Original von srji
schulnoten werden oft nach symphatien vergeben
Bei mündlichen Noten / kleinen Kontrollen mag das manchmal der Fall sein, die sind ja aber eh relativ unwichtig. Bei den wichtigen schriftlichen Noten (Klausuren/Prüfungen) ist das jedoch kaum möglich.
Bei Klausuren muss vorher ein genauer Frage/Antwort-Katalog mit der entspr. genauen Punkteverteilung erstellt werden. Prozentuales Gewicht der Themen/Schwierigkeit wird wiederrum vom Kultusministerium vorgegeben. Dieses Erwartungsbild muss vorher beim Direktor vorgelegt werden der es gemäß den Richtlinien von "oben" überprüft.
Nach der Korrektur der Klausur wird diese abermals beim Chef vorgelegt, der überprüft ob das vorher vorgelegte Erwarungsbild, welches ja die genauen Antworten mit den entspr. Punkten enthält, angewendet wurde. Erst wenn er dies gegenzeichnet, wird sie an die Schüler zurückgegeben.
Bei einer schriftl. Prüfung werden bekanntlich die Fragen vom Kultusministerium vorgeben, die bis zur Öffnung vor den Prüflingen geheim sind, auch vor den Lehrern. Erwartungsbild und Punktevergabe wird danach zentral im Fachbereich erarbeitet. Oft sprechen sich dabei die Fachlehrer schulübergreifend ab. Jede Prüfung wird unabhängig nacheinander von 2 Lehrern korrigiert, gemäß der vorher erarbeitetem Punktevergabe. Danach wandern auch die Prüfungen zum Direktor, der diese ein weiteres Mal prüft (stichprobenartig).
Und auch bei mündlichen Prüfungen muss vorher ein fest definierter Frage-/Antwort-Katalog erstellt und vorher zur Prüfung durch den Direktor vorgelegt werden. Das von diesem während der Prüfung nicht abgewichen wird, stellen mehrere Fachlehrer + Direktor oder Stellvertreter sicher, die ebenfalls während der Prüfung anwesend sind und das genaue Erwartungsbild vorliegen haben.
Meinst du ein Lehrer würde es riskieren seinen Job zu verlieren oder dazu noch weitere Strafen auferlegt zu bekommen, nur damit irgendein "unwichtiger" Schüler eine bessere Note bekommt? Du hast da sicher ein paar unrealistische Vorurteile.
