Szenarien eines Admins

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sw33tlull4by

Guest
Hi!
Folgende Sache, ich würde mich gerne auf einen Jobgespräch und den evtl später damit verbundenen Job intensiv Vorbereiten.
Es geht um die Administration von Debian Linuxservern in einem Windowsnetzwerk, allerdings würde ich den Admin nur unterstützen.
Abgesehen von Batch/CmdLets/Bash-Skripting, dem lesen/configureren von Routingtables und Firewalleinstellungen,
ein Grundverständniss von Netzwerken(bei mir sehr rudimentär, müsste wenn es in die Protokolle geht viel literatur wälzen),regelmässiger Datensicherung(Cron/At-jobs).
Was müsste ich noch beherrschen und welche Szenarien(einfach bis worst-case) sollte ich durchgehen/blind beherschen,um in dem Job zurrecht zu kommen?
Klar kann man nicht alles am Anfang aber ich will auch nicht im Regen stehen und da das eine sehr exclusive Chance ist will ich möglichst viel richtig machen.
Freu mich eure Vorschläge zu hören.
Mfg

sw33t

//edit
Computer sind alle Windows XP,weitere Details,wie Active Directory oder die Anwesenheit von Windowsservern ,sind nicht bekannt.
 
Hi,

also ohne das jetzt selbst zu können, denke ich, dass LDAP und Samba eine große Rolle spielen wird. Wenn sich AD User auf einem Linux System anmelden können sollen brauchst du glaube ich noch PAM und Kerberos Skills.

So genug Wörter in den Raum geworfen ^^ Mal sehn was die Leute sagen, die das aktiv machen ... Sind aber dennoch Anhaltspunkte für dich denke ich. Wenn mir das bevor stehen würde, würde ich mich mit Büchern zu dem Thema eindecken!

cu
serow
 
"Debian-Server in einem Windows-Netzwerk" sagt ja erstmal garnichts. Das können Samba-Server sein, sonstige NAS, Router, Intranet-Dienste, Datenbanken etc.. Von daher solltest du vermutlich einfach das beherrschen, was einen guten Admin ausmacht... Google bedienen/richtige Suchwörter finden, erweiterte Kenntnisse im Umgang mit Debian allgemein und grundlegend Psychologie für den Support und den Umgang mit Chef. ;)
 
Ah ganz vergessen.
Es geht primär um Samba, ja.
MySQL habe ich auch halbwegs drauf.
Die Handhabung von Kerberos und PAM werde ich mir anschauen.
NAS hatte ich auch nicht auf dem Radar.

Psychologie ist zwar nicht so meine Welt aber smalltalk halten kann ich wie ein Weltmeister:)

Ich dachte da aber eher an sowas wie machen sie ein Backup aller Userverzeichnisse um so und soviel uhr,bzw sync es mit einem bereits bestehenden Backup.(Oh Raids kann ich mir mal anschauen)
Ändere Benutzerlogin so das verschiedene sachen vorher ausgewührt werden.etc.
Sowas in der Art nur halt nicht so einfach, also im Grunde Sachen, die Ich zu erwarten habe,falls ich den Job kriege.Hardware- und Installationssachen mal aussenvorgelassen.

@Bitmuncher
Danke das du meine Vermutung das alle admins Schaumschläger sind bestätigt hast;).

Mfg

sw33t
 
Also ich lasse mir zumindest die Grundlagen des Netzwerks immer beim Bewerbungsgespräch erklären, damit ich weiss worauf ich mich einzustellen habe. Vorher wirst du kaum wissen womit du es zu tun bekommst. Bei Backups reicht z.B. die Spannweite der Möglichkeiten von selbstgeskripteten Sachen mittels tar, rsync, scp etc. bis zu fertigen Backup-Lösungen wie Arkeia. Kerberos wird vor allem in Netzwerken verwendet, wo alle Logins mit der Anmeldung am Rechner vollzogen werden sollen. LDAP wird zumeist dann eingesetzt, wenn das Netzwerk >20 Clients umfasst. usw. usf. Kurzum: Kläre einfach mal mit welcher Software du es zu tun bekommst und schon weisst du auch worin du dich noch einlesen musst und was du bereits beherrschst.
 
Wahrscheinlich wirst du dich auch mit dem Thema Virtualisierung auseinandersetzen müssen, wenn du es nicht schon getan hast.

lG

Brabax
 
Wahrscheinlich wirst du dich auch mit dem Thema Virtualisierung auseinandersetzen müssen, wenn du es nicht schon getan hast.

lG

Brabax

Da es "um die Administration von Debian Linuxservern in einem Windowsnetzwerk" geht, würde ich erstmal keine Virtualisierung vermuten. Die wenigsten Firmen nutzen Xen oder KVM. VMware und HyperV würde jetzt nicht 100%ig in das Linuxprofil passen.

cu
serow
 
Wieso nicht?

Zum ersten läuft vmware auch unter Linux einwandfrei und zum anderen läuft Linux in vmware einwandfrei. Warum würde das nicht ins Profil passen?

Wir nutzen z.B. einen ESX auf dem wiederum eine Reihe Windows und Linux-Servern laufen.
Die Basis des ESX ist afaik ein W2K8.
Die Clients wiederum sind physikalische PCs.
Keine Probleme aber eben viel Virtualisierung (mit der man dann auch umgehen können muss).

Vllt. hast du andersherum gedacht als ich, aber Virtualisierung bzw. speziell virtuelle Linux-Server sind schon ein Thema, wenn auch kein erschlagend schwieriges.
Aber man sollte sich IMO zumindest ansehen, wie man z.B. VM-Tools unter Linux installiert und welchen Unterschied es ausmacht und was z. B. eine Migration von virtuellen Servern effektiv bedeutet.

lG

Brabax
 
Hi,

Zum ersten läuft vmware auch unter Linux einwandfrei und zum anderen läuft Linux in vmware einwandfrei. Warum würde das nicht ins Profil passen?
Okay, die Workstation und der VMware Server laufen unter Linux. Sind das ernsthaft gängige Virtualisierungsätze? Hatte nur ESX als produktionstauglich angesehn.

Wir nutzen z.B. einen ESX auf dem wiederum eine Reihe Windows und Linux-Servern laufen.
Yep, das dürfte wohl Standard sein ^^

Die Basis des ESX ist afaik ein W2K8.
No way! ESX bringt einen eigenen Kernel mit, der einige wenige Linux Treiber eingebaut hat. Auf diesem Hypervisor läuft die Service Console (RedHat 5.1 in 4.0.0 U1) und eben die VMs die du anlegst. W2K8 hat mit dem ESX nichts zu tun.

Code:
[root@esx-01 etc]# cat redhat-release 
Red Hat Enterprise Linux Server release 5.1 (Tikanga)
[root@esx-01 etc]#



Die Clients wiederum sind physikalische PCs.
Clients von was?

Vllt. hast du andersherum gedacht als ich, aber Virtualisierung bzw. speziell virtuelle Linux-Server sind schon ein Thema, wenn auch kein erschlagend schwieriges.
Aber man sollte sich IMO zumindest ansehen, wie man z.B. VM-Tools unter Linux installiert und welchen Unterschied es ausmacht und was z. B. eine Migration von virtuellen Servern effektiv bedeutet.
Da geb ich dir natürlich Recht. Auch wenns sau easy ist ^^


cu
serow
 
No way! ESX bringt einen eigenen Kernel mit, der einige wenige Linux Treiber eingebaut hat. Auf diesem Hypervisor läuft die Service Console (RedHat 5.1) und eben die VMs die du anlegst. W2K8 hat mit dem ESX nichts zu tun.

Oki, hatte ich mich noch nicht so mit beschäftigt (bisher nur remote gesehen), deswegen die wohl falsche Vermutung.

Das war nur eine Zusatzinfo. Ich meinte die Computer der User, die mit diesen Servern arbeiten.

lG

Brabax
 
Wieso nicht?
Die Basis des ESX ist afaik ein W2K8.

Hi,

nein 'eher' ein linux kernel, aber das möchte man nicht zugeben. Denn was wäre mit dem Grundgedanken von open source sonst...
esx ist aber toll, sollte man sich finde ich in jedem Fall mal ansehen.
[edit: zu spät...]
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

nein 'eher' ein linux kernel, aber das möchte man nicht zugeben. Denn was wäre mit dem Grundgedanken von open source sonst...
esx ist aber toll, sollte man sich finde ich in jedem Fall mal ansehen.
[edit: zu spät...]

Wäre aber auch nicht richtig gewesen :P Es ist definitiv _kein_ Linux Kernel.

Aber egal - zurück zum Thread ^^

cu
serow
 
Wir haben solch ein Setup (bis jetz noch) in unserer Firma: Etwa 20 Server mit Suse Enterprise Linux und teilweise OpenSuse und etwa 500 Client-PC's mit WinXP Prof.

Speziell auf unsere Misch-Umgebung bezogen würde ich sagen, dass neben den notwendigen guten Linux-Kenntnissen noch tiefergehende Kenntnisse in Samba und OpenLDAP und grundlegende Kenntnisse in Sachen Bash-Scripting hilfreich sind.
 
Ok!
Fassen wir mal zusammen.
LDAP,Samba,Bash/PowerShell,Netzwerke, PAM,Kerberos,Raids,Datenbanken,NAS,Psychologie^^, Neugier und offen sein für Neues.
Dann weiss ich bescheid.
Vielen dank.
Mfg

sw33t
 
Ich achte viel mehr auf die Art und die Interessen.
Das fachliche Zeugs, LDAP, NAS, Kerberos kann jeder Idiot lernen. Das ist fuer mich kein Qualifikationsmerkmal. Ich schaue lieber auf Allgemeinwissen in Compoutertechnik und ob der Typ ehrlich ist und naemlich KEIN Schaumschlaeger.

Ich brauche zb niemanden der alles kann was ich kann. Aber ich brauche jemanden auf den 100% verlass ist.

Ach ja. Wer zu schlechte Musik hoert, hat bei mir auch keine Chance.
 
Nicht das Rüstzeug vergessen:

Problemdiagnose kann niemand lernen, dass muss man sich aneignen. Dazu braucht es Erfahrung und Zeit. Aber man tut gut daran, sich für Szenarien zumindest im Kopf schon einmal ungefähre Abläufe zurecht zu legen.

Was passiert, wenn das AD ausfällt? Wenn das RAID defekte Arrays meldet? Wenn sich ein Benutzer nicht einloggen kann? Wenn der Bootloader nicht startet? Festplattenfehler? Was sind die Anzeichen von RAM-Speicher-Alterung oder -Ausfall? usw. etc.

Für das alles gilt: Man muss die Zeichen der Zeit erkennen (e.g. die Symptome deuten können) und dann wissen, wo die Antwort steht. Niemand (!) weiß immer auf jedes Problem eine passende Antwort. Aber die guten Admins wissen sofort, wo sie nachschauen müssen und haben sofort zwei/drei Vermutungen im Kopf, die dann systematisch und akribisch (!!! ohne sinnvolles Vorgehen kein gutes und zufriedenstellendes Ergebnis) bewiesen oder entkräftet werden.

Je schneller sich solche Abläufe automatisieren, desto weniger Zeit brauchst du für Problemlösungen und kannst eher wieder die Beine hochlegen. Immer daran denken: Wie schaffe ich es, mit Hilfe von Prävention (Fail-Notifications, Logdateien-Parsing, Benutzerregeln etc.) und Zeitmanagement den geringsten Anteil meines Tages mit der Bekämpfung von Situationen zu verbringen, die nicht dem Normalzustand entsprechen.

Das wichtigste aber ist: Bescheiden und Freundlich bleiben.

Niemand profitiert von Überheblichkeit, Unfreundlichkeit, Übereifer oder vertuschter Unkenntnis.

Wenn du etwas nicht weißt, dann sag das. Wenn du etwas nicht schaffst, dann gib' es offen und ehrlich zu und frage nach Hilfe. Wenn du dir die Zähne an einem Problem ausbeißt, dann warte nicht bis zum Ende deines Vertrags, bis klar wird, dass du es nicht alleine schaffst. Lieber einmal zurücktreten und noch einmal die Dokumentation konsultieren, als am Ende mit einem größeren Haufen Scheiße da zu stehen, als du vorher schon hattest. Jeder Mensch macht Fehler, du bist keine Ausnahme. Auch wenn du an Systemen arbeitest, die keine Fehler machen dürfen.

Und auch wenn viele von BOsFH, lustigem Schabernack gegenüber "DAUs" und Unwissendenverarsche schreiben: Deine Kollegen brauchen dich und du brauchst deine Kollegen. Und das geht SEHR viel einfacher mit gegenseitigem Respekt.

Meine Chefin sagt immer: Sie möchte nicht wissen, wie es geht, sie möchte DAS es geht. Und damit wirft sie zwar alles aus dem Fenster, worin du lange Zeit investiert hast (und jetzt bekommst du nicht einmal einen Keks dafür), aber sie hat Recht. Möchtest du wissen, wie genau die Zahlendreher in der Buchhaltung jeden Monat dein Gehalt ausrechnen? Oder wie die Logistiker in der Ladeabteilung ihre LKWs am Besten beladen? Ich denke nicht, dass macht ihr wissen aber nicht weniger wertvoll. Für die Firma und damit auch für dich.

Es hilft natürlich trotz allem, wenn man komplizierte technische Sachverhalte für Laien schnell und einfach darstellen kann. Eine weitere Eigenschaft, die ein wirklich guter Admin ohne Probleme aus dem Ärmel zaubert. Denn du bist meistens nicht der, der das Geld austeilt, wenn es an die Beschaffung von Equipment geht.

Und wenn du dann das gleiche Problem zum dritten Mal erklärst, ohne das es genau verstanden wurde, dann ist das so. Das ist genau so dein Job, wie einem jungfräulichen Dual-Xeon-SAS-Server die Unschuld mit einer Debian-CD zu nehmen. Ich stelle mir in solchen Momenten immer vor, ich müsste meiner Mutter erklären, was ich gerade meinen Vorgesetzten oder Kollegen zu erklären versuche.

Wenn du wirklich Ahnung von deiner Arbeit hast musst du weder damit angeben, noch brauchst du ständig Anerkennung dafür. Die Leute wissen dann, dass sie dir vertrauen können und was du kannst. Und du ihnen. Und das schlägt sich im gegenseitigen Umgang nieder.

(Ich nenne das auch das Sennheiser-Shure-Phänomen. Obwohl diese beiden Firmen praktisch keine Werbung für ihre Produkte machen sind sie die Marktführer in einem technischen Segment der Wirtschaft, welches umkämpfter nicht sein könnte. Sie brauchen keine Werbung, die Leute wissen, dass sie für ihre Geld Qualität bekommen. Ungefähr so sieht die ideale Position eines Admins aus)

"Nobody in live gets exactly what they thought they were going to get. But if you work really hard and you're kind .. amazing things will happen!"
- Conan O'Brien -

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Viel Erfolg.

PS: Vielleicht interessiert dich auch, warum du eigentlich immer eine angemessene Bezahlung verlangen kannst, sobald du gut genug bist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wichtigste aber ist: Bescheiden und Freundlich bleiben.
Erleichter einem das Leben ungemein! - Nicht nur im Berufsalltag.

"Nobody in live gets exactly what they thought they were going to get. But if you work really hard and you're kind .. amazing things will happen!"
- Conan O'Brien -

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Viel Erfolg.
Dem ist wirklich nicht mehr viel hinzuzufügen, toller Beitrag Moe!
 
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