15jähriger Python-Coder an astronomischer Entdeckung beteiligt

Tarantoga

Moderator
Bei SpiegelOnline gibt es eine interessante Meldung aus der Astronomie: Der 15jährige Neil Ibata war (angeblich massgeblich) an der Entdeckung beteiligt, dass mehrere Zwerggalaxien nicht chaotisch um die Andromeda herumschwirren, sondern die Galaxie auf geordneten Bahn umkreisen - wie Planeten ihr Zentralgestirn. Laut dem französischen Forschungsinstitut CNRS machte der Junge ein Praktikum am astronomischen Institut in Straßburg, an dem sein Vater als Teil eines Forschungsteam tätig ist, das seit fünf Jahren Daten über Andromeda sammelt. Neil, der im Rahmen des Praktikums Python gelernt hatte, soll mit Hilfe seiner neugewonnenen Programmierkenntnisse und den Daten seines Vaters als erster die Entdeckung gemacht haben:
"Ich habe einfach mit den Daten gespielt, die das Team meines Vaters gemessen hat", sagte der 15-Jährige im Gespräch mit dem Radiosender France Bleu Alsace. Er habe die Entfernung und die Geschwindigkeit der Zwerggalaxien untersucht und so seine Entdeckung gemacht. Sein Vater habe ihm bereits im Alter von fünf bis sechs Jahren Mathematik und Physik beigebracht.
Selbst wenn das ganze ein PR-Trick sein sollte, um der Studie mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen: Die Geschichte ist einfach schön und da kann man mal sehen wozu Geeks alles gut sind...:)

Quelle:
Neil Ibata: 15-Jähriger an "Nature"-Studie über Galaxien beteiligt - SPIEGEL ONLINE
 

Chakky

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arg und ich hab erst gelesen
15jähriger Phython-Code

und mich gewundert warum das in deinen kurzen thread nicht erwähnt wird :rolleyes::rolleyes:

naja ob das ein geek ist oder ienfach nur einer der mit zahlen etwas besser kann :D
 

Orniflyer

Member of Honour
erinnert mich interessanterweise an das buch Surely You're Joking, Mr. Feynman!

obwohl sein vater kein akademiker war besaß er dennoch eine faszination zur wissenschaft und hat diese richard feynman in seiner erziehung vermittelt (welche dieser wiederum als maßgeblich für seine laufbahn ansah)

eine durch rationalität, skeptizismus und wissenschaftstheorie geformte (im sinne von angereicherte) erziehung kann vieles bewirken :thumb_up:
 

benediktibk

Standardgruppe für nicht aktivierte User
eine durch rationalität, skeptizismus und wissenschaftstheorie geformte (im sinne von angereicherte) erziehung kann vieles bewirken :thumb_up:

Interessant, ein Kind, dass eine durch Rationalität geformte Erziehung erfährt, liefert wichtige Beiträge zur Quantentheorie. Hat doch eine gewisse Ironie? :)
 

Chromatin

Moderator
Mitarbeiter
Ich spiel mal Detetktiv:

Version (1)
Ein 15 jähriger lernt in nem Praktikum mal eben Phython (was eine ziemlich nebensächliche Information ist), nimmt dann ein paar astronomische Daten, die Forscher (bessere Bezeichnung: Beobachter) über Jahre gesammelt haben - "spielt" damit ein wenig herum und revolutioniert einen kleinen Bereich der Astrophysik. Die Arbeitsgruppe reibt sich staunend den Bauch und überlässt die Entdeckung nur allzugerne dem jungen Praktikanten, den Forschungsgelder spielen keine Rolle und Ruhm ist was für BWLer...


Version (2)
Ein Wissenschaftler, der nie den Durchbruch geschafft hat, will das beste für seinen Sohn und sorgt für eine frühzeitige Profilierung, und wertet die Erkenntnis soweit auf (ein Fünfzehnjähriger !!111elf), dass darüber im Nature berichtet wird. Der Junge freut sich und die Arbeitsgruppe (mit Papa) natuerlich auch - hat man es doch noch mal ins Nature geschafft.

Gähhn..ich weiss ich bin gemein :D
 

benediktibk

Standardgruppe für nicht aktivierte User
Die Welt nüchtern und realistisch zu betrachten ist definitiv langweilig.

mfg benediktibk
 
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