DDos strafbar?

Ich glaube die Überschrift sagt schon alles... aber an sich ist es doch nur strafbar, wenn man sich Zugang zu fremden Eigentum verschafft. Wenn man aber falsche Daten ( aus welchen Grund auch immer.evtl. unabsichtlich ) an einen Server schickt, und diesen damit überfordert, dürfte dies doch eigentlich eine grau Zone sein, oder? Nur eine juristische Frage.....
 
DDoS-Angriffe sind nach § 303b StGB strafbar.

(1) Wer eine Datenverarbeitung, die für einen anderen von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheblich stört, dass er

1. eine Tat nach § 303a Abs. 1 begeht,
2. Daten (§ 202a Abs. 2) in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt oder
3. eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Datenträger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, beseitigt oder verändert,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Handelt es sich um eine Datenverarbeitung, die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist, ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.

(3) Der Versuch ist strafbar.

(4) In besonders schweren Fällen des Absatzes 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,
2. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Computersabotage verbunden hat,
3. durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern oder Dienstleistungen oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt.
(5) Für die Vorbereitung einer Straftat nach Absatz 1 gilt § 202c entsprechend.

Bei einer Attacke, die verteilt über mehrere Rechner ausgeführt wird, also einem DDoS, dürfte es schwierig sein nachzuweisen, dass dies unbeabsichtigt geschehen ist.
 
Wenn man aber falsche Daten ( aus welchen Grund auch immer.evtl. unabsichtlich ) an einen Server schickt, und diesen damit überfordert, dürfte dies doch eigentlich eine grau Zone sein, oder? Nur eine juristische Frage.....

Mehrere zehntausend Anfragen pro Minute "aus Versehen" an einen Server senden ohne die Absicht diesen lahm zu legen, aha. Mal ernsthaft, was bitte soll man mit einem DDOS beabsichtigen außer jemandem zu schaden? Aus technischer Sicht gehen hierdurch zwar keine Webserver kaputt, aber das stunden- oder tagelange Nicht-Erreichen eines Web-Angebots kann für Unternehmen einen hohen finanziellen Schaden bedeuten.

Stell Dir z.B. mal Amazon ohne Web-Präsenz vor. Das überleben die dauerhaft nicht.
 
Es ist durchaus möglich zb durch Fehlkonfiguration in BGP Routern, DNS/Email Servern oder SOAP scripts solche "DOS Attacken" zu erzeugen. Allerdings ist der Hintergrund ein anderen und ein möglicher Schadensersatz dürfte vor einem anderen Hintergrund verhandelt werden als wenn jemand mit Absicht Schaden anrichten will.

Das bedeutet das eine D/DOS Attacke eher durch die Intention definiert wird, als durch das Ergebnis.
 
Es gibt aber einen Unterschied zwischen DoS und DDoS. Und DDoS tritt eher nicht durch Fehlkonfigurationen auf. Hier war aber die Frage nach DDoS.
 
Sie sind ein paarmal kurz nach Verkaufsstart in die Knie gegangen. Das sind halt Belastungsspitzen, die sich später nicht mehr ergeben.
 
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