Energie sparen durch Kühlschrankfüllung?

Hallo,

gerade habe ich ein Icon aus einem GREENPEACE Magazin gesehen, welches behauptet, man soll leere Stellen des Kühlschranks nach Möglichkeit ausfüllen (in dem Beispiel wurden Zeitschriften als Füllstoff gezeigt).
Darüber bin ich mit meinen Kollegen in eine leichte Diskussion verfallen, in welchem Zustand ein Kühlschrank mehr Energie verbraucht: voll oder leer?

Ich plädierte auf voll; auch wenn erstmal mehr Energie gebraucht wird, um alles abzukühlen, kann Joghurt wahrscheinlich besser Kälte speichern als Luft an dessen Stelle. Auf lange Sicht also ökologischer.
Oder?
 
Also ich würde sagen immer gleich. Für mich würde es nur einen logischen Unterschied zwischen offener und geschlosserner Türe geben.

Denn beim Kühlschrank wird ja auf eine bestimmte Temparatur gekühlt, also gekühlt solange bis diese einmal erreicht ist, dann braucht es genauso viel Energie, ob voll oder leer.
 
wenn du warme sachen reinstellst, muss er mehr kühlen, um dem ganzen die wärme zu entziehen, oda ?

wenn du kalte sachen reinstellst (alle die temp, auf die der schrank kühlt), dann isses egal, wieviel du reinstellst, weil ja kein wämre und damit kein energieaustausch stattfindet..

natürlich nur für den idealfall der perfekten isolierung, was ja eh nich möglich ist..
 
Genau wie t3rr0r.bYt3 gerade geschrieben hat. Wenn die Temperatur schon auf 4°C ist, das ist es egal ob der Kühlschrank voll oder leer ist, der Aufwand der Kühlung bleibt der gleiche, das es bei beidem den Kühlschrank "nur" auf Temparatur halten muss. Wenn dann die Tür geöffnet wird und verschieden warme Dinge reingestellt werden, dann ist das natürlich wieder eine total andere Geschichte.

Also nein muss nicht öfters kühlen.
 
Hmm Playboy hefte im Kühlschrank ^^

Also ganz klar: Voll

Denn man macht eine Kühlschranktür auf, darauf hin entweicht die Kalte Luft in den Raum und wärmere Luft fließt in den Kühlschrank.
Dieser muss die warme Luft erst wieder abkühlen => hoher Energieverbrauch.

Stellt man man jetzt gute "Wärmespeicher" z.B. Wasser in den Kühlschrank, dann gibts zwei Möglichkeiten:
-Der Kühlschrank braucht viel Energie um Wasser abzukühlen => hoher Energiebedraf
-Mutter Natur (*fröstel*) kann das Wasser auf eine angenehme Temperatur runterkühlen => kleiner Energiebedarf.

Wenn man jetzt die Kühlschranktür öffnet, entweicht wenger Kalte Luft in den Raum und weniger Warme Luft gelangt in den Kühlschrank, weil dieser ja voller ist.

Vorallem
Hilft das kalte Wasser die warme Luft zu kühlen, also muss der Kühlschrank weniger arbeiten => Weniger Energiebedarf.
 
Stellt man man jetzt gute "Wärmespeicher" z.B. Wasser in den Kühlschrank, ...
Wenn man jetzt die Kühlschranktür öffnet, entweicht wenger Kalte Luft in den Raum und weniger Warme Luft gelangt in den Kühlschrank, weil dieser ja voller ist.

naja, ich würd mal sagen, dass du dann ne ziemliche sauerrei in der kücke hast, wenn dir das Wasser entgegen kommt. :D
 
Hilft das kalte Wasser die warme Luft zu kühlen, also muss der Kühlschrank weniger arbeiten => Weniger Energiebedarf.
Aber...wenn das Wasser die warme Luft abkühlt, nimmt es dessen Wärme auf - ganz logische Energierhaltung. Somit muss der Kühlschrank das erwärmte Wasser und die nicht mehr ganz so warme Luft kühlen. So ein Topf mit Wasser ist ja als passiver Teil anzusehen.

Bei dem Argument, dass bei mehr kalten Dingen im Kühlschrank weniger warme Luft rein kann gehe ich voll mit!

Viel wichtiger ist, dass die Umgebung des Kühlschrankes möglichst kühl gehalten wird, da er im eigentlichen Sinne nichts anderes als eine Wärmepumpe (besser als Carnough-Maschine bekannt) ist. Das System versucht nichts weiter, als die Temperatur zu halten...ist die Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur groß, wird natürlich eine wesentlich höhere Energie umgesetzt um die Wärme zu transportieren. Des weiteren findet - geschuldet einer nie perfekten Isolation - immer ein Energieausgleich zwischen Kühlschrankinneneren und -äußeren statt > soll heißen, je mehr Energie draußen in Form von Wärme anklopft, desto schneller muss der Kühlschrank wieder seine Aggregate anwerfen. Aber da erzähle ich ja nichts Neues. ;)
 
wo wir grad beim thema sind: nochmal was zum nachdenken:

ein raum ohne fenster und tueren, nur ein kuehlschrank drin.
die kuehlschranktuer ist offen und der kuehlschrank laeuft... wirds in dem raum waermer oder kaelter?

:D
 
in dem raum wirds verdammt heiss.
wohin sollte die arme wärmepumpe denn auc sonst die überschüssige wärme pumpen, wenn nicht in den raum, in dem der kühlschrank steht?
-> der energiebedarf der pumpe heizt den raum mit auf -> der raum heizt wiederum den kühlschrank auf -> teufelskreis
 
ich würde sagen die temperatur bleibt konstant -> energieerhaltungssatz
das innere (offene tür) des kühlschranks kühlt den raum
das äussere (gitter an der rückseite) wärmt den raum
 
Die Temperatur steigt wohl etwas...immerhin hat die Pumpe auch eine nicht unerhebliche Verlustleistung.

Ist der Raum eigentlich autarg...also von der Außenwelt abgeschnitten und ein Gedankenexperiment oder real und in Wechselwirkung mit dem Universum (warum eigentlich Uni-) ?
 
Hallo,
in dem Raum würde es wärmer werden denn:

Der Kühlstrank produziert verdichtetes (komprimiertes) Gas, dabei entsteht Wärme. Allerdings haben wir einen Energieverlust, also etwas Energie wird in Wärme umgewandelt und auch an die Umwelt abgegeben.
Das verdichtete Gas wird in den innenraum des Kühlschranks gepumpt und wieder entspannt. Dadurch wirds im Kühlschrank kalt.

Allerdings produziert die Verdichtung des Gases mehr Wärme, als die Entspannung Kälte bringt.

Also ist die Wärmeproduktion etwas höher als die Kälteproduktion.


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Man könnte ja auch nicht mit der Stromproduktion eines Wasserwerkes das Wasser wieder nach oben pumpen. Denn man braucht mehr Strom um 1 Liter 50 Meter hochzupumpen, also 1 Liter an Energie produzieren würde, der von 50 Meter Höhe runterfällt.

Wenn das so gehen würde, hätten wir keine Energieprobleme mehr.
 
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