Wie gross ist ein MBR?

Hi,

ich lese gerade einen Text zum Thema Storage Alignment. Dabei ist mir folgender Satz ins Auge gesprungen:

Operating systems on x86 architectures create partitions with a master boo record (MBR) that consumes 63 sectors.

Soweit ich mich erinnere ist der MBR 512 Bytes gross, also 1 Sector - so sieht es auch Wikipedia ;) Ich erinnere mich aber, dass die erste Partition idR bei Sektor 64 beginnt. Jetzt bin ich etwas verwirrt :D

Mein Tip: Der MBR ist 1 Sector gross, die Verschiebung der Partition 1 auf den 64. Sektor hat mit Alignment zu tun und nicht mit der groesse des MBR.

Liege ich damit richtig?

Gruesse
serow
 
Soweit ich weiss, hat das historische Gründe. Bei früheren Systemen fing der erste Track der Partition immer nach Sektor 63 an. In der englischen Wikipedia wird auf diesen Aufbau auch etwas genauer eingegangen: Master boot record - Wikipedia, the free encyclopedia
Bei diversen modernen Platten (Advanced Format Drives - e512) wird das aber wohl nicht mehr verwendet.

Hab mich allerdings auch noch nicht sehr intensiv damit auseinander gesetzt. Hab nur vor ein paar Jahren irgendwas von einer Umstellung diesbezüglich mitbekommen.
 
Hm, rein "definitionstechnisch": 0x86 MBR = 1 Sector (der durchaus größer als 512 Bytes sein kann), der von BIOS nach 0:7c00 kopiert wird.
Allerdings basieren die ganzen "Standards" auf 512 Bytes. Insofern imho eine unglückliche Formulierung.

Dass da "Platz" gelassen wird, kommt (oder kam) allen Multi-Boot Usern zu Gute, da man nicht auf MBR->VBR->"richtiger Loader" -> Bootmenü "Chain" angewiesen war (denn auch essentielle Treiber für die üblichen Dateisysteme in 440 Bytes unterzubringen stelle ich mir als ziemlich schwer vor ;) ).

Wobei: in CHS wäre Sector 64 = 0,1,1 (nicht vergessen, LBA fängt bei 0 an, CHS dagegen bei 1)
Ich würde zwar nicht unbedingt meine Hand dafür ins Feuer legen, aber afaik kommt das aus den DOS Zeiten, als entweder das System selbst oder einer der Partitionstools gerne "Cylinder boundaries" hätte:
Code:
cdw@debian:~$ man sfdisk | grep  -A 10 DOS-extend
       -E, --DOS-extended
              Take the starting sector numbers of "inner" extended partitions to be
              relative  to  the  starting  cylinder boundary of the outer one (like
              some versions of DOS do), rather than relative to the actual starting
              sector  (like Linux does).  (The fact that there is a difference here
              means that one should always let extended partitions start at  cylin‐
              der  boundaries if DOS and Linux should interpret the partition table
              in the same way.  Of course one can only know where  cylinder  bound‐
              aries are when one knows what geometry DOS will use for this disk.)
 
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