ungemein... Und LKWs sind ein dickes Plus...
    Nur dass LKWs tatsächlich in erster Linie für andere Zwecke genutzt werden. Fast alle Cryptowährungen werden aktuell kaum als Zahlungsmittel irgendwo akzeptiert sondern sind in erster Linie Spekulationsobjekte, anonyme Bezahlwege für kriminelle Aktivitäten und Möglichkeiten um Geld zu waschen. Bitcoin stellt hier die einzige Ausnahme dar.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Stimmt!
    Aber das ist eben Bitcoinspezifisch. BTC ist aber auch nicht mein Favorit, da gibt es weitaus bessere Alternativen. TRX, Dash, Neo od. zcash usw. (selbst ETH) sind im Regelfall in Minuten da. Dein Bsp. von 12/17 ist zwar korrekt, aber die langen Transferzeiten wurden tagelang zuvor angekündigt und waren wohl auch dem immensen Zulauf geschuldet als der BTC binnen 4 Wochen sich verdoppelt hat und Lis-chen Müller plötzlich auch in Cryptos reinwollte. Die Transaktionen sind zwar immer noch der Flaschenhals, aber alle seriösen Coins werkeln daran und binnen 12 Monaten ist das auch kein Thema mehr.
    Soweit ich informiert bin, wird daran bereits seit mindestens 3 Jahren (Stichwort: Lightning Network) gewerkelt. Wie kommst du auf die Idee, dass da in 12 Monaten so massive Fortschritte gemacht werden?

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Es gibt Hunderte Coins deren Gebühren gleich bleiben, für den BTC stimmt es, so wie Du es formulierst. Aber es ist m.E. etwas unfair, immer den BTC in den Vordergrund zu schieben, der Coin ist mittlerweile hochbetagt. Wenn man sich über moderne Autos unterhält, wird man auch nicht den BMW 2002tii als Basis dafür hernehmen.
    Nein, man wird jene Autos hernehmen, die am meisten gefahren werden, und nicht über den Kalaschnikow CV-1 reden. Bitcoin ist nunmal die am meisten tatsächlich genutzte Kryptowährung und so ziemlich die einzige, die bereits relativ großflächig eingesetzt wird.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Das kommt nicht vor, da sitzt das Problem immer zwischen Tastatur und Stuhllehne, ich erinnere mich an einen schrägen Fall von 2013 aber nach einem sauberen Syncen der Chain wurde das wieder begradigt. War aber auch BTC, wenn ich es richtig erinnere.
    Nein, ich erinnere mich da an einen anderen Fall, der mal bei Xing durch meine Timeline lief. Die hatten ein Interview mit irgendeiner CEO geführt, bei deren Währung diverse Summen nicht mehr ausgezahlt werden konnten. Leider finde ich das gerade nicht wieder. Dann gab's da ja noch die Probleme mit OneCoin, wo Konten mit Werten von knapp 30 Mio. Euro gesperrt wurden, weil gegen das Gesetz zur Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten verstoßen wurde. Die News waren jedenfalls in den letzten Jahren häufiger mal voll mit solchen Meldungen.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Im Rahmen der Volabilität kann ich keinen Nachteil erkennen, ausserdem werden sich bei steigender Marktkapitalisierung Schwankungen vermindern, anteilig wieviel Kohle insgesamt in den Markt fliesst. Bisher sind Cryptos ca. 1% aller Finanztransaktionen, da sollte man zuwarten.
    Das glaube ich nicht, weil die Spekulation mit Kryptowährungen weitaus einfacher ist als mit klassischen Währungen. Hinzu kommen die massiven Angriffe auf die zugehörigen Börsen, wo immer mal wieder einige Millionen geklaut werden. Würde so etwas bei einer klassischen Bank geschehen, wäre die Bank in der Verantwortung das zu ersetzen. Kann sie es nicht, greift zumindest in Europa die Einlagensicherung.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Du malst hier eben immer das Horrorszenario, im schlimmsten Fall ist dein Fiatgeld auch gar nichts mehr wert, weil die Banken pleite gehen, ehe Du dein Geld abheben kannst. Singapur lässt grüßen, dort haben mal schnell 250.000 Kleinsparer bis 100 K dank Lehmann Broth. alles verloren, am Freitag wurde es bekannt, am Montag hat Singapur nicht mehr ausbezahlt. Hunderte standen erst vor der Bank und wurden nicht mehr eingelassen, jetzt stehen sie vor dem k-punkt r-punkt (kompletter Ruin)
    In Deutschland haben wir noch eine Einlagensicherung, so dass "gar nichts mehr wert" eher nicht eintreten wird.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Auch nicht ganz fair, bei Fiatbanken wird der Kunde natürlich* nie mißbraucht und immer extrem fair behandelt. Da wird keiner angelogen, keiner über den langen Tisch gezogen, die Berater agieren immer im Sinne des Kunden usw...
    Zumindest werden dort nicht ständig Millionenbeträge geklaut.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Der Kollege Kleinanleger kann sich jederzeit über den Kauf von Tokens am Start-up beteiligen, über welche Form ein Start-Up seine Anschubfinanzierung reinholt liegt doch ausschließlich im jeweiligen Ermessen des CEOs. Keiner zwingt den, ICO aufzulegen. Oft erspart es ihm aber das Gebettel seitens bei der Hausbank oder Förder- oder Ausgleichsbank, geht schneller, ist günstiger und effizienter.
    Eben, es muss ja nichtmal ein anständiger Finanzierungsplan vorliegen. ICOs umgehen so ziemlich jeden Schutzmechanismus des Anlegers. Kryptowährungen werden ja nichtmal als Teil der Insolvenzmasse gehandhabt, so dass Fake-Startups gegründet werden können, wo der Gründer mit seiner Krypto-Kohle einfach abhauen kann. Denn die bleibt im Falle einer Insolvenz sowieso bei ihm.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Sehe ich leider komplett anders. Man kann China zu soviel Weitblick nur gratulieren, alles richtig gemacht. So funktioniert Markt. Ich denke aber, die 40% kannst du getrost auf 65% hochschrauben, die meisten Börsen gehören auch chinesischen Investoren (oder große Teile davon). Somit verdienen die auch an 5 von 10 Transaktionen immer kräftig mit. Sei ehrlich, hätte hätte Fahrradkette, aber hätte Europa anno 2011 die Regulatorien für Börsen nicht so nach oben getrieben und wären die Strompreise akzeptabel gewesen, hätten wir heute den Markt unter Kontrolle. Ganz ehrlich, mir nötigt China in dieser Sache meinen Respekt ab. Markt erkannt, schnelle Umsetzung und Rahm abschöpfen... würden wir auch so machen, daher, nur kein Neid ;-)
    Die Frage ist nur, ob es wirklich wünschenswert ist, wenn ein Land wie China den Geldtransfer kontrolliert.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Man MUSS es tun, sry! Das *klassische* Geldsystem schöpft Geld aus dem nichts. Zins- und Zinseszins lässt grüßen, in vielen Kulturen wurden Wucherer (zurecht) einen Kopf kürzer gemacht. Diese Politik, Wert aus nichts zu erstellen schafft ja erst die mannigfachen Probleme, mit denen sich die Welt herumschlagen muß. Da liegt die wirkliche Ursache für 2/3 der Armut in der Welt.
    Und du glaubst ernsthaft, dass das mit Kryptowährungen gelöst wird, die nichtmal dem Markt entzogen werden können, so dass eine ständig wachsende Geldmenge vorhanden ist? Es gibt nunmal Situationen, in denen Zentralbanken dem Markt auch Geld entziehen müssen, damit die Währungswerte nicht vollständig verfallen. Mit Kryptowährungen ist das quasi unmöglich.


    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Ach... mein Lieber... JETZT(!) drehst Du es so, dass im Falle der Cryptos, der *arme unbedarfte Anwender* das Opfer wird. Wenn ich das Forum durchgehe, wie oft hast du die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, weil der Anwender unbedarft* oder zu doof ist ??? Weisst Du Bitmuncher, wenn der Anwender nicht in der Lage ist, Copy & Paste auszuführen, dann simmer uns doch bitte einig, dass ist doch nicht schuld der Cryptos...
    Der durchschnittliche Bürger arbeitet mit exakt einer Währung, nämlich seiner Landeswährung. Du schreibst hier was von "dann tauscht man halt in eine andere Währung mit niedrigeren Gebühren" u.ä.. Denkst du ernsthaft, dass >90% der Bevölkerung mit einem solch komplexen System umgehen können? Das ist eben nicht nur Copy&Paste. Man muss auch noch alle möglichen Währungen kennen, deren Umtauschkurse, deren Transfergebühren etc..

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Eher das komplette Gegenteil. Sie bringen kaum finanzielle Risiken, sofern man ordentlich ausführt und haushaltet. Ein gesellschaftliches Problem kann ich beim Besten Willen nicht erkennen, das sehe ich bei Fiatbanken, Giralgeld, 0 Zinspolitik und der ungebremsten Geldmenge, welche tagtäglich in den Markt gepumpt wird weitaus höher. Von Inflation, Manipulation, versteckten Wertverlusten ganz zu schweigen, alles Domänen der FIAT-Banken.
    Inflation, Manipulation etc. sind auch Domänen von Kryptowährungen. Gerade Manipulationen der Kurse sind dort weitaus einfacher: 3 Ways The Rich Manipulate The Cryptocurrency Market - Mycryptopedia

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    Servus Bitmuncher, alter Crypto Hasser

    Den buchen wir mal unter Polemik ein... denn LKWs vereinfachen Terroranschläge ja auch ungemein... Und LKWs sind ein dickes Plus...

    Nur dass LKWs tatsächlich in erster Linie für andere Zwecke genutzt werden. Fast alle Cryptowährungen werden aktuell kaum als Zahlungsmittel irgendwo akzeptiert sondern sind in erster Linie Spekulationsobjekte, anonyme Bezahlwege für kriminelle Aktivitäten und Möglichkeiten um Geld zu waschen. Bitcoin stellt hier die einzige Ausnahme dar.
    Den diskutiere ich auf dem Level nicht mehr, das ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Das Ziel der Industrien und Entwickler ist sicherlich nicht, eine vereinfachte Möglichkeit zur Kriminalität bereit zu stellen. Du verwechselst hier in aller Deutlichkeit das Objekt bezogen zum Kriminellen. Es ist nicht die Waffe die Schaden anrichtet, es ist der Mensch, der den Trigger auslöst. Fürwahr, es gibt Mißbrauch aber den gibt es in jeder Kaste und mit jedem Wert.


    Soweit ich informiert bin, wird daran bereits seit mindestens 3 Jahren (Stichwort: Lightning Network) gewerkelt. Wie kommst du auf die Idee, dass da in 12 Monaten so massive Fortschritte gemacht werden?
    Im November scheint es ja dann endlich live zu gehen, aber auch Stellar, OmiseGo, ETH, Neo, Iota usw. glauben, das Sie die Transaktionen auf weit über 100K hochschrauben können, manche reden von 1 Mio. Die Jungs sind hochbegabt, die Crypto-Gemeinde geht eigentlich davon aus, dass wir in 12 Monden durch sind, gib Ihnen 1, 2 Jahre, aber die Geschwindigkeit wird sich angleichen, das ist technisch machbar.


    Das glaube ich nicht, weil die Spekulation mit Kryptowährungen weitaus einfacher ist als mit klassischen Währungen. Hinzu kommen die massiven Angriffe auf die zugehörigen Börsen, wo immer mal wieder einige Millionen geklaut werden. Würde so etwas bei einer klassischen Bank geschehen, wäre die Bank in der Verantwortung das zu ersetzen. Kann sie es nicht, greift zumindest in Europa die Einlagensicherung.
    Wo immer mal... auch so eine nette* Formulierung. Also Mt Gox und Konsorten, da waren die Börsen aber selber schuld, das waren Hacks, die man ja nicht der BL anlasten kann. Das Posting zielte aber auf die Volabilität ab, nicht auf die Sicherheitssysteme einiger Börsen, die ja nichts anders sind als Firmen. Wenn die Ihre Systeme nicht dicht kriegen, geben wir pauschal mal wieder den Cryptos die Schuld und verteufeln die erstmal.

    Über die Einlagensicherung liesse sich im Falle eines Falles auch trefflich streiten. Fakt ist aber, dass wir von 2 verschiedenen Ansätzen herangehen. Die Bank, welches das Geld verwahrt und beklaut wird, hat noch die Einlagensicherung zusätzlich (bis 100K). Aber auch jede Kryptobörse muss den Schaden ersetzen was ja im Falle von Gox auch versucht wird. Die Gläubiger werden aus der Insolvenzmasse bedient. Allerdings lernt man eben auch in Cryptoschule, 1. Std., lege deine Knete nicht auf eine Börse, weil die Gefahr groß ist, das Du alles verlieren kannst. Dazu kommt noch, das man i.d.R. seine private Keys nicht erhält und somit die Coins im alleinigen Zugriff der Börse sind. Man kann nun trefflich drüber streiten ob Börsen das wirklich beste Mittel sind, aber NIEMAND zwingt oder rät den Leuten dazu hin, Ihre Knete bei Börsen zu deponieren.

    Coins gehören in ein locales offizielles Wallet, eine 100 Zeichen Passphrase davor und die Rechner sollten nur für die Transaktionen online sein, da kann man recht sicher sein Mist verwahren. Zur Not Hardwarewallet.

    Ob Spekulation wirklich ein Segen ist kann ich Dir nicht sagen - m.E. wäre die Welt ein besserer Ort, wenn wir das unterbinden könnten. Dann geböte die Fairness aber auch, das wir eben alle Spekulation unterbinden von Rohstoffen bis Währungen. Das wird ein schöner Traum bleiben. Mit steigender Marktkapitalisierung werden die Schwankungen aber nachlassen. Dass im Moment by the way Wale den Kurs in jeder Form beeinflussen können ist weiss Gott nicht toll, aber da muss eben noch viel mehr Verbreitung und Akzeptanz her, bis dahin ist das ein höchst sensibler Bereich, allerdings Fluch & Segen, man kann auch ganz wunderbare Erträge damit generieren.



    In Deutschland haben wir noch eine Einlagensicherung, so dass "gar nichts mehr wert" eher nicht eintreten wird.
    An die glaubst du wirklich??? Wenn alles crasht? Ich glaube der gute Professor Werner Sinn hat mal vorgerechnet, das gerade mal 2,5% real als Deckung bei den Fiatbanken vorhanden wäre... Ich trau' diesen Aussagen keinen Meter und ob da nicht die Tage eine EU Verordnung dem entgegenwirken wird steht auch noch aus... Anno 2008 jedenfalls, hätte man die Banken fallen lassen, behaupte ich mal, wäre der kleine Sparer der gewesen, welcher die Zeche geblecht hätte. ETF und ESB nebst reinem Giralgeld lässt grüßen. Interessanter fände ich allerdings die Frage, ob man wirklich jedes Risiko für den Bürger staatlich abzufedern versuchen sollte, oder ob Eigenverantwortung nicht die klügere Option wäre.


    Zumindest werden dort nicht ständig Millionenbeträge geklaut.
    Es werden nicht ständig Mios geklaut - es werden Firmen gehackt und beklaut, die Einfallstore für kriminelle Energie nicht stopfen (können). Es werden aber auch ständig Banken beraubt und Betrügereien mit Bankkunden / Karten begangen. Nicht die Schuld der BL oder den Cryptos.


    Eben, es muss ja nichtmal ein anständiger Finanzierungsplan vorliegen. ICOs umgehen so ziemlich jeden Schutzmechanismus des Anlegers. Kryptowährungen werden ja nichtmal als Teil der Insolvenzmasse gehandhabt, so dass Fake-Startups gegründet werden können, wo der Gründer mit seiner Krypto-Kohle einfach abhauen kann. Denn die bleibt im Falle einer Insolvenz sowieso bei ihm.
    Hier kommt der Grad unserer diffrenzierten Sichtweisen offen zum Tragen. Anständiger Finanzierungsplan??? Whitepaper ??? Roadmaps ??? Da lachen ja die Hühner! Papier ist dermassen geduldig, damit kann man sich doch mit Verlaub den Allerwertesten abwischen. Das ist ein Instrumentarium der Finanzierer oder für den Investor. Der Plan gibt doch keinerlei Auskunft über die Seriosität des Auszuführenden. Meistens sind die Dinger geschönt, denn der Gründer sieht sein "Baby" aus dem Augenwinkel des "ich schaffe das, allen Widrigkeiten zum Trotz" der Finanzier möchte Renditen und ROI berechnen. So'n Mist gibts nur bei uns, ich lobe meine Chinesen. Erst mal machen, dann ist Zeit für Papier. Selbst unsere transatlantischen Freunde haben das besser im Griff als wir. Dort ist man nach einer Pleite einfach nur pleite und verliert nicht wie bei uns, jedweden Status und Vertrauen. Man macht ein Biz, wenn es funktioniert hat man alles richtig gemacht, wenn nicht, Krönchen zurechtrücken und neu machen. Mal gewinnt man, mal verliert man. Sofern man ordentlich gewirtschaftet hat und der Plan nicht aufgeht muß man sich auch keine Schuld geben und trägt nicht den Stempel des "loosers" lebenslang auf der Stirn. Für investives Kapital kann es keine Garantien geben. Es ist an der Seite des Geldgebers, das Projekt auf Herz und Nieren zu prüfen incl. aller Verantwortlichen, der ICO macht es nur grässlich einfach schnell mal auf Gauner & Banditen hereinzufallen. Oft hätte eine schnelle Recherche ausgereicht um zu erkennen: Finger weg - es ist die Gier eines jeden Einzelnen, wenn man ungeprüft Geld investiert.

    ICOs können eine tolle Sache sein. Und haben durchaus ihre Berechtigung. Für jemand, der schnell mal ein paar Mios einsammeln mag OHNE auf Banken angewiesen zu sein, die ihm dann wieder die betriebswirtschaftliche Backenbremse ins Haus setzen, ist ein ICO exakt DAS Mittel der Wahl. Insbesondere wenn Du international agieren magst.

    Und wieder setzt Du pauschal jeden Crypto mit Kriminalität gleich. Falls das Inso-Recht den Zugriff der Cryptos noch nicht zulässt, ist das doch Sache des Gesetzgebers.


    Die Frage ist nur, ob es wirklich wünschenswert ist, wenn ein Land wie China den Geldtransfer kontrolliert.
    Joh, der Dollar machts besser! Oder rumänische Lei... Es ist doch völlig wurscht, welches Land den Geldverkehr kontrolliert, es wird der sein, der am meisten Erfolg hat, die Globalisierung regelt das ganz von alleine. Das ist eben nun der Preis für den Raubtierkapitalismus, China macht es doch vor und hat sogar eine Regierung, welche das mit horrenden Mitteln bezuschusst. Von der moralischen Keule bitte ich aber Abstand zu nehmen, wir werden begreifen müssen, die pfeifen auf unserer deutsches Wesen, die wollen ihr Ding nach vorne bringen, egal mit welchen Mitteln. Ich finde das nicht toll, akzeptiere aber die Gegebenheiten, will sagen, ich bin kein Fan davon, aber wenn wir erfolgreich sein wollen, werden wir diese Kröte schlucken müssen.


    Der durchschnittliche Bürger arbeitet mit exakt einer Währung, nämlich seiner Landeswährung. Du schreibst hier was von "dann tauscht man halt in eine andere Währung mit niedrigeren Gebühren" u.ä.. Denkst du ernsthaft, dass >90% der Bevölkerung mit einem solch komplexen System umgehen können? Das ist eben nicht nur Copy&Paste. Man muss auch noch alle möglichen Währungen kennen, deren Umtauschkurse, deren Transfergebühren etc..
    komplexes System? Wo? Das ist doch einfachster Popanz. Du kopierst die zieladdi, gibst einen Betrag an und klixt auf "absenden". Dann flappt dir eine kleine Zusammenfassung vor die Nas* da stehen die Gebühren und du weisst, was Dich der Spaß brutto kostet.

    Währungen tauschen unzumutbar komplex?
    Auf jeder Exchange steht der Preis pro Währung in Satoshis und in Dollar / EUR. Wer die ersten 5 Währungen nicht kennt, der sollte es dann tatsächlich erst mit einem 30 minutigen Crashkurs versuchen, aber du kannst doch nicht ernsthaft hier heraushauen, daß die Menschen nicht wissen, was ein ETH ist, oder ein Lightcoin oder ein Dash, Monero, zcash usw. Zumindest nicht für diejenigen, welche gedenken, Cryptos zu nutzen. Der Tausch ist eine Sache von 30 Sekunden bei 5 Mausklicks. Allerdings, ob es legitim ist, dieses auch den Cryptos anzulasten wage ich erneut zu bezweifeln. Stichwort: Eigenverantwortung.


    Aber lieber Bitmuncher, ich schlage ernsthaft vor, dass wir diese Diskussion nicht weiter zu führen, das könnte ausufern.

    Sofern Du das durchackern möchtest bin ich dabei, ich denke aber, wir sollten uns dann Punkt für Punkt vornehmen, sonst werden die Postings viel zu lange. Den Kriminalitätswahn mache ich aber nicht mit, das ist endlos. Da werden Gegner und Befürworter immer gegenteiliger Meinung sein. Wir können das aber sehr gerne auf die abstrakte Ebene setzen, was spricht dafür und was dagegegen, daß wir versuchen für die Welt ein weiteres Finanzsystem zu etablieren?

    Gründe gegen Cryptos kenne ich auch einige, die wurden aber hier bisher noch gar nicht aufgeführt, man denke z.B.: an die Möglichkeiten der Korruption mit vollständig anonymisierten Coins...

    Ich stimme dir auch in vielen Bereichen der ICOs zu, Gaunern ist Tür und Tor geöffnet, aber ich meine eben, jeder ist seines Glückes Schmied und auf vollmundige Marketing- und Vertriebsversprechen fallen auch real tgl. Tausende Leute rein und werden behumst. Ganz ehrlich, das bestehende System ist doch weiß Gott nicht der Weisheit letzter Schluss, ich mag nicht argumentativ immer nur verteufeln oder in den Himmel heben, aber aus meiner Sicht haben Cryptos das Anrecht auf volle Unterstützung seitens der Informatik-Gilde.

    Ich denke auch, wir sollten all den Unternehmen den Respekt zollen, daß diese sich an dem Prozess beteiligen und technischen Fortschritt nebst Innovation vorantreiben.

    Ich pers. glaube auch nicht mehr daran, das wir diesen Prozess umstossen können, also warum nicht Hilfestellung leisten, es wohlwollend unterstützen und versuchen, einen zweiten Weg gangbar zu gestalten. Das würde allen viel mehr bringen als die in BRD übliche Schwarz-Weiss Malerei. Es setzt sich doch so wie so nur durch, wenn es Mehrwert einfährt. Ansonsten bleibt es ein "unbedeutendes Feature im Strom der Zeit" um es mal mit Chromatins Worten zu sagen.

    Machs gut, nicht böse sein, alles nur meine unmaßgebliche pers. Meinung ;-)

    Beste Grüße


    P.S.:
    Vergiss' den Zeitbedarf für unsere Kommunikation nicht ich wäre für Aufhören...
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

  10. #23
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    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Den diskutiere ich auf dem Level nicht mehr, das ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Das Ziel der Industrien und Entwickler ist sicherlich nicht, eine vereinfachte Möglichkeit zur Kriminalität bereit zu stellen. Du verwechselst hier in aller Deutlichkeit das Objekt bezogen zum Kriminellen. Es ist nicht die Waffe die Schaden anrichtet, es ist der Mensch, der den Trigger auslöst. Fürwahr, es gibt Mißbrauch aber den gibt es in jeder Kaste und mit jedem Wert.
    Das Problem ist nur, dass sich Missbrauch bei Kryptowährungen kaum eindämmen lässt, weil sie eben so entworfen wurden anonyme Transfers zu ermöglichen. Und damit verstärken sie ein sowieso bereits massives gesellschaftliches Problem.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Im November scheint es ja dann endlich live zu gehen, aber auch Stellar, OmiseGo, ETH, Neo, Iota usw. glauben, das Sie die Transaktionen auf weit über 100K hochschrauben können, manche reden von 1 Mio. Die Jungs sind hochbegabt, die Crypto-Gemeinde geht eigentlich davon aus, dass wir in 12 Monden durch sind, gib Ihnen 1, 2 Jahre, aber die Geschwindigkeit wird sich angleichen, das ist technisch machbar.
    Wir werden sehen...


    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Wo immer mal... auch so eine nette* Formulierung. Also Mt Gox und Konsorten, da waren die Börsen aber selber schuld, das waren Hacks, die man ja nicht der BL anlasten kann. Das Posting zielte aber auf die Volabilität ab, nicht auf die Sicherheitssysteme einiger Börsen, die ja nichts anders sind als Firmen. Wenn die Ihre Systeme nicht dicht kriegen, geben wir pauschal mal wieder den Cryptos die Schuld und verteufeln die erstmal.
    Ich gebe keineswegs den Währungen die Schuld, sondern will aufzeigen, dass die Art und Weise, wie sie momentan verwaltet werden fernab der Standards ist, die die Finanzindustrie heutzutage hat. PCI-DSS o.ä. ist im Bereich der Kryptowährungen ein totales Fremdwort.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Anno 2008 jedenfalls, hätte man die Banken fallen lassen, behaupte ich mal, wäre der kleine Sparer der gewesen, welcher die Zeche geblecht hätte. ETF und ESB nebst reinem Giralgeld lässt grüßen. Interessanter fände ich allerdings die Frage, ob man wirklich jedes Risiko für den Bürger staatlich abzufedern versuchen sollte, oder ob Eigenverantwortung nicht die klügere Option wäre.
    Island hat gezeigt, wie man mit Banken umgeht, wenn sie nicht mehr tragbar sind, und dass das keineswegs auf den Schultern der Kleinsparer ausgetragen werden muss. Ich gebe dir insofern Recht, dass unsere wirtschaftshörige EU vermutlich nicht so vorgehen würde. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die Unruhen in den südeuropäischen Ländern zu jener Zeit dann nur ein harmloses Anklopfen waren, gegen das, was auf den Straßen Europas los wäre, wenn man beim nächsten (ziemlich sicher größeren) Crash die Kleinsparer wieder im Regen stehen lässt. Denn 2008 war der Vorteil, dass es den Großteil der Menschen nicht betroffen hat.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Es werden nicht ständig Mios geklaut - es werden Firmen gehackt und beklaut, die Einfallstore für kriminelle Energie nicht stopfen (können). Es werden aber auch ständig Banken beraubt und Betrügereien mit Bankkunden / Karten begangen. Nicht die Schuld der BL oder den Cryptos.
    Die Verluste durch Cyberangriffe sind pro Bank etwa 2,5 Mio. USD. Schauen wir uns die Cryptobörsen an:
    Bancor: 13,5 Mio. USD
    Coinrail: 35,8 Mio USD
    Bithumb: 31,2 Mio. USD
    Coincheck: 497,5 Mio USD
    Youbit: 74 Mio. USD
    usw. usf.
    Man kann die Liste ziemlich lange fortsetzen, wenn man nicht nur die letzten 10 Monate betrachtet. Und fast jeder dieser Hacks hat Einfluss (teilweise sogar massiv) auf den Handelswert der Währung, während bei Hacks auf Banken die Währung davon stabil bleibt und lediglich der Börsenwert der jeweiligen Bank einbricht. Genau durch diese Instabilität eignet sich BC oder auch eine andere Kryptowährung aktuell nicht als Alleinzahlungsmittel.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Auf jeder Exchange steht der Preis pro Währung in Satoshis und in Dollar / EUR. Wer die ersten 5 Währungen nicht kennt, der sollte es dann tatsächlich erst mit einem 30 minutigen Crashkurs versuchen, aber du kannst doch nicht ernsthaft hier heraushauen, daß die Menschen nicht wissen, was ein ETH ist, oder ein Lightcoin oder ein Dash, Monero, zcash usw. Zumindest nicht für diejenigen, welche gedenken, Cryptos zu nutzen. Der Tausch ist eine Sache von 30 Sekunden bei 5 Mausklicks. Allerdings, ob es legitim ist, dieses auch den Cryptos anzulasten wage ich erneut zu bezweifeln. Stichwort: Eigenverantwortung.
    Solange Kryptowährungsverfechter diese Währungen als Alternative zu klassischen Währungen darstellen, haue ich genau das raus. Man stelle sich einfach mal vor, wir hätten die klassischen Währungen nicht mehr und alles würde nur noch mit Kryptowährungen abgewickelt. Wir hätten jedes Jahr zwischen 3 und 10 neue Währungen auf dem Markt. Wenn ich meine Tochter einkaufen schicke, kann ich ihr nicht einfach Geld in die Hand drücken sondern müsste ihr auch noch mitteilen, mit welcher Währung sie bezahlen soll, nachdem ich im Netz die aktuellen Gebühren und Kurse recherchiert habe. Versuch das mal einer 4-Jährigen zu verklickern. Vom zusätzlichen Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Und dann gäbe es ganz sicher auch jede Menge Geschäfte, die nur 1-2 Währungen überhaupt akzeptieren würden.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Aber lieber Bitmuncher, ich schlage ernsthaft vor, dass wir diese Diskussion nicht weiter zu führen, das könnte ausufern.
    Warum, weil ich deine fast schon fanatische Zuneigung zu Kryptowährungen nicht teile? Oder weil du nicht bereit bist zuzugeben, dass das "System Kryptowährung" einige Schwächen immanent hat?

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Sofern Du das durchackern möchtest bin ich dabei, ich denke aber, wir sollten uns dann Punkt für Punkt vornehmen, sonst werden die Postings viel zu lange. Den Kriminalitätswahn mache ich aber nicht mit, das ist endlos. Da werden Gegner und Befürworter immer gegenteiliger Meinung sein.
    Auch hier stellt sich mir wieder die Frage nach dem Warum? Weil du nicht bereit bist zuzugeben, dass die kriminelle Nutzung von Kryptowährungen nicht kontrollierbar ist? Bei klassischen Währungen kann man dies wenigstens halbwegs eindämmen. Bei Kryptowährungen ist es aufgrund ihres Aufbaus unmöglich. Alle Anstrengungen, die die Gesellschaft bisher unternommen hat um Geldtransfers aus kriminellen Geschäften oder an Terrororganisationen zu begrenzen, wären mit Kryptowährungen passé. Was dies für unsere Gesellschaft bedeuten würde, kann sich jeder mit halbwegs klarem Verstand ausmalen.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Wir können das aber sehr gerne auf die abstrakte Ebene setzen, was spricht dafür und was dagegegen, daß wir versuchen für die Welt ein weiteres Finanzsystem zu etablieren?
    Wenn die Kryptofanatiker bereit wären es als Erweiterung für klassische Währungen anzusehen, hätte ich damit kein Problem. Es aber als Alternative für klassische Währungen anzusehen, ist in meinen Augen grundlegend verkehrt. Ich sehe Vorteile in Bereichen wie Mikrotransfers und ggf. sogar als relativ einfache Teilhabemöglichkeit für Normalbürger an Finanzgeschäften. Ich sehe in Kryptowährungen aber keine Alternative zu klassischen Währungen. Dafür sind sie schlicht und einfach ungeeignet.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Gründe gegen Cryptos kenne ich auch einige, die wurden aber hier bisher noch gar nicht aufgeführt, man denke z.B.: an die Möglichkeiten der Korruption mit vollständig anonymisierten Coins...
    Korruption ist auch nur ein Teilgebiet der Kriminalität und nutzt die gleichen Mechanismen. Warum siehst du also ein Problem bei der Korruption, nicht jedoch bei der Finanzierung krimineller Geschäfte?

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir auch in vielen Bereichen der ICOs zu, Gaunern ist Tür und Tor geöffnet, aber ich meine eben, jeder ist seines Glückes Schmied und auf vollmundige Marketing- und Vertriebsversprechen fallen auch real tgl. Tausende Leute rein und werden behumst. Ganz ehrlich, das bestehende System ist doch weiß Gott nicht der Weisheit letzter Schluss, ich mag nicht argumentativ immer nur verteufeln oder in den Himmel heben, aber aus meiner Sicht haben Cryptos das Anrecht auf volle Unterstützung seitens der Informatik-Gilde.
    Sehe ich anders. Ich halte die Blockchain für Währungen gänzlich ungeeignet, weil der gesellschaftliche Impact einfach untragbar ist. Zumindest, wenn man sie tatsächlich als Alternative und nicht nur als Ergänzung betrachtet und keine Regulierungsmöglichkeiten einbaut. Da gibt es durchaus sinnvollere Anwendungsgebiete, die aber kaum jemand beachtet, weil sich fast alles um Kryptowährungen dreht.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Machs gut, nicht böse sein, alles nur meine unmaßgebliche pers. Meinung ;-)
    Ich bin nie böse, wenn jemand seine Meinung äußert. Nur weil ich sie nicht teile, heisst dies nicht, dass sie uninteressant ist oder ich sie gar ablehne. Vielmehr frage ich mich, woher dieser Technik-Glaube kommt und wieso die gesellschaftlichen Folgen so wenig betrachtet werden. Welchen Einfluss hat wohl eine Währung auf Inflation und Deflation, wenn sie dem Markt nicht gezielt zugeführt oder entzogen werden kann? Welchen Einfluss hätten Kryptowährungen, wenn sie Hauptzahlungsmittel würden? Welchen Einfluss haben sie auf die Geldwäsche, Finanzierung von kriminellen Organisationen etc.?

    So oder so ist eine andere Meinung immer eine Erweiterung des eigenen Blickwinkels, was ich eher schätze als böse darauf zu sein. Dennoch muss ich die Meinung ja nicht teilen.

    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Vergiss' den Zeitbedarf für unsere Kommunikation nicht ich wäre für Aufhören...
    Kann ja keiner was dafür, dass du so langsam bist.

  11. #24
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    Sehe ich anders. Ich halte die Blockchain für Währungen gänzlich ungeeignet, weil der gesellschaftliche Impact einfach untragbar ist. Zumindest, wenn man sie tatsächlich als Alternative und nicht nur als Ergänzung betrachtet und keine Regulierungsmöglichkeiten einbaut. Da gibt es durchaus sinnvollere Anwendungsgebiete, die aber kaum jemand beachtet, weil sich fast alles um Kryptowährungen dreht.
    Was ist mit einem Kompromiss?

    Ein Inter-Banken Transfer kann nur getätigt werden, wenn es einen Eintrag in der Blockchain gibt?
    Der eigentliche Transfer bleibt wie es ist und wird um ein öffentlich einsehbares Journaling belegt?

    Geile Sache, oder?
    Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

    Habo Blog - http://blog.hackerboard.de/

  12. #25

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    Zitat Zitat von Ghandi Beitrag anzeigen
    Das Resultat: Krypto-Mining-Malware verbucht einen Zuwachs um sage und schreibe 44,5 Prozent, Ransomware einen Rückgang um 44,6 Prozent und damit einen identischen Wert. Die Experten erklären dies damit, dass Kryptojacking für Nutzer rentabler sei.
    Ohne den Rest gelesen zu haben:
    44,5% Wachstum ist in der Regel wesentlich weniger als ein Verfall von 44,6%.

    Bei 300 Ursprung, fällt der Wert auf (gerundet) 150. Bei 150 Ursprung steigt der Wert auf (gerundet) 225. (50% als Berechnungsgrundlage.)

    Rest wird vermutlich als Edit folgen.

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  14. #26
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    Vorab, "Fanatiker" geht gar nicht - ausserdem bin ich ~ 85% vom All-Time-High entfernt, ich habe jeden pers. Grund stinksauer mit allem, was irgendwie Crypto ist, zu sein. Ich sehe mich ausschließlich als jemanden an, der das Potential der Cryptos / BL sieht und zugegebenermaßen sehr schätzt. Aber dieses AUSSCHLIEßLICH bezogen auf die Möglichkeit, endlich etwas mehr Freiheit beim Bezahlen zu erhalten (es geht niemanden etwas an, wenn ich eine Zahlung leiste) und um regulatorischen oder staatlichen Einfluss zu unterbinden.

    Man mag bitte sehen, dass ein transparentes und den Regierungen offenstehendes Konto alle Möglichkeiten anheimstellt, auf Grund der finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen, dessen Radien so dermassen zu *cutten*, daß man es sich gar nicht ausmalen mag, wohin dann eine Gesellschaft steuert. Die Verknüpfung zwischen Big Data und den finanziellen Spielräumen, gesteuert oder ermöglicht durch Finanzinstitute oder andere Dritte, welche dir jedwedes Mittel zur Anonymisierung vorenthalten ist m.E. DER SICHERSTE Weg in die Orwell'sche düstere Zukunft.


    Zitat Zitat von bitmuncher Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nur, dass sich Missbrauch bei Kryptowährungen kaum eindämmen lässt, weil sie eben so entworfen wurden anonyme Transfers zu ermöglichen. Und damit verstärken sie ein sowieso bereits massives gesellschaftliches Problem.
    Ich sehe die Gretchenfrage eben darin, ob wir unsere Zahlungen wirklich an *Bankster* übergeben müssen, oder ob es nicht wesentlich sinniger wäre, das den zwei betroffenen Parteien selbst zu überlassen. Die Anonymität sollte ein als großer Vorteil betrachtet werden. Desweiteren besteht in BRD die sog. Dokumentationspflicht für jedweden Transfer (incl. Tausch, An- und Verkauf) und selbstverständlich besteht Versteuerungspflicht. Der einzige Unterschied ist, daß staatliche Stellen aktuell nicht jede Transaktion ohne Riesenaufwand lückenlos nachvollziehen können und sich somit auch auf die Angaben der Bürger verlassen müssen.

    Man kann einfach nicht zulassen, das Vater Staat alle Zahlungen kontrollieren kann! Selbst unter dem Gesichtspunkt der Steuerehrlichkeit und dem berechtigten Interesse des Staates, dass seine Bürger ordnungsgemäß Steuern & Abgaben wahrheitsgemäß anteilig entrichten würde ich den Grundsatz von "Treu & Glauben", "hanseatischer Kaufmannskunst" und der "Unschuldsvermutung" als ein höheres Gut betrachten, als staatlichen Zugang zu all meinen Finanzmitteln im Sinne der Kontrolle. (Generalverdacht)

    Anonymität vereinfacht zwar den Betrug aber der Trigger ist der Betrüger, nicht das Medium. Ich glaube auch, daß es immer einen Bodensatz an Kriminellen geben wird, genauso wie es immer Wege geben wird, das diese Herren sich einen Teil des Kuchens holen werden. Ich kann dafür die Schuld nicht der Möglichkeit eines Geldtransfers, welcher zwischen zwei Parteien direkt stattfindet, geben.


    Wir werden sehen...
    Jupp, gerade nochmals nachgelesen, Plasma, Casper und Sharding sind für 2019 bzw. 2020 geplant und damit in Sicht.

    Ich gebe keineswegs den Währungen die Schuld, sondern will aufzeigen, dass die Art und Weise, wie sie momentan verwaltet werden fernab der Standards ist, die die Finanzindustrie heutzutage hat. PCI-DSS o.ä. ist im Bereich der Kryptowährungen ein totales Fremdwort.
    Ich berufe wieder die ominöse Eigenverantwortung. Die Finanzindustrie ist auch nicht der richtige Vergleich. Cryptos wollen keine neuen Standards setzen sondern ausschließlich 2 Partner ermöglichen, ohne Dritten Mitwisser eine Transaktion durch zu führen. Gerade jetzt flammt ja auch die Diskussion neu auf, Cryptos als Wertpapiere zu klassifizieren, Hebel zu ermöglichen, ETFs aufzulegen usw. Keine einzige dieser Ideen kommt aus dem Cryptosektor. Es ist doch eher so, das die Finanzindustrie an dem Boom der Cryptos mitpartizipieren mag. Darin liegt womöglich übrigens auch ein Grossteil der Schuld der Volabilität der Cryptos. Würde man eine tgl. Verkaufsobergrenze einziehen, wäre das Prob. fast schon gelöst.



    Island hat gezeigt, wie man mit Banken umgeht, wenn sie nicht mehr tragbar sind, und dass das keineswegs auf den Schultern der Kleinsparer ausgetragen werden muss. Ich gebe dir insofern Recht, dass unsere wirtschaftshörige EU vermutlich nicht so vorgehen würde. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die Unruhen in den südeuropäischen Ländern zu jener Zeit dann nur ein harmloses Anklopfen waren, gegen das, was auf den Straßen Europas los wäre, wenn man beim nächsten (ziemlich sicher größeren) Crash die Kleinsparer wieder im Regen stehen lässt. Denn 2008 war der Vorteil, dass es den Großteil der Menschen nicht betroffen hat.
    100% Zustimmung - Island war einfach sensationell. Aber sofern Du völlig zu Recht bereits erkennst, was nach dem nächsten Crash auf Europas Strassen los sein wird - ich gehe mal von Mord und Totschlag aus - solltest du doch umsomehr unterstützen, daß möglichst viele Gelder dem FIAT Kreislauf entzogen werden, mal völlig wertfrei ob das dann in Cryptos oder in Sachwerten, Edelmetallen oder sonstwas gelagert wird. Jede Mark, die entnommen wird verringert die Auswirkungen eines Crash.

    Die Verluste durch Cyberangriffe sind pro Bank etwa 2,5 Mio. USD. Schauen wir uns die Cryptobörsen an:
    Bancor: 13,5 Mio. USD
    Coinrail: 35,8 Mio USD
    Bithumb: 31,2 Mio. USD
    Coincheck: 497,5 Mio USD
    Youbit: 74 Mio. USD
    usw. usf.
    Man kann die Liste ziemlich lange fortsetzen, wenn man nicht nur die letzten 10 Monate betrachtet. Und fast jeder dieser Hacks hat Einfluss (teilweise sogar massiv) auf den Handelswert der Währung, während bei Hacks auf Banken die Währung davon stabil bleibt und lediglich der Börsenwert der jeweiligen Bank einbricht. Genau durch diese Instabilität eignet sich BC oder auch eine andere Kryptowährung aktuell nicht als Alleinzahlungsmittel.
    Ich bin bei Dir, allerdings schrieb die Welt bereits 2014: "Mehr als 400 Milliarden Dollar beträgt der globale Schaden pro Jahr." - Gemeint war Cybercrime, hauptsächlich CC Betrug, Hacks und Identitäts Klau Bank-Folgeschäden.

    Einschränkend sei aber eben auch vermerkt, viele der von Dir genannten Börsen müssten ihre Daseinsberechtigung hinterfragen.


    Solange Kryptowährungsverfechter diese Währungen als Alternative zu klassischen Währungen darstellen, haue ich genau das raus. Man stelle sich einfach mal vor, wir hätten die klassischen Währungen nicht mehr und alles würde nur noch mit Kryptowährungen abgewickelt. Wir hätten jedes Jahr zwischen 3 und 10 neue Währungen auf dem Markt. Wenn ich meine Tochter einkaufen schicke, kann ich ihr nicht einfach Geld in die Hand drücken sondern müsste ihr auch noch mitteilen, mit welcher Währung sie bezahlen soll, nachdem ich im Netz die aktuellen Gebühren und Kurse recherchiert habe. Versuch das mal einer 4-Jährigen zu verklickern. Vom zusätzlichen Zeitaufwand mal ganz abgesehen. Und dann gäbe es ganz sicher auch jede Menge Geschäfte, die nur 1-2 Währungen überhaupt akzeptieren würden.
    Wir hauen uns auf der falschen Seite den Schädel ein. Keinesfalls bin ich ein Freund dessen, Cryptos als Alleinzahlungsmittel durchzusetzen. Ich sehe es als eine sinnige Ergänzung zum Bargeld. Ich verteufele nur Giralgeld und sehe dort Cryptos weit vorne ggn-über den undurchsichtigen Zentralbanken, die - je nach Lobbyist oder Politikdarsteller - Wertschöpfung ad adsurdum führen, indem sie Geld nachdrucken oder verbrennen können und somit Kurse, Angebot und Nachfrage für einen ganzen Kontinent nachhaltig - und sicher nicht zum Vorteil des Bürgers (diese Spitze mag man mir nachsehen ) - steuern.

    Für Deine Tochter, zu der ich dich zwischendurch mal ausdrücklich beglückwünsche habe ich aber ein schönes Szenario, wenn Sie dann 8 Jahre alt ist. Du schickst sie zum einkaufen, Sie hält ihr Handy an die Roboterkasse und im Hintergrund werden dir vollautomatisch deine Warenwerte in BTC abgezogen. Dein digitaler Agent wird dir bei nicht ausreichender Deckung vorschlagen, deine anderen Coins in BTC zu tauschen um den Einkauf zu bezahlen. Das vergleiche ruhig mal mit dem, daß Du ihr auch genügend Bargeld mitgeben musst, um den Einkauf zu bezahlen. Also verschiedene Währungen, umrechnen usw. das wird niemals passieren. Maximal optional. Wir werden mit dem Handy abscannen und es wird Dir direkt vom Wallet abgezogen, zumindest ist das der Plan für die nächsten Dekade.

    Die Akzeptanz steigt tgl. vergleiche mal mit früher, unfassbar. Ich kann heute (mit einem kleinen Umweg) bereits bei amazon in Cryptos bezahlen, meine Server werden in Deutschland in BTC bezahlt, Strom NK usw. in BTC (Stadtwerke Hannover z.B. lebe dreifach hoch). Ich denke, ich könnte mein gesamtes Leben ohne FIATgeld leben, ein Akzeptanzproblem sehe ich überhaupt nicht mehr. Ausserdem schiessen in Europa auch Bitcoinautomaten wie die Pilze aus dem Boden. Wenn ich es richtig erinnere, kommt das jetzt auch in Kürze in BRD. Meines Wissens nach sollen die ersten am Flughafen FF/M und M aufgestellt werden, um Reisenden zu ermöglichen, ihre Restcoins der jeweiligen Länder in BTC tauschen zu können. Aber spätestens, wenn wir wie in Austria Automaten in den Postämtern und Tankstellen finden, dann ist das durch.

    Ich denke auch, die Cryptos werden nicht mehr verschwinden. Sie mögen ins Bodenlose fallen, aber die Adaption in den Main-Stream verhindern wir defi nicht mehr.[/QUOTE]



    Warum, weil ich deine fast schon fanatische Zuneigung zu Kryptowährungen nicht teile? Oder weil du nicht bereit bist zuzugeben, dass das "System Kryptowährung" einige Schwächen immanent hat?
    Irrtum - Cryptos haben *a very very lot of* Schwächen. Aber sie sind nicht so brandgefährlich wie FIAT und gehören nicht so kategorisch abgewatscht wie Du das tust.

    Auch vor dem Hintergrund, das 5 Mrd. (!) Menschen gar keinen Zugang zum FIAT System haben, keine Konten (the unbanked) führen können haben Cryptos ihre Berechtigung. Nur weil wir hier auf der Insel der Glücksseligen leben dürfen, sollte man doch auch die internationalen Zusammehänge zwischen FIAT und Armut berücksichtigen.

    Auch hier stellt sich mir wieder die Frage nach dem Warum? Weil du nicht bereit bist zuzugeben, dass die kriminelle Nutzung von Kryptowährungen nicht kontrollierbar ist? Bei klassischen Währungen kann man dies wenigstens halbwegs eindämmen. Bei Kryptowährungen ist es aufgrund ihres Aufbaus unmöglich. Alle Anstrengungen, die die Gesellschaft bisher unternommen hat um Geldtransfers aus kriminellen Geschäften oder an Terrororganisationen zu begrenzen, wären mit Kryptowährungen passé. Was dies für unsere Gesellschaft bedeuten würde, kann sich jeder mit halbwegs klarem Verstand ausmalen.
    Halte ich für Polemik / Propaganda. Die Dunkelziffer im klassischen Bereich ist sicher um ein vielfaches höher, wir sehen dort ja auch nur immer die Spitze des Eisberges. Und ganz ehrlich, ich sehe keinerlei Anstrengungen seitens Regierungen, Geldtransfers an Terror-Orgas oder Konsorten einzudämmen. Das ist nicht gewollt. Ich erinnere an einen Flugzeugabsturz in Ägypten, wo man dann 200 Mios in drei Koffern fand. Wenn man Terror usw. wirksam eindämmen mag, dann müssten Regierungen bei den Waffenexporten / Herstellern anfangen. Wenn man anderen Ländern helfen möchte, müssten wir uns einschränken. Es mutet gruselig an, aber es ist nicht gewollt. Gerade die Finanzindustrie braucht Terror, nirgendwo wird soviel Kohle gescheffelt.
    Und all die fünfzigtausend Versuche seit '45 das irgendwie einzudämmen haben bisher an und für sich kaum etwas erreicht. Ziel verfehlt, 6, setzen! Cryptos haben einen anderen Anspruch, du setzt immer die Möglichkeit zur Kriminalität gegenüber dem eigentlichen Zweck. Ich stimme Dir zu, es wird auch Mißbrauch mit Cryptos geben, aber es gibt eben allenthalben Mißbrauch. Den besseren Menschen wird es nie geben, ich hoffe deutlich nur auf bessere Politik. Nach deiner Logik dürfte dann auch kein Uran abgebaut werden, nur weil irgendwelche Vollhonks Uranmuniton herstellen (und die übrigens mit institutionellem Segen verklopft werden darf, weil daraus Steuereinnahmen generiert werden. )


    Wenn die Kryptofanatiker bereit wären es als Erweiterung für klassische Währungen anzusehen, hätte ich damit kein Problem. Es aber als Alternative für klassische Währungen anzusehen, ist in meinen Augen grundlegend verkehrt. Ich sehe Vorteile in Bereichen wie Mikrotransfers und ggf. sogar als relativ einfache Teilhabemöglichkeit für Normalbürger an Finanzgeschäften. Ich sehe in Kryptowährungen aber keine Alternative zu klassischen Währungen. Dafür sind sie schlicht und einfach ungeeignet.
    Fanatiker...
    Eine Erweiterung hiesse, dass die Basis noch gebraucht würde. Den Zusammenhang kann ich nicht erkennen. Was hat ein Dritter in meinen Finanzgeschäften verloren??? Bitte verstehe richtig - es geht nicht darum, das Geldwesen zu verändern, das Geld abzuschaffen usw. Es geht einzig und alleine darum, daß ich eine völlig überflüssige Position innerhalb einer Transaktion (Bank) hinweg rationalisiere. Und davon Vorteile wie schnellere Laufzeiten, niedrige Gebühren und halbwegs Diskretion / Anonymität habe.




    Korruption ist auch nur ein Teilgebiet der Kriminalität und nutzt die gleichen Mechanismen. Warum siehst du also ein Problem bei der Korruption, nicht jedoch bei der Finanzierung krimineller Geschäfte?
    Ich habe mehr Angst vor staatlicher Korruption. Kriminelle Energie vorausgesetzt könnte ein Land hintenrum eine ganze Branche eines anderen Landes aufkaufen. Ohne das die Bürger etwas davon erfahren. Und selbstverständlich sehe ich das Problem der Finanzierung krimineller Geschäfte. Ich sehe aber auch, das wir durch das verteufeln oder verbieten von Cryptos nicht eine einzige kriminelle Handlung unterbinden.

    Sehe ich anders. Ich halte die Blockchain für Währungen gänzlich ungeeignet, weil der gesellschaftliche Impact einfach untragbar ist. Zumindest, wenn man sie tatsächlich als Alternative und nicht nur als Ergänzung betrachtet und keine Regulierungsmöglichkeiten einbaut. Da gibt es durchaus sinnvollere Anwendungsgebiete, die aber kaum jemand beachtet, weil sich fast alles um Kryptowährungen dreht.
    Auch da bin ich bei Dir, solange Du sie als ergänzend stehenlässt. Hinter den ganzen Währungen stehen so viel gute Neuerungen die es gilt auf den Weg zu bringen. Allerdings beschäftigen sich ja hauptsächlich Finanzis* mit den Währungen, die tragen i.d.R. eh nichts für andere Applikationen bei. Deshalb ja auch die Informatiker Gilde. Wir bestimmen selbst, wohin die Reise geht. Und es liegt zu guter Letzt ganz alleine an den Entwicklern, ob die BC dauerhaft erfolgreich werden kann, OHNE bestehendes abzulösen!


    Ich bin nie böse, wenn jemand seine Meinung äußert. Nur weil ich sie nicht teile, heisst dies nicht, dass sie uninteressant ist oder ich sie gar ablehne. Vielmehr frage ich mich, woher dieser Technik-Glaube kommt und wieso die gesellschaftlichen Folgen so wenig betrachtet werden. Welchen Einfluss hat wohl eine Währung auf Inflation und Deflation, wenn sie dem Markt nicht gezielt zugeführt oder entzogen werden kann? Welchen Einfluss hätten Kryptowährungen, wenn sie Hauptzahlungsmittel würden? Welchen Einfluss haben sie auf die Geldwäsche, Finanzierung von kriminellen Organisationen etc.?
    Tja, so viele Fragen, die wir abstrakt so schön in eigenen Unterforen diskutieren könnten.

    Die gesellschaftlichen Folgen sehe ich nicht so strange*. Seit es Smartphones gibt, guggen die Menschen eben primär nach unten. Ich denke, die BC wird uns (passend zu Deinem Lieblingsthema Kriminalität) dahingehend sehr nutzen, daß wir nachvollziehen werden können, wer seine Finger im Fertigungsprozess, in der lückenlosen Logistikkette hat UND im Plagiatsdilemma hat. Ein Fall Karl-Theodor zu Guttenberg wird es dann nicht mehr geben. Ich glaube pers. gerade in der völlig dummen Art, wie man betrogen wird, wird die BC ein Meilenstein werden, dieses zu verhindern.

    Eine weitere sinnige Anwendung sehe ich im Gesundheits- und Patientenwesen. Man kann nachvollziehen, wer sich wann was und wieviel Pillen einwirft und wie bisher behandelt wurde. Auch die Art und Weise von Fake-News und Publikationen wird sich sehr verändern, da die Quelle unverrückbar feststeht. Da sehe ich den Trend der nächsten BC Jahre.




    So oder so ist eine andere Meinung immer eine Erweiterung des eigenen Blickwinkels, was ich eher schätze als böse darauf zu sein. Dennoch muss ich die Meinung ja nicht teilen.
    Geht mir genauso, da kommt mein angeborener Liberalismus zum Vorschein...


    Kann ja keiner was dafür, dass du so langsam bist.
    schon verstanden, geh in Deine Küche


    Beste Grüße
    Geändert von Ghandi (11.09.18 um 14:00 Uhr)
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

  15. #27
    Avatar von Ghandi
    Registriert seit
    15.07.18
    Danke (erhalten)
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    Standard

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    Zitat Zitat von Chromatin Beitrag anzeigen
    Was ist mit einem Kompromiss?

    Ein Inter-Banken Transfer kann nur getätigt werden, wenn es einen Eintrag in der Blockchain gibt?
    Der eigentliche Transfer bleibt wie es ist und wird um ein öffentlich einsehbares Journaling belegt?

    Geile Sache, oder?
    Servus Chromatin,

    Fast !!!

    Auch an Dich die Frage:

    "Versuche bitte mir klar zu legen, was hat eine Dritte Partei (Bank, Diensteleister) in meinem Finanztransfer zu suchen und wie bescheuert bin ich eigentlich, das noch in Form von Gebühren und Zeitverlust zu honorieren?"

    Ich bin borniert über alle Maßen diese Frage treibt mich um...

    Beste Grüße
    ...feelin' alone, the army 's up the road... [ Ian Anderson ]

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