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Thema: [TdW 169] Erleben wir den Beginn einer neuen Weltordnung?

  1. #16
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    Was möchtest du jetzt von mir?
    Du schriebst etwas von einer "Rückbesinnung auf ein gesünderes Modell".
    Mir ist allerdings keines "aus besseren Zeiten" bekannt, welches den Anforderungen
    unserer Zeit gewachsen wäre.
    Ja, ich denke unsere Zeit kommt ohne internationale Zusammenarbeit nicht mehr aus,
    wenn wir unseren Lebensstandard und unsere Kultur einigermaßen erhalten wollen.
    Wirtschaftskriege um Ressourcen und Absatzmärkte sind da nicht hilfreich. Deshalb
    brauchen wir nichts aus der Vergangenheit, sondern benötigen Modelle für die Zukunft,
    denn in der beabsichtige ich zu Leben.

    Gruß
    Man sollte sich angewöhnen die Dinge öfters von Aussen zu betrachten,
    denn von Innen sieht das Hamsterrad auch wie eine Karriereleiter aus.

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  3. #17
    Moderator Avatar von Chromatin
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    Da das zu einer hire & fire Frage führt, antworte ich entsprechend..

    Ja, ich denke unsere Zeit kommt ohne internationale Zusammenarbeit nicht mehr aus,
    wenn wir unseren Lebensstandard und unsere Kultur einigermaßen erhalten wollen.
    Internationale Zusammenarbeit hat doch mit DER Globalisierung nicht zu tun.
    DIE Globalisierung, von der "unsere" Politiker sprechen, ist ein Handelsbegriff.
    Für alles andere, z.B. den interkulturellen Austausch u.s.w. brauchst du keine Politiker, die uns auf Gipfeltreffen einen Vorhampeln.
    In "deren" Globalisierung geht es NUR ums Geschäft. Wenn es nicht so wäre, dann wäre die Gästeliste auf den großen Events auch etwas differenzierter

    Du unterliegst einem Irrtum, wenn du glaubst dass "wir" unseren Lebensstandard halten können und gleichzeitig anderen Völkern dabei helfen zu "unserem" Standard aufzuschließen.
    Wir können uns unseren Wohlstand nur "leisten", weil andere Menschen für ihre Leistung kaum was bekommen. Das geht bei der Ressourcenförderung für die Metall oder Chemieindustrie los und geht bis hin zu Kleidungen und Lebensmittel.

    Willst du anderen Menschen in deiner globalisierten Traumwelt zu einem ähnlichen Wohlstand verhelfen, müsstest du sicherstellen, das alle Menschen in der Wertschöpfungskette eines Guts (Güter)
    auf einem gleichen Niveau von Verhältnissen entlohnt werden. Um es richtig zu machen, müsste man auch bessere Umwelt- und Gesundheitsstandards mit einkalkulieren, Kranken- und Rentenversicherungen etc.pp.
    Damit würde deine Kleidung, dein Kaffee, dein Smartphone oder sonstige Gadgets, Werkzeuge, Elektrogeräte und Lebensmittel ein vielfaches des aktuellen Preises kosten - Du kannst dir nur deswegen für ein paar Cent Südfrüchte im Discounter kaufen, weil auf dem Weg dahin an Mensch und Umwelt gespart wird und der ohnehin kleine Gewinn in den Taschen einiger weniger Menschen verschwindet. Und diese Gelder fließen garantiert nicht wieder in einen lokalen Wirtschaftskreislauf, sondern stets dahin, wo schon Geld ist.

    Der Punkt, bei dem du auf diesen Globalisierungschwachsinn hereingefallen bist, ist die Suggestion, dass man beides haben kann: Mehr Gerechtigkeit und günstigere Waren.

    Wenn du also eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes wünschst, dann ist das "gesündere Modell", dass die Menschen innerhalb der Wertschöpfungsketten dort mehr Geld bekommen, wo sie aktuell zu wenig bekommen.

    Dafür musst du aber:
    1) die Rahmenbedingungen ändern, die so gestaltet sind, dass sie eigentlich nur von Multis erfüllt werden. Beispiele sind zb unser Agrarwesen und die Regulierung von Saatgut. Oder die Gesetze zum Inverkehrbringen von Elektroartikeln. Vielleicht fragst du dich ja mal warum es leichter ist Billigzeugs aus China zu importieren als hier als Startup was auf den Markt zu bringen. Die Politik muss hier Regeln schaffen und zwar auf nationaler Ebene. Aktuell schafft die Politik Regeln für Transnationale Profitbestrebungen.

    2) akzeptieren, dass Güter für Endverbraucher teurer werden

    3) der "Markt" ein Problem kriegt, da die Gewinne (und damit Aktiengewinne) schrumpfen.

    Das gehört aber alles definitiv nicht zum Globalisierungsprogramm der Typen die dir aktuell ihre Globalisierung verkaufen.



    Wirtschaftskriege um Ressourcen und Absatzmärkte sind da nicht hilfreich.
    Was sind denn TTIP und CETA anderes als Kriegslisten?
    Damit werden höhere Chancen der Transnationalen auf Profit zementiert.
    Ein weiterer Schritt nationale Märkte aufzubrechen und in die globale Preisspirale zu werfen, die, wie auch dir bekannt sein dürfte, nur von den Transnationalen überlebt werden kann.

    Deshalb
    brauchen wir nichts aus der Vergangenheit, sondern benötigen Modelle für die Zukunft,
    denn in der beabsichtige ich zu Leben.
    Auch hier unterliegst du dem Irrglauben dass bereits gelebte Prozesse/Verfahren schlechter sind, als das was wir morgen haben könnten.
    Aber wenn du so der Zukunftshörigkeit verfallen bist so lass mir dir dies Voraussagen: Keiner der Freunde der "Globalisierung" werden die Welt
    einen Funken besser machen. Es geht nur ums Geld und solange es Leute gibt, die diesen scheisz glauben, machen die auch genau so weiter.

    Ach ja - und du kannst weiterhin von deinem sehr hohen Ross über Wohlstand anderer lamentieren ohne dich selbst verantwortlich zu fühlen.
    Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

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  4. #18

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    @SchwarzeBeere,

    Du hast einige Punkte, über die ich nachdenken muss.
    Das macht aber verschiedene Meinungen und Ansichten so interessant, viele Sachen die du beschreibst, habe ich bislang aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.

    Zu deiner initial Frage, ob ich Politik studiert hätte, muss ich diese aber verneinen. Ich bin Laie auf diesem Gebiet und würde mich maximal als überdurchschnittlich interessiert bezeichnen. Die Parallelen, die ich zu China ziehe, rühren vor allem aus meiner subjektiven Sicht auf dieses Land. Da ich sehr oft in China bin (ca. 2-3 pro Jahr) und dort auch meine Schwiegerfamilie lebt, macht man das wohl automatisch irgendwann ...

    Zitat Zitat von SchwarzeBeere Beitrag anzeigen
    Versteh mich nicht falsch. Ich stimme dir durchaus in manchen Punkten zu, z.B. dass kleine lokale Parteien an Gewicht verlieren, wenn die EU mehr Kompetenzen bekommt, oder dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit insbesondere dazu dient, die EU und ihre Wirtschaft langfristig zu stärken. Die Schlussfolgerung, man fördere dadurch einzelne Wirtschaftsstandorte, wodurch der Heimatsbegriff sich wandeln und Politik aufgrund der fehlenden "Orientierung" in den Hintergrund geraten würde - eine Ansicht, die übrigens im rechten Milieu nicht gerade selten anzutreffen ist... auch wenn ich dich deswegen nicht in die rechte Ecke stellen will, so ist es doch bemerkenswert, wie sich gerade deren Thesen und Theorien immer wieder in den Vordergrund drängen -, teile ich nicht.
    Ich muss zugeben, ich bin über die "Standard Ansichten" des rechten Milieus nicht im Bilde. Ich kann nur soviel sagen, dass auch unterschiedliche politische Gesinnungen auf die gleichen Schlüsse kommen können. Ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild wurde beispielsweise nicht nur von der AfD vorgeschlagen, sondern 2015 auch von der SPD und seinerzeit auch von den Grünen. Nur um mal ein Beispiel zu nennen.

    Das Thema hatte ich heute zufällig auch mit meinen Kollegen.
    Laut dem Test von politicalcompass.org bin ich politisch recht ausgeglichen mit leichten eher linken Tendenzen, was vor allem wohl aus meiner Ansicht herrührt, dass in Zukunft nicht jeder mehr arbeiten können wird und die Leistungsgesellschaft ein Auslaufmodel ist ...

    Hier die Verordnung bekannter Persönlichkeiten:
    allgemein.jpeg

    So schneide ich in dem Test ab:

    2.jpeg

    Interessanterweise habe ich mal in einem Artikel gelesen, dass die meisten Deutschen bei dem Test eher Autoritär (also weiter oben) abschneiden. Was mich zumindest indirekt nicht wundert, wenn ich mir die Offenheit gegenüber einer Europäischen Zentralregierung anschaue. Ganz so extrem wie China ist es hier nicht, aber die Tendenzen sind schon da. So offen und frei (und demokratisch) wie wir uns selber sehen sind "wir Deutschen" zumindest in meinen Augen nicht. Zumindest passt meiner Meinung nach der öffentliche Umgang mit anderen Ansichten hier zu nicht (das beziehe ich jetzt nicht auf HABO, sondern auf den allgemeinen politischen Diskurs rund um Brexit, Trump, AfD, uvm.).
    Geändert von Ark (02.02.17 um 19:25 Uhr)

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  6. #19
    Moderator Avatar von Chromatin
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    Omfg.. ich bin kommunistischer Anarchist!

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    Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

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  8. #20

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    Zitat Zitat von Chromatin Beitrag anzeigen
    Omfg.. ich bin kommunistischer Anarchist!
    Anfänger.


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  10. #21
    Moderator Avatar von Tarantoga
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    Zitat Zitat von Ark
    Du hast einige Punkte, über die ich nachdenken muss.
    Das macht aber verschiedene Meinungen und Ansichten so interessant, viele Sachen die du beschreibst, habe ich bislang aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.
    Und genau aus diesen Gründen gibt es die TdWs überhaupt...

    Und Danke für den Compass-Link, es kann ja nie schaden die Selbstwahrnehmung mal durch eine Messung abzugleichen!

    Mein Ergebnis hat mich jetzt nicht wirklich überrascht, ich stehe scheinbar ziemlich weit links:

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  12. #22
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    Und genau aus diesen Gründen gibt es die TdWs überhaupt...
    Das möchte ich noch dadurch ergänzen, dass man das alles auch als Debattierclub oder Battle sehen kann
    Auch wenn es hier ab und an heiß her geht, so wollen wir doch sportlich bleiben.
    Wenn ein Gesetz nicht gerecht ist, dann geht die Gerechtigkeit vor dem Gesetz!

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  14. #23

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    In den ersten Tagen seiner Amtszeit hat sich Herr Trump ja schon mächtig aufgeplustert. Ich bin mal gespannt, was da noch so alles kommt. Irgendwie macht er Typ mir Bauchschmerzen....

  15. #24
    Avatar von M@gic
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    Realität ist der Teil der Wahrnehmung, über den wir uns alle einig sind.

  16. #25
    Avatar von Ghandi
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