"Operation Souveränität": die Diskussion um Alternativen zu US-Amerikanischer Software - jetzt wird sie im Bundestag geführt...

dhubs

Stammuser
Hallo u. guten Morgen liebe Community, hallo liebe Freunde auf dem Hackerboard, :)


vorweg: euch allen einen schönen Dienstag :cool:

...die Idee, sich aus Bezügen US-amerikanischer Software-Welten (und Dominanzen) zu befreien, sie greift um sich: Neuerdings steht sogar PayPal in der Kritik - auch hier suchen viele neue Anbieter

Nun ist die "Fluchtbewegung" in Berlin angekommen - u. zwar im Bundestag - vgl der Heise-Artikel: "Operation-Souveraenitaet-Bundestag-plant-Befreiungsschlag-von-Microsoft " https://www.heise.de/news/Operation...freiungsschlag-von-Microsoft-Co-11162849.html

...dabei geht es um Folgendes:...
Das Herz der deutschen Demokratie will aus der angespannten Weltlage konsequente Schlüsse für die eigene IT-Infrastruktur ziehen. Der Bundestag arbeitet laut Table.Media unter Hochdruck an einem weitreichenden Umbau seiner digitalen Architektur. Das Ziel ist demnach ehrgeizig und politisch brisant: Das Parlament will sich aus der technologischen Umklammerung von US-Konzernen wie Microsoft lösen, um in Krisenzeiten resilienter und vor allem unabhängig von Drittstaaten zu agieren.

...und weiters...

Delos als Brückenlösung?...
Derzeit sieht die Realität in den Berliner Büros noch weitgehend nach Monokultur aus. Für über 10.000 Arbeitsplätze im Parlament und den Wahlkreisen ist Microsoft 365 der Standard.
vgl. der Heise-Artikel - Link untenstehend ( https://www.heise.de/news/Operation...freiungsschlag-von-Microsoft-Co-11162849.html )

Wie seht ihr das denn!?`Wie denkt ihr über die Ideen - sich von MS zu lösen - und zu einer - sagen wir mal "Datensouveränität zu kommen".
Klar - das wird nicht einfach sein - und wir haben das hier ja schon des Öfteren diskutiert - Einfache Lösungen, die wirds auch hier nicht geben - und ggf. wird diese Aktion im Bundestag auch nicht eine Leuchtturmaktion die ausstrahlt - und die ganze Republik mitnimmt!?

Dennoch - ich freue mich auf Eure Beiträge...:)


,,,weitere Infos, Quellen u. mehr;

der Heise-Artikel: Operation-Souveraenitaet-Bundestag-plant-Befreiungsschlag-von-Microsoft; https://www.heise.de/news/Operation...freiungsschlag-von-Microsoft-Co-11162849.html

Microsoft wird ausgemustert: Bundesheer wechselt zu Libreoffice https://www.derstandard.at/consent/...sgemustert-bundesheer-wechselt-zu-LibreOffice

Ein Reddit-Artikel dazu...mit mittlerweile 126 Kommentaren: und auch Reddit: https://www.reddit.com/r/de/comments/1nkf12d/microsoft_wird_ausgemustert_bundesheer_wechselt/

Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Software_in_öffentlichen_Einrichtungenvgl. den neuen Artikel auf Heise.de: Zitat: " Operation Souveränität: Bundestag plant Befreiungsschlag von Microsoft & Co.….Eine fraktionsübergreifende Parlamentskommission will die Abhängigkeit von US-Tech-Giganten beenden und verstärkt auf europäische Open-Source-Lösungen setzen."
 
Zuletzt bearbeitet:
Moinsen

Ich stehe für die Sourveränität bzw. für einen Systemwechsel (pun intended).
Allerdings nur z.T. aufgrund der ganzen Spionage, Cloud-Act usw. (obwohl natürlich auch schlimm).

Im Moment schaue ich aus der wirtschaftlichen Brille.
Microsoft und vglb. haben es über die letzten 20 Jahre geschafft die Wirtschaftsunternehmen immer weiter in den Supplier Lock-In zu treiben. Das bedeutet, dass es mittlerweile sehr kostspielig ist, sich von Windows, Office, Azure und den ganzen anderen Kram zu lösen.

Warum ist das so schlimm?
Weil man bei einem Supplier Lock-In die Preise (z.B. für Lizenzen wie E5) diktiert bekommt und die regelmäßigen Erhöhungen mitnehmen muss, solange man die (riskanten) Kosten für einen Umzug nicht aufbringen will. Gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten, ist das ein Risiko, das man nur ungern eingeht.

Dank starkem Marketing und unfreiwillig aufgezwungener Software verstärkt sich die Situation sogar noch.
Aber für die Mehrkosten bekommt man immerhin eine geringere Qualität. Ist das nicht super?

Wusstet ihr, dass es günstiger ist, die Strafzahlungen der EU hinzunehmen, als Produkte von vornherein EU-konform auszuliefern?
Bis die Strafen kommen, haben die Produkte bereits ein Vielfaches eingespielt.

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