Laptop-OS gesucht

Hallo,

wie ich erstmals in diesem Thread gelesen habe, ist Linux ja nicht besonders freundlich zu ACPI. Zumindest habe ich es so verstanden und auch mehrfach an anderer Stelle gelesen ;)

Da nun erwiesenermaßen mein Laptop nicht mehr ohne Netzteil auskommt und auch der Neukauf eines Akkus nicht geholfen hat, frage ich mich, ob sich OpenBSD unter dem Gesichtspunkt besser eignet und wenn nicht, ob es denn ein kostenloses UNIX gibt, welches eben gut für Laptops geeignet ist.


Danke schonmal für die Antworten :)
 
Probier einfach mal verschiedene Distributionen und Unixoide aus und teste es selber oder schreib doch einfach mal dabei welches Notebook/Laptop du besitzt. :p

ACPI unter unixoiden Betriebssystemen ist 'ne wackelige Sache und funktioniert meistens nur fehlerfrei, wenn sowohl die Hardware als auch das BIOS die Spezifikationen nach dem frei verfügbaren Intel-Standard implementiert hat (was leider oft nicht der Fall ist). Der ACPI-Teil, der von unixoiden Betriebssystemen bereitgestellt wird, hält sich nunmal an die Intel-Konventionen und kann nur begrenzt auf unerwartete Control Interrupts von anderen Implementierungen reagieren.
Die Hardware-Hersteller bevorzugen aber leider aus Kompatibilitätsgründen die (absichtlich vermurkste) Microsoft-Implementierung und daher hängt es von deinem Notebook/Laptop ab, ob BSD, Linux oder $foo-OS problemlos ACPI verwenden können.

Es gibt zwar noch die Möglichkeit an der DSDT rumzuschrauben, aber da man dadurch die Firmware modifiziert, ist es aus Garantiegründen nicht empfehlenswert. Zudem ist es ziemlich komplex und kann auch unangenehme Nebeneffekte haben.
 
Ich besitze seit letzter Woche einen Laptop von Acer, nämlich die EMACHINE E725-434G32MI. Immerhin sind einige Komponenten von Intel und es kam mit dem Linpus OS daher...
 
Hallo jemo. Im Bezug auf Laptops habe ich sehr gute Erfahrungen mit Debian und Ubuntu Distributionen gemacht. Zur Zeit habe ich einen Lenovo R400 mit einer Intel GMA 4500MHD. Die Akkulaufzeit soll laut Lenovo bei 3,5 Stunden sein. Mit Debian Sid, Gnome, Compiz und einigem anderen Schnickschnack läuft er bei mir aber über 4 Stunden im Akkubetrieb. ACPI hat auch keine Probleme. Die CPU-Kerne werden brav runtergetaktet, wenn die Leistung nicht gebraucht wird und die Temperatur des gesamten Systems beläuft sich auf ca. 32 - 35°C. Ich weiß nicht genau, wie bewandt du mit Linux und Unix bist. Die BSD Systeme benötigen schon etwas mehr Wissen, um sie richtig zum Laufen zu bekommen. Deswegen würde ich sie für Notebooks nicht empfehlen. Ich glaube, dass du mit Ubuntu oder OpenSuSE eher glücklich wirst. Habe gerade den ersteren auch jahrelang auf einem Notebook betrieben. :)
 
Danke für die Antwort ;)

Naja, mit Unix kenne ich mich nicht allzu gut aus, allerdings habe ich früher immer auf Debian gesetzt - eigentlich habe ich auch keine Probleme damit, bloß hat sich das ACPI scheinbar unter Debian verabschiedet, da ich auf dem alten Laptop nur Debian installiert hatte - zumindest die längste Zeit.

Ich denke ich schau mir das ganze nochmal in Ruhe an ;)
 
Es gibt zwar noch die Möglichkeit an der DSDT rumzuschrauben, aber da man dadurch die Firmware modifiziert, ist es aus Garantiegründen nicht empfehlenswert. Zudem ist es ziemlich komplex und kann auch unangenehme Nebeneffekte haben.

Das stimmt so nicht ganz. Die DSDT muss nicht neu geflasht werden um sie mit Linux benutzen zu koennen. Man kann dem Kernel auch (IIRC) einen Bootparameter angeben oder die DSDT in den Kernel einkompilieren lassen.
 
Das stimmt so nicht ganz. Die DSDT muss nicht neu geflasht werden um sie mit Linux benutzen zu koennen. Man kann dem Kernel auch (IIRC) einen Bootparameter angeben oder die DSDT in den Kernel einkompilieren lassen.

Ja, daran habe ich garnicht gedacht. Aber ich wollte das auch nicht zu weit ausführen. Wenn man nach "dsdt override" oder ähnlichen Begriffen sucht, findet man dazu ja genügend Material (z.B. das hier).
Wobei ich persönlich finde, dass allein das Erstellen einer angepassten DSDT schon nicht ganz trivial ist (falls man keine passend gefixte Version im Netz findet).
 
Da nun erwiesenermaßen mein Laptop nicht mehr ohne Netzteil auskommt und auch der Neukauf eines Akkus nicht geholfen hat, frage ich mich, ob sich OpenBSD unter dem Gesichtspunkt besser eignet und wenn nicht, ob es denn ein kostenloses UNIX gibt, welches eben gut für Laptops geeignet ist.

ACPI is always a fucking pain in the ass.

Ich habe OpenBSD 4.6 auf einem Thinkpad R50e laufen und APM funktioniert dort einwandfrei.

Allerdings gibt es auf misc@ immer wieder Leute die mit ACPI Probleme haben.

Hersteller ruecken dort viel zu wenig code raus. Das betrifft leider die gesamte OSS Szene :(
 
meine Erfahrungen: ich habe 'nen Lenovo 3000 N200 - lief mit Debian immer super. Seit dem ich mal mit UbuntuStudio herumgespielt hatte, hat mein ACPI 'ne kleine Macke, betrifft aber nur den Rechner-Start - im laufenden Betrieb geht alles.
also schnell wieder auf Debian zurück, damit's nicht schlimmer wird...

Und wenn schon einige Komponenten von Intel sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Linux problemlos drauf läuft, doch recht hoch.
(schließlich ist Intel doch recht OpenSource-freundlich)
Und wenn Linpus vorinstalliert drauf war, dann sollte man doch davon ausgehen, dass die Hardware wirklich recht Linux-freundlich ist?!
 
Nochmal was zu dem Linpus und der Angelegenheit mit Intel und meinem Laptop:

Auf der Treiber-CD stand dick aufgedruckt, dass Linpus OS kein Energiemanagement unterstützt.

Aber Google sagt mir, dass Intel die Schnittstelle SFI entwickelt hat - das habe ich meine ich im Bios gefunden.


Nun aber zu meine neuen Frage:
Wenn ich nun Debian installiere, nachdem ich SFI anschalte, ist es dann schon aktiv oder muss ich anschließend noch Pakete nachinstallieren?
 
Ich find's ja irgendwie total amüsant, wie hier aufgrund von Erfahrungen mit anderen Laptops immer wieder behauptet wird, dass es mit Distro XY keine Probleme gibt. :D
Aber zum Thema... nicht auf jedem Laptop bereitet ACPI mit Linux Probleme. Wenn Intel-Hardware verbaut ist, gibt's zumeist weniger Probleme, da jede Menge Entwickler von Intel direkt am Kernel mit basteln. Sind die Chipsätze von VIA, kann man recht häufig mit Schwierigkeiten rechnen und andere Hersteller muss man halt ausprobieren oder recherchieren. Hab mit denen weniger Erfahrung.
Im Allgemeinen muss man zur Nutzung des Simple Interfaces von Intel nichts zusätzlich installieren. Allerdings wird es in seiner aktuellen Spezifikation auch erst ab Kernel 2.6.32 korrekt unterstützt. Stable Debian fällt also schonmal aus. Für Sid gibt's meines Wissens nach diesen Kernel. Allerdings weiss ich nicht, ob SFI dort aktiviert ist. Einfach mal in die Config schauen, die in /boot angelegt wird. Alternativ baut man sich halt den Kernel mit der Config aus /boot und mittels make-kpkg einfach selbst.
 
Danke für die Antwort.

Sind die Chipsätze von VIA, kann man recht häufig mit Schwierigkeiten rechnen

Da mein alter Laptop einen VIA Chipsatz hatte, kann ich diese These damit unterstützen.
Ich werde meinen neuen Laptop mal mit verschiedenen OS betreiben, und schauen, wo es Probleme gibt und wo nicht.
 
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