Programm welches sich selbst weiter entwickelt. Welche Sprache?

Moin HaBo,

nen Kollege und ich haben vor uns an eine AI ranzumachen welche wir nachher über Augmented Reality in einem HMD visualisieren wollen. Dabei soll die AI logischerweise lernen und muss sich also dementsprechend selbst erweitern und das dazu noch wenn Möglich in Echtzeit.

Jenseits der Frage was damit bezweckt werden soll oder wie wir das anstellen wollen... ich möchte einfach nur mal von euch wissen was ihr denkt was da für eine Sprache am besten geeignet wäre. Mein Gedanke liegt da fast bei einer eigenen Sprache. Das Problem liegt halt echt an der Echtzeitausführung.

Was würdet ihr uns da raten? Ausser sich das Projekt aus dem Kopf schlagen und was sinnvolleres machen. Das haben wir oft genug gehört.

LG Sargo
 
erstmal: Was hat eine künstliche Intelligenz mit AR zu tun? AR dient in erster Linie dazu, computergenerierte Daten mit Bildeindrücken der echten Welt zu kombinieren.
Was soll eure künstliche Intelligenz denn machen? Heads-Up-Displays designen? :P
 
Wir haben vor ne AI zu schreiben welche durch einen 3D Character verkörpert wird. Mit dieser soll man beispielsweise nun wie AR und Markern interagieren können und diese soll dazu lernen. Wir wollen sozusagen nur das Framework für eine AI schreiben so das diese sich selbstständig weiterentwickeln kann. Dafür bräuchten wir eine Sprache die halt sofort verarbeitet werden kann.
 
Original von SargoDarya
Wir haben vor ne AI zu schreiben welche durch einen 3D Character verkörpert wird. Mit dieser soll man beispielsweise nun wie AR und Markern interagieren können und diese soll dazu lernen.

wie sie dargestellt werden soll, weiß ich jetzt, aber hier ist mir immernoch nicht klar, was die AI jetzt genau machen soll. Was genau meinst du mit "Markern"? Dass du in der 3d-Welt punkte markierst und die AI lernen soll, dort am schnellsten hinzugelangen (über hindernisse hinweg)?
 
Ich würde da an ein neuronales netz denken, das wie ein menschliches gehirn arbeiten würde. So hätte man den lerneffekt drin.
Für die Laufzeit epmfehle ich ein fuzzylogisches system, also ein system das nicht zu stark an der regelexplosion leidet.

Siehe auch das Buch "Fuzzy" von Bart Kosko, vorallem das Kapitel "Optimale Hirnschädigung" (daher hab ich die idee)

Als Sprache würde ich eine möglicht einfache nehmen, da man sich wohl mehr um die AI als um den code kümmern will

EDIT: sorry das das vielleicht etwas vage ist
EDIT2: Sucht ihr in ~8 Wochen noch einen Mithelfer?
 
Die AI soll erstmal nur grundlegende Sachen machen wie zwischen Bewegungen unterscheiden, sprechen und verstehen sowie Antworten geben können. Wenn das geschafft ist wollen wir einen Schritt weiter gehen und versuchen mit der AI interaktiv zusammen zu arbeiten und diese evtl. auch portabel mit einem einseitigen HMD und einem HUD sowie einem Rucksack mit allem mölglichen Technikkram mit herum schleppen zu können um sie Beispielsweise bei Forschungen als Unterstützung zu haben. Um die Bewegungen zu tracken kommt eine PTGray Dragonfly 2 Minikamera zum Einsatz. Für die Virtualisierung bzw. das Markertracking werden wir wahrscheinlich dann auf das ARToolkit zurückgreifen.

Da wir denken das dies kein Projekt ist was wir in mal eben 5 Jahren abschliessen und wir das verdammt ernst nehmen ist uns auch bewusst dass wir das wahrscheinlich zu unserem Lebenswerk machen. Wird wohl nen bisschen längerfristiges Projekt :)

@bad_alloc: Danke für die Tipps, werd ich mir anschauen

@Heinzelotto: Im AR Bereich werden für die meisten Sachen Karten mit irgendwelchen Markern benutzt. Das Programm erkennt den Marker und setzt daraufhin das Model der Figur auf diesen Marker. Du kannst den Marker nun frei im Raum bewegen während die Figur immer auf dem Marker stehen bleibt.
 
Original von SargoDarya
Die AI soll erstmal nur grundlegende Sachen machen wie zwischen Bewegungen unterscheiden, sprechen und verstehen sowie Antworten geben können.

Also _solche_ grundlegenden Sachen würde ich in VB machen, das ist ja echt billig[/sarkasmus]

Jetzt im Ernst:
Was ihr euch da vorgenommen habt, ist verdammt schwierig.
Es gibt mehrere Sachen, die ich euch empfehlen würde:
  • Unterschätzt die Schwierigkeit nicht
    Bewegungen wahrnehmen, Sprache und intelligent zu antworten sind drei wichtige Bereiche der künstlichen Intelligenzforschung, an denen sich immernoch Wissenschaftler reihenweise die Zähne ausbeißen. Wenn ihr wirklich versuchen wollt, alle diese Probleme zu 'lösen' (Die Lösung gibt es nicht), dann müsst ihr auf jeden Fall alles genau vorausplanen und sehr gut über das entsprechende Themegebiet Bescheid wissen
  • Eins nach dem Anderen
    Es sieht so aus, als ob ihr die Prioritäten falsch setzen würdet und euer Augenmerk zu sehr auf die AR richten würdet. Diese stellt jedoch nur das User-Interface dar und ist als allerletztes zu entwickeln, wenn die gesamte (oder zumindest ein Teil der) Funktionalität bereits implementiert ist.
  • zu verwendende Technologie/Methoden
    Die wohl zuerst wichtigste Methode ist das Künstliche Neuronale Netz, darüber solltet ihr auf jeden Fall perfekt Bescheid wissen und es auch in allen Variationen implementieren können. Es gibt unglaublich viel Material zu diesem Themengebiet, obwohl es noch recht jung ist (vergleichsweise).
    Die Programmiersprache ist völlig egal, jede Programmiersprache sollte KNN's implementieren können.
    Den Ansatz hingegen, dass das Programm seinen eigenen Programmcode verändern kann, halte ich nicht für gut, da ihr dem Programm dann gleich auch noch die Sprachsysntax beibringen müsstet.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass Ihr auf keinen Fall etwas überstürzen solltet, Ihr müsst, bevor Ihr anfangt, alle Konzepte verstanden und euer Vorhaben bestmöglich geplant haben.
 
Mit neuronalen Netzen beschäftige ich mich zurzeit schon extremst. Hab auch vor was das angeht mal bei nen paar Experten die damit schon länger zu tun haben nachzufragen. Wie gesagt wissen wir das es nichts einfaches ist und das es extrem aufwändig und hart sein wird und das viel geplant werden muss ist eigentlich auch logisch.

AR hat wie du bereits gesagt hast erstmal keine Priorität. Das ist nur für die visualisierung im nachhinein ganz nett wenn man nicht nur vor ner schwarzen Kommandozeile hockt sondern da was bewegendes ist. Naja, schauen wir einfach mal. Danke auf jeden fall für die hilfreichen Tipps :) Werd dann mal wieder in meinen E-Books zu neuronalen Netzen versinken.
 
Der Logik halber muss ich noch was hinzufügen:

Die KI wird erst einbisschen reif sein, wenn überhaupt das Menschliche Gehirn vollkommen analysiert wurde. Wissenschaftler wissen noch nicht alles über das Gehirn. Und nur wenn die vollkommene Analyse des Gehirns vollendet ist, dann werden erst sehr viele sich dafür interessieren, die Funktionen des Gehirns zu kopieren. Ich hoffe, ihr könnt euch denken, was ich meine.

Natürlich ist es möglich, ein Programm zu schreiben, dass vielleicht für NUR EINE Sache sich selbst verbessern soll. Aber richtige KI ist noch nicht möglich.

Gruß
Keci
 
Keci,

da möchte ich dir an dieser Stelle wiedersprechen.
Klar wird es schwieriger wenn man das Gehirn nicht genau kennt, (persönliche meinung) aber trotzdem sollte es (wenn es auch etwas dauern mag) eine KI zu basteln, nur das es halt bisher noch keiner gesschaft hat.

Aber so war das auch mit Amerika bis es jemand entdeckt hatte, möglich war es schon vorher, nur hat es keiner gemacht ;-)

Greetz
Chris
 
Original von elite-noob
Klar wird es schwieriger wenn man das Gehirn nicht genau kennt, (persönliche meinung) aber trotzdem sollte es (wenn es auch etwas dauern mag) eine KI zu basteln, nur das es halt bisher noch keiner gesschaft hat.

Aber so war das auch mit Amerika bis es jemand entdeckt hatte, möglich war es schon vorher, nur hat es keiner gemacht ;-)

Zumindest das Gehirn zu simulieren sollte zur Zeit noch unmöglich sein, denn damals bei der Entdeckung Amerikas hatten sie schon die erforderlichen Mittel (Schiffe), aber uns fehlen halt noch die Mittel, 100.000.000 Neurone inklusive 10.000 Verbindungen von jedem Neuron zu anderen Neuronen zu simulieren.
Inwiefern eine künstliche Intelligenz auch ohne die Ausmaße des Gehirns möglich ist, ist allerdings eine andere Frage
 
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