Digitale Souveränität konkret: Schweiz startet Open-Source-Arbeitsplatz für kritische Bereiche - erste Teilerfolge scheinen Strategie Recht zu geben

dhubs

Stammuser
Die Schweiz macht Ernst mit dem Projekt digitaler Souveränität: Konkrete Schritte sind geplant: ab Ende 2027 sollen 3000 Beschäftigte der Bundesverwaltung eine eigenständige Open-Source-Arbeitsplattform nutzen – und zwar parallel zu Microsoft 365. 🎯 Es geht hier um ein mutiges Projekt das insbesondere auch sicherheitsrelevante Aspekte hat. Dabei geht es nicht um die vollständige Ablösung, sondern eine handfeste Alternative für sicherheitskritische und besonders resiliente Arbeitsbereiche. Der Schritt basiert auf einem erfolgreichen Praxistest mit der Open-Source-Suite openDesk und ist Teil einer übergeordneten Strategie, die Kontrollfähigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit systematisch abwägt.


Liebe Community,🙃

in einem Artikel auf Reddit (siehe unten) ists auch schon erwähnt - Die Schweiz geht einen Schritt voran in Sachen Souveränität.

hier ein paar Kernpunkte des Projekts:

Was ist neu? Die Schweizer Bundeskanzlei startet ein Programm für eine souveräne Open-Source-Arbeitsplatzsoftware (vorerst openDesk-basiert). Ab Ende 2027 sollen rund 3000 Beschäftigte aus besonders kritischen Geschäftsprozessen die Plattform nutzen.


Kosten & Zeitplan:

Erste Aufbauphase: 9 Millionen Schweizer Franken

Betrieb parallel zu Microsoft 365 – kein Ersatz, sondern eine zusätzliche Umgebung

Entscheidung über breitere Einführung erst nach Auswertung der ersten Phase

Funktionsumfang


hier noch ein paar weitere Infos zum Thema:


Schweiz gegen Microsoft 365 – und Deutschland schaut genau hin




Stats: 336.648 Aufrufe :: 12300 Likes :: 2300 Kommenare

:)
und hier der Reddit-Text: Switzerland's Federal Government Tests Open-Source Alternatives to Microsoft on 3,000 Computers


mit ingsgesamt 186 upvotes und bereits einigen Kommentaren.


Details aus dem sogenannten Ergebnisbericht zum User-Acceptance-Test.

https://www.bk.admin.ch/dam/de/sd-w...t User Acceptance Test (UAT) zum PoC BOSS.pdf


Leitlinien für die digitale Souveränität in der Bundesverwaltung

https://www.admin.ch/de/newnsb/JxuzVHViGShum_f1h_WDu


Technischer Abschlussbericht: proof of Concept BOSS

https://www.bk.admin.ch/dam/it/sd-w...lussbericht Proof of Concept BOSS des BIT.pdf

einj Heise-Artikel: Schweiz baut Alternative zu Microsoft 365 auf :: Die Schweizer Bundeskanzlei startet ein Programm für eine souveräne Arbeitsplatzsoftware. Rund 3000 Beschäftigte sollen sie nutzen. https://www.heise.de/news/Schweiz-s...tsplatz-fuer-3000-Beschaeftigte-11444842.html


euch allen einen schönen Abend,
 
3000 Beschäftigte der Bundesverwaltung eine eigenständige Open-Source-Arbeitsplattform nutzen
Von über 40000 😇
Es geht hier um ein mutiges Projekt
:ROFLMAO:
Kosten & Zeitplan:

Erste Aufbauphase: 9 Millionen Schweizer Franken

Betrieb parallel zu Microsoft 365 – kein Ersatz, sondern eine zusätzliche Umgebung

Entscheidung über breitere Einführung erst nach Auswertung der ersten Phase
[Satire] Angesichts der Entwicklung und der Befürchtungen bezüglich der KI, gibt es dann kein MS und vieles andere nicht mehr. [/Satire]
Ganz ehrlich, ernsthaft gemeinte Umstiegspläne sehen meiner Meinung finanziell und zeitlich anders aus.
 
Servus end4win :)

schoen von dir zu hoeren.

hab grad voll wenig Zeit - aber eine kurze Antwort - die passt noch.

[Satire] Angesichts der Entwicklung und der Befürchtungen bezüglich der KI, gibt es dann kein MS und vieles andere nicht mehr. [/Satire]
Ganz ehrlich, ernsthaft gemeinte Umstiegspläne sehen meiner Meinung finanziell und zeitlich anders aus.


ja - kann schon sein - aber wie findest du das denn hier

Nachfolger von Windows: Staatskanzlei Kiel stellt auf Linux um: Schleswig-Holstein treibt den Wechsel von Microsoft auf Open Source voran:
Nach E-Mail und Office läuft die Kieler Staatskanzlei nun weitgehend unter Linux.

Schleswig-Holstein geht bei der Migration der öffentlichen Verwaltung auf quelloffene Software den nächsten, symbolisch wichtigen Schritt. Die Kieler Staatskanzlei hat nach eigenen Angaben den Wechsel des Betriebssystems von Microsoft Windows auf Linux weitgehend abgeschlossen. Über 200 Beschäftigte arbeiten demnach dort mittlerweile mit dem freien Betriebssystem. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) gab die Umstellung am Samstag im Rahmen der 24. Kieler Open Source und Linux Tage bekannt. Dabei unterstrich er das Ziel der Landesregierung, die digitale Souveränität des Bundeslandes konsequent auszubauen.


es sind m. E. eben immer wieder Ansätze da - die interessant aussehen


vgl. auch Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen


und es geht darum: .... Zitat: "Mit Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen bzw. Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung verfolgen die Einrichtungen, die auf Open-Source-Software setzen, ganz unterschiedliche Ziele, die von einem Bemühen um Kostenreduktion bis hin zur Durchsetzung eigener Datensouveränität reichen können."

Open-Source-Software (kurz: OSS) und Freie Software, häufig mit Linux als Kernbestandteil, wird als Alternative für proprietäre Software auf Computern in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Innerhalb Deutschlands größere Medienpräsenz zu dieser Entwicklung erzielte die Großstadt München, die seit 2003 wesentliche Bereiche ihrer EDV auf freie Software umrüstete, nach einem Stadtratsbeschluss 2017 dieses Vorhaben jedoch wieder aufgab (siehe LiMux). Das Land Schleswig-Holstein gab 2025 bekannt, seine gesamte Bürosoftware bis zum Herbst auf Open-Source-Produkte umstellen zu wollen. Auch kleinere Kommunen (wie Schwäbisch Hall) oder Behörden wie Gerichte oder die US-Armee stellten größere Teile ihrer IT-Infrastruktur auf OSS um. Laut einer Umfrage der Universität Maastricht von 2005 arbeiteten 49 % aller öffentlichen Verwaltungen in Europa mit freier Software. Allerdings meist in kleinerem Umfang und teilweise, ohne sich darüber im Klaren zu sein.[2]

Gründe für den Umstieg
Die Gründe, die die öffentlichen Einrichtungen selbst für eine Migration zu OSS nennen, können vielfältiger Natur sein: Meist müssen alte, bestehende Anwendungen und Betriebssysteme abgelöst werden. Die Motive, warum freie Software ausgewählt wird, lassen sich auf die folgenden – in jedem Einzelfall unterschiedlich zu gewichtende – Punkte zusammenfassen:

  • Unabhängigkeit von einem Hersteller
  • Kosteneinsparungen
  • Maximale Flexibilität
  • Hardwareplattform-Unabhängigkeit
  • Sicherheit

Vgl. den Wiki-Artikel


muss jetzt leider gleich los hier..

schoeneen Tag noch
:)
 
Wie ich das finde?
Gut natürlich.
Allerdings ist eben OSS und Linux nicht die Lösung für die angestrebte Datensouveränität. Hier benötigt man eben die entsprechende digitale Infrastruktur gerade im Serverbereich.
Die Hardwareplattform spielt hier zusätzlich eine Rolle, für einige notwendige Programme benötigt man eben auch unter Linux proprietäre Treiber, bzw. sie wurden eben nur für Windows entwickelt.
Zitat aus deinem Heiseartikel:
Rund 20 Arbeitsplätze würden vorerst weiterhin mit Windows betrieben. Auf diesen bestehen spezifische technische Abhängigkeiten etwa aufgrund spezialisierter Fachverfahren, für die es kurzfristig keine kompatiblen Alternativen gegeben habe.
Weshalb ich eben für die Verwaltung ein großer "Fan" von der openDesk Idee bin, welche eben Plattformunabhängigkeit , Dokumenten-, Dateneinheitlichkeit und Datensouveränität vereinigt.

Gruß

PS:
Niemand hat Zeit, man kann sie nicht sparen oder besitzen.
Aber sie ist immer da und man kann sie sich einfach nehmen.
 
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