Festplattenentsorgung

Hi Leute,
ich hab vor ein par tagen eine defekte USB-Festplatte (glaub warn ma 20GB)
gefunden, hab sie entsorgt. Dazu hab ich sie aufgeschraubt und die Platte
zerbrochen damit niemand auf die Idea kommt die Daten auf der Platte zu rekonstruieren und dann hab ich sie mit ner Menge altem Spermüll zum Recyclinghof gebracht.

Jetzt meine Frage: Wie entsorgt ihr alte Datenträger?

MfG towelie
--
Das Handtuch nicht vergessen!
 
Funktionsfähig:
Überschreiben (via shred >5 mal) und dann ganz Umweltverträglich in die Mülltonne :D

Defekt:
Überschreiben nicht mehr möglich, je nach dem was zum Ausfall geführt hat, im Zweifelsfall gibt es hier so einen jährlichen Brauch der sich Martinsfeuer nennt, das dürfte sicher genug sein ;)
 
1. Einmal (nach Lust und Geschmacksrichtung mit /dev/zero oder /dev/urandom) überschreiben.
2. Auseinanderbauen.
3. Jeweilige Bestandteile in die dafür vorgesehene Mülltonnen werfen.
 
Obwohl ich auch die Möglichkeit hätte die Festplatte schmelzen zu lassen, reicht es vermutlich in den meisten Fällen - da ich weder Kundendaten noch anderweitige Daten Dritter auf meiner eigenen Hardware lagere - die Daten zu überschreiben.
Bervorzugt wähle ich die Methode: PRNG Mersenne-Twister x3 reicht für meine Bedürfnisse aus.
 
- 1x mit /dev/urandom überbügeln
- ausbauen und öffnen
- schlag mit einem Hammer in das offene Gehäuse
- wieder zuschrauben
- beim Werks-/Bauhof als Elektronikschrott abgeben
 
Einmal überbügeln würde ich nicht empfehlen. Es gibt kaum ein Unix/Linux-Dateisystem, von dem ich nach einmaligem Überschreiben die Daten nicht retten könnte, wenn ich es unbedingt darauf anlege. Der Aufwand ist zwar relativ hoch, aber denoch würde auch ich >5 Mal überschreiben empfehlen.
 
Einmal überbügeln würde ich nicht empfehlen. Es gibt kaum ein Unix/Linux-Dateisystem, von dem ich nach einmaligem Überschreiben die Daten nicht retten könnte, wenn ich es unbedingt darauf anlege. Der Aufwand ist zwar relativ hoch, aber denoch würde auch ich >5 Mal überschreiben empfehlen.

Könntest du da mal etwas ins Detail gehen? Ich dachte es sei heutzutage relativ akzeptiert, dass einmaliges Überschreiben genug ist.

http://www.heise.de/security/meldung/Sicheres-Loeschen-Einmal-ueberschreiben-genuegt-198816.html

Und:
If you think that you can recover overwritten data, feel free to accept 'The Great Zero Challenge' over at http://16systems.com/zero/

"Q. What is this?


A. A challenge to confirm whether or not a professional, established data recovery firm can recover data from a hard drive that has been overwritten with zeros once. We used the 32 year-old Unix dd command using /dev/zero as input to overwrite the drive. [...]"


It's been over a year, and nobody has accepted the challenge yet. Even if there isn't any prize money to win, I'd think that the PR opportunity would be quite enough for any data recovery firm to do it.

So my conclusion is: overwriting once is plenty good enough. You want to overwrite the whole disk though, otherwise the filesystem might leave metadata clues even after the file has been overwritten and unlinked.
Könnte natürlich auch gut sein, dass es einfach zu teuer ist, um das ohne Preisgeld zu machen, aber wenn das der Fall ist, wird sicherlich auch niemand so viel Zeit und Geld in eine Festplatte investieren, die er im Müll gefunden hat.

Wie auch immer, ich überschreibe alles einmal mit /dev/urandom, schraube die Platte auseinander und sorge dafür, dass sich da nichts mehr bewegt.
 
Hm warum überschreiben? Alte Platten lagere ich bei mir einfach ein. Kann man u.U. immer mal wieder gebrauchen. Defekte Platten werden aus Spaß an der Freud' zerlegt und vernichtet :)
 
Könntest du da mal etwas ins Detail gehen? Ich dachte es sei heutzutage relativ akzeptiert, dass einmaliges Überschreiben genug ist.

Das kommt auf die Datendichte und die Gleichmäßigkeit der Impulse der Lese/Schreibköpfe an. Bei älteren Festplatten kann man oft noch Randmagnetisierung auslesen und dadurch die zuvor auf dem überschriebenen Bereich vorhandenen Daten wiederherstellen. Bei einer hohen Datendichte überlappen sich die Spuren am Rand meist etwas, wodurch ein Auslesen der Randmagnetisierung nicht mehr möglich ist. Bei älteren Platten ist aber die Datendichte zumeist nicht hoch genug, so dass zwischen den Spuren noch ein Zugriff auf die alten Daten möglich ist.
 
Nagel durch und an die Wand hängen. Das Geld will man ja nicht umsonst gezahlt haben! Ist außerdem ne hübsche Deko, vor Allem mit Querschnitt... :rolleyes:
 
Wie alt genau müssen diese "älteren" Festplatten sein?
Da bin ich überfragt. Ich hab keine Ahnung bis zu welcher Datendichte und somit Kapazität das möglich ist.

Und wenn du sagst, man "kann" auslesen: Wie kann man das auslesen?
Indem man die HD aus dem HD-Laufwerk entnimmt und in ein entsprechend dafür gebautes Laufwerk einbaut.

Hast du ein Beispiel, wo das konkret jemand macht?
Hätte ich, ich hab aber damals ein NDA unterschrieben, dass ich über das Projekt nicht reden darf. Frag mich in 44 Jahren nochmal, dann läuft das NDA aus. ;)
 
also bei uns in der Gegend gibt's auch immer mal LAN-Parties mit Outdoor-Veranstaltungen wie "Rechner-Weitwurf" oder "Festplatten-Weitwurf"...
Und die Veranstalter sind immer auf der Suche nach Wettkampf-Material. ;)

mein Tipp also:
Daten mit mehrmaligem Überschreiben vernichten und die physische Zerstörung und Entsorgung dann den Zockern überlassen...
 
Was sicher auch schick aussieht, wäre die Festplatte mit ner Bandsäge o.ä. exakt in der Mitte durchzuschneiden :D
 
Das in obigem Heise-Artikel erwähnte Experiment mit einem Magnetkraftmikroskop sagt eigentlich alles aus. "Randmagnetisierung" hin oder her, wenn man Daten wieder herstellen will, dann geht's um mehr als nur ein paar aufeinanderfolgende Bits. Einmaliges Überschreiben reicht da also völlig.
 
Das Experiment sagt relativ wenig aus, da Wright in einem Messbereich von 35 Nanometer gemessen hat. Das geht aber wesentlich genauer in Bereichen von bis zu 10 Nanometer. Damit erhöhen sich die Wiederherstellungswahrscheinlichkeiten signifikant. Die Diskussion hatte ich aber irgendwo schonmal. *Déjà-vu*
 
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