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Thema: Queereinstieg in die IT Möglich? Und wenn ja wie? Admin oder Programmierer

  1. #1

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    Standard Queereinstieg in die IT Möglich? Und wenn ja wie? Admin oder Programmierer

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    Hallo allerseits

    Ich würde gern in die IT Beruflich einsteigen am besten als FISI/SysAdmin oder eventuell als Programmierer.
    Da ich keine Ausbildung oder Studium in der IT gemacht hab wollte ich fragen ob es als Queereinstieg möglich ist?
    ZB benötige ich diverse Zertifikate Windows/Linux etc. Server etc. usw. wenn ja kann mir jemand sagen welche?
    Oder wie man sonst reinkommt und nen Job finden kann?
    (Hatte mich beim Amt um ne Umschulung bemüht wurde aber abgelehnt).

    Würde mich über eure Antworten freuen danke
    Grüße
    /*C*/

  2. #2
    Moderator Avatar von bitmuncher
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    http://bitmuncher.subnetworx.de/2009...admin-7480806/ (etwas veraltet, aber grundlegend noch heute aktuell)
    Quereinstieg im Bereich Informatik
    Einsteigen in den IT Markt
    Zertifizierungen

    Dazu sei noch angemerkt, dass ein Quereinstieg heutzutage weitaus schwieriger ist als noch vor 10-20 Jahren. Will man sich die notwendigen Kenntnisse aufbauen, geht das auf jeden Fall kaum nebenbei. Es sei denn man will nur ein Code-Monkey werden. Dann reichen ein paar Online-Kurse bei Udemy und ähnlichen Plattformen.

    Sowohl Systemadministration als auch Programmierung sind heutzutage weitaus anspruchsvoller geworden.

    Als Sysadmin reichte es vor 10-20 Jahren noch aus, wenn man einen Linux-Server verwalten konnte, Logmeldungen zu interpretieren wusste und gängige Server-Software (Apache, MySQL, Postfix/QMail/Exim, Bind9, OpenLDAP, OpenVPN, Tomcat etc.) halbwegs gut beherrschte. Heutzutage werden Server kaum noch "direkt" verwaltet. Systeme werden mit Konfigurationsmanagement-Umgebungen wie Puppet, Saltstack, Ansible, Chef u.ä. verwaltet, die man zusätzlich zu der Server-Software beherrschen muss. Auch gibt es kaum noch Standalone-Server. Zumeist wird mit Cluster-Umgebungen gearbeitet. D.h. anstelle von einer einfachen replizierten MySQL-Datenbank nutzt man heutzutage ein Clustering mittels Galera sowie NoSQL-Datenbank-Cluster wie MongoDB, Druid u.a.. Webserver werden zumeist in einem Cloud-Verbund (z.B. mit Docker, KVM, LXD usw.) und entsprechenden Management-Layern wie Mesos, Kubernetes, Rancher, OpenStack etc. betrieben. Vieles landet sogar in Public Clouds wie AWS, GCE oder Azure. Halbwegs große Datenmengen werden in Clustern mittels Spark, Hadoop etc. verteilt verarbeitet. Auch im Bereich DevOps müssen Sysadmins heutzutage halbwegs fit sein, wenn sie nicht monoton Server in Rechenzentren kickstarten wollen. Und nicht zu vergessen sind die gängigen Netzwerk-Protokolle.

    Mit anderen Worten: Die Anforderungen an Systemadministratoren verändern sich aktuell drastisch. Einfach nur mal einen Linux-Server verwalten zu können, reicht für einen Quereinstieg wie vor 10-15 Jahren nicht mehr aus. Selbst kleinere IT-Unternehmen betreiben heutzutage 20+ Server oder hosten auf Cloud-Plattformen. Serverless-Architekturen nehmen auch immer mehr zu. Diese alle manuell zu verwalten wäre vom Zeitaufwand und somit vom Kostenfaktor her zu hoch. Ein Vergleich: Ich verwalte aktuell als Freiberufler mehr als 100 Server in verschiedenen Netzwerken fast vollständig allein. D.h. du hast an einem 8-Stunden-Tag etwas 5 Minuten pro Server (mal davon abgesehen, dass man als Freiberufler keine 8-Stunden-Tage hat). Ohne weitestgehende Automatisierung wäre das nicht möglich. Anders als vor 10 Jahren schreibt man für die Automatisierung aber keine eigenen Skripte mehr sondern nutzt entsprechende Frameworks und Management-Layer.

    Hinzu kommt, dass ein Quereinstieg zumeist nur als Freiberufler möglich ist. Denn ohne entsprechende Referenzen oder Zertifizierungen (die wiederum recht teuer sind), wird man kaum irgendwo eine Festanstellung bekommen.

    Noch schwieriger wird es als Programmierer. Denn reichte es vor 10-15 Jahren noch aus eine Programmiersprache halbwegs gut zu beherrschen, muss man heutzutage auch noch die üblichen Frameworks und Bibliotheken recht gut kennen sowie mit Dingen wie Versionsverwaltung, Deployment-Systemen (Jenkins u.ä.), Unit-Tests uvm. vertraut sein. Wenn du, wie in deinem Vorstellungsbeitrag geschrieben, Webprogrammierung nicht magst, rechne ich dir da wenige Chancen aus. Denn die Webprogrammierung ist in erster Linie der Bereich, in dem man als Quereinsteiger tatsächlich gut unterkommt, wenn man sich nicht bereits Referenzen durch bekannte OpenSource-Projekte oder ähnliches aufgebaut hat oder wenigstens irgendein wissenschaftliches Studium (Mathe, Physik, Bio, Chemie) vorweisen kann. Ich denke aber, da können dir die Coder hier im Board vielleicht noch mehr dazu sagen als ich, da ich nur in Ausnahmefällen Programmieraufträge annehme.

    Wenn du das Geld hast, dann sind Zertifizierungen sicherlich eine gute Sache. RHCSA/RHCE, CCNA, LPIC, ITIL, AWS Certified Solution Architect u.ä. sind für Sysadmins als Einstieg hilfreich. Meiner Erfahrung nach wird dich aber nach einigen Jahren niemand mehr danach fragen. Referenzen sind als Quereinsteiger weitaus wichtiger. Und die sollten gut sein. Wenn deine Kunden/Arbeitgeber nie Grund zur Klage haben und du dir niemals eine Kündigung eingefangen hast, dann stehen dir die Tore zumindest in der Linux-Sysadmin-Welt in einigen Bundesländern (vor allem in den Großstädten bei den Startups) bereits mit 3-5 Jahren Berufserfahrung weit offen. Vorausgesetzt natürlich du hast dabei mit Technologien gearbeitet, die auf dem Markt gefragt sind. Nur die Anfangsjahre sind halt schwierig, weil man erstmal Aufträgen nachjagen muss. Hast du dann hingegen einen Namen im IT-Bereich und wirst von den Recruiting-Agenturen als High-Performer in der Datenbank geführt, kommen die Aufträge zu dir.

    Um einschätzen zu können, was auf dem Markt derzeit gesucht wird, schau dir entsprechende Jobangebote bei Xing, Linkedin usw. an. Ich kann dir da nur mit meiner Erfahrung aus der Linux-Welt weiterhelfen. Dort werden derzeit verzweifelt Leute mit folgenden Skills gesucht:
    • Amazon Web Services
    • Docker
    • Kubernetes
    • Ansible, Chef, Puppet
    • Apache Spark
    • Hadoop-Stack
    • LAMP-Stack
    • Tomcat/JBoss
    • MongoDB
    • InnoDB/XtraDB-Cluster, MySQL, MariaDB
    • Elasticsearch
    • Logstash (bzw. der komplette ELK-Stack aus Elasticsearch, Logstash und Kibana)

    Natürlich sollte man zusätzlich die Standards beherrschen. Du solltest also auf der Linux-Shell absolut fit sein, Bash-Scripting, Python und optimalerweise auch Ruby sollten dir nicht fremd sein. Analysewerkzeuge wie tcpdump, wireshark, iptraf, nmap, netcat etc. solltest du natürlich auch beherrschen. Und du solltest wissen, wie man einen Stacktrace richtig interpretiert und allgemein in der Lage sein von Fehlermeldungen in den Logdateien auf die Ursachen schliessen zu können.

    Ich hab z.B derzeit einen Auftraggeber aus Zeitgründen abzugeben. Seine Anforderungen: AWS (vor allem AWS ECS), Docker, MongoDB, Elasticsearch, Apache Kafka, Apache Spark, Jenkins, alles was zu DevOps gehört, Cloud-Monitoring. Problem dabei: Alle Leute, die diese Skills mitbringen, werden derzeit so mit Aufträgen überschüttet, dass sie keine weiteren annehmen können. Mit solchen Skills kann man heutzutage zu 200% ausgelastet sein und entsprechend gut (5-7k/Monat) verdienen.

    Als Familienvater würde ich den Quereinstieg heutzutage nicht mehr wagen. Als ich damals (vor mittlerweile fast 20 Jahren) als Quereinsteiger im Bereich der Linux-Systemadministration anfing, waren die Anforderungen noch wesentlich geringer. Dennoch verbrachte ich etwa 2 Jahre ununterbrochen vor dem Rechner um mir die notwendigen Skills anzueignen. Und das "ununterbrochen" meine ich wörtlich. 16-18h am Tag vor dem Rechner waren in dieser Zeit für mich normal. An manchen Tagen bin ich auf der Tastatur eingeschlafen. In dieser Zeit lernte ich den Umgang mit gängiger Server-Software sowie Linux an sich, grundlegende Programmierung in 3 Sprachen, erstellen von Backups und Restore von kaputten Systemen, Grundlagen im Datenschutz uvm.. Mit Kindern ist das nicht möglich. Allerdings hat man heutzutage auch bessere Lernmöglichkeiten wie Online-Videokurse, mit denen man zumindest die Grundlagen schneller lernen kann.

    Ich bin der Meinung, dass ein Quereinstieg auch heutzutage noch möglich ist. Entweder ist man bereit ein paar Jahre sehr intensiv Zeit zu investieren und sein Leben dafür entsprechend einzuschränken. Oder man hat halt sowieso einen auf Hobbies basierenden Informatik-Hintergrund. Ist man zu ersterem nicht bereit und bringt zweiteres nicht mit, sollte man sich den Plan aus dem Kopf schlagen.

    Was bei all den technischen Betrachtungen auch gern vergessen wird, sind die Softskills, die ein Sysadmin mitbringen sollte. Absolute Service-Mentalität ist dabei sicherlich noch der kleinere Bereich. Auch wichtig ist, dass man selbst in stressigen Situationen ruhig und konzentriert bleibt und sich nicht aus der Fassung bringen lässt. Nichts macht einen Unternehmer nervöser als ein nervöser Sysadmin. Dass man alles unter Kontrolle hat, muss man selbst dann ausstrahlen, wenn einem gerade das komplette Netzwerk um die Ohren fliegt.

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  4. #3
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    Also ich stimme bitmuncher zu was den oberen Bereich der Systemadministration betrifft zu. Halte es allerdings im Servicebereich von Systemhäusern
    durchaus für möglich bei entsprechendem Engagement einen Quereinstieg zu schaffen, wenn auch nicht in den Bereich den bit beschrieb, sondern eher
    in den Bereich eines "normalen" FiSi oder eines Admins in einem "kleineren" mittelständigen Unternehmen. Hier kannst du mal nach Stellen für Netzwerktechniker
    suchen, die für Aufbau und Inbetriebnahme zuständig sind, da werden gerne auch mal pfiffige Quereinsteiger genommen und angelernt. Das weitere
    liegt dann meist an deinem Engagement, die meisten Unternehmen fördern und bilden solche Mitarbeiter, in den von ihnen verwendeten Systemen weiter.

    Gruß
    Man sollte sich angewöhnen die Dinge öfters von Aussen zu betrachten,
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  5. #4

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    Danke für die Ausführliche Antwort bitmuncher
    da habe ich ja dann noch eine ganze Menge zu lernen.
    Ich wüsste garnicht wo ich anfangen sollte..
    Die meisten Begriffe der von dir genannten Technologien/Software hab ich noch nie gehört bis eben.
    Aber der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
    Ich werde mich denke ich intensiver mit Linux und der Shell auseinandersetzen und versuchen mir LPIC1 und 2 anzueignen.
    Vielleicht wäre es Sinnvoll mich im Linux Bereich zu spezialisieren und den Windowsbereich einfach auszulassen, ich denke man soll seiner Intuition folgen oder dem was das Herz einem rät, und das sagt mir das mir Microsoft unsympathisch ist. Ich nutze Windows höchstens auf meinem anderen Rechner in Win7 um mal ein paar ältere point & Click Adventures zu spielen ansonsten hat Windows oder andere Microsoft Produkte in meinem Leben wenig Platz.

    Du meintest Python/Ruby wären notwendig?
    Ich hatte angenommen das Bash,C und Perl nützlich wären als Sysadmin und PHP/HTML/CSS für Webprogrammierung. Ich mag Webprogrammierung, ich bastel gern an Webseiten rum, ich hab nur kein Fable für Javascript. Ob JS so wichtig ist frage ich mich auch, da ja viele JS ohnehin von ihren Browsern blockieren lassen.
    Also ich hab angenommen ich würde inetwa so vorgehen:

    intensiv PHP lernen um im Webbereich Serverseitig programmieren zu können in kombi mit HTML/CSS dazu dann PHP Zend Framework eventuell lernen.
    Shell,C und Perl intensiv lernen und den fortgeschrittenen Umgang mit Linux und Server/Netzwerktechnologien.
    Ich lern hauptsächlig mit den Galileo/Reinwerk Büchern die sind wirklich sehr gut.
    Aber die ganzen von dir genannten Technologien wüsste ich garnicht wo ich die notwendigen Informationen zur praktischen Umsetzung herbekomme und in welcher Reihenfolge ich dabei was lerne. Ich denke mal ich müsste erstmal die von mir eben genannten Grundlagen beherrschen um dann letzere Dinge zu lernen.
    Zeit hab ich ja und Motivation/Geduld. Ich hab mich eigentlich noch nie in irgendetwas so reingekniet wie in den Computerbereich, ich merk fast täglich wie mein Hirn wächst

  6. #5

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    Hallo und Danke für deine Antwort end4win,
    sofern Netzwerk"Techniker" etwas mit Hardware zu tun hat muss ich dazu sagen, das ich mich außer mit dem zusammenclicken von Motherboard und Ram noch nie intensiver mit Hardware befasst habe.. Ich hab zwar bei eine FISI Praktikum Steckerkabel in PCs geschlossen und einen Server zusammengeschraubt aber von Hardware verstehe ich so gut wie NULL!

  7. #6
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    Also die Meisten, die ich als Quereinsteiger in die Webprogrammierung kennengelernt habe, endeten entnervt als ewige Praktikanten. Sehr wenige haben es mit einem Sprung in die Selbstständigkeit geschafft erfolgreich in einer Sparte zu bestehen. Damit meine ich, dass sie ihren Unterhalt selbst stemmen können, nicht wirklich gutes Geld verdienen. Hier kann ich dir eigentlich von einem Quereinstieg nur abraten.

    Das mit der Hardware ist keine Hexerei, dies kann man sich durchaus recht schnell selbst aneignen, da sind Programmier- und Scriptsprachen effektiv zu nutzen deutlich aufwendiger. Einen Quereinstieg als Admin ohne den Windows Helpdesk zu durchlaufen halte ich heutzutage für ziemlich illusorisch.

    Mir stellt sich allerdings die Frage, wieviel Zeit du bis zur ersten bezahlten Stelle eingeplant hast.

    Gruß
    Man sollte sich angewöhnen die Dinge öfters von Aussen zu betrachten,
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  8. #7

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    Gute Frage,
    ich denke mal wenn ich nichts kann werd ich auch keinen Job finden und ne zeitliche Angabe zu stellen wann ich genug gelernt habe um mich erfolgreich zu bewerben ist schwierig. Ich denke mal sobald ich LPIC 1-2 hab könnte ich mich bewerben, das würde mir vielleicht die nötige Sicherheit geben um zu zeigen das man was kann.
    Ja wegen Windows ich weiß die meisten Firmen verwenden Windows oder mischen Win/Linux es gibt weniger reine Linux Firmen. Ein Grundlegendes Windows verständnis dürfte nicht allzu schwer sein denke ich mal man muss ja nicht zu sehr ins Detail gehen dafür müsste man dann mehr interesse haben. Aber wenn man sich in einem Fachbereich von vornherei Spezialisiert könnte das auch ein Weg sein..

  9. #8
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    Also ich fürchte du hast von den Anforderungen, der Arbeit in der IT-Branche und dem Werdegang eines Quereinsteigers eine falsche Vorstellung. Aber vielleicht fängst du einfach mal an und liest nebenher die geforderten Skills in den Stellenanzeigen, um dich in die richtige Richtung zu entwickeln. Da dir die von bitmuncher genannten nichts sagen hast du noch einen sehr langen Weg vor dir. dafür Wünsche ich dir alles Gute und viel Kraft.

    Gruß
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  10. #9

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    Warum eigentlich gerade IT? Nimms mir nicht übel, aber du scheinst von IT soviel Ahnung zu haben wie ich vom Kochen - und ich kann wirklich gut kochen, aber zur Köchin reichts bei weitem nicht, auch wenn ich noch zwei Kochkurse oben drauf packen würde.

    Das mit dem Quereinstieg ist dann möglich, wenn du passioniert bist in dem was du machst. Wenn du weißt, was du machst und warum du das machst. Professionalität durch Erfahrung, Spaß und Durchhaltevermögen. Das ist überall gleich, egal ob IT oder Kochen.

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  12. #10

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    Danke für den Hinweis end4win, das werde ich machen

    @Schwarze Beere, das kann ich dir ganz leicht beantworten , ich hab Arbeit immer als etwas empfunden was ich nicht mochte wie eine Strafe, ich bin mit einer Abneigung zu Bett gegangen weil ich wusste am nächsten Tag muss ich wieder hin.. und ich hab viele verschiedene Jobs gemacht!
    Als ich die beiden Praktikas im IT Bereich gemacht habe war das ganz anders, ich hab mich darauf gefreut und konnte nicht genug davon bekommen. Zum ersten Mal in meinem Leben hat mir Arbeit Spaß gemacht!! Ich denke das ich aus dem Grund auf dem richtigen Weg bin. Nur weil ich noch nicht alles kenne heißt das jan icht das ich es nicht lernen kann. Ich beschäftige mich ja noch nicht mein Leben lang damit wie vielleicht einige andere hier.

  13. #11
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    Da dir die von bitmuncher genannten nichts sagen hast du noch einen sehr langen Weg vor dir.
    Also ich habe mit all den Sachen noch nie was zu tun gehabt und ich habe reichlich Jobs gemacht

    Aber im ernst, IT ist alles irgendwie. Aber die Arbeitsgebiete und Bedingungen haben sich drastisch verändert.
    Bis vor 15 Jahren war man noch der "Experte" und man wurde auch häufig so gesehen und behandelt. Die jüngeren Kollegen sind heutzutage vielzuoft der Arsch und selbst hinter den tollsten Jobbezeichnungen sitzen am Ende in den meisten Fällen reine "Bediener" von Softwareprodukten, die so komplex und verkorkst sind dass man das durch das Überangebot von Schulungen zu kompensieren sucht.

    Jedenfalls wäre ich heutzutage zurückhaltender mit der Romantisierung von IT Jobs. Viele der Nachzügler (oder Nachkömmlinge) wachsen in IT Strukturen rein die ihnen skillmäßig und nervlich reichlich abverlangen und das nicht selten für einen dem Stresslevel nicht angemessenen Lohn. Viele von uns "älteren" konnten sich in entspannteren Zeiten einen Namen machen oder sich (so wie ich) in Nischen festsetzen wo man seine Haut heute noch einigermaßen teuer verkaufen kann.

    Für dich als Quereinsteiger, ohne die Möglichkeit einen formalen Abschluss zu erwerben, bleiben im Grunde zur zwei Wege: Du hurst du dich durch Praktika und hast dabei richtig Glück und lernst Leute kennen, von denen du was lernen kannst und die dir anspruchsvollere Jobs zuteilen. Wahrscheinlicher ist aber dass du Jobs machst die im Grunde jeder andere auch machen kann und du nichts relevantes dabei lernst.

    Oder du beteiligst dich an einem freien Projekt und mauserst dich da zu einem wichtigen Teil. Ich kenne Leute die sich im Security-Bereich derart reingeschafft haben dass sie heute wirkliche Experten mit Anerkennung und Jobs sind.
    So oder so, es wird dich wahnsinnig viel Ehrgeiz und Zeit kosten und du verdienst keinen Penny damit. Und wirklich die allerwenigsten ziehen das durch.

    Ich will dich nicht desillusionieren, aber die Messlatte für neu- und Quereinsteiger (besonders für die ohne BA/MA) hängt gewaltig hoch und deine privaten Lernfortschritte interessieren da draußen keine Sau. Sie _sagen_ das zwar immer. Aber spätestens beim Vorstellungsgespräch - wenn du keinerlei Vita oder Quali nachweisen kannst - wars das.
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  14. #12
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    Zitat Zitat von Chromatin Beitrag anzeigen
    Für dich als Quereinsteiger, ohne die Möglichkeit einen formalen Abschluss zu erwerben, bleiben im Grunde zur zwei Wege:...
    Das würde ich so nicht unterschreiben. Der Weg über die Arbeit als Freelancer ist die dritte Möglichkeit. Und die funktioniert auch heute noch, wie ich aus meinem Freundeskreis weiss. Allerdings, und da gebe ich dir Recht, sind ein paar tatsächlich von anderen genutzte Projekte bei Github oder die Beteiligung an bekannten OpenSource-Projekten sehr hilfreich für den Einstieg.

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  15. #13

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    Vielleicht sollte ich mir die Umschulung selber Finanzieren mit einem kleinen Kredit. Dann hätt ich den IHK Abschluss und würd dann wohl bessere Chancen haben.
    Ich hab wirklich bock drauf. Bei einer Umschulung würd ich alles lernen was ich bräuchte oder?
    Ist das eine Sinnvolle Idee? Oder wäre man mit Zertifikaten statt IHK Abschluss besser dran?

  16. #14
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    Zitat Zitat von /*C*/ Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte ich mir die Umschulung selber Finanzieren mit einem kleinen Kredit.
    Kleiner Kredit? Hast du dich da mal informiert?
    Eine seriöse Umschulung zum FiSi dauert 2 1/2 - 3 Jahre, wenn du das auch noch privat machst musst du dich auch noch Krankenversichern und für deinen Unterhalt aufkommen, die Kosten belaufen sich auf mehrere 10000 €. Das Amt zahlt nur, wenn du für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst. Voraussetzung ist auf jedenfall eine abgeschlossene Berufsausbildung.
    Auch die Qualität dieser Umschulungen sind sehr schwankend je nach Institut und Teilnehmer und meist mit sehr wenig Praxisbezug, bis auf das Betriebspraktikum,um das du dich selbst kümmern musst.

    Gruß
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  17. #15
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    @bit
    Der Weg über die Arbeit als Freelancer ist die dritte Möglichkeit.
    Theoretisch - aber wer bucht dich ohne Referenzen und oder Erfahrung für ein anständiges Projekt?


    Eine seriöse Umschulung zum FiSi dauert 2 1/2 - 3 Jahre, wenn du das auch noch privat machst musst du dich auch noch Krankenversichern und für deinen Unterhalt aufkommen, die Kosten belaufen sich auf mehrere 10000 €. Das Amt zahlt nur, wenn du für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst. Voraussetzung ist auf jedenfall eine abgeschlossene Berufsausbildung.
    Man braucht für eine Umschulung keine Berufsausbildung gemacht zu haben. In seiner Situation wäre es sogar besser wenn er keine hätte, denn dann könnte einen Anspruch darauf erheben. Wenn er in seinem jetzigen Lehrberuf vermittelbar ist, wird das Amt auch nichts übernehmen.

    Ich hab wirklich bock drauf. Bei einer Umschulung würd ich alles lernen was ich bräuchte oder?
    Um Dinge zu lernen brauchst du sowas nicht. Du brauchst es lediglich als formale Bescheinigung für irgendwas.

    Vielleicht sollte ich mir die Umschulung selber Finanzieren mit einem kleinen Kredit. Dann hätt ich den IHK Abschluss und würd dann wohl bessere Chancen haben.
    Es gibt diverse Fernlehrgänge die sowas anbieten (was man neben dem eigentlichen Job macht!) und da ist eine eigenfinanzierung prinzipiell keine schlechte Sache. Allerdings fordert das eine wahnsinnige Disziplin und Ausdauer.
    Ich selbst habe bereits 2 davon hinter mir (auch selbst bezahlt) - für jeweils ein Jahr - und zumindest für mich war das echt die Drill-Hölle.


    Davon abgesehen kannst du auch ohne eine Ausbildung eine IHK Prüfung ablegen, sofern du eine bestimmte Zeit nachweislich in einem Bereich gearbeitet hast (meistens +- 4 Jahre).
    Das ist aber Sache der jeweiligen IHK und da solltest du dich informieren. Ohnehin solltest du mal mit denen Reden denn im Grunde kann dich auch jemand nach nur 2- oder 3 Jahren zulassen.

    Unter diesem Aspekt wäre es also klüger du würdest einfach mit arbeiten anfangen und später dann die IHK Prüfung ablegen.
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