[Gelöst] Kernel ? make menuconfig ? nicht bedienbar

Hallo,

ich habe hier auf einem Rechner seit ca. einem Jahr Gentoo laufen (das ich auch regelmäßig in Wochentakt update).
Allerdings habe ich seit Kurzem massive Probleme mit der ncurses-Konfiguration des Kernels (make menuconfig), welche früher immer perfekt funktioniert hat.

Das Menu wird zwar angezeigt (in minimaler Größe), allerdings kann ich nicht darin navigieren, da alle Eingaben der Pfeiltasten etc. als Ausgabe auf dem Bildschirm gezeigt wird (z.B.^[[C) und das Menu nicht neu gezeichnet wird (siehe Screen2.png). Nach dem Vorgang ist auch der angezeigte Bereich des Terminal-Emulators ganz klein (so groß, wie das fehlerhafte Menu war), bis ich z.B. vim starte.

Kennt jemand das Problem, bzw. weiss, woran das liegen könnte?

Ich habe ncurses extra nochmal frisch kompiliert, mit "make mrproper" den Cache des Kernels geleert und mit revdep-rebuild auf fehlende Abhängigkeiten getestet.

Ich schaffe es einfach nicht mehr, die menuconfig aufzurufen.

Bitte um Hilfe, ich hab im Netz und im Gentoo-Forum nichts gefunden was auch nur annähernd dazu passt.

Im Anhang einige Screenshots.

mfg, metax.
 
Mit ziemlicher Sicherheit liegt das am Terminal-Programm, das du nutzt. Entweder interpretiert es die termcap falsch oder garnicht. Nimm halt einfach 'make xconfig' wenn du schon eine GUI nutzt.
 
Original von bitmuncher
Mit ziemlicher Sicherheit liegt das am Terminal-Programm, das du nutzt. Entweder interpretiert es die termcap falsch oder garnicht.
Nope.
Das Problem besteht ebenso im "echten" vTerminal (Strg+Alt+F1 und so). Außerdem ist Yakuake im Grunde das Standard KDE Terminal, das sollte sowas können (und konnte es bisher auch).

Original von bitmuncher
Nimm halt einfach 'make xconfig' wenn du schon eine GUI nutzt.
Würde ich nur sehr ungerne. menuconfig gefällt mir bedeutend besser ...

mfg, metax.
 
Ich hatte mal vergleichbare Probleme, als meine Konsole im Unicode-Modus war. Du kannst versuchen, in den "normalen" Modus (iso8859-1) zu schalten, das hat bei mir geholfen.

Code:
# unicode_stop
# consolechars -f lat0-16
# reset

Das funktioniert m.E. nur auf einer Textkonsole. Evtl. heißt 'consolechars -f' bei dir einfach 'setfont'.
 
GAAAA!

Ich habe den Fehler eben gefunden.
Aus irgendeiner unsäglichen Laune heraus hatte ich einmal ein Programm namen "colormake" eingerichtet, so eine Art Proxie, der das echte "make" durch ein Perlscript piped und dabei je nach Compilertätigkeit Farbcodes hinzufügt.
Natürlich macht so ein Herumspielen mit wichtigsten Systemfunktionen an der einen oder anderen Ecke Probleme, unter anderen konnte make die Menukonfiguration des Kernels nicht mehr gescheit bauen. Und auch ein anderer Showstopper im Emerge-Script ist jetzt verschwunden.

Einmal mehr hat sich der Satz "Never change a running system (ie. toolchain)" bewahrheitet.

Trotzdem Danke an alle, die mir Tips gegeben habe.

mfg, metax.
 
Zurück
Oben