Emacs speichern von Dateien mit Umlauten

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Revenant

Guest
Hi,

am Besten erklär ich das Problem anhand eines Beispiels:

wenn ich auf der z.B. Konsole eingebe:

emacs bücher &

und dann das dokument in emacs speichern will dann versucht er es nicht nach blubber/bücher sondern nach blubber/b\303\274cher zu speichern. Irgendwie kann er also die Umlaute nicht richtig auflösen.

Das gleiche Problem hab ich auch, wenn in dem Pfad zu der zu speichernden Datei ein Umlaut vorkommt.

Was kann man da machen?

EDIT: in der Konsole bekomm ich:
Warning: Missing charsets in String to FontSet conversion
Warning: Unable to load any usable fontset
 
Idealerweise sollte man Umlaute unter Linux in Dateinamen vermeiden. Das sind Sonderzeichen, die in Dateinamen nichts zu suchen haben. Da Emacs die locales-Umgebungsvariablen nicht auswertet, sondern davon ausgeht, daß ein englisches Character-Set verwendet wird, "konvertiert" er Umlaute entsprechend. Damit wird u.a. vermieden, daß eine Datei nicht mehr aufrufbar wird, nur weil evtl. mal ein anderes Locale im System genutzt wird, in dem diese Sonderzeichen nicht existieren.
 
Ok, clever daran hab ich nicht gedacht. Trotzdem irgendwie schade, dass es immer noch so viel Chaos bezüglich den Codierungen gibt. Einmal wird ASCII verwendet, in anderen Fällen wird Unicode unterstützt. Ich frage mich warum nicht generell alles auf UTF-16 umgerüstet wird

EDIT: stimmt eigentlich.. kann ich Emacs iwie auf Unicode umstimmen? Die ersten 127 Zeichen sind ja sowieso abwärtskompatibel zum ASCII Code. Dürfte also keine Probleme geben
 
Das Problem liegt hier nicht beim Emacs, sondern bei der Systemumgebung. Im Normalfall akzeptiert Emacs Umlaute, wenn die Umgebungsvariablen das zulassen. Ich würde trotzdem davon abraten solche Sonderzeichen in Dateinamen zu nutzen. Mach besser ue, ae, oe draus anstatt nachher Dateinamen zu haben, die dein System evtl. nicht korrekt wiedergeben kann oder die auf einem anderen Rechner Probleme machen. Ich ärgere mich schon jedesmal, wenn Win-User mir Dateien mit Umlauten geben. Da müssen die Linux-User doch nicht mitmachen. ;)
 
:D okay, gibt es vllt. irgendwo eine Konvention an die man sich halten kann (sowas wie ne Coding-Guideline)? Denn soll ich Datei-/ Verzeichnisnamen jetzt groß schreiben oder nicht? Fängt man unterschiedliche Wörter in einem Namen mit Großbuchstaben an, oder trennt man sie mit einem Unterstrich?

Wie wird das in der Praxis gehandhabt?
 
Leider macht das jedes Projekt sein eigenes Ding. Versuch halt so zu schreiben, daß ein englisches Character-Set ausreicht. Der Rest ist deine Sache.
 
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