startx - Cannot find a free VT

Hallo!

Ich bin absoluter Linux Neuling und habe seit einiger Zeit einen virtuellen Server mit Ubuntu LTS 14.04.

Ich möchte ein Programm über Wine starten und dieses benötigt startx.

Sobald ich startx aufrufe, kommt dieser Fehler:

Code:
Loading extension GLX
(EE)
Fatal server error:
(EE) xf86OpenConsole: Cannot find a free VT: Invalid argument
(EE)
(EE)
Please consult the The X.Org Foundation support
         at http://wiki.x.org
 for help.
(EE) Please also check the log file at "/var/log/Xorg.0.log" for additional information.
(EE)
(EE) Server terminated with error (1). Closing log file.

Ich habe die DISPLAY Variable zuvor gesetzt (export DISPLAY=:0.0).

vnc4server soll eine Alternative sein, aber ich hab keine Ahnung, ob das eine richtige Lösung wäre.

Wäre toll, wenn ihr ein bisschen Licht ins Dunkle bringen könntet. :)

Grüße,
Jutschin
 
Ich gehe mal davon aus, dass du via SSH auf deinem V-Server eingeloggt bist. In dem Fall besteht dein Problem darin, dass du mit 'startx' versuchst ein virtuelles Terminal (vt) innerhalb eines Pseudo-Terminals (pty) zu starten. Das ist zwar theoretisch möglich, führt aber dazu, dass du den Output des VT nie zu sehen bekommst. Der wird nämlich auf ein freies TTY umgeleitet. Du könntest darin dein Programm also nicht wirklich starten.

Die Lösung des Problems liegt in einem VNC-Server. Dieser startet dir die X-Umgebung und stellt dir den Output auf einem definierten Port zur Verfügung. So kannst du mittels VNC-Client auf deine X-Umgebung zugreifen und darin Programme starten wie es dir beliebt.

Vorteil von VNC ist weiterhin, dass er nicht auf eine Grafikkarte angewiesen ist. Viele VServer haben aus Sicherheitsgründen kein virtuelles Grafik-Interface. Dadurch scheitert der Versuch eines 'startx' dann automatisch, da kein Ausgabe-Device gefunden wird, das irgendwie über einen der Treiber ansprechbar wäre.

Aber Vorsicht: VNC ist nicht unbedingt das sicherste Protokoll. Ich empfehle daher den VNC-Server nur auf dem Loopback-Device lauschen zu lassen und einen SSH-Tunnel zu nutzen um den VNC-Client mit dem Server zu verbinden. So ist der VNC-Port von aussen nicht direkt erreichbar und kann entsprechend nicht angegriffen werden.
 
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